Mercedes-Benz Oldtimer-Newsticker

News für Oldtimer-Interessierte & Mercedes-Benz Liebhaber
powered by MVConline

WIKING-Heckflosse im Maßstab 1:87 aus den sechziger Jahren

Von Andreas F. Schulze am 6. Januar 2010

Erkennen von WIKING-Fälschungen leicht gemacht

Wenn bei einem historischen Automodell der Preis um 600% (sechshundert Prozent!) schwanken kann, je nachdem, um welche Bodenprägung es ich handelt, dann liegt es auf der Hand, dass hier die Versuchungen groß sind. Und wir reden hier nicht über die Differenz zwischen einem und sechs Euro, sondern über deutlich andere Größenordnungen. Es gibt die Modelle mit der Prägung „WM“ und mit „Mercedes 220S“, das sind die teuren. Und dann gibt es noch die Taximodelle, die immer die „Mercedes 220S“-Prägung haben, aber im Preis den normalen Modellen mit „WM“ entsprechen. Was zu tun ist, kann sich jetzt jeder Leser selber überlegen. Bei den richtigen Autos WM-Flosse diamantgrünim Maßstab 1:1 ist das unter „Rahmentausch“ bekannt. Aber: Die Taxis, und nur die, haben eine eingeklebte Inneneinrichtung, die sich nicht ganz spurlos (Klebestoffreste) entfernen lässt. Also mit der Taschenlampe in das Modell hineingeleuchtet und nach den verräterischen Spuren im Innenraum gesucht. „Ich schau Dir in die Augen Kleines!“ Die meisten Modellanbieter sind sicherlich ehrlich, aber auch hier gibt es die sprichwörtlichen „schwarzen Schafe“, die aber nicht immer so einfach zu erkennen sind, siehe oben, aber vielleicht jetzt doch etwas einfacher enttarnt werden können. Bei der hier gezeigten Farbe “diamantgrün”, der teuersten, braucht man keine Angst vor Fälschungen zu haben, da das Modell ohnehin nur mit der Bodenprägung „Mercedes 220 S“ gefertigt wurde.

Erster “AMG-Kunde” wird heute 75 Jahre alt

Von Jörg Maschke am 26. Dezember 2009

Den folgenden Artikel hat Jörg U. Wittenberg von der Internetseite www.Rennflosse.de geschrieben. Wir bedanken uns für die Möglichkeit diesen Artikel als erste Interentplattform zu veröffentlichen und schließen uns den Glückwünschen natürlich sehr gerne an!

Ich hatte die Gelegenheit einen Rennfahrer kennen zu lernen, wie es kaum vergleichbare gibt: Albert Pfuhl. Ein Mann dessen  Name untrennbar mit den schnellen Flossen verbunden ist, dessen Karriere aber weit mehr umfasst.

Albert Pfuhl und Alfred Katz bei einer Veranstaltung 1967

Alfred Katz und Albert Pfuhl im Jahr 1967

Schon sehr früh und gar nicht zur Freude seines Vaters, trieb es ihn in den Rennsport. Zunächst auf Motorrädern und Rollern. Unter anderem war er Werksfahrer für Heinkel! Praktische Erwägungen, nämlich Eiseskälte die ihm rheumatische Probleme eintrug, führen letztlich zu dem Entschluss auf Automobile umzusteigen.

Da er erfolgreich schon NSU Motorräder fuhr Den ganzen Beitrag lesen »

Mit Ewy Rosqvist durch die Hölle

Von Andreas F. Schulze am 29. November 2009

Die historische Buchbesprechung, das besondere Geschenk – Artikel von Andreas F. Schulze www.MBIG.de

ER-01Noch kein passendes Weihnachtsgeschenk für den Heckflossen-Fahrer? Wie wäre es mit Ewy Rosqvists Schilderungen des großen Straßenpreises von Argentinien 1962? In ihrem Buch „Fahrt durch die Hölle“ schildert sie höchst eindrucksvoll ihre Erlebnisse während dieses aus heutiger Sicht irrwitzigen Straßenrennens über mehr als 5.000 km, dessen „Straßen zum Teil Maultierpfaden ähnelten“, und warum sie trotz des Todes eines Mannschaftsmitgliedes damals mit ihrer Beifahrerin Ursula Wirth weiterfuhr. Wer dazu noch den Werksfilm von Rainer Günzler „Jagd auf heißen Straßen“ kennt, der von diesem Rennen 1964 handelt (Gewinner Böhringer / Kaiser mit der berühmten 617 und Rosqvist / Falck auf dem dritten Platz), der kann sich perfekt in die Gedankenwelt des Damenteams hineinversetzen. Also durchaus auch für das weibliche Geschlecht sehr lesenswert. Leider ist das Buch aus dem Copress Verlag, München von 1963 nur noch antiquarisch erhältlich. Um die 20.- € sollten Sie dafür einplanen, wenn Sie wissen wollen, wie und an welcher Stelle Ewy und Ursula das Rennen beendet haben und warum Ewy’s Mutter am Telefon geweint hat.

Dossier: Mercedes-Benz Heckflosse W111

Von Jörg Enger am 1. September 2009

Flossen Hoch!

fin-webIm August 1959 wird ein grundlegend überarbeitetes Pkw-Programm bei Mercedes-Benz vorgestellt. Unter dem Motto „Die neuen Sechszylinder – Eine Klasse für sich“ erscheinen als Nachfolger der bisherigen Sechszylindertypen die drei vollkommen neu konstruierten Modelle 220 b, 220 Sb und 220 SEb der Baureihe W 111. Allen drei Limousinen gemeinsam ist eine sehr geräumige, elegant gezeichnete Karosserie, deren hervorstechendstes Merkmal die Heckflossen darstellen – Konzession an den vor allem von amerikanischen Einflüssen beherrschten Zeitgeschmack. Allerdings muss gesagt werden, dass genau im Jahre 1959 die Amerikanischen Hersteller das Ender der Heckflossen einläuteten.
Dieses charakteristische Design-Element prägt dennoch später den Namen für die ganze Modellgeneration; die genannten Typen werden heute allgemein als „Heckflossen-Modelle“ bezeichnet. Abgesehen von Ausstattungsdetails unterscheiden sich die neuen Typen nur in der Motorisierung voneinander. Vom Typ 220 SEb gibt es von Februar 1961 an ein Coupé, und im September desselben Jahres folgt ein Cabriolet, die aber beide nicht das neue Stylingmerkmal aufweisen: Die Heckflosse!
Bereits seit 1988 befasst sich der Verein der Heckflossenfreunde mit diesem Modell.
Maßstäbe setzt die neue Modellreihe in punkto passiver Sicherheit; erstmals wird in einem Serienwagen das Barényi-Patent der gestaltfesten Den ganzen Beitrag lesen »

Flossen hoch!

Von Jörg Enger am 11. August 2009

heckflosseAm 11. August 1959 stellt die Daimler-Benz AG der Presse die neuen Sechszylindertypen Mercedes-Benz 220, 220 S und 220 SE im damals schon abklingenden Heckflossen-Design vor. Es sind die ersten serienmäßig gebauten Personenwagen mit Sicherheitskarosserie: Während die Passagierzelle durch ein Höchstmaß an Stabilität gekennzeichnet ist (gestaltfeste Fahrgastzelle), befinden sich an Front und Heck Knautschzonen. Diese mindern bei einem Unfall erheblich die Wucht des Aufpralls auf die Passagiere und somit auch die Unfallfolgen. Dieses Konzept des Daimler-Benz Ingenieurs Béla Barényi setzt sich branchenweit durch und entwickelt sich zu einem Standard der Sicherheitstechnik. Auch trägt die Sicherheitskarosserie zum Partnerschutz bei, ein erklärtes Entwicklungsziel bei Mercedes-Benz: Sie nimmt auch für einen Unfallgegner, der nicht so gut geschützt ist, einen Teil der Aufprallenergie auf.
Barényi bringt in der Baureihe W 111 weitere epochale Entwicklungen der Sicherheitstechnikauf den Weg. In ihr debütieren beispielsweise ein Sicherheitslenkrad mit großflächiger Prallplatte oder eine Lenksäule mit plastisch verformbarem Element zwischen Pralltopf und der eigentlichen Lenksäule. Diese dämpfenden Teile schützen bei einem Unfall den Fahrer. Denn bei früheren Fahrzeugen mit starrer Lenksäule und nicht gepolstertem Lenkrad, so weiß Barényi, hat es immer wieder schwere Verletzungen durch den sogenannten „Lanzeneffekt“ gegeben. Dieser tritt auf, wenn sich bei einem Frontalaufprall die Lenksäule dem Fahrer entgegen schiebt. Eine weitere Neuheit in der Baureihe W 111 ist die Gestaltung des Innenraums mit einem gepolsterten Armaturenbrett mit elastischen, zum Teil versenkt angeordneten Bedienungselementen.
Seine erste Serienanwendung findet in der Baureihe W 111 zudem das Keilzapfen-Türschloss.
Es hat zwei Sicherheitsrasten und verhindert bei einem Unfall wirksam ein Aufspringen und Verklemmen der Tür. Das bewirkt zweierlei: Zum einen behält die Fahrgastzelle ihre vollständige Stabilität und schützt so den Überlebensraum für Fahrer und Passagiere. Zum anderen wird verhindert, dass sie aus dem Fahrzeug geschleudert werden – über Jahrzehnte eine Ursache für schwere Folgeverletzungen. Zwar bietet Mercedes-Benz bereits ab 1958 den Sicherheitsgurt an. Doch eine Gurtpflicht gibt es in der Bundesrepublik Deutschland erst vom Jahre 1976 an – damals übrigens ein sehr umstrittenes Thema.

Polsterstoff für W110 Heckflosse

Von Christian Neukirchen am 29. Januar 2003

Für alle Fahrer der kleinen Heckflosse gibt es mitterweile den dritten Polsterstoff im Dessin „Pepita“. Bei dem Polsterstoff handelt es sich um eine originalgetreue Nachwebung des Polsterstoffs für die Modelle 190, 190 D und 220. Der Polsterstoff ist in den Farben Schwarz Code 001, Blau Code 002 und Braun Code 004 als Meterware erhältlich. Die Steenbuck Handels GbR beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit dieser Materie und ist auch Mitglied im MVC.