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Sondervorstellung: Caracciola – Der Film

Von Jörg Enger am 9. März 2010
Auch als Video erhältlich: Caracciola - Die ewige Jagd nach dem Sieg

Auch als Video erhältlich: Caracciola - Die ewige Jagd nach dem Sieg

„Held“, „Idol“, „legendärer Silberpfeil-Pilot“ – nur drei Synonyme für den erfolgreichsten deutschen Automobilrennfahrer der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Rudolf Caracciola.

Der neue Film dazu heißt: „Caracciola – Die Ewige Jagd nach dem Sieg“

In dieser biografischen Dokumentation von Regisseur Philip Selkirk erzählt das legendäre Rennsport-Idol sein Leben aus der Ich-Perspektive und gewährt damit neue, geradezu intime Einblicke in das Motorsportgeschehen der Weimarer Republik und des »Dritten Reichs«.
Und am Freitag, den 19.03.2010, präsentiert der Macher Philip Selkirk und Mitglieder des Teams in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Wiesbaden sein Werk als Sonderaufführung auf der Caligari FilmBühne. Ab 19.30 Uhr ist Einlass und um 20.00 beginnt die Vorstellung.
Historische Bilder aus teils unveröffentlichtem Material, Interviews mit Zeitzeugen und Familienangehörigen sowie O-Töne von Weggefährten wie Manfred von Brauchitsch, Hermann Lang und Sir Stirling Moss machen diesen benzingetränkten Film zu einem einzigartigen Dokument der deutschen Rennsportgeschichte. Die Präsentation in der einmaligen Atmosphäre des wunderschön renovierten Ufa Filmpalastes, lässt einen auch sofort in der Vergangenheit schwelgen.
„Der Film ist eine atmosphärisch dichte, emotional-dokumentarische Bestandsaufnahme, die nicht nur jeden Motorsport- und Classic-Car-Enthusiasten beeindrucken und mitreißen wird.“ so die Produktionsinfo, und die hat recht!

Rudolf Caracciola zum 50. Todestag

Von Jörg Enger am 25. September 2009
Der begnadete Rennfahrer Rudolf Caracciola

Der begnadete Rennfahrer Rudolf Caracciola

Am 28.September vor 50 Jahren starb der begnadete Rennfahrer Rudolf Caracciola im Alter von nur 58 Jahren.

Auf den Tag genau 50 Jahre später starten unter starker Beteiligung des Mercedes-Benz Kompressor Clubs rund 20 Fahrzeuge zu einer Ausfahrt rund um Remagen, dem Geburtsort des legendären Rennfahrers. Zum Fahrzeugaufgebot gehören diverse Mercedes-Benz Kompressor-Typen inklusive mehrerer originaler Sport- und Rennwagen, die Caracciola einst fuhr. Mercedes-Benz steuert den Rennwagen W 25 bei, auf dem Caracciola zahlreiche Erfolge erzielte. Veranstalter ist das Steigenberger Grandhotel Petersberg.

“Carratsch”, wie ihn die Presse damals nannte, war ein Ausnahmetalent. Bereits im Alter von nur 15 Jahren durfte er mit Sondererlaubnis einen Führerschein machen. Zwar begann er seine Karriere mit Motorradrennen, aber direkt im 2. Rennen wurde er von den Fafnir-Automobilwerken als Werksfahrer verpflichtet. Bei Mercedes-Benz stieg er zur Zeit der berühmten Kompressormodelle S, SS und SSK ein. Eine klassische “win-win”-Situation war geboren. Hervorragende Wagen wurden durch außergewöhnliche Fahrer bekannt und umgekehrt. Rudolf Caracciola, der Rheinländer mit italienischen Vorfahren, wurde von 1934 förmlich zum Synonym für die Silberpfeile der ersten Generation. Sechsmal gewann er allein den Großen Preis von Deutschland, 1926 auf der Avus in Berlin und danach immer am Nürburgring, 1932 im Alfa Romeo und sonst stets auf Mercedes-Benz. Seine Europachampionate von 1935, 1937 und 1938 ließe sich gut gleichsetzen mit den Formel-1-Weltmeisterschaften von heute. Dabei war er ein Artist im Regen und vielseitig wie kaum ein Konkurrent. Die Liste seiner Erfolge ist ellenlang; drunter nicht weniger als drei Europameister-Titel und drei Europa-Bergmeister-Titel. Hinzu kamen ein Sieg 1931 (der erste eines Ausländers in Italien) und ein vierter Rang 1952 bei der Mille Miglia, Bestwerte in den Rekordwagen der Marke, sowie achtbare Leistungen 1930 und 1952 bei der Rallye Monte Carlo. Er genoss Kult-Status, wo immer er auftaucht und auch heute ist er vielen Rennfreunden noch ein Begriff. Doch bei drei schweren Unfällen, 1933, 1946 und 1952, lernte er auch die schmerzhafte Seite seines Metiers kennen. 1946 beendete er seine Karriere, nachdem er nach einem weiteren schweren Unfall nicht an seine Vorkriegserfolge anknüpfen konnte. Die verbleibenden Jahre seines Lebens verbringt er als Repräsentant des Hauses Daimler-Benz, vor allem bei Präsentationen von Modellneuheiten und bei Motorsport-Veranstaltungen. Zwischendurch zieht er sich in seine schöne Villa, die Casa Scania in Lugano im Nobelviertel Ruvigliana oberhalb des Sees, zurück. Rudolf Caracciola starb plötzlich am 28. September 1959 in Kassel.

Die Ewige Jagd nach dem Sieg

Von Jörg Maschke am 17. Juni 2009

22Die Selkirk & Heimann Media GmbH hat in der vergangenen Woche anläßlich des diesjährigen Jubiläums des “Silberpfeils” und des “50. Todestages von Rudolf Caracciola” den Dokumentarfilm “Caracciola – Die Ewige Jagd nach dem Sieg” fertiggestellt.

Dieser Film zeigt in einer Länge von 97 Minuten Interviews mit Rudolf Caracciola, Manfred v. Brauchitsch, Hermann Lang, Hans Herrmann, Rudolf Uhlenhaut, Alfred Neubauer, Jochen Mass und Sir Stirling Moss. Damit wird ein breiter Blick auf die Person, die Zeit und die geleisteten sportlichen Erfolge geworfen.

Der Film wird am 23. Juni 2009 im Stuttgarter Mercedes-Benz Museum Premiere feiern und einem ausgesuchten Fachpublikum vorgestellt. Nach der Premiere können auf Wunsch auch Bestellungen des Films aufgegeben werden.

Erster Sieg eines Ausländers

Von Jörg Enger am 12. April 2001

Beim 1000-Meilen-Rennen von Brescia/ltalien 12.-13. April 1931 über 1.635 Kilometer belegen Rudolf Caracciola und Wilhelm Sebastian auf Mercedes-Benz Typ SSKL (W 06 RS) mit einer Durchschniftsgeschwindigkeit von 101,1 km/h den ersten Platz. Caracciola siegt damit als erster ausländischer Fahrer in der Geschichte der Mille Miglia. Der SSKL (für Super-Sport-Kurz-Leicht) ist die letzte Stufe in der Entwicklung der „S“-Reihe. Er wird nur als Rennsport-Zweisitzer gebaut und ist mit einem 7-Liter-Motor ausgerüstet, der 240 PS leistet (mit Kompressor 300 PS) und eine Höchstgeschwindigkeit von 235 km/h ermöglicht.

Caracciola Sonderausstellung im Mercedes-Benz Museum

Von Jörg Enger am 2. Februar 2001

Alfred Neubauer, legendärer Rennleiter der Silberpfeile sagte über seinen Starpiloten Rudolf Caracciola: „Für mich war er der größte Fahrer der Zwanziger und Dreißiger Jahre. Vielleicht sogar aller Zeiten. Er kombinierte in einem außergewöhnlichen Ausmaß Zielstrebigkeit mit Konzentration, physische Stärke mit Intelligenz. Kein anderer Fahrer war in der Lage, über Unzulänglichkeiten so zu triumphieren wie Caracciola.“
Caracciola, wie später Fangio, war ein „weicher“ Fahrer; er fuhr mit Kopf. Sein feines Gefühl für die Technik beflügelte seinen ökonomischen Fahrstil. So war er der größte Regenfahrer seiner Zeit und bis heute ist die Zahl seiner Start-Ziel-Siege auf Mercedes-Benz unübertroffen. Unter Anderem war er auch Mitglied im 1899 geründeten Württembergischen Automobil Club WAC. Dafür stehen über 50 Pokale und Trophäen, die seit über 30 Jahren zum ersten Mal wieder in Deutschland zu sehen sind. Die Sonderausstellung im Mercedes-Benz Museum zum 100sten Geburtstag von Rudolf Caracciola wurde am 30. Januar im Rahmen eines kleinen Empfangs eröffnet. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 9 – 17 Uhr.

100 Jahre Rudolf Caracciola

Von Jörg Enger am 30. Januar 2001
Einer der bekanntesten Rennfahrer vor und nach dem zweiten Weltkrieg war Rudolf Caracciola. Geboren heute vor 100 Jahren steht er für viele immer noch in der Bekanntheitsskala auf den obersten Plätzen.
Außer für Mercedes-Benz fuhr er auch für Alfa Romeo, auf Fafnir und Ego-Kleinwagen. Er Gewann als erster Ausländer die Mille Miglia.