Rückblick: 11. WinterRAID

RAID 1Es gab Schnee, zum Teil über zwei Meter hoch, in Hülle und Fülle, Eis à gogo, lange Rallyestrecken und viel Unvorhergesehenes. So zum Beispiel ein Steinschlag in Italien, der die Fahrt über den Ofenpass unmöglich machte, oder starken und enorm ergiebigen Schneefall, der ungefähr der Hälfte aller WinterRAID-Fahrer die Überquerung des Nassfeldpasses unmöglich machte. Zum Glück waren Ausweichrouten vorbereitet, aber die Verhältnisse stellten höchste Ansprüche an Fahrer und Organisation. “Es war hart und alles andere als leicht, fahren im Sommer ist geradezu ein Witz, verglichen mit dem, was einem der Winter (RAID) abfordert”, meinte der Journalist, der für die Revue Automobile mitgefahren ist.

Die Angst des Kameramannes auf der Passhöhe…

RAID 2Ein Team der Schweizer Autosendung TACHO von SRF 2 begleitete den WinterRAID. Ein Kameramann installierte sich im Auto eines Konkurrenten, um den Anstieg am Nassfeldpass zu filmen. Das Auto fuhr in der ersten RAID-Hälfte, kam durch und ließ den Kameramann auf der Passhöhe aussteigen, damit dieser die nachfolgenden Konkurrenten filmen konnte. Aber nichts bewegte sich mehr, kein Oldtimer kam bis zur Passhöhe. Dem Kameramann wurde es nach zwei Stunden angst und bange, zumal er dort oben auch keinen Handy-Empfang hatte. Allein und gottverlassen stand er auf dieser Passhöhe.

Hilfe brachte – rein zufällig – ein RAID-Funktionär, der eine Signalflagge auf der italienischen Seite vergessen hatte. Da er aber auf der eingeschneiten Strasse nirgendwo wenden konnte, entschied er sich, auf die Passhöhe zu fahren, um dort zu wenden. Dort traf er auf den inzwischen durchfrorenen, einsamen Kameramann und brachte ihn im bequemen (und warmen!) Funktionärswagen wohlbehalten nach Cortina d’Ampezzo.

Lancia Siegermarke des 11. WinterRAID

RAID 3Die einst berühmte italienische Marke hatte in ihren guten Zeiten große sportliche Erfolge zu verzeichnen, namentlich auch bei Winterrallyes, siehe Monte Carlo. An diese Erfolge erinnern die Resultate:

  1. Gesamtrang: Christopher und Tim Oechsle, Lancia Fulvia Rally HF 1.6, 1972.
  2. Gesamtrang: Philipp Buhofer und Peter Lustenberger, Austin-Healey 3000 Mk2, 1960.
  3. Gesamtrang: Manuel Roth und Guido Koch, Lancia Fulvia Rally HF 1.3, 1971.

Gewinner des White Star of St. Moritz: J. P. Dreyfus und Jean Morier, Lancia Fulvia Zagato, 1972.