Was bringt die Zukunft für den Mercedes-Benz Vertrieb

Ein Blick in die Zukunft… eigentlich ja nicht unbedingt ein Thema für den OldtimerTicker werden Sie sagen?!

Das alte Mercedes-Benz Museum

DOCH – denn dieses Thema wird – positiv oder negativ – auch die Mercedes-Benz Clublandschaft beeinflussen.

Was passiert im Vertrieb für MB-Fahrzeuge? An verschiedenen Punkten wird merklich und im Verborgenen der Bereich Vertrieb für eine komplette Ausgliederung aus der DaimlerAG gearbeitet. Die Niederlassungen strukturieren dafür Ihre Organsiationshirachien und -bereiche um, damit ein fremder Investor schnellen Ein- und Überblick über die Profitabilität und Zukunftsfähigkeit erlangen kann.

Wer hat Interesse am Vertreib? Hinter vorgehaltener Hand wird bei dieser Frage meist in Richtung Osten geschaut… angeblich könnte es sich um ein Konsortium aus China handeln.

Die DaimlerAG rund um Dr. Zetsche würde dann nur noch versuchen den Geschmack der Käuferinnen und Käufer vorherzusehen und entsprechende Fahrzeuge entwickeln und auf den Markt bringen. In dem Augenblick in dem das Fahrzeug durch das Werkstor fährt, verkauft das Werk das Fahrzeug an den Vertieb des neuen Eigentümers. Dieser kümmert sich dann um Werbung, Verkauf und Service (was ja den Bereich Ersatzteile auch mit einbeziehen würde).

Nun kann es sein, daß ein neuer Eigentümer des Vertriebs den Bereich Old-, Youngtimer und Klassiker als tragende Säule seiner Markenidentität sieht und hier weiterhin ein großes (vielleicht sogar größeres) Augenmerk richtet. Vielleicht können und müssen sich hier die Mercedes-Benz Oldtimer Clubs einfach auch gut positionieren und ihre Möglichkeiten gut für neue Gespräche vorbereiten.

Wie komme ich auf diese Zukunftsaussichten? In verschiedenen Gesprächen der letzten Wochen konnte ich feststellen, daß etwas im Konzern im Umbruch ist. Es werden kaum noch verbindliche Zusagen für die nächsten Veranstaltungen und Jahre gemacht. Welches Auto an welchem interantionalen Event teilnehmen wird, liest man in den offiziellen Pressemitteilungen immer nur noch mit den Umschreibungen “wahrscheinlich” oder “aller Voraussicht nach”. Auch wird wieder vermehrt auf alles “Rechtliche” geachtet und so zum Beispiel kaum noch Freigaben für eigeninitierte Ersatzteil-Nachfertigungen erteilt und auch gerne wieder abgemahnt.

Es bleibt also spannend, was die nächsten 10 Jahre in diesem Bereich der Autoindustrie für uns bringen werden…