Mercedes-Benz Oldtimer-Newsticker

News für Oldtimer-Interessierte & Mercedes-Benz Liebhaber
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G4 im Gelände

Von Jörg Enger am 31. Dezember 2009
G4 im Gelände 2009

G4 im Gelände 2009

Unbedingt noch in diesem Jahr ins Museum? Na ja zugegeben, das ist ein Wunsch, der nicht allzuvielen inne wohnt. Falls man aber noch das Technik Museum in Sinsheim besucht, wartet dort eine kleine neue Attraktion auf die Besucher. Nur stehende Objekte sind nämlich auch nicht das, was Museumsdirektor Hermann Layher “antörnt”. Auch ihn begeistern die historischen Techniken immer dann ganz besonders, wenn sie in Bewegung sind.

Aus diesem Grund wurden an einigen Exponaten nun Monitore installiert, die das entsprechende Gefährt auch “in freier Wildbahn” zeigen. In kurzen Filmen werden ohne störende Musik oder Stimmen aus dem “Off” die Fahrzeuge zum Leben erweckt. Zwar ist das noch nicht so spektakulär, wie live dabei, vermittelt aber einen guten Eindruck.

Besonders bemerkenswert dabei ist der Film des Mercedes-Benz Typ G4. Dieser wird nämlich nicht irgendwo auf der Straße bewegt, sondern wirklich im Gelände. Wahrscheinlich ist das der einzige Wagen dieser Baureihe, der nach seiner Restaurierung tatsächlich noch einmal seiner Bestimmung zugeführt wurde.
Vor Jahren konnte man dort einen Mercedes G4 erwerben und hat ihn aufwendig restauriert. Der Wagen steht seither im Museum Sinsheim.
“Wir haben im Museum für verschiedene Fahrzeuge Videos aufgebaut, wo man die Fahrzeuge in Aktion bewundern kann. Was lag also näher, als einen Clip über den G4 zu drehen. Wir waren mit dem Wagen seit Restaurierung selbstverständlich nie im Gelände, aber gejuckt hat es mich schon seit Jahren.” so Hermann Layher
Die Filmerei gab also den Ausschlag und sind sie mit dem G4 ins Gelände gegangen.

Mercedes-Benz G4 1934 im Gelände

Mercedes-Benz G4 1934 im Gelände

Die erste Feststellung war, der Boden war ziemlich nass, im November nichts Außergewöhnliches. Es konnte gleich festgestellt werden, dass der Wagen große Mühe mit der Traktion hat. Die hinteren beiden Achsen sind angetrieben, die Vorderachse ist ohne Antrieb. Es gibt leider keine Differentialsperre und das Gewicht des Wagens spricht gegen ihn. “Wir mussten gleich zu Beginn abgeschleppt werden. Dies erledigte Ralf vom Schwimmwagenclub mit seinem Kettenkrad. Danach ging es ganz gut voran, wenn man den Wagen zu benutzen weiß”, erklärt Layher. Was angenehm im Gelände sei, man nimmt die kleine Übersetzung und kann dann mit wenig Gas versuchen, die maximale Traktion aufzubringen.
Nach zweieinhalb Stunden waren die Filmaufnahmen leider schon vorbei und der G4 ziemlich schmutzig. Insgesamt zwei Wochen lang wurde der Wagen gereinigt. Ganz zum Schluss gab es mit dem Putzlappen und Balistol Kriechöl noch eine Reinigung des Chassis und den inneren Extremitäten der Karosserie.

G4 des Museums Sinsheim mit Hermann Layher im Gelände

G4 des Museums Sinsheim mit Hermann Layher im Gelände

Wahrscheinlich ist dies das erste Mal gewesen, seit die Autos in Sammlerhand sind, dass ein G4 im Gelände bewegt wurde. Die Fotos sprechen für sich. Wer in Zukunft ins Museum Sinsheim kommt, kann den Wagen im Gelände fahrend auf dem Videoschirm abrufen.
“Den gedrehten Kurzfilm stelle ich dem MVC zur Verfügung für die Website”, so Hermann Layher und wir werden ihn in naher Zukunft hier einbauen.

Neues von der dienstältesten Mercedes-Baureihe

Von Jörg Enger am 21. Juni 2009
Das G-Modell vor der Serieneinführung 1977

Das G-Modell vor der Serieneinführung 1977

Zum 30. Geburtstag kommt die legendäre G-Klasse in den Genuss von neuen Ausstattungsdetails, die vornehmlich den Komfort und die Exklusivität im Innenraum erhöhen.
Im jüngsten Fall haben sich die G-Spezialisten dem Innenraum gewidmet und eine neue Sitzanlage entwickelt. Die ergonomisch optimierten Vordersitze verbessern sowohl Komfort wie Seitenhalt und tragen damit zu einer weiteren Steigerung der Konditionssicherheit bei. Mit der Überarbeitung wurde auch die Hecksitzbank modernisiert und an das Design von Fahrer- und Beifahrersitz angepasst. G-Kunden können zwischen schwarzen oder grauen Stoffpolsterungen und einer Lederausstattung wahlweise in Schwarz, Grau oder Kastanie wählen. Ein zusätzlicher Komfortgewinn ergibt sich aus der Überarbeitung der optionalen Multikontursitze und der Sitzklimatisierung. Neu im Angebot sind auch die besonders edlen designo-Lederpolsterungen in Classicrot oder Schwarz sowie designo-Holzzierteile in Klavierlack Schwarz. Als weiteres Highlight sind ab Anfang 2010 auch designo-Steinzierteile in Labrador Blue-Pearl verfügbar.
Serienmäßig gehören nun ein AUX-IN-Anschluss im Handschuhfach und der bekannte Design-Zündschlüssel zum Lieferumfang. Auf Wunsch erhöhen die indirekte Ambiente-Innenraumbeleuchtung, eine lederbezogene Instrumententafel, ein umfassendes Chrompaket sowie ein Media Interface zum Anschluss von iPod, USB- oder AUX-Geräten den Wohlfühlfaktor an Bord.
Neue Lackierungen stehen ebenfalls zur Wahl: Palladiumsilber-Metallic oder eine Mattlackierung “designo platin magno”, die sehr gut den markanten Karosseriekörper des G zur Geltung bringt, ergänzen das Angebot für den Jahrgang 2009. Im Heckbereich geben sich die neuen Modelle an einer geänderten Reserveradabdeckung mit dreidimensionalem Mercedes-Stern zu erkennen.

Werbespot 30 Jahre Mercedes-Benz G-Klasse

Von Redaktion am 22. Februar 2009

Die Mercedes-Benz G-Klasse ist eins mit der Natur – und das schon seit 1979. Ein Klassiker unter den Werbespots ist der “Waldrapp” – unser Video der Woche.

Die Besten für’s Gelände

Von Jörg Enger am 15. Februar 2009

Die Leser der Fachzeitschrift „Off Road“ haben die ihrer Meinung nach besten Geländewagen des Jahres gewählt. Während der BMW X6 zum besten Crossover gekürt wurde, siegte der Unimog zum fünften Mal in der Kategorie „Sonderfahrzeuge“. Der Audi Q5 holte sich den ersten Platz bei den SUVs. In der Kategorie „Klassiker“ lag die Mercedes-Benz G-Klasse vorn, die in diesem Jahr 30 Jahre alt wird. Die Pick-up-Wertung entschied ebenfalls ein Urgestein für sich: Der Land Rover Defender. Die britische Marke erhielt außerdem den Umwelt-Sonderpreis der Redaktion für den Freelander mit Start-Stopp-Automatik. Unter den Luxus-Geländewagen machte der Toyota Land Cruiser V8 das Rennen.

G´boren – Erstvorstellung der Baureihe 460

Von Jörg Maschke am 6. Februar 2009
G-Klasse im Sprung

G-Klasse im Sprung

Vor 30 Jahren, vom 5. bis 10. Februar 1979 wurde der Mercedes-Benz G erstmals der Presse vorgestellt. Durch seine markante Form, die in 30 Jahren weitgehend unverändert geblieben ist, und seine herausragende Technik hat der Geländewagen längst Kultstatus erlangt und zählt zu den begehrten Fahrzeugen auf dem Automobilmarkt.

Die G-Klasse, wie sie heute heißt, war allerdings nicht das erste Modell in Richtung “Off-Roader”. Bereits in der 1920er Jahren. 1926 kam nämlich der Mercedes-Benz Typ G1 (W103) heraus. Allrad-Antrieb und Geländegängigkeit war schon damals das Thema.

Rund 50 Jahre später und nach den Modellen G1 bis G5 wurden die Geländewagen der Baureihe 460 der Weltpresse vorgestellt. Auf ihr basiert die heutige Mercedes-Benz G-Klasse, die damit zu den am längsten gebauten Modellreihen im Segment der Geländefahrzeuge gehört. Ein eigener anerkannter Club kümmert sich um diese Fahrzeuge.
Daimler-Benz und der österreichische Hersteller Steyr-Daimler-Puch (jetzt Magna Steyr) vereinbarten 1972 die gemeinsame Entwicklung eines Geländewagens. Dies geschah auf Drängen aus Persien, das im Besitz von bis zu 18 % der Daimler-Benz Aktien war und wo für Grenzpatrouillen sowie als Jagdwagen ein Geländefahrzeug benötigt wurde. Anfangs hoffte man auf die Bundeswehr als zusätzlichen Abnehmer. Einige zur Verfügung gestellten Modelle fanden große Resonanz, letztendlich fiel aber aus Kostengründen die Wahl auf den VW Iltis. 1975 wurde die Serienproduktion beschlossen und als Fertigungsstandort Graz gewählt. Dort wird die G-Klasse bis heute mit einem erheblichen Anteil an manueller Arbeit hergestellt.
Im Lastenheft für den Geländewagen standen in erster Linie absolute Geländetauglichkeit, auch unter erschwerten Bedingungen, Zugkraft und Langlebigkeit. Entsprechend ist das G-Modell ausgelegt. Die Basis des Fahrzeugs bildet ein Kastenrahmen aus geschlossenen Längsprofilen und Quertraversen. Geländewagentypisch sind die starren Achsen, die langen Federwege und die große Bodenfreiheit, sowie zuschaltbare Differentialsperren. Im Gelände zeigte die G-Klasse gute Leistungen, so dass sich bis heute Den ganzen Beitrag lesen »

1200 G nach Down Under

Von Jörg Enger am 13. November 2008

Eigentlich ist das G-Modell schon fast ein Oldtimer, doch er wird immernoch produziert. Und das mit weiter wachsendem Erfolg. Jetzt orderte die australische Regierung nicht weniger als 1200 Fahrzeuge der
G-Klasse von Mercedes-Benz. Der australische Verteidigungsminister, Joel Fitzgibbon, und der CEO von Mercedes-Benz Australien & Pazifik, Wolfgang Schrempp, haben einen entsprechenden Vertrag mit einem Gesamtvolumen von rund 200 Mio. Euro unterzeichnet. Zusätzlich zu dem Belieferungsvertrag wurden eine 30-Jährige Strategievereinbarung und eine 15-Jährige Servicevereinbarung abgeschlossen.

Die Fahrzeuge werden ab 2009 ausgeliefert. Von den 1200 Einheiten werden 600 in der 4×4-Bauform (Allrad-Antrieb mit zwei Achsen) und 600 Stück als 6×6-Konfiguration (Allrad-Antrieb mit drei Achsen) gebaut. Beim 6×6 handelt es sich um eine dreiachsige Neukonstruktion der G-Klasse, welche den besonderen Nutzlast-Anforderungen der australischen Armee Rechnung trägt (das Bild zeigt eine frührere Ausführung!). Gefertigt wird die Militärversion der G-Klasse in der bewährten und traditionsreichen Produktion in Graz, Österreich. Da die Militärversion der G-Klasse zu großen Teilen baugleich mit Zivilfahrzeugen ist, erzielt Mercedes-Benz bei Forschung, Entwicklung und Produktion hohe Skaleneffekte.
Die Mercedes-Benz G-Klasse wird seit 1979 produziert und gilt mittlerweile als Klassiker. Dank seiner Zuverlässigkeit, Robustheit und nahezu uneingeschränkten Geländegängigkeit auch in schwerstem Terrain setzte sich der Geländewagen nicht nur bei Industrie, Kommunen und Militär sondern auch bei Privatpersonen durch.