Von Jens Stratmann am 27. November 2012
Darf ich vorstellen? Ein Arbeitstier! Schon ein paar Jahre / Jahrzehnte älter. Der Viertakt-Diesel mit 2,0 Liter Hubraum verichtet allerdings auch heute noch seine Arbeit. 55 Pferdestärken treiben die Hinterachse an, eine mechanisch geregelte Vorkammereinspritzung sorgt in der Verbindung mit einer Bosch Einspritzpumpe für die Leistungsentfaltung. Der Anlasser arbeitete bei diesem Fahrzeug schon elektrisch, die Anlage lief auf 12 Volt und die Lichtmaschine (der Generator) bringt eine Leistung von 490 Watt. Die 66 Ah Batterie ist im Motorraum untergebracht, im Heck ist der 65 Liter Tank und eine Kolbenpumpe an der Einspritzpumpe sorgt für die Kraftstoff-Förderung. Befördert wurden damals wohlhabende Personen, heute dient dieses Fahrzeug für den Transport eines Anhängers und ich muss gestehen, ich wurde etwas sentimental als ich das Fahrzeug und den Zustand gesehen habe. Müsste man so ein Fahrzeug nicht vor dem Verfall retten? Müsste man es nicht auf den Ursprungszustand restaurieren? Nein! Muss man nicht, denn so wie es nun aussieht erzählt es zahlreiche Geschichten.
Die Beule in der Tür, die Macke im Kotflügel, der Kratzer im Seitenteil und das kleine Rostproblem hinten an den Endspitzen. Alles Geschichten. Einige sagen “gammel” – für die anderen ist es Patina. Ich habe es leider versäumt mit dem Besitzer ein paar Worte zu wechseln, doch es scheint so, als würde er seinen Oldtimer häufiger einsetzen. Wahre Oldtimerfreunde werden vermutlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, ich möchte applaudieren, denn so prägen die Fahrzeuge auch morgen noch das Straßenbild. Vermutlich habe ich aber auch nur ein Rad-ab(.com)…
Was mag ich bei Altmetall eigentlich? Beides! Ich mag schöne Oldtimer, die heute besser aussehen als damals vom Band gelaufen und ich mag genau solche Fahrzeuge, die ständig im Einsatz waren und vermutlich mehr Kilometer runtergespult haben als ich je fahren werde. Mein automobiles Herz hat also zwei Drosselklappen… und das ist auch gut so!
QUELLE: www.Rad-ab.com
Kategorie Allgemein, Restaurierungshilfe, Usergeschichten
Von Jörg Maschke am 11. Juni 2012
NEIN, dieser kurze Hinweis hat nichts mit grandiosen Anfangssieg der deutschen Fußballer am Samstag zu tun. Vielmehr wollen wir auf einen TV-Bericht vom diesjährigen MBIG-Jahrestreffen in Siegen aufmerksam machen. Leider ist der Link nur eine Woche lang gültig. Also am besten gleich heute ansehen, was die WDR 3 Lokalzeit über das Jahrestreffen so berichten.
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2012/06/09/lokalzeit-suedwestfalen-oldtimer.xml
Und für alle die gerne lesen hat unsere Partnerseite www.Mercedes-Fans.de hier einen Artikel über das MBIG Jahrestreffen in Siegen geschrieben.
Kategorie Allgemein, Clubleben, Verkehr
Von Jörg Maschke am 17. Oktober 2011
Premiere für neu aufgebaute „Heckflosse“ von Mercedes-Benz Classic auf dem Nürburgring
■Die Sechszylinder-Limousine startet in der Rennserie der Fahrergemeinschaft Historischer Rennsport e.V. (FHR)
■Mercedes-Benz Classic hat die „Heckflosse“ für den historischen Motorsport nach Vorbildern aus den 1960er-Jahren aufgebaut
■Das Engagement erinnert an die Langstreckenrennen-Erfolge und den Kundenrennsport von Mercedes-Benz in den 1960er-Jahren
Stuttgart – Eine „Heckflosse“ vom Typ Mercedes-Benz 220 SE (Baureihe W 111) wird beim Saison-Abschlussrennen des Langstreckencups der Fahrergemeinschaft Historischer Rennsport e.V. (FHR) am 22. und 23. Oktober 2011 auf dem Nürburgring starten. Dieses Engagement ist Ausdruck der Traditionspflege von Mercedes-Benz Classic, um auf die eigene außergewöhnliche Rennsportgeschichte der Marke zu verweisen und zudem den historischen Motorsport für die aktive Teilnahme privater Fahrer noch attraktiver zu gestalten. Mercedes-Benz Classic ist Partner der Rennserie der FHR. Gefahren wird die „Heckflosse“ vom englischen
Journalisten Andrew Frankel und dem früheren Tourenwagenfahrer Klaus Ludwig. Das Fahrzeug ist vom Mercedes-Benz Classic Center nach Anhang K zum internationalen Sportgesetz der FIA (Féderation Internationale de l’Automobile) aufgebaut worden.
Die 1983 gegründete Fahrergemeinschaft Historischer Rennsport (FHR) fördert seit fast 30 Jahren den historischen Motorsport und hat maßgeblich zur Popularität der aktuellen Rennserien mit historischen Wettbewerbsfahrzeugen beigetragen. Derzeit zählt die FHR, die seit dem Jahr 2000 unter dem Dach des ADAC Nordrhein organisiert ist, rund 600 aktive Mitglieder.
Im Jahr 2011 werden die „FHR HTGT um die Dunlop Trophy“ als Serie von Sprintrennen für GT- und Tourenwagen bis zum Baujahr 1971 und der „Dunlop FHR Langstreckencup“ als Serie von Langstreckenrennen für GT bis zum Baujahr 1971 und Tourenwagen bis zum Baujahr 1976 ausgetragen. Dazu kommen zwei weitere Serien für Formel-Fahrzeuge. Durch das Engagement in diesem faszinierenden Sport zeigt Mercedes-Benz nicht nur Verbundenheit zur aktiven Szene des historischen Rennsports, sondern erinnert auch an ein spannendes Kapitel der eigenen Geschichte. Denn auf die 1955 abgeschlossene Epoche
mit Weltmeisterschaften in der Formel 1 und bei den Rennsportwagen folgen Jahre, in denen Mercedes-Benz bei internationalen Langstreckenrennen und Rallyes erfolgreich ist. Geprägt ist diese Epoche Anfang der 1960er-Jahre vor allem von „Heckflosse“-Limousinen mit Sechszylindermotor (Typen 220 SE und 300 SE), die auch als Vorbild für den Aufbau des neuen Mercedes-Benz 220 SE dienen. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie Allgemein, Classic, Historie, Museen, Rennsport
Von Andreas F. Schulze am 25. März 2010
Ewy Rosqvist, die Rennbaronesse ist 80: Diesen Artikel hatten wir für Mai des Jahres geplant und nun ist uns die „Auto-Bild Klassik“ zuvor gekommen. In der Ausgabe 2/2010 auf den Seiten 60 und 61 finden Sie einen wunderschönen Bericht (Respekt und Chapeau!) über das Leben von Ewy von Korff-Rosqvist. Den können und wollen wir nicht toppen, aber wir haben noch einige tolle Fotos aus der Rallyezeit dieser begnadeten Fahrerin, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.










Kategorie Historie, Rennsport
Von Andreas F. Schulze am 6. Januar 2010
Erkennen von WIKING-Fälschungen leicht gemacht
Wenn bei einem historischen Automodell der Preis um 600% (sechshundert Prozent!) schwanken kann, je nachdem, um welche Bodenprägung es ich handelt, dann liegt es auf der Hand, dass hier die Versuchungen groß sind. Und wir reden hier nicht über die Differenz zwischen einem und sechs Euro, sondern über deutlich andere Größenordnungen. Es gibt die Modelle mit der Prägung „WM“ und mit „Mercedes 220S“, das sind die teuren. Und dann gibt es noch die Taximodelle, die immer die „Mercedes 220S“-Prägung haben, aber im Preis den normalen Modellen mit „WM“ entsprechen. Was zu tun ist, kann sich jetzt jeder Leser selber überlegen. Bei den richtigen Autos
im Maßstab 1:1 ist das unter „Rahmentausch“ bekannt. Aber: Die Taxis, und nur die, haben eine eingeklebte Inneneinrichtung, die sich nicht ganz spurlos (Klebestoffreste) entfernen lässt. Also mit der Taschenlampe in das Modell hineingeleuchtet und nach den verräterischen Spuren im Innenraum gesucht. „Ich schau Dir in die Augen Kleines!“ Die meisten Modellanbieter sind sicherlich ehrlich, aber auch hier gibt es die sprichwörtlichen „schwarzen Schafe“, die aber nicht immer so einfach zu erkennen sind, siehe oben, aber vielleicht jetzt doch etwas einfacher enttarnt werden können. Bei der hier gezeigten Farbe “diamantgrün”, der teuersten, braucht man keine Angst vor Fälschungen zu haben, da das Modell ohnehin nur mit der Bodenprägung „Mercedes 220 S“ gefertigt wurde.
Kategorie Modelle
Von Jörg Maschke am 26. Dezember 2009
Den folgenden Artikel hat Jörg U. Wittenberg von der Internetseite www.Rennflosse.de geschrieben. Wir bedanken uns für die Möglichkeit diesen Artikel als erste Interentplattform zu veröffentlichen und schließen uns den Glückwünschen natürlich sehr gerne an!
Ich hatte die Gelegenheit einen Rennfahrer kennen zu lernen, wie es kaum vergleichbare gibt: Albert Pfuhl. Ein Mann dessen Name untrennbar mit den schnellen Flossen verbunden ist, dessen Karriere aber weit mehr umfasst.

Alfred Katz und Albert Pfuhl im Jahr 1967
Schon sehr früh und gar nicht zur Freude seines Vaters, trieb es ihn in den Rennsport. Zunächst auf Motorrädern und Rollern. Unter anderem war er Werksfahrer für Heinkel! Praktische Erwägungen, nämlich Eiseskälte die ihm rheumatische Probleme eintrug, führen letztlich zu dem Entschluss auf Automobile umzusteigen.
Da er erfolgreich schon NSU Motorräder fuhr Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie Historie, Rennsport, Usergeschichten
Von Andreas F. Schulze am 29. November 2009
Die historische Buchbesprechung, das besondere Geschenk – Artikel von Andreas F. Schulze www.MBIG.de
Noch kein passendes Weihnachtsgeschenk für den Heckflossen-Fahrer? Wie wäre es mit Ewy Rosqvists Schilderungen des großen Straßenpreises von Argentinien 1962? In ihrem Buch „Fahrt durch die Hölle“ schildert sie höchst eindrucksvoll ihre Erlebnisse während dieses aus heutiger Sicht irrwitzigen Straßenrennens über mehr als 5.000 km, dessen „Straßen zum Teil Maultierpfaden ähnelten“, und warum sie trotz des Todes eines Mannschaftsmitgliedes damals mit ihrer Beifahrerin Ursula Wirth weiterfuhr. Wer dazu noch den Werksfilm von Rainer Günzler „Jagd auf heißen Straßen“ kennt, der von diesem Rennen 1964 handelt (Gewinner Böhringer / Kaiser mit der berühmten 617 und Rosqvist / Falck auf dem dritten Platz), der kann sich perfekt in die Gedankenwelt des Damenteams hineinversetzen. Also durchaus auch für das weibliche Geschlecht sehr lesenswert. Leider ist das Buch aus dem Copress Verlag, München von 1963 nur noch antiquarisch erhältlich. Um die 20.- € sollten Sie dafür einplanen, wenn Sie wissen wollen, wie und an welcher Stelle Ewy und Ursula das Rennen beendet haben und warum Ewy’s Mutter am Telefon geweint hat.
Kategorie Allgemein, Bücher, Historie
Von Jörg Enger am 1. September 2009
Flossen Hoch!

Im August 1959 wird ein grundlegend überarbeitetes Pkw-Programm bei Mercedes-Benz vorgestellt. Unter dem Motto „Die neuen Sechszylinder – Eine Klasse für sich“ erscheinen als Nachfolger der bisherigen Sechszylindertypen die drei vollkommen neu konstruierten Modelle 220 b, 220 Sb und 220 SEb der Baureihe W 111. Allen drei Limousinen gemeinsam ist eine sehr geräumige, elegant gezeichnete Karosserie, deren hervorstechendstes Merkmal die Heckflossen darstellen – Konzession an den vor allem von amerikanischen Einflüssen beherrschten Zeitgeschmack. Allerdings muss gesagt werden, dass genau im Jahre 1959 die Amerikanischen Hersteller das Ender der Heckflossen einläuteten.
Dieses charakteristische Design-Element prägt dennoch später den Namen für die ganze Modellgeneration; die genannten Typen werden heute allgemein als „Heckflossen-Modelle“ bezeichnet. Abgesehen von Ausstattungsdetails unterscheiden sich die neuen Typen nur in der Motorisierung voneinander. Vom Typ 220 SEb gibt es von Februar 1961 an ein Coupé, und im September desselben Jahres folgt ein Cabriolet, die aber beide nicht das neue Stylingmerkmal aufweisen: Die Heckflosse!
Maßstäbe setzt die neue Modellreihe in punkto passiver Sicherheit; erstmals wird in einem Serienwagen das Barényi-Patent der gestaltfesten
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Kategorie Allgemein, Clubleben, Dossier, Historie
Von Jörg Enger am 11. August 2009
Am 11. August 1959 stellt die Daimler-Benz AG der Presse die neuen Sechszylindertypen Mercedes-Benz 220, 220 S und 220 SE im damals schon abklingenden Heckflossen-Design vor. Es sind die ersten serienmäßig gebauten Personenwagen mit Sicherheitskarosserie: Während die Passagierzelle durch ein Höchstmaß an Stabilität gekennzeichnet ist (gestaltfeste Fahrgastzelle), befinden sich an Front und Heck Knautschzonen. Diese mindern bei einem Unfall erheblich die Wucht des Aufpralls auf die Passagiere und somit auch die Unfallfolgen. Dieses Konzept des Daimler-Benz Ingenieurs Béla Barényi setzt sich branchenweit durch und entwickelt sich zu einem Standard der Sicherheitstechnik. Auch trägt die Sicherheitskarosserie zum Partnerschutz bei, ein erklärtes Entwicklungsziel bei Mercedes-Benz: Sie nimmt auch für einen Unfallgegner, der nicht so gut geschützt ist, einen Teil der Aufprallenergie auf.
Barényi bringt in der Baureihe W 111 weitere epochale Entwicklungen der Sicherheitstechnikauf den Weg. In ihr debütieren beispielsweise ein Sicherheitslenkrad mit großflächiger Prallplatte oder eine Lenksäule mit plastisch verformbarem Element zwischen Pralltopf und der eigentlichen Lenksäule. Diese dämpfenden Teile schützen bei einem Unfall den Fahrer. Denn bei früheren Fahrzeugen mit starrer Lenksäule und nicht gepolstertem Lenkrad, so weiß Barényi, hat es immer wieder schwere Verletzungen durch den sogenannten „Lanzeneffekt“ gegeben. Dieser tritt auf, wenn sich bei einem Frontalaufprall die Lenksäule dem Fahrer entgegen schiebt. Eine weitere Neuheit in der Baureihe W 111 ist die Gestaltung des Innenraums mit einem gepolsterten Armaturenbrett mit elastischen, zum Teil versenkt angeordneten Bedienungselementen.
Seine erste Serienanwendung findet in der Baureihe W 111 zudem das Keilzapfen-Türschloss.
Es hat zwei Sicherheitsrasten und verhindert bei einem Unfall wirksam ein Aufspringen und Verklemmen der Tür. Das bewirkt zweierlei: Zum einen behält die Fahrgastzelle ihre vollständige Stabilität und schützt so den Überlebensraum für Fahrer und Passagiere. Zum anderen wird verhindert, dass sie aus dem Fahrzeug geschleudert werden – über Jahrzehnte eine Ursache für schwere Folgeverletzungen. Zwar bietet Mercedes-Benz bereits ab 1958 den Sicherheitsgurt an. Doch eine Gurtpflicht gibt es in der Bundesrepublik Deutschland erst vom Jahre 1976 an – damals übrigens ein sehr umstrittenes Thema.
Kategorie Historie
Von Christian Neukirchen am 29. Januar 2003
Für alle Fahrer der kleinen Heckflosse gibt es mitterweile den dritten Polsterstoff im Dessin „Pepita“. Bei dem Polsterstoff handelt es sich um eine originalgetreue Nachwebung des Polsterstoffs für die Modelle 190, 190 D und 220. Der Polsterstoff ist in den Farben Schwarz Code 001, Blau Code 002 und Braun Code 004 als Meterware erhältlich. Die Steenbuck Handels GbR beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit dieser Materie und ist auch Mitglied im MVC.
Kategorie Allgemein, Clubleben, Historie, Technik