Mercedes-Benz Oldtimer-Newsticker

News für Oldtimer-Interessierte & Mercedes-Benz Liebhaber
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MB-O-Newsticker – fehlerhafte Anschriften wurden gelöscht – prüfen Sie Ihre Emails!

Von am 22. März 2013

MB-O-NewstickerHaben Sie am 22.03.2013 den wöchtenlichen Newsletter des Mercedes-Benz Oldtimer Newstickers erhalten?

  • JA – dann kontrollieren Sie bitte am Wochenende 29.-30.03.2013 ob Sie den Newsletter auch bekommen. Wenn JA ist alles o.K. Wenn NEIN, dann tragen Sie Ihre Emailanschrift bitte neu HIER ein.
  • NEIN – dann tragen Sie Ihre Emailanschrift bitte neu HIER ein.

Warum der ganze Aufwand? Nun, wir haben heute über 300 Fehlermeldungen mit schafhaften oder nicht mehr aktuellen Emailanschriften zurück erhalten. Diese wurde von uns nun gelöscht, damit wir in Zukunft weniger Emailtraffic mit der Newsletteraussendung produziern.

Sie kennen noch andere Oldtimer-, Klassiker- oder Youngtimerfreunde, die unseren Newsticker noch nicht erhalten? Oder Ihr Mercedes-Club ist noch kein Nachrichtenlieferant für den Newsticker? Dann machen Sie bitte Werbung für uns! Auch wenn wir ohne externe Werbung auskommen, so misst uns das Stammhaus wie auch unsere Clubvorstände natürlich am Erfolg und gerademal etwas über 4.000 Newstickerleser sollten sich doch steigern lassen, oder ? !

125 Jahre Automobilexport

Von am 11. Februar 2013
  • 1888: Internationaler Siegeszug beginnt zwei Jahre nach der Erfindung
  • Frankreich ist für Benz und Daimler der Schlüsselmarkt

Der Automobilexport beginnt im Jahr 1888: Carl Benz und Gottlieb Daimler vermarkten ihre Produkte auch und vor allem über den Auslandsvertrieb und legen damit den Grundstein für eine weltweite Erfolgsgeschichte. Damals sind sie noch Konkurrenten: Im Jahr 1886 erfinden sie unabhängig voneinander das Automobil. Erst 1926 fusionieren die Unternehmen Benz & Cie. sowie die Daimler-Motoren-Gesellschaft zur Daimler-Benz AG. Zwei Schlüsselmärkte gibt es zunächst im Jahr 1888. Sowohl Benz wie auch Daimler vermarkten ihre Produkte in Frankreich, und Daimler setzt zudem auf den Vertrieb in den USA. Beide Nationen sind dem jungen technischen Produkt gegenüber sehr aufgeschlossen. Es ist eine Pionierzeit – der Vertrieb des neuen und technisch aufwendigen Produkts Automobil muss vollständig neu aufgezogen werden. Anfangs werden die Produkte direkt ab Werk verkauft. Bald schon etablieren sich Handelsvertretungen im In- und Ausland, die teils in Herstellerregie, teils von privaten Kaufleuten betrieben werden. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert sind Automobile dann bereits auf allen Erdteilen vertreten. In vielen Ländern werden die neuartigen Fahrzeuge von Benz und Daimler als erste Autos überhaupt bestaunt.

Über die Verkaufserfolge nehmen die Stückzahlen zu, die Fahrzeuge werden weiterentwickelt, die Modellportfolios aufgefächert. So klingen bereits in der Frühzeit des Automobils sämtliche Themen an, die heute noch die Branche prägen – und die aus ihr auf der ganzen Welt einen starken Wirtschaftszweig gemacht haben.

Internationaler Durchbruch für das Automobil

Der Benz „Patent-Motorwagen“ gilt als das erste Automobil der Welt. Den ganzen Beitrag lesen »

Daimler, Benz und Maybach – Biografie für Schnellleser

Von am 18. Dezember 2012
  • Neuartiges Buchkonzept: visuelle Biografie über die Anfangsjahre der Erfinder und Konstrukteure Gottlieb Daimler, Carl Benz und Wilhelm Maybach vom ersten schnelllaufenden Motor bis ins Jahr 1900 bzw. 1929. In mehr als 200 Abbildungen wird das Leben und Werk der drei Erfinder in einem Band übersichtlich dokumentiert – vom Geburtsjahr des Automobils bis zur Fusion Daimler-Benz.
  • WAS? Die Buchreihe „Die visuelle Biografie“ ist eine stark bildbezogene Lebenschronologie herausragender Persönlichkeiten. Ausgesprochen lesefreundlich, klar und übersichtlich gegliedert – ein zeitgemäßes Nachschlagewerk, das immer aktuell bleiben wird.
  • WARUM? Die meisten konventionellen Biografien beschreiben den Werdegang des Unternehmens bis zur Gegenwart. Solche Biografien sind jedoch bereits veraltet, wenn sie auf den Markt kommen und können schon nach kurzer Zeit nicht mehr verkauft werden – oder sie müssen mit hohem Aufwand regelmäßig aktualisiert werden. Dieses neue Konzept einer visuellen Biografie bleibt immer aktuell, ein Nachschlagewerk von bleibendem Wert vom ersten bis zum letzten Exemplar!
  • WOFÜR? Auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist meine neuartige Buchreihe „Die visuelle Biografie“ gegenüber den herkömmlichen Biografien deutlich im Vorteil. Als Kundengeschenk und Werbemittel kann es über einen langen Zeitraum eingesetzt werden.
  • Der Autor: Sieger Heinzmann
  • Seitenanzahl: 64
  • ISBN: 978-3-86850-949-6
  • Bindung: Hardcover
  • Größe: 21,0 cm x 20,0 cm
  • Erscheinungsdatum: 09.03.2011

Gottlieb Daimler (IV): Der erste Mercedes

Von am 4. April 2009

2_phoenixthumbnail4. und letzter Teil der Serie zum 175. Geburtstag von Gottlieb Daimler. Bereits erschienen: “Die frühen Jahre – vom Büchsenmacher zum Krisenmanager“, “Ein Traum mit 100cm³” und “Ein Motor geht in Serie”.

Nach Gottlieb Daimlers Ausscheiden im Jahre 1894 ist die Daimler-Motoren-Gesellschaft dem Konkurs nahe, als ein englisches Konsortium 1895 unter Führung von Frederick Richard Simms die Lizenzrechte für den Phönix-Motor mit einer ungewöhnlich hohen Summe erwirbt. Voraussetzung ist, dass die Herren Daimler, Maybach und Linck wieder in ihre alten Rechte und in führende Stellungen eingesetzt werden. Seine Forderungen werden erfüllt.

Die DMG gewinnt dank der nun von Daimler und Maybach energisch vorangetriebenen Verbesserungen und Neukonstruktionen schnell wieder an Boden und gründet in Amerika, Österreich und England eigene Niederlassungen. Von größter Bedeutung für die DMG ist dabei die Verbindung mit Emil Jellinek. Wäre Herr Jellinek nicht ein aufmerksamer Zeitungsleser gewesen, hätte sich der Entwicklungsprozess der Daimler-Automobile um einiges verzögert und auch die Automobilmarke „Mercedes“ würde es höchstwahrscheinlich heute nicht geben.

So war es eine glückliche Fügung, als 1896 der österreichische Kaufmann Emil Jellinek in seinem schönen Wohnort Nizza einen Artikel über den Automobilbau im fernen Cannstatt entdeckte. Jellinek – ein Mann schneller Entschlüsse – knüpfte sofort Kontakte zu der DMG und kurze Zeit später begab er sich selbst auf die Reise zu den Schwaben, um direkt vor Ort ein neues Automobil zu bestellen. Obwohl der Automobilismus erst in den Kinderschuhen steckte, konnte Jellinek bereits auf Erfahrungen zurückgreifen, die er mit drei verschiedenen Wagen gemacht hatte, darunter war auch ein Benz-Fahrzeug. Richtig zufrieden war er aber mit keinem von ihnen, denn es mangelte ihnen allesamt an etwas, was Jellinek über alles schätzte: Geschwindigkeit.

In Cannstatt angekommen, gab er seine erste Bestellung bei der DMG auf. Sie betraf ein Doppelphaeton mit sechs PS. Doch auch dieser Wagen enttäuschte ihn – er erreichte lediglich 24,4 km/h. Also bestellte er sofort vier weitere Wagen – allerdings mit der Vorgabe, dass sie Tempo 40 bringen müssten. Als er die Wagen erhielt, wusste er, dass er mit der richtigen Firma Kontakt aufgenommen hatte. Die Wagen liefen wie gewünscht: 42 km/h! Die weitere Bestellung betraf ganze sechs Wagen, denn Jellinek betätigte sich inzwischen auch als Automobilverkäufer. Der Wunsch nach einem diesmal vorn eingebauten Vierzylindermotor erfordert eine grundlegende Neuentwicklung des Fahrzeugs, welches den Namen “Daimler-Phoenix-Wagen” erhielt. Mit einem dieser 23-PS-Wagen nahm.

Jellinek an der Rennwoche in Nizza 1899 unter dem Pseudonym “Mercedes” – dem Namen einer seiner Töchter – teil und gewann prompt eine Tourenfahrt.
Als sich im darauf folgenden Jahr ein tödlicher Unfall mit einem Daimler-Wagen ereignete, der auf konstruktive Unzulänglichkeiten zurückzuführen war, regte Jellinek bei der DMG den Bau eines völlig neu konzipierten Wagens an. Gefordert wurden längerer Radstand, niedrigerer Schwerpunkt und größere Motorleistung. Im selben Zuge regelte Jellinek seinen Status als Vertreiber der Wagen der DMG und es wurde vereinbart, dass er die Automobile unter dem Namen “Mercedes” vertreiben durfte. Um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen, bestellte er kurzerhand 36 Wagen im Gesamtwert von 550 000 Goldmark – damals eine astronomisch hohe Summe. Nach herausragenden Erfolgen des neuen Wagens wurde die Wortmarke “Mercedes” 1902 gesetzlich geschützt und von der DMG für ihre Personenwagen generell übernommen.

Mit dem Tode Gottlieb Daimlers endet die erste Phase der Daimler-Motoren-Gesellschaft. Auch deren Standort in der Seelbergstraße sollte bald aufgegeben werden. Bereits im August 1900 erwirbt die Firma ein großes Gelände in Untertürkheim, um expandieren zu können und als 1903 die Produktionsstätte „Seelberg“ abbrennt, findet dort der Bau einer neuen Fabrik rasch statt. Die Daimler-Motoren-Gesellschaft nimmt in den folgenden Jahrzehnten einen ungeahnten Aufschwung. In den wirtschaftlich schwierigen Zeiten der Zwanziger Jahre schließlich kommt es 1926 zu einer Fusion der ehemals starken Konkurrenten Daimler und Benz – die Daimler-Benz AG ist entstanden.

Gottlieb Daimler (III): Ein Motor geht in Serie

Von am 29. März 2009

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Schneller als auf der Straße setzte sich der von Daimler und Maybach konstruierte Motor auf dem Wasser durch. Am 9. Oktober 1886 meldet Daimler bereits seine „Einrichtung zum Betriebe der Schraubenwelle eines Schiffes mittels Gas- oder Petroleumkraftmaschine“ zum Patent an und präsentiert seine Boote mit diesem Antrieb bei verschiedenen Anlässen. Auf das größte Interesse stößt die neue Antriebsquelle vor allem in Hamburg, wohin Daimler nun die Bootsmotoren in großer Stückzahl liefert.

Das Gartenhaus wird für die vielfältigen Aktivitäten allmählich zu eng. Daimler macht sich also auf die Suche nach einer geeigneten Fabrikationsstätte. Bald wird er fündig in der Nähe seiner Wohnung auf dem Seelberg in den Bauten einer zum Verkauf stehenden Vernickelungsanstalt. Im Juli 1887 beginnen die Arbeiten in der neuen Fabrik mit 23 Arbeitern. Hier hat jetzt auch Maybach sein Konstruktionsbüro, Karl Linck führt den kaufmännischen Bereich.

Daimler wird von nun an sehr aktiv, um seinen Motor zu Lande, zu Wasser und in der Luft bekannt zu machen. Er baut mit Zustimmung des Gemeinderates eine kleine, von seinem Motor angetriebene Bahn für die Strecke vom Cannstatter Kursaal zum Wilhelmplatz. Auf dem Feuerwehrtag 1888 in Hannover erregt eine motorbetriebene 4-PS-Feuerspritze großes Aufsehen, und das vom Leipziger Buchhändler Wölfert konstruierte Luftschiff fährt mit Hilfe der „Standuhr“ die vier Kilometer von Cannstatt nach Kornwestheim. Es zeigt sich aber, dass der Einzylinder für etliche Einsatzgebiete noch zu schwach ist. Maybach entwirft einen Zweizylinder auf der Basis der „Standuhr“. Der neue Motor in V-Form mit einem Zylinderwinkel von 17° leistet 2 PS bei knapp über 600 Umdrehungen und erschließt neue Einsatzmöglichkeiten. Er wird in dem von Wilhelm Maybach 1889 konstruierten „Stahlradwagen“ eingesetzt. Es ist eine Automobilkonstruktion, die maßgeblich – vor allem in Frankreich – die Weiterentwicklung des Automobils prägt. Dort wird der Wagen anlässlich der Weltausstellung in Paris 1889 präsentiert.

Max Duttenhofer, Generaldirektor der Köln-Rottweiler Pulverfabriken, und Wilhelm Lorenz, Vorstand einer Patronenfabrik in Karlsruhe, beschwören Daimler immer wieder, er müsse eine breitere finanzielle Grundlage für seine epochemachende Erfindung schaffen. Nach einem Vorvertrag vom 14. März 1890, der Daimlers Erfindungen in der projektierten Gesellschaft bestmöglich absichern soll, wird schließlich am 28. November 1890 eine neue Firma ins Leben gerufen, die „Daimler-Motoren-Gesellschaft“ (DMG). Daimler hält – wie Duttenhofer und Lorenz auch – mit 200 Aktien ein Drittel des Grundkapitals von insgesamt 600.000 Mark. Außerdem wird ihm zugesichert, dass seine engsten Mitarbeiter, Wilhelm Maybach und der Buchhalter Karl Linck, in den Vorstand berufen würden. Doch diese Zusage wird nicht eingehalten. Verärgert verlässt Maybach am 11. Februar 1891 die Gesellschaft, Linck folgt ihm ein halbes Jahr später.

Mit Maybach verlässt der technisch fähigste Kopf die Gesellschaft. Sein Nachfolger, Max Schrödter, versteht von Verbrennungsmotoren nur wenig, die Firma gerät zunehmend in unruhiges Fahrwasser. Die bereits im Gründungsjahr von 22 auf 163 Mitarbeiter vergrößerte Belegschaft erweist sich für den komplizierten Maschinenbau als wenig qualifiziert. So sinkt die Produktivität während die Zahl der Reklamationen steigt. Es schmerzt Daimler sehr, dass die Firma ihr Potenzial nicht für die Vervollkommnung seines Motors einsetzt, sondern sich mit der Entwicklung anderer Produkte verzettelt. Die Verluste im dritten Geschäftsjahr in Höhe von 140.000 Mark eliminieren die Gewinne der ersten beiden Jahre völlig.

Daimler will diesen Tendenzen entgegensteuern und schließt 1891 einen geheimen Vertrag mit Maybach ab, um die Entwicklungsarbeiten in seinem Sinne fortzuführen. Zunächst benutzt Maybach seine Wohnung als Konstruktionsbüro, wo er ein neues Automobil entwickelt. Es sollte der „Riemenwagen“ werden. Als Produktionsstätte mietet Daimler den stillgelegten Gartensaal des Hotels Hermann in Cannstatt. Mit zwölf Arbeitern und fünf Lehrlingen stürzt sich Maybach auf neue Aufgaben. In jener Zeit entstehen der Spritzdüsenvergaser, der Urahn aller Vergaser, und auch einige Neuerungen am Kühlsystem, denn die unzureichende Motorkühlung ist eines der größten Probleme, die es zu lösen gilt.

Die bedeutendste Schöpfung Maybachs ist aber ein Motor, der „Phoenix“ genannt wird. Motoren dieser Bauart – seine Zylinder sind stehend nebeneinander angeordnet und in einem Block gegossen – sollten später zum „motorischen“ Rückgrat der DMG werden. In diese Zeit fällt auch der Bau einer Werft am Neckar, die dem Bau von motorisierten Booten dient.

Derweil gerät die Position Daimlers in seiner Firma zusehends ins Wanken. Im März 1893 verliert er seine Stellung als technischer Leiter und bleibt nur noch Aktionär und Mitglied im Aufsichtsrat. Auch das Privatleben Daimlers erfährt eine bedeutende Änderung: Am 8. Juli 1893 heiratet er seine zweite Frau, Lina Hartmann, und beide unternehmen ihre Hochzeitsreise nach Chicago zur dortigen Weltausstellung. Dort hat der Daimlersche Lizenznehmer, William Steinway, der bereits seit 1888 Kontakte nach Cannstatt pflegt, eine ganze Palette der Produkte der DMG in Auftrag von Daimler ausgestellt. Darunter befand sich auch der von Maybach konstruierte „Stahlradwagen.“ Es ist das erste Automobil in den USA.

Der Abstieg der DMG ist indessen nicht zu bremsen. In dieser Lage beschaffen Duttenhofer und Lorenz, ohne Wissen von Daimler, einen Kredit über 385.000 Mark, und als die Bank die Rückzahlung anmahnt, drohen sie Daimler mit einem Konkurs über das Gesellschaftsvermögen. In diesem Falle würden sie aus der Konkursmasse alle Aktien erwerben. Als Alternative soll sich Daimler mit 66666,66 Mark abfinden lassen. Daimler stimmt zu, um nicht als „Bankrotteur“ seinen allseits guten Ruf zu verspielen. Am 10. Oktober 1894 verlässt er die DMG. Dieser Schritt sollte aber der Gesellschaft nicht zum Vorteil gereichen. Die DMG liefert nur noch wenige Fahrzeuge mit zudem erheblichen Mängeln aus.

Fortsetzung folgt.

Gottlieb Daimler (II): Ein Traum mit 100 cm³

Von am 28. März 2009

3_reitwagenthumbnail2. Teil der Serie zum 175. Geburtstag von Gottlieb Daimler.

Stan Peschl, Mitarbeiter im Konzernzarchiv von Daimler, gibt bei seinen Streifzügen durch das Daimler-Konzernarchiv im Daimler-Blog Einblicke in die Firmengeschichte.

Während Daimler in Karlsruhe die Maschinenfabrik geschäftlich saniert, erweitern die beiden Inhaber der Kölner Gasmotorenfabrik Deutz, der Ingenieur Eugen Langen und der Erfinder Nikolaus August Otto, nach dem Krieg die wirtschaftliche Basis ihrer Fabrik und machen daraus eine Aktiengesellschaft. Betriebsgrundlage ist eine atmosphärische Gaskraftmaschine Ottos. Langen entscheidet sich für den erfahrenen Gottlieb Daimler als Betriebsleiter für die Werkstätten und das Zeichenbüro. Maybach arbeitet als Leiter der Konstruktionsabteilung an der Verbesserung des Gasmotors, dessen Leistungsfähigkeit wegen seiner Größe und seines Gewichts aber begrenzt ist. Otto nimmt daher seine Versuche mit dem Viertaktprinzip wieder auf, was 1876 auch zum Erfolg führt: die Viertakt-Kompressionsmaschine. Doch der Motor ist selbstverständlich noch nicht völlig serienreif. Ihn so weit zu bringen, ist die Aufgabe von Daimler und Maybach. Sie optimieren den Motor und machen daraus einen Verkaufsschlager.

Daimler hatte schon damals die Vision von einem kleinen, universell einsetzbaren Motor. Doch diese Vision lässt sich in Verbindung mit der Gasmotorenfabrik Deutz nicht realisieren, zumal starke Spannungen zwischen Daimler und Otto bestehen. 1882 wird schließlich Daimler gekündigt. Daraufhin veranlasst er Maybach, die Firma auch zu verlassen, um mit ihm zusammen an der Entwicklung eines leichten, schnell laufenden Motors zu arbeiten, von der beide ahnen, dass sie die „Kapitalerfindung“ sein wird. Als neuen Wohn- und Arbeitssitz wählt Daimler Cannstatt in unmittelbarer Nähe zur Residenzstadt Stuttgart, wohl um die Heilkraft der dortigen Quellen für sein Herzleiden zu nutzen, und sichert sich Maybachs Mitarbeit durch einen Vertrag „…für die Durchführung diverser Projekte und Probleme im maschinentechnischen Bereich, welche ihm von Herrn Daimler aufgetragen werden.“

Im Juli 1882 zieht dann Daimler mit seiner Familie in das neu erworbene Haus samt Garten und geräumigem Gartenhaus in der Taubenheimstraße 13 ein. Das Gartenhaus wird umgebaut und erweitert. Der Vorraum beherbergt Schreibtisch und Kommode und wird als Büro genutzt. Der anschließende helle und lichte Raum wird durch den Einbau von Werkzeugbank und Schmiede das Refugium der beiden Ingenieure. Bald regt sich handwerkliches Leben im Gartenhaus. Beide Männer beginnen einen leichten und schnell laufenden Benzinmotor zu entwickeln und zu bauen, der sich für den Einbau in Kutschen, Lastkarren, Booten, Schiffen, Eisenbahn- und Straßenbahnwagen, landwirtschaftlichen Arbeitsgeräten, Feuerwehrpumpen und sogar in Luftschiffen eignen soll. Dafür versuchen sie zunächst das alte Problem der Zündung in den Griff zu bekommen. Maybach arbeitet sich durch zahllose Patentschriften und findet schließlich den Hinweis auf die Möglichkeit einer ungesteuerten Glührohrzündung die sich für die angestrebten hohen Drehzahlen als geeignet erweist. Nach Überwindung dieser Hürde geht es um das Arbeitsverfahren. Aus der Tätigkeit in Deutz war beiden das Viertaktprinzip bestens vertraut. Sie wählen es.

1883 gibt Daimlers Traum seine ersten Töne von sich – er läuft. Der Motor mit einen Hubraum von ca. 100 cm³ leistet 0,25 PS bei sensationellen 600 Umdrehungen, dreimal so viel wie die Deutzer Gasmotoren, und er ist leicht. Mit ihm sind erste wesentliche Konstruktionsziele erreicht. Die folgende verbesserte Ausführung verwandelt den zunächst liegend gebauten Motor in einen stehenden, der unter dem griffigen Namen „Standuhr“ bekannt wird. Die „Standuhr“ bildet die Basis der Patentanmeldung, die schließlich unter dem Datum des 3. April 1885 und der DRP-Nummer 34926 Daimlers Vision öffentlich macht.

Daimler und Maybach montieren den Motor auf ein Zweirad, einem höchst kostengünstigen Versuchsträger. 1885 legt einer der Söhne Daimlers – Adolf – mit diesem ersten Motorrad der Welt die 3 km lange Strecke zwischen Cannstatt und Untertürkheim ohne Probleme zurück. Der Einbau in eine Kutsche – einer „Americain“, dunkelblau mit roten Zierstreifen, schwarzen Ledersitzen und einer „Laterne mit Schein“, so steht es im Lieferschein der Wagenbaufirma Wimpf & Sohn in Stuttgart vom Frühjahr 1887 – ist der nächste Schritt. Das „Motorkutsche“ genannte Gefährt erreicht mit der „Standuhr“ und ihren 1,5 PS immerhin schon 16 Stundenkilometer.

Fortsetzung folgt.

Gottlieb Daimler (I): Das Leben eines großen Schwaben

Von am 27. März 2009

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Stan Peschl, Mitarbeiter im Konzernzarchiv von Daimler, gibt bei seinen Streifzügen durch das Daimler-Konzernarchiv im Daimler-Blog Einblicke in die Firmengeschichte.

Das Leben des genialen Visionärs, Erfinders und Konstrukteurs Gottlieb Wilhelm Daimler, beginnt am 17. März 1834 in Schorndorf, einem Städtchen, das um 1840 knapp 4000 Einwohner zählt. Dennoch gehört Schorndorf damals nach Stuttgart, Tübingen und Urach zu den bedeutendsten Städten im Königreich Württemberg.

Die Eltern Gottliebs, die eine Bäckerei und ein Gasthaus betreiben, ermöglichen ihm eine fundierte Ausbildung. So kann Gottlieb nach dem Besuch der Elementarschule auch die beiden Klassen der berühmten Schorndorfer Lateinschule absolvieren. Neben der Lateinschule besucht Gottlieb die 1821 in Schorndorf gegründete Zeichenschule, in der sich seine exzellente zeichnerische Begabung entfaltet. Nach dieser Ausbildung soll der junge Gottlieb ein Handwerk erlernen. 1848 wird der Büchsenmacher J. Chr. Wilke sein Lehrherr. Das Gesellenstück Gottlieb Daimlers von 1852 ist eine doppelläufige, an Beschlägen und Knauf fein ziselierte Pistole.

An eine handwerkliche Zukunft des frisch gebackenen Büchsenmacher-Gesellen in Schorndorf ist jedoch nicht zu denken. Das beginnende Maschinenzeitalter, die industrielle Revolution, großartige Erfindungen wie Dampfmaschine, Gasmotoren und Eisenbahn locken den 18-jährigen, erschließen ihm ein weites, erfolgversprechendes Feld, das seinen Neigungen sehr entgegen kommt. Der junge Mann besucht folgerichtig die Königliche Landesgewerbeschule in Stuttgart zur weiteren Ausbildung. So wird Ferdinand Steinbeis, der große Förderer der württembergischen Industrie, auf den vielfältig Interessierten aufmerksam und schickt ihn, ausgestattet mit einem Reise- und Ausbildungszuschuss der Regierung, in eine Maschinenfabrik in Grafenstaden bei Straßburg im Elsaß, die vor allem Eisenbahnbedarf herstellte.

Am 20. Januar 1853 beginnt Daimlers Karriere mit der Sammlung praktischer Erfahrungen als Industriearbeiter. Als in Grafenstaden der Lokomotivbau aufgenommen wird, verlässt Daimler das Werk, um sich an der Polytechnischen Schule in Stuttgart auf die neue Herausforderung vorzubereiten. Physik und Chemie, Maschinenbau, Geschichte, Volkswirtschaft und Englisch stehen auf dem Stundenplan. 1859 kehrt er nach Grafenstaden zurück, aber er kann sich für den Lokomotivbau nicht mehr so recht erwärmen. Im Sommer 1860 verlässt Daimler Grafenstaden und fährt nach Paris, wo er einige Monate arbeitet. Ein weiteres Stipendium von Ferdinand Steinbeis erlaubt es ihm nach England, dem Ziel aller Technikbegeisterten und Wissbegierigen jener Zeit, zu fahren. In Leeds, Manchester und Coventry findet Daimler Arbeit und studiert hier auch Maschinenfabrikation, Gewindeherstellung und Schiffbau. Danach kehrt er in seine Heimat zurück und wirkt fast bis zum Ende des Jahres 1863 in Geislingen in der dortigen Metallwarenfabrik „Straub und Schweizer“, die später zu der Firma WMF werden sollte.

Steinbeis unterstützt ihn auch nach seiner Rückkehr in die Heimat. Auf seine Veranlassung und der von Emil Kessler, des Gründers der Karlsruher Maschinenfabrik, erhält Daimler im Dezember 1863 eine Anstellung beim „Bruderhaus Reutlingen“.

Die von dem sozial engagierten Gustav Albert Werner gegründete Unternehmung beschäftigt vor allem Vollwaisen, Verarmte und Behinderte in einer Papierfabrik, einer Holzbearbeitungsanstalt und einer Maschinenfabrik. Letztere ist bei Daimlers Eintritt in finanziellen Schwierigkeiten. Daimler wird mit der Sanierung beauftragt, die ihm auch gelingt. In den fünf Jahren seiner Reutlinger Tätigkeit findet Gottlieb Daimler zwei Menschen, welche in seinem weiteren Leben zentrale Rollen spielen sollten. Zum einen trifft er Emma Pauline Kurz aus Maulbronn. Er heiratet sie 1867. Zum anderen ist es der 1846 geborene Wilhelm Maybach, der als Vollwaise im Bruderhaus Zuflucht fand. Maybach fällt ihm wegen seines hohen technischen Verständnisses, seiner hervorragenden Leistungen und seines Erfindungsreichtums auf.

Als Daimler 1868 zur Maschinenfabrik Karlsruhe als Vorstand der Werkstätten wechselt, die vor allem Eisenbahnmaterial herstellen, nimmt er Maybach mit. Die Beiden bleiben von nun an bis zu Daimlers Tod im Jahre 1900 beruflich und privat unzertrennlich. Das Organisationstalent Daimlers bringt die Maschinenfabrik Karlsruhe sicher durch die unruhigen Zeiten des Krieges mit Frankreich von 1870/71.

Fortsetzung folgt.

Mercedes-Benz Museum präsentiert Sonderausstellung zu Gottlieb Daimler

Von am 17. März 2009

Gottlieb Daimler SonderausstellungAb heute gibt es eine Sonderausstellung zum 175. Geburtstag Gottlieb Daimlers im MB Museum in Stuttgart.

Die Ausstellung präsentiert neben Kleinexponaten aus dem Familienleben Daimlers auch ein einmaliges Fahrzeug: Einen Mercedes-Knight 16/45 PS von 1912 aus dem Besitz von Marie Daimler, der Schwiegertochter Gottlieb Daimlers.

Zu finden ist die Sonderschau zum 175. Geburtstag auf der untersten Ebene des Mercedes-Benz Museums, in der Passage zwischen „Faszination Technik“ und Shop im Bereich Classic Insel. Die Ausstellung ist täglich, außer montags, von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Bis Sonntag können Besucher darüberhinaus im historischen Postbus auf der sechsten Ebene eine Sonderbriefmarke und einen Sonderbrief zum Daimler-Jubiläum erwerben, besonders für Sammler ein einmaliges Erlebnis. Direkt vor Ort können dann Museumspostkarten wie in alten Zeiten auf die Reise geschickt werden. Als beonderes Schmankerl kommen im Restaurant auf der untersten Ebende des Museums in dieser Woche Spezialitäten aus Daimlers Kochbuch auf den Tisch.

175. Geburtstag von Gottlieb Daimler mit besonderen Feierlichkeiten

Von am 3. März 2009

daimler-sonderstempel

Sicherlich wird die Daimler AG in diesem Jahr Ihren Namensgeber ganz besonders feiern und dieses Jubiläum bei allen Jahresveranstaltungen nach vorne stellen. Aber nicht nur der Konzern erinnert sich, auch einige andere haben sich den 175. Geburtstag als Motto genommen:

& Schondorf – Am 17. März 2009, dem 175. Geburtstag von Gottlieb Daimler, wird es viele Philatelisten nach Schorndorf ziehen, dem Geburtsort des Pioniers der Automobil-Geschichte. Das “Erlebnis: Briefmarken”.Team der Deutschen Post Philatelie wird am Dienstag, dem 17. März 2009, von 09.00-12.30 Uhr und 14.00- 16.00 Uhr im Foyer des Rathauses am Marktplatz philatelistische Raritäten zum 175. Geburtstag Gottlieb Daimlers anbieten. Neben dem Sonderstempel mit Datum 17.März 2009 und der Sondermarke “175. Geburtstag Gottlieb Daimler” mit dem Nominalwert 1,70 € ist auch ein “Jubiläumsbrief’ zu Ehren des Ingenieurs und Konstrukteurs im Angebot. Er tragt die Sondermarke “175. Geburtstag Gottlieb Daimler”, ist mit dem Ersttagsstempel Berlin vom 12.03.09 gestempelt und enthalt neben einem Informationsblatt eine speziell gestaltete Postkarte zum Thema. Außerdem wird eine Steckkarte angeboten mit 5 Briefmarken der Deutschen Bundespost und 7 Sondermarken der Deutschen Post, darunter auch die aktuelle Marke “175. Geburtstag Gottlieb Daimler”. Selbstverständlich kann man sich den Sonderstempel auch auf mitgebrachten Vorlagen abdrucken lassen und einen “echt laufenden” Brief oder eine “echt laufende” Postkarte mit Sonderstempel und Sondermarke auf den Postweg bringen, einmalige Erinnerungstücke oder nette originelle Grüße an Freunde und Bekannte.

& Hörbuch – “Das Beste oder Nichts – Gottlieb Daimler und die Erfindung des Automobils” Das Hörbuch entsteht in Zusammenarbeit mit Mercedes Benz Classic – Brand Communication. In knapp 70 Minuten wird die spannende und ereignisreiche Lebensgeschichte Gottlieb Daimlers erzählt. Eingelegt ins Hörbuch ist ein 16seitiges Booklet mit Fotos historischer Schauplatze seines Wirkens, der Motoren und Fahrzeuge, die Daimler entwickelt und gebaut hat. Das Hörbuch wird Mitte März bei Campfire Media erscheinen. In Schorndorf wird es in den Galerien für Kunst und Technik sowie an der Stadtinfo für 14,90€ zu erwerben sein.

& Schulprojekt 1 – Schüler der Klassen 7, 11 und 12 des Max-Planck-Gymnasiums zeichneten im Kunstunterricht Porträts von Gottlieb Daimler. 8 Motive wurden als Postkarten gedruckt. Sie werden im Set für 1,90€ zu erwerben sein. Die “Originale” werden bei der Präsentation des Sonderpostwertzeichens am 11.03.09 in den Galerien für Kunst und Technik der Öffentlichkeit vorgestellt.

& Schulprojekt 2 – Die Karl-Friedrich-Reinhard-Hauptschule gestaltet eine Skulptur mit dem Thema “Gott-lieb(t)-Daimler-Sterne”. Selbst entworfene Daimlersterne werden miteinander und ineinander verbunden und ergeben ein 1m breites und 1,5 m hohes Kunstobjekt.

& Schulprojekt 3 – Auch Schüler der Keplerschule haben sich im Kunstunterricht mit Gottlieb Daimler befasst. Sie präsentieren ihre Kunstwerke im Rahmen der Hauptschul-Abschlussprüfung. Für die Öffentlichkeit sind die Kunstwerke beim Schulfest am 10.07.09 zu besichtigen.

Sollten es noch weitere Projekte anlässlich des 175. Geburtstag von Gottlieb Daimler geben, die wir hier nicht erwähnt haben? Bitte teilen Sie uns Details unter Info@MVConline.de mit!

Video der Woche: American Mercedes – das Duo der Visionäre

Von am 26. Oktober 2008

Zwei Pioniere verfolgten vor 120 Jahren ihre gemeinsame Vision des „American Mercedes“. William Steinway und Gottlieb Daimler stehen für hochwertige Entwicklungen und bahnbrechende Innovationen. Der Schöpfer des ersten Konzertflügels und der Automobil-Pionier waren mit der Gründung der American Car Company ihrer Zeit weit voraus. Zum Jubiläum dieses exklusiven, unternehmerischen Intermezzos lud das Mercedes-Benz Museum zu einem klassischen Konzertabend.

Erste Gußteile für Daimler

Von am 15. August 2008

Gußteil Gottlieb DaimlerGottlieb Daimler erhielt heute vor 125 Jahren von der Glockengießerei Kurtz aus Stuttgart die Gussteile für seinen ersten Verbrennungsmotor mit liegendem Zylinder. Als erster Versuchsmotor mit vergleichsweise hoher Drehzahl ging er bald in die Erprobung.

120 Jahre motorisierte Brandbekämpfung

Von am 29. Juli 2008
120 Jahre ist es heute her, dass Gottlieb Daimler eine „Feuerspritze mit Motorbetrieb“ beim Kaiserlichen Patentamt anmeldete (DRP Nr. 46779 vom 15. April 1889). Der ersten Versuchsausführung mit einem 1-PS-Einzylinder (0,74 kW) folgte bald eine Variante mit 4-PS-Zweizylindermotor (2,9 kW), die auf dem Deutschen Feuerwehrtag in Hannover vorgestellt wurde und großes Aufsehen erregte.

Wieder neue Daimler-Jaguar?

Von am 28. Juli 2008

Der Tata-Konzern, der indische Besitzer der beiden britischen Nobelmarken Jaguar und Landrover, erwägt offenbar, den Namen „Daimler“ ebenfalls wieder als Automarke zu verwenden. Das jedenfalls soll der Tata-Chef, Ratan Tata in Gesprächen mit Investoren gesagt haben, berichtet die „London Times“ in ihrer Montagausgabe.
Bei Jaguar gab es bereits in der Vergangenheit die Nobel-Ausgabe unter dem Namen Daimler. Tata scheint also zu erwägen, oberhalb des Jaguar mit der Daimler-Marke ein Top-Modell gegen Bentley und Rolls Royce zu setzen. Die Daimler AG, Mutter der Mercedes Car Group, hatte den Namen für 20 Millionen US-Dollar von der damaligen Jaguar-und Landrover-Mutter Ford Motorcompany gekauft. Nun darf man gespannt sein, ob Tata seinen Großaktionär Daimler AG, der knapp unter zehn Prozent des Tata-Kapitals hält, mit dem Namen Daimler ärgern wird.
Der Name war bereits im 19. Jahrhundert nach England gewandert, weil Gottlieb Daimler dorthin eine Lizenz für seinen Motor vergeben hatte. Seine Fahrzeuge verkaufte er dort als Mercedes oder Mercedes-Benz, sein britischer Geschäftspartner aber unter Daimler. So entstand die Daimler Motor Company. Ein Sprecher von Jaguar sagte der „Times“, der Vertrag zwischen Ford und der Daimler AG erlaube es auch Jaguar, den Markennamen für Produkte zu nutzen.

Der erste LKW

Von am 1. Oktober 2006

Wie alle, die ihrer Zeit voraus sind, hat er’s schwer: Der erste Lkw der Welt begründet zwar den motorisierten Straßentransport im heutigen Sinn. Und doch findet er in Deutschland noch nicht einmal einen Käufer. Generell hat der Lkw anfangs eine Menge an Widerständen zu überwinden – ungleich mehr als der Pkw. Denn ganz im Gegensatz zum Pkw wird der Lkw nicht mit einem goldenen Löffel im Mund geboren. Was die mondäne Gesellschaft als Bereicherung persönlicher Freiheit mit offenen Armen empfangen hatte, das stößt in gewerblichen Kreisen auf tiefe Skepsis: Investitionsgut hat Geld zu verdienen. Und eine ausgereifte Natur ist dem Erstling von Gottlieb Daimler natürlich nur bedingt zu Eigen, auch wenn die Zeit nun reif für ihn ist.

Motorboot auf dem Neckar

Von am 10. August 2006

Gottlieb Daimler unternimmt auf dem Neckar bei Cannstatt die ersten Probefahrten mit einem Motorboot, das von seinem schnellaufenden Einzylindermotor angetrieben wird. Später – im Jahr 1889 – macht Daimler dem damaligen Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck ein ähnliches Boot zum Geschenk.

120 Jahre Motorrad

Von am 19. August 2005

Gottlieb Daimler meldete heute vor 120 Jahren (am 19.08.1885) seinen “”Reitwagen”" zum Patent an. Damit ist das erste Motorrad der Welt älter als das Automobil! Das Patent wurde ihm dann am 29.08.1885 erteilt. Das Thema Zweirad im Hause Daimler, Benz und allen Folgefirmen wurde allerdings nur in der Zeit der Weltwirtschaftskrise nochmal aufgegriffen und in Eigenregie wurden Fahrräder hergestellt. Seit Mitte der 90er Jahre kann man nun auch wieder Fahrrader mit dem Mercedesstern am Lenkerrohr beim Mercedeshändler kaufen, ob das ein Zeichen für eine schwache Wirtschaft gedeutet werden darf, müssen andere Stellen beurteilen.

Daimler erhält Patent

Von am 3. April 2005

Gottlieb Daimler meldete seinen Verbrennungsmotor mit stehendem Zylinder („Standuhr“) zum Patent an und erhielt dies heute vor 120 Jahren. Der unter DRP Nr. 34926 geschützte Motor, den er gemeinsam mit Wilhelm Maybach aus dem liegenden Versuchsmotor von 1883 entwickelte, stellte eine grundlegend neue Bauart dar, Kurbeltrieb und Schwungrad waren erstmals in einem öl- und staubdichten Kurbelgehäuse eingekapselt. Noch im gleichen Jahr wurde das Aggregat in ein Zweirad eingebaut, den so genannten „Reitwagen“ (DRP Nr. 36423, ausgegeben am 11. August 1886). Der 0,5 PS starke Versuchsträger war das erste Motorrad der Welt. Im November unternahm Gottlieb Daimlers jüngerer Sohn Adolf die erste Fahrt von Cannstatt nach Untertürkheim, wobei er Geschwindigkeiten bis zu 12 km/h erreichte.

Gottlieb Daimler Todestag

Von am 6. März 2005

Gottlieb Daimler starb heute vor 105 Jahren im Alter von 65 in Cannstatt an einer Herzschwäche. Einer der wichtigsten Pioniere des Automobils ist damit tot. Gottlieb Daimler hatte die Vision einer weltweiten Motorisierung „zu Lande, zu Wasser und in der Luft“ stets vor Augen. Den Viertakt-Verbrennungsmotor lernt er während seiner Zeit als technischer Direktor in der Gasmotorenfabrik Deutz kennen (1872 bis 1881). Danach wird die Technik zusammen mit dem Konstrukteur Wilhelm Maybach gründlich überarbeitet und 1885 zum Patent angemeldet. Dieser erste schnell laufende Viertaktmotor gelangt im gleichen Jahr in den „Reitwagen“ von Daimler, gleichzeitig das erste Motorrad der Welt. 1886 später folgt ein vierrädriges Fahrzeug auf Basis einer Kutsche, 1887 ein Boot.

Gottlieb Daimler geboren

Von am 17. März 2004

Einer der Erfinder des Kraftwagens, Gottlieb Daimler, wurde heute vor 170 Jahren, nämlich am 17. März 1834 im württembergischen Schorndorf geboren. Mit 38 Jahren trat ein Wendepunkt in seinem beruflichen Werdegang ein: Er trat in ihrem Gründungsjahr 1872 in die “”Gasmotoren Fabrik Deutz”" ein, die gerade aus der Firma Langen & Otto beim Wandel in eine AG hervorgegangen war. Zehn Jahre später verließ er das Unternehmen und machte sich zusammen mit Wilhelm Maybach selbstständig. Sie erhielten gemeinsam viel Patente für Entwicklungen im Automobilbau, und sind so und durch das Unternehmen DaimlerChrysler und die Marke Maybach bis heute bekannt geblieben.

Motor patentiert

Von am 16. Dezember 2003

Die Realisierung der Vision von der Motorisierung zu Lande, auf dem Wasser und in der Luft macht Fortschritte. Mit Datum vom 16. Dezember 1883 lässt Gottlieb Daimler zwei zusammen mit Wilhelm Maybach entwickelte Konstruktionen schützen: Zuerst den „Gasmotor mit Glührohrzündung“, wenige Tage später meldet er die „Regulierung der Geschwindigkeit des Motors durch Steuerung des Auslassventils“ an. Beide Konstruktionen sind wesentliche Grundlagen für den weiteren Weg zum schnelllaufenden Verbrennungsmotor. Für die eingereichten Patente wird am 4. und 27. August 1884 das DRP Nr. 28022 bzw. das DRP Nr. 28243 erteilt.

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