SL-Roadster R 129 endlich volljährig
Von Andreas F. Schulze am 3. März 2010Auf dem Automobilsalon in Genf präsentiert Mercedes-Benz 1989 einen SL, der in jeder Hinsicht ein neues Auto ist. Zunächst gibt es die Typen 300 SL, 300 SL-24 und 500 SL. Ihre Produktion erfolgt nicht, wie bei den
Vorgängern, in Sindelfingen, sondern aus Kapazitätsgründen in Bremen auf dem Gelände des ehemaligen Borgward-Werkes, dort wo bis 1961 das wunderschöne ISABELLA-Coupé entstand. Wie die Vorgänger in der SL-Dynastie entstand auch hier wieder vom Start weg ein moderner Klassiker. In den fünfziger Jahren von den Typen 190 SL (W121 II) auf Pontonbasis (W120 I) und 300SL (W198: Flügeltürer und Roadster) ausgehend über die sog. Pagode W113 auf Heckflossenbasis (W111/112) und den R 107 auf Basis der /8-Modelle (W114/115) entstand die vierte SL-Generation, die Baureihe R 129, die von 1989 bis 2001 gebaut wird. Mit ihrem auf Bruno Sacco zurückgehenden Design und ihren vielen Innovationen setzt sie Maßstäbe. Die ersten R 129 werden mit dem Genfer Salon 2010 nunmehr 21Jahre alt und man würde sie nach alter Gesetzeslage als volljährig bezeichnen. Der momentan an vielen Stammtischen einsetzende Run auf gute R 129 hat längst begonnen. Den ganzen Beitrag lesen »
Noch kein passendes Weihnachtsgeschenk für den Heckflossen-Fahrer? Wie wäre es mit Ewy Rosqvists Schilderungen des großen Straßenpreises von Argentinien 1962? In ihrem Buch „Fahrt durch die Hölle“ schildert sie höchst eindrucksvoll ihre Erlebnisse während dieses aus heutiger Sicht irrwitzigen Straßenrennens über mehr als 5.000 km, dessen „Straßen zum Teil Maultierpfaden ähnelten“, und warum sie trotz des Todes eines Mannschaftsmitgliedes damals mit ihrer Beifahrerin Ursula Wirth weiterfuhr. Wer dazu noch den Werksfilm von Rainer Günzler „Jagd auf heißen Straßen“ kennt, der von diesem Rennen 1964 handelt (Gewinner Böhringer / Kaiser mit der berühmten 617 und Rosqvist / Falck auf dem dritten Platz), der kann sich perfekt in die Gedankenwelt des Damenteams hineinversetzen. Also durchaus auch für das weibliche Geschlecht sehr lesenswert. Leider ist das Buch aus dem Copress Verlag, München von 1963 nur noch
Im August 1959 wird ein grundlegend überarbeitetes Pkw-Programm bei Mercedes-Benz vorgestellt. Unter dem Motto „Die neuen Sechszylinder – Eine Klasse für sich“ erscheinen als Nachfolger der bisherigen Sechszylindertypen die drei vollkommen neu konstruierten Modelle 220 b, 220 Sb und 220 SEb der Baureihe W 111. Allen drei Limousinen gemeinsam ist eine sehr geräumige, elegant gezeichnete Karosserie, deren hervorstechendstes Merkmal die Heckflossen darstellen – Konzession an den vor allem von amerikanischen Einflüssen beherrschten Zeitgeschmack. Allerdings muss gesagt werden, dass genau im Jahre 1959 die Amerikanischen Hersteller das Ender der Heckflossen einläuteten.
Am 11. August 1959 stellt die Daimler-Benz AG der Presse die neuen Sechszylindertypen Mercedes-Benz 220, 220 S und 220 SE im damals schon abklingenden Heckflossen-Design vor. Es sind die ersten serienmäßig gebauten Personenwagen mit Sicherheitskarosserie: Während die Passagierzelle durch ein Höchstmaß an Stabilität gekennzeichnet ist (gestaltfeste Fahrgastzelle), befinden sich an Front und Heck Knautschzonen. Diese mindern bei einem Unfall erheblich die Wucht des Aufpralls auf die Passagiere und somit auch die Unfallfolgen. Dieses Konzept des Daimler-Benz Ingenieurs Béla Barényi setzt sich branchenweit durch und entwickelt sich zu einem Standard der Sicherheitstechnik. Auch trägt die Sicherheitskarosserie zum Partnerschutz bei, ein erklärtes Entwicklungsziel bei Mercedes-Benz: Sie nimmt auch für einen Unfallgegner, der nicht so gut geschützt ist, einen Teil der Aufprallenergie auf.
Hifi in der Pagode? Das geht? Ja! Die Firma 
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