Mercedes-Benz Oldtimer-Newsticker

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Erlkönig Nummer 1 – ein Augenzeuge berichtet

Von Jörg Maschke am 10. März 2009

2227Stuttgarter Zeitung, 4.März 2009

Der erste Erlkönig von Daimler – Kann es für einen autobegeisterten jungen Mann etwas Schöneres geben, als einen Prototypen zu fahren? Nein. In diesem Punkt ist sich Manfred Grün sicher. Als 20jähriger hatte er das Glück, den ersten Daimler-Erlkönig nach dem zweiten Weltkrieg, als ein Auto in der Testphase, zu fahren. Und das kam so: Manfred Grün absolvierte nach seinem Abitur eine Lehre zum Maschinenschlosser bei dem Autobauer in Untertürkheim und wurde in der Abteilung Versuch, der Entwicklungsabteilung, eingesetzt.

Der Abteilungsleiter war ein Junggeselle, der jedes Wochenende seine Mutter in Schwäbisch Gmünd besuchte. Zwar habe ihm ein Versuchswagen zur Verfügung gestanden, aber er besaß keinen Führerschein. “Ich habe einen”, sagt Manfred Grün. Und so gehörte es auch zu den Aufgaben des jungen Mechanikers, seinen Chef nach Schwäbisch Gmünd zu kutschieren, wo dieser dann seine Mutter für gemeinsame Ausfahrten abholte.

Am 19.März 1953 stand ein Ausflug zum Schloss Weikersheim an. Dort angekommen stellte der damals 21jährige den Mercedes 180 vor dem zerstörten Gebäude ab und schoss ein Erinnerungsfoto mit der Kamera, die er sich zuvor von seiner Freundin extra geliehen hatte. “Das Auto war das Geheimste vom Geheimen von Daimler”, so Manfred Grün. Der Erlkönig war mit einer falschen Karosserie verkleidet, damit niemand das neue Modell erkennen konnte.

Erst ein Jahr später sollte der 55PS starke Wagen mit dem ersten obengesteuerten Ottomotor in Serie gehen. Der Mercedes-Benz konnte bis zu 125 Kilometer pro Stunde schnell fahren. “Das war für die damalige Zeit atemberaubend”, sagt der 77jährige. “Allerdings waren mein Chef und seine Mutter nicht an einem flotten Fahrstil interessiert.”

Aber auf der Hinfahrt, wenn er alleine am Steuer saß, habe er es laufen lassen können. “Das war ein unglaubliches Gefühl. Nie mehr hatte ich so ein Hochgefühl beimAutofahren empfunden”, sagt der Chronist der Geschichtswerkstatt und freut sich dabei noch heute. Damals konnten noch nicht viele Leute ein Auto ihr Eigen nennen und wenn doch, dann war es oft ein VW Käfer. Der Mercedes 180 war jedoch eine richtige Limousine. Insgesamt vier Fahrten durfte Manfred Grün mit dem Wagen machen: “Jede war ein ganz besonderes Ereignis.” (msc) Foto Manfred Grün

Dieses Fahrzeug war das erste, das überhaupt mit dem Begriff “Erlkönig” bedacht wurde. Bislang wurden sie als Prototypen bezeichnet, was sie ja auch eigentlich sind. Der Schnappschuss eines Amateurs genau von diesem Wagen wurde am 19. Juli 1952 in auto, motor und sport abgedruckt und die damaligen Redaktuere H.U. Wieselmann und Werner Oswald ersannen für diese art von Fahrzeugen einen Achtzeiler, der als Remineszens an Goethes gleichnamige Ballade erinnert. Damit war der automobile “Erlkönig” geboren.

Stromlinie im Prototyp

Von Jörg Enger am 11. Dezember 2008

Am 24. Januar beginnt die Sonderausstellung „Stromlinie“ bei PROTOTYP mit einem Symposium zu den unterschiedlichsten Aspekten des „Kampfes gegen das unsichtbare Element“.
Die Exponate sind noch niemals zuvor in einer Ausstellung gezeigt worden und lohnen den Besuch schon deshalb. Als Hauptreferent konnte des ausgewiesene Aerodynamik-Experte und Autor zahlreicher Bücher zum Thema Design Ralf J. F. Kieselbach gewonnen werden.

Auch wenn sich die Ursprünge nicht akademisch genau datieren lassen: Noch vor dem Jahr 1910 – und damit vor rund 100 Jahren – begannen die ersten Forschungen zum Kampf gegen den Luftwiderstand im Automobilbau. In kleinen Werkstätten quer denkender Konstrukteure entstanden skurrile Formen, die Den ganzen Beitrag lesen »

Buchpräsentation bei PROTOTYP

Von Jörg Enger am 20. Oktober 2008

Die Sammlung Prototyp in der Hamburger Speicherstadt bietet immer mehr als einen Eyecatcher. Am 15. November ab 12 Uhr gibt es darüberhinaus noch ein äußerst ungewöhnliches Highlight: Es werden im PROTOTYP-Museum fünf Bücher vorgestellt, die sich in unterschiedlicher Weise mit der Person Ferdinand Porsche oder Porsche-Konstruktionen befassen.
Zu den beiden Titeln „Porsche Raritäten – Autos, die nie in Serie gingen“ und „Bernd Rosemeyer – Die Schicksalsfahrt“ haben Thomas König und Martin Schröder aus dem Hause PROTOTYP eigene Kapitel beigesteuert.
Die drei weiteren Bücher sind: Die deutsche Ausgabe von Karl Ludvigsens „Ferdinand Porsche – Genesis des Genies“, „Erhabene Werke ” von Ernst Piech und die erweiterte Neuauflage des Buches „Porsche 917- Die Helden, Die Siege, Der Mythos” von Thomas Födisch.

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Unimog-Prototyp 6 löst den Prototyp 5 ab

Von Redaktion am 13. Oktober 2008


Mercedes-Benz Unimog

Der wunderschön restaurierte Unimog-Prototyp Nummer 6 ist ab sofort auf Dauer im Unimog-Museum ausgestellt.

Ein Highlight im Unimog-Museum ist zweifellos der Prototyp Nummer 5. Er wurde 2001 von den UCG-Mitgliedern Heinz Schnepf und Manfred Florus restauriert und ist eine Leihgabe des Deutschen Landwirtschaftsmuseums in Stuttgart-Hohenheim. Nach mehr als zwei Jahren im Unimog-Museum geht er wieder zurück nach Stuttgart – nachdem es gelungen ist, den Unimog-Prototyp Nummer 6 als Dauerleihgabe für das Museum zu sichern. Den ganzen Beitrag lesen »

Buchpräsentation bei PROTOTYP

Von Jörg Enger am 27. September 2008

Am 15. November ab 12 Uhr werden im PROTOTYP Museum vier Bücher vorgestellt, die sich in unterschiedlicher Weise mit der Person Ferdinand Porsche oder Porsche-Konstruktionen befassen.
Zu den beiden Titeln „Porsche Raritäten – Autos, die nie in Serie gingen“ und „Bernd Rosemeyer – Die Schicksalsfahrt“ haben Thomas König und Martin Schröder eigene Kapitel beigesteuert. Die beiden weiteren Bücher sind: Die deutsche Ausgabe von Karl Ludvigsens „Ferdinand Porsche – Genesis des Genies“ und die erweiterte Neuauflage des Porsche 917-Buchs von Thomas Födisch. Die Buchpräsentation soll zu einem Treffen mit bedeutenden Automobil-Historikern werden, die sowohl den anwesenden Journalisten als auch dem interessierten Publikum Einblick in Ihre Arbeit gewähren.
Folgende Autoren stehen für Diskussion und Signierung Ihrer Bücher zur Verfügung: Tobias Aichele, Uwe Day, Thomas Födisch, Peter Kirchberg, Thomas König, Karl Ludvigsen, Ernst Piech (angefragt), Eberhard Reuss, Rainer Rossbach und Martin Schröder.
Anmeldungen sind erbeten

Hamburger Stadtpark-Rennen

Von Jörg Enger am 6. September 2008

Wenn am 6.9. und 7.9.2008 wieder zwei- und vierrädrige – Oldtimer- Rennklassiker im Hamburger Stadtpark ihre Runden drehen, sind auch Fahrerlegenden wie Hans- Joachim „Strietzel“ Stuck, Egon Müller, Dieter Braun und Heiner Butz beim Revial am Start.
Alleine Hans- Joachim Stuck zeigt bei insgesamt 5 Audi Demo-Sonderläufen, dass er von seinem Können und seiner Klasse bis heute nichts verlernt hat. 2 Tage Oldtimer- Faszination pur inklusive Grand Prix Atmosphäre – und all das live in Hamburg!
Schon legendär – die Bandbreite des internationalen Fahrzeugfeldes. Insgesamt fahren an beiden Tagen über 300 historische Motorräder, Automobile und Rennfahrzeuge aus allen Epochen auf dem 1,7 km langen und gesperrten Hamburger Rundkurs. Die jeweiligen Läufe finden in unterschiedlichen Alters- und Leistungsklassen statt. Einige „Oldies“ gibt es
weltweit nur noch 1 x und sie erfahren nach einer langen Zeit des Dornröschenschlafs oder der Restauration im Stadtpark ihren Re- Start. So auch die 500er NSU Kompressor-Rennmaschine von Heiner Fleischmann. Oder der Petermax Müller Weltrekordwagen, gehegt und gepflegt vom Hamburger Automobilmuseum „Prototyp“. Mit diesem Original-
Silberpfeil fuhr Petermax Müller das Stadtpark- Rennen 1947. Dazu gesellen sich “zig” Formel Boliden von damals, Indi- Car- Racer aus den 1940er und 1950er Jahren und natürlich die alljährlichen Publikumslieblinge, die Renngespanne.
Der Oldtimer Grand Prix des Nordens lockt Jahr für Jahr mehr als 20000 Zuschauer und “Sehleute” an. Das liegt nicht zuletzt an den fairen Eintrittspreisen. Die Einzeltageskarte für alle Bereiche einschließlich Fahrerlager kostet 10,00 Euro, die Familienkarte 15,00 Euro. Und wer rechtzeitig kommt, hat sogar gute Chancen auf einen Tribünenplatz an der Strecke. Das 7. Hamburger Stadtpark- Revival „startet“ an beiden Veranstaltungstagen ab 08.30 Uhr.

Automobila Auktion bei Prototyp vorläufig abgesagt

Von Jörg Enger am 27. Mai 2008

Geplant war eine Sonderauktion mit dem Schwerpunkt Sport- und Rennwagen Memorabilia in Hamburg. Allerdings war die Auktion in Ladenburg am 25. + 26. April 2008 mit mehr als 3000 Lots war ein großer organisatorischer Aufwand der viel Zeit und Kraft gekostet hatte.
Und auch bei der Autosammlung Prototyp in Hamburg arbeitete man mit Hochdruck auf die Eröffnung zu und hatte wenig Freiraum.
Es war allen daher nicht möglich, bis zu dem festgelegten Termin,
am 13. + 14. Juni, die für eine Auktion notwendige Vorarbeit zu leisten,
und einen wie gewohnt hochwertigen ausgesuchten Katalog präsentieren zu können.
Deshalb hattes sich das Ladenburger Auktionshaus und die Autosammlung Prototyp gemeinsam dazu entschlossen, die bisher für diese Auktion eingelieferten Artikel in unsere große Herbstauktion einfliessen zu lassen und den Auktionstermin in Hamburg abzusagen.
Das bedeutet aber ausdrücklich nicht, dass es in Zukunft auch keine Auktion in Hamburg geben wird. Zwar steht noch kein neuer Termin fest, aber wir sind sicher, dass es auch in der Autosammlung Prototyp reichlich Interessenten und interessante Angebote geben wird.