Mercedes-Benz Oldtimer-Newsticker

News für Oldtimer-Interessierte & Mercedes-Benz Liebhaber
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ADAC FIVA Historic Cup und Trophy

Von Jörg Enger am 12. Februar 2009

Die ADAC Oldtimer-Sektion schreibt im Jahr 2009 erstmals den ADAC FIVA Historic Cup für tourensportliche Oldtimer-Veranstaltungen sowie die ADAC FIVA Historic Trophy für touristische Oldtimer-Veran-
staltungen aus. Dies ist möglich, da der ADAC ja bekanntermaßen die Reschte des DEUVET übernommen hat. Mit diesen beiden lizenzfreien Veranstaltungsserien für Inhaber von FIVA Identity Cards (Wagenpass) will der ADAC den Geist der FIVA fördern, der sich nachdrücklich für die Authentizität historischer Fahrzeuge weltweit einsetzt. Dadurch leistet der ADAC einen weiteren Beitrag zur Pflege, Förderung sowie zum Erhalt von technischem Kulturgut in Deutschland.
Der Schirmherr des ADAC FIVA Historic Cup ist ADAC-Präsident Peter Meyer. Für die ADAC FIVA Historic Trophy hat FIVA-Präsident Horst Brüning die Schirmherrschaft übernommen.

H-Kennzeichen in den Bundesländern

Von Jörg Enger am 24. Oktober 2008

Selbst lange Jahre nach der Wiedervereinigung ist Deutschland in Sachen H-Kennzeichen immer noch ein geteiltes Land. Berechnet man die Zahl der H-Kennzeichen auf je 10.000 Einwohner, so bildet Sachsen-Anhalt das Schlusslicht der neuen Bundesländer mit 6,86 Fahrzeugen mit H-Kennzeichen auf 10.000 Einwohner. Spitzenreiter ist Brandenburg mit 10,05 H-Kennzeichen. Lässt man den Sonderfall Berlin außer Acht, schneidet in den alten Bunderländern Bremen mit 15,99 H-Kennzeichen am schlechtesten ab.
Die höchste Dichte hat der Stadtstaat Hamburg mit 26,06 H-Kennzeichen. Dies ist ein klarer statistischer Ausreißer im hohen Norden, denn Platz zwei bis 4 gehen an die südlichen Bundesländer Bayern, Hessen und Baden-Württemberg mit jeweils etwas über 23 H-Kennzeichen auf 10.000 Einwohner. All dies hat der DEUVET statistisch erarbeitet. Deren komplettes statistisches Material finden Sie zum Download im Mitgliederbereich des DEUVET. Hier gibt es immerhin 30 Seiten Statistiken und Diagramme rund um die Oldtimerzulassung. All dies ist nur für Mitglieder von Oldtimerclubs zugänglich, deren Clubs Mitglied im DEUVET sind. Leider sind einige Mercedes-Benz Markenclubs dort bereits ausgeschieden und unterstützen damit den einzigen Oldtimer-orientierten Verband nicht mehr.

Neue Kraftfahrzeugsteuer – und Oldtimer?

Von Jörg Enger am 18. Juli 2008

Im Auftrag des DEUVET hat der Verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Horst Friedrich bei der Bundesregierung bezüglich der Steuer für das H-Kennzeichen angefragt.
Die Bundesregierung antwortet hier – wie nicht anders zu erwarten – nicht eindeutig. Der DEUVET wird sich direkt nach der Sommerpause um Klärung der Lage und um eine gerechtere Besteuerung des Oldtimers ab 2010 bemühen.

Eilmeldung: DEUVET beendet FIVA-Mitgliedschaft

Von Jörg Enger am 16. Juli 2008

Wir alle haben die aktuelle Entwicklung hinsichtlich der Vergabe des ANF durch die FIVA verfolgt. Der DEUVET hatte seinerzeit alle Mitgliederclubs befragt, ob sie deren Entscheidungsvorschlag des Austritts aus der FIVA mit unterstützen. Dies war mehrheitlich dahingehend beantwortet worden, dass ein Austritt unterstützt wird.
Gleichwohl hatte sich der DEUVET zunächst versucht sich dafür einzusetzen, dass das fehlende demokratische Vorgehen der FIVA bei der Entscheidung über die Vergabe des ANF dahingehend korrigiert wird, dass eine demokratische Entscheidung herbeigeführt wird. Daher wurde zunächst der Antrag gestellt, über die Vergabe des ANF auf der allgemeinen Versammlung der FIVA zu entscheiden.
Die FIVA sah sich bedauerlicherweise nicht in der Lage, auf einen der vorgeschlagenen Wege einzugehen. Der Vorschlag im Jahr 2009 über den Antrag des ADAC neu zu entscheiden wurde mit dem etwas süffisanten Hinweis beantwortet, man könne versprechen, dann werde die Entscheidung ebenfalls nicht anders ausgehen.
Vor dem Hintergrund dieser politischen „Erfolge“ wurde die Mitgliedschaft in der FIVA mit Schreiben vom 15.07.2008 gekündigt.
Im Hinblick auf die Situation der Fahrzeugpässe bedeutet dies, dass der DEUVET mit sofortiger Wirkung keine FIVA-Pässe mehr ausstellen. Wie die FIVA gedenkt mit dieser Situation umzugehen ist uns nicht bekannt. Der DEUVET Wagenpass bleibt erhalten, dieser ist geistiges Eigentum unseres Bundesverbandes. DEUVET Fahrzeugprüfer können also weiterhin die Abnahme zum DEUVET Wagenpass tätigen, der ab sofort zum Mitgliederpreis von € 90,– beantragt werden kann.

ADAC lässt Mitarbeit im Weltverband ruhen

Von Jörg Enger am 4. Juni 2008

Max Mosley President of FIANur wenige Wochen nachdem der ADAC den DEUVET aus der FIVA ausgebotet hat, demonstriert er wiedermal seine Macht. Der ADAC hat nach eigenen Angaben die Entscheidung der FIA-Generalversammlung in Paris, Max Mosley in seinem Amt als FIA-Präsident zu bestätigen, mit Bedauern und Unverständnis zur Kenntnis genommen. Das hat der Autoclub zum Anlass genommen, ab sofort seine Ämter und die Mitarbeit in dem Weltdachverband der Automobilclubs ruhen zu lassen und sich aus den weltweit tätigen FIA-Arbeitsgruppen zurückzuziehen. Diese Entscheidung gilt so lange, wie Max Mosley das Amt des Präsidenten an der Spitze der FIA ausübt.
Das Leistungsangebot für die ADAC-Mitglieder sei durch die getroffene Entscheidung in keiner Weise beeinträchtigt. Dafür sorge ein weltweites und eng geknüpftes Netzwerk, über das der ADAC schon seit langem verfüge und das erfolgreich arbeite, so die Organisation. Die Dienstleistungen würden uneingeschränkt über eigene Unternehmen sowie europäische und weltweite Organisationen erbracht, an denen der Club beteiligt sei.

Der DEUVET stellt sich

Von Jörg Enger am 22. Mai 2008

Der DEUVET wird vom 22. bis 25. Mai 2008 auf der Messe Klassikwelt Bodensee in Friedrichshafen mit einem Stand in der Halle B1 Stand-Nr. 329 vertreten sein.
Dort freut man sich auf alle Interessierten und beantwortet gerne die brennenden Fragen zur aktuellen Situation in der Oldtimerszene.
Mehr über die Messe erfahren Sie unter www.klassikwelt-bodensee.de
Aktuelle Infos vom DEUVET unter www.deuvet.de und www.oldtimerinfo.de

Mitverschulden auch ohne Gurtpflicht

Von Jörg Enger am 8. Februar 2001
Autofahrer und Beifahrer, die sich nicht anschnallen, tragen bei Verletzungen eine Mitschuld, selbst wenn in dem Auto keine Gurtpflicht besteht – zu diesem für Oldtimer-Enthusiasten wichtigen Urteil kamen die Richter des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe. Der Fall: Bei einem Unfall hatte sich eine nicht angeschnallt auf dem Fondsitz eines Oldies sitzende Mitfahrerin schwer verletzt. Die Frau verklagte daraufhin den Fahrer und dessen Haftpflichtversicherung auf Schadenersatz. Das Landgericht Mannheim hatte der Frau in der Vorinstanz Recht gegeben, jedoch sah das OLG Karlsruhe den Fall anders: Die Mitfahrerin habe, so das OLG, gegen ihre eigenen Interessen verstoßen und sich einer erhöhten Gefahr ausgesetzt, indem sie sich auf einen Platz ohne Sicherheitsgurt gesetzt habe. Sie trage deshalb eine Mitschuld. Rechtsanwalt Andreas Bode aus der Kanzlei Burkantat Rechtsanwälte in Hannover meldete dieses unter dem Aktenzeichen 10U 55/99 registrierte Urteil dem Bundesverband Deutscher Automobil Veteranen-Clubs (DEUVET), der es in seiner aktuellen Ausgabe der”DEUVET-Info” mit folgendem Kommentar von Rechtsanwalt Bode veröffentlichte: “Das Urteil ist besonders deshalb für Fahrer historischer Autos interessant, da viele Oldies nicht mit Sicherheitsgurten ausgerüstet sind. Autos, die vor dem 1. April 1970 zum Verkehr zugelassen wurden, müssen nicht mit Gurten nachgerüstet werden. Bei Autos, die zwischen dem 1. April und 1970 und 1. April 1974 zugelassen wurden, entscheidet das Vorhandensein von Gurt-Verankerungen über die Nachrüstung. Nach dem Urteil des OLG Karlsruhe kann es demnach passieren, daß dem Fahrer eines historischen Fahrzeugs ohne Sicherheitsgurte im Falle eines Unfalls eine Mithaftung eingeräumt wird, obwohl für ihn keine Anschnallpflicht bestand. Die Mithaftung bezieht sich jedoch nur auf eigene Verletzungen. Die Richter werden immer zu dem Ergebnis kommen, daß Verletzungen durch die Tatsache, daß der Verletzte nicht angeschnallt war, erheblich schwerer wurden. Den Gegenbeweis zu führen, wird schwierig sein…”