Von Jörg Enger am 15. Januar 2010
Diese Nachricht wird die Fans der Marke Maybach wie ein Schlag treffen. Daimler-Chef Dieter Zetsche hat nämlich die schwäbische Edelmarke Maybach in Frage gestellt. „Es gibt noch keine langfristige Entscheidung über die Zukunft der Marke“, sagte Zetsche laut „Financial Times Deutschland“ am Rande der Detroit Motor Show. Damit könnte auch die Luxusmarke anderen Traditionsmarken bald Folgen, die sich in jüngerer Zeit vom Markt verabschiedet haben.
„Maybach ist eine Marke, die in den vergangenen Jahren relativ wenig gepflegt wurde“, so Ralf Tellermann vom Center of Automotive der FH Bergisch Gladbach. „Volkswagen und BMW haben deutlich mehr für ihre Marken Bentley und Rolls-Royce getan.“
Der Stuttgarter Autobauer hat die nach dem Motoren- und Automobilfabrikatnen Karl Maybach benannte Marke 2002 wieder belebt. Er war der Sohn des Ingenieurs und “König der Konstrukteure” Wilhelm Maybach, der gemeinsam mit Gottlieb Daimler an der Entwicklung des Verbrennungsmotors arbeitete. Doch von dem einst geplanten Absatz von 1.000 Einheiten war Daimler immer weit entfernt. Laut des Geschäftsberichtes verkaufte Daimler 2008 noch 300 Stück. Entsprechend dürfte sich der wirtschaftliche Schaden für den Automobilhersteller in Grenzen halten, falls die Marke eingestellt wird.
Kategorie Allgemein, Wirtschaft
Von Jörg Enger am 8. Dezember 2009
Die Sonderausstellung „100 Jahre Maybach-Motorenbau” im Auto und Technik Museum Sinsheim hat edlen Zuwachs bekommen: Das Maybach
Landaulet lässt den Mythos der klassischen Luxus-Landaulets wieder auferstehen, bei denen lediglich der Fahrerbereich geschlossen ist. Über den priviligierten Fondpassagieren öffnet sich auf Wunsch ein riesiges Faltdach und gibt den Blick auf den Himmel frei. Das im Museum gezeigte Exemplar ist eines von wenigen Fahrzeugen auf der Welt und neben dem Maybach Exelero ein weiterer Star der Ausstellung. Aufgrund der Erweiterung und der großen Beliebtheit wurde die Sonderausstellung “100 Jahre Maybach Motorenbau” bis zum 10. Januar 2010 verlängert und kann somit noch in den Weihnachtsferien bestaunt werden. Sie können leider nicht selbst nach Sinsheim? Dann schauen Sie sich doch einen kleinen TV-Bericht dazu an.
Kategorie Allgemein, Museen
Von Jörg Enger am 15. April 2009
Das Auto & Technik Museum Sinsheim präsentiert mit sensationellen Exponaten eine Maybach-Sonderausstellung anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Maybach-Motorenbaus Friedrichshafen, der heutigen Tognum AG.
Die Sonderausstellung „100 Jahre Maybach Motorenbau“ wird vom 30. April bis 31. Dezember 2009 täglich von 9 bis 18 Uhr im Auto & Technik Museum Sinsheim zu sehen sein. In der Ausstellung werden allein zehn historische Maybach Fahrzeuge präsentiert, davon drei Zwölfzylinder Modelle, zwei „Zeppelin DS 7“ von 1930 und ein „Zeppelin DS 8“ von 1938. Die Ausstellung wird eröffnet und begleitet von zwei Vorträgen des Maybach Biographen und ehemaligen Daimler-Benz Archiv-Leiters Dr. Harry Niemann über das Leben und Wirken von Vater und Sohn und die Renaissance der Marke Maybach.
Am 23. März 1909 gründeten Wilhelm und Karl Maybach den Luftschiffmotorenbau in Bissingen an der Enz um den Grafen Zeppelin mit Motoren für seine großen Zeppeline zu beliefern. Maybach-Motoren waren daraufhin der Qualitätsmaßstab beim Bau dieser großen Maschinen. Aber beide Männer – Vater und Sohn – sind auch Pioniere der Automobilgeschichte. Zusammen mit Gottlieb Daimler entwickelte Wilhelm Maybach 1883 den kleinen schnell Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie Historie, Museen
Von Jörg Enger am 23. März 2009

Ob Zeppelin Typ DS 8 oder Typ SW 42: Luxusautomobile der Marke Maybach gehören zwischen den Weltkriegen zum Besten, das die deutsche Automobilindustrie zu bieten hat. Gebaut werden diese Fahrzeuge von der
Maybach-Motorenbau GmbH, die am
23. März 1909 als Luftfahrzeug-Motorenbau GmbH in Bissingen gegründet wird. Maybach-Automobile rangieren in der Gunst des Publikums auf gleicher Höhe mit repräsentativen Fahrzeugen wie dem Mercedes-Benz 770 „Großer Mercedes“ und mit Automobilen beispielsweise von Rolls-Royce, Bentley, Isotta-Fraschini und anderen Luxusmarken. Heute steht das legendäre Maybach-Markenzeichen, ein doppeltes M im Bogendreieck, wieder für Luxusfahrzeuge auf höchstem technischen Niveau: Seit 2002 entstehen in der
Maybach-Manufaktur, die zur Daimler AG gehört, erneut exklusive Automobile der Traditionsmarke.
Die Verbindung der Namen Daimler und Maybach geht zurück bis in die Pionierzeit des Automobilbaus. Wilhelm Maybach (1846 bis 1929), Konstrukteur des im Jahr 1901 erscheinenden ersten „Mercedes“, ist der wohl wichtigste Weggefährte Gottlieb Daimlers. Seine innovativen Ideen machen die Entwicklung des schnell laufenden Verbrennungsmotors möglich, der 1884 debütiert. In den Folgejahren entsinnt er zahlreiche Detaillösungen für die Reife des Kraftwagens von der Motorkutsche bis zum modernen Automobil.
Kategorie Historie
Von Jörg Enger am 12. Februar 2009

Maybach Zeppelin DS 8 von 1932
In den 1930er Jahren war die Marke Maybach unschlagbar in Luxus und Qualität. Das absolute Spitzenmodell, der damals in Friedrichshafen gebauten Fahrzeuge, war der Typ Zeppelin DS. Nach der Wiederbelebung der Luxusmarke krönt Daimler jetzt seine Maybach-Modellpalette mit dem neuen Maybach Zeppelin Die künftige Topversion wird auf dem Genfer Automobilsalon (Publikumstage: 5.-15.3.2009) ihre Premiere feiern. Der Maybach 57 Zeppelin und die Langversion 62 Zeppelin werden in einer Stückzahl von jeweils 100 Exemplaren gebaut. Der 6,0-Liter-V12-Biturbo-Motor leistet in beiden Fällen 471 kW/640 PS. Das sind 28 PS mehr als bisher. Das maximale Drehmoment beträgt 1000 Newtonmeter. Der Name des neuen Topmodells erinnert an den Maybach Zeppelin, der in den 1930er Jahren zum weltweiten Spitzenprodukt in der Automobilindustrie zählte. Der moderne Nachfolger weist eine Lackierung mit farbig abgesetzter Schulterlinie sowie im Innenraum auf Wunsch eine weltweit erstmals vorgestellte hochwertige Flakon-Beduftungsanlage auf.

Der neue Maybach Zeppelin 2009
Die Schulterlinie in Rocky Mountains Hellbraun, die bis in den Scheinwerferhintergrund durchlackiert ist, bildet einen Kontrast zum Karosseriekörper in Taiga Schwarz. Dunkelrote Heckleuchten und ein vertikaler Steg in der Endrohrblende setzen im Heck optische Akzente. Neu sind die optimierten Außenspiegel, die noch weniger Windgeräusche erzeugen. Sie haben eine größere Spiegelfläche und integrierte Blinker in Form eines liegenden V. Unter der Kühlerfigur und am Heck findet sich der Schriftzug „Zeppelin“. Innen weist die Luxuslimousine eine Lederausstattung in California Beige und kontrastreichem Stromboli Schwarz auf. Die Zierteile des Interieurs weisen Klavierlack-Oberflächen auf. Der Fußboden ist mit Lammfell ausgekleidet. Auch im Interieur weisen dezent angebrachte Schriftzüge auf die limitierten Sondermodelle hin. Die Mittelkonsole vorn und die auf Wunsch für den Maybach Zeppelin 62 erhältliche Trennwand sowie die mitgelieferten silbernen Sektkelche tragen den Namenszug „Maybach Zeppelin“, die Einstiegsschienen und der Schlüsselanhänger sind mit der Gravur „Zeppelin“ versehen. Als Sonderausstattung ist die 3950 Euro teure Flakon-Beduftungsanlage lieferbar. Auf Tastendruck erzeugt sie im Innenraum individuell auswählbare Parfümdüfte aus einer von innen beleuchtbaren Acrylglaskugel auf der Fond-Mittelkonsole. Der Maybach 57 Zeppelin kostet 406 000 Euro (netto), der Maybach 62 Zeppelin 473 200 Euro. Verkaufsstart ist der 3. März 2009, die ersten Exemplare werden ab September 2009 ausgeliefert.
Kategorie Allgemein, Historie, Messe
Von Jörg Enger am 6. Dezember 2008
In den 1920er und 1930er Jahren war Maybach bekannt als Hersteller von Luxusfahrzeugen. Maybach baute allerdings nur die Fahrgestelle mit Technik. Die Karosserie wurde dann bei verchiedenen Karosseriefirmen auf Kundenwunsch hergestellt. Daher ist jeder historische Maybach ein Unikat. Heute existieren noch ca. 130 historische Maybach weltweit.
Jetzt präsentiert die Autosammlung Schramberg noch bis zum 31.März 2009 zahlreiche sehenswerte Klassiker der Marke Maybach in einer beeindruckenden Sonderausstellung. Aber nicht nur Fahrzeuge sind zu sehen, auch Triebwerke von Panzern und Luftschiffen werden ausgestellt. Karl Maybach war ein Pionier des Motorenbaus. Seinen Triebwerken widmete er seine ganze Aufmerksamkeit.
Bekanntlich hat DaimlerChrysler im Jahre 2001 die Marke Maybach wieder aufleben lassen. Auch heute gehören die Fahrzeuge zur Premiumklasse und natürlich dürfen solche Modelle bei dieser Ausstellung nicht fehlen. Als Highlight ist der Maybach Exelero zu sehen, der auf Anregung des Reifenherstellers Fulda konzipiert und gebaut wurde.
Kategorie Allgemein, Historie, Museen
Von Jörg Enger am 29. Dezember 2004
Wilhelm Maybach (geboren am 9. Februar 1846) starb heute vor 75 Jahren (1929) in Cannstatt im Alter von 83 Jahren. Zusammen mit Gottlieb Daimler hat Maybach mit vielen seiner Erfindungen die Entwicklung des Automobils wesentlich vorangetrieben. Er war maßgeblich beteiligt am ersten schnell laufenden Benzinmotor, konstruierte das Zahnrad-Wechselgetriebe, den Spritzdüsenvergaser und den Bienenwabenkühler. Für seine Verdienste wurde er im März 2004 in die European Automotive Hall of Fame aufgenommen
Kategorie Allgemein, Historie
Von Jörg Enger am 16. Dezember 2003
Die Realisierung der Vision von der Motorisierung zu Lande, auf dem Wasser und in der Luft macht Fortschritte. Mit Datum vom 16. Dezember 1883 lässt Gottlieb Daimler zwei zusammen mit Wilhelm Maybach entwickelte Konstruktionen schützen: Zuerst den „Gasmotor mit Glührohrzündung“, wenige Tage später meldet er die „Regulierung der Geschwindigkeit des Motors durch Steuerung des Auslassventils“ an. Beide Konstruktionen sind wesentliche Grundlagen für den weiteren Weg zum schnelllaufenden Verbrennungsmotor. Für die eingereichten Patente wird am 4. und 27. August 1884 das DRP Nr. 28022 bzw. das DRP Nr. 28243 erteilt.
Kategorie Allgemein, Historie