Mit ‘Benz’ getaggte Artikel

Prinz Heinrich liebte Benz Automobile

Von Jörg Enger | 2. September, 2010

Prinz Heinrich, der Bruder des letzten deutschen Kaisers Willhelm II., liebte Benz Automobile. Vor einhundert Jahren initiierte dieser Prinz Heinrich, der im übrigen auch den Scheibenwischer erfand, eine automobile Wettfahrt, die auch seinen Namen trug. In diesem Jahr fand die Jubiläumsfahrt rund um Bad Homburg statt und bald gibt es für echte Hardcorefans auch noch eine ganz besondere Sammelbox aus dem Delius Klasing Verlag.
Er lässt die Herzen der Oldtimer-Fans auf der ganzen Welt höher schlagen: der berühmte Prinz-Heinrich-Wagen. Vor genau 100 Jahren rollte dieses bahnbrechende Automobil erstmals auf den Straßen – ein Meisterwerk des genialen Ingenieurs Ferdinand Porsche, entwickelt für Benz.
Der Prinz-Heinrich-Wagen wurde nur auf Kundenanforderung in Einzelstücken gebaut. Die Wagen hatten Holzspeichenräder mit Luftreifen und Starrachsen mit Halbeliptik-Blattfedern. Sie waren mit einem Vierganggetriebe ausgestattet, das durch eine Kardanwelle mit der Hinterachse verbunden war. Der Viersitzer stellte eine bahnbrechende Konstruktionsleistung dar und erreichte schon damals eine Höchstgeschwindigkeit von 125-135 km/h.
Heute ist dieser Wagen eine gesuchte Rarität. Ernst Piёch, ein Enkel Ferdinand Porsches, hat einen Prinz-Heinrich-Wagen gefunden und ließ ihn detailgetreu restaurieren.
Diese auf 100 Exemplare limitierte „Collector‘s Box“ umfasst ein handgefertigtes Modell dieses Prinz-Heinrich-Wagens im Maßstab 1:18 mit individueller Nummerierung auf dem Kühlergrill sowie eine vom Autoren handsignierte Prachtausgabe des Buches Ferdinand Porsche, Genesis eines Genies von Karl Ludvigsen, in der der Werdegang von Ferdinand Porsche detailliert beschrieben und mit einmaligen Fotos dokumentiert ist. Darüber hinaus bietet eine DVD eine ausführliche Dokumentation zum Prinz-Heinrich-Wagen. Eine edle in hochwertigem Leinen gebundene Mappe mit nummerierten Kunstdrucken zeigt nochmals die unvergängliche Schönheit dieses Automobils. Ein Muss für Sammler automobiler Raritäten und speziell für Porsche-Enthusiasten! Diese Rarität hat allerdings auch seinen Preis: Immerhin 999,00 Euro kostet dieses Kleinod und ist dabei jeden Cent wert!
Diese Collectors-Box ist noch nicht erschienen (Termin soll der 1.11.2010 sein), kann aber schon jetzt vorbestellt werden.

Dossier: Blitzen Benz

Von Jörg Enger | 1. Dezember, 2009

Blitzen Benz

Blitz und Donner

1909 war ein besonderes Jahr in der Geschichte von Benz & Cie.: Das Unternehmen baute einen Rekordwagen, der eines der faszinierendsten Fahrzeuge der Automobilgeschichte werden sollte. Der „Blitzen-Benz“ durchbricht, dank seines gewaltigen Motors mit 200 PS aus 21,5 Liter Hubraum, erstmals die damals magische 200-km/h-Marke. Damit ist er schneller als jedes Flugzeug und die Eisenbahn und setzt einen Rekord für Landfahrzeuge, der acht Jahre ungeschlagen bleiben wird. Von insgesamt sechs Wagen gibt es heute noch zwei: Mercedes-Benz besitzt den einen Blitzen-Benz, der andere ist in Händen eines Sammlers in den USA. Dort hat im Jahr 2004 ein anderer Enthusiast der Marke als Privatprojekt einen Nachbau fertig gestellt, der mehrere Originalteile hat und in enger Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz Classic entstand. In Deutschland kümmert sich der MVC um die Fahrzeuge der Marke Benz & Cie.

Victor Hémery

Victor Hémery

Der Name Benz klingt fast wie ein Synonym zum Automobil: Schließlich war es Carl Benz, der am 29. Januar 1886 das Patent für seinen Motorwagen erhielt – die Geburtsurkunde des Autos. Gottlieb Daimlers Motorkutsche rollte nur wenige Wochen später das erste Mal. Bis zur Wende vom 19. auf das 20. Jahrhundert schwang sich Benz zum größten Autohersteller der Welt auf. Die Fahrzeuge aus dem Werk in Mannheim genossen einen vorzüglichen Ruf, sie galten als alltagstauglich und zuverlässig.

Das kann man noch lange nicht von jedem Fabrikat sagen, das zu jener Zeit die Straßen bevölkerte. Denn eine Vielzahl von Marken war entstanden. Und Benz musste feststellen, dass in dieser unübersichtlichen Landschaft ein klingender Name allein kein Garant für Markterfolg ist. Die Konkurrenten und nicht zuletzt die Daimler-Motoren-Gesellschaft wussten sportliche Erfolge ihrer Fahrzeuge geschickt für Werbezwecke einzusetzen. Dagegen hatte Benz sich trotz Engagements (weiterlesen…)

Dossier: Benz 8/20

Von Jörg Enger | 1. Juli, 2009

Der Alte

Eine tolle Leistung von Mensch und Maschine ist die Absolvierung der „2000 km durch Deutschand” Rallye immer. Besonders bemerkenswert ist jedoch der Fahrer, der noch nicht mit dem Komfort der späten Dreißiger Jahre rechnen kann, sondern sich mir einem Fahrzeug auf die Strecke begibt, dass den Entstehungsweg von der Werkbank und nicht dem Montageband bis zur Straße überdeutlich darstellt. MVC Mitglied Werner Brungs wagte es bereits im Jahr 1999 und meisterte diese Prüfung mit Bravour. Davor standen jedoch viele Stunden Arbeit, die dem Betrachter wohl immer verborgen bleiben werden. Der Mercedes-Benz Vetranen Club (MVC) ist der Club, in dem solche Fahrzeuge richtig aufgehoben sind. (weiterlesen…)

Dossier: Hans Nibel

Von Jörg Maschke | 1. Januar, 2009

Erfolgreicher Sportfahrer: Hans Nibel, hier am Lenkrad eines Benz 20/35 PS mit der Startnummer 703 am Start zur 2. Prinz-Heinrich-Fahrt (Berlin – Breslau – Tatra-Füred – Budapest – Wien – Salzburg – München), 10. bis 18. Juni 1909. Nibel erhält den „Preis der Erbprinzessin von Sachsen“.Hans Nibel wurde heute vor 80 Jahren Chefkonstrukteur der Daimler-Benz AG. Er übernahm die Tätigkeit von Ferdinand Porsche, der aus dem Unternehmen ausschied. Beide waren bereits in den Jahren 1925 bis 1926 im gemeinsamen Konstruktionsbüro der Interessengemeinschaft von Benz & Cie. und der Daimler-Motoren-Gesellschaft tätig, bevor die Unternehmen 1926 zur Daimler-Benz AG fusionierten. Davor war Nibel seit 1908 Chefkonstrukteur bei Benz & Cie. gewesen.

Für uns Grund genug, ihm dieses Dossier zu widmen. (weiterlesen…)

Bronze-Denkmal für die Stadt Mannheim

Von Jörg Enger | 25. August, 2008

Ein besonderes Geschenk machte letzten Freitag Nachmittag Herrmann Doppler, Leiter weltweite Lkw-Motoren-Produktion Daimler AG, der Stadt Mannheim. In der Augusta-Anlage enthüllte er zusammen mit dem Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, das neueste Denkmal der Stadt: Das Motor-Velociped, der Benz-Patentwagen von 1886 in Bronze gegossen. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Mercedes-Benz Werks auf dem Waldhof in diesem Jahr, ließ das Werk einen Bronzeabguss in Originalgröße anfertigen. „Mannheim hat mit Carl Benz einen prominenten Sohn, der hier das erste Automobil entwickelte“, sagte Herrmann Doppler bei der Übergabe. „Um diese wichtige Erfindung in der Stadt zu verankern, haben wir uns entschlossen, das Velociped in Bronze zu verewigen. Wir freuen uns, dass die Stadt die Ausstellung in dieser schönen Umgebung nahe dem Wasserturm ermöglicht.“
„Der Bronzeabguss bildet nunmehr ein Ensemble mit dem bereits bestehenden Carl-Benz-Denkmal an prominenter Stelle im Stadtbild und verdeutlicht die Bedeutung unserer Stadt als Geburtsort des Automobils für die heutige Mobilität“, freute sich (weiterlesen…)

Sieg in Dieppe

Von Jörg Enger | 7. Juli, 2008

Christian Lautenschlager siegte am 7. Juli 1908 auf einem Mercedes 140 PS beim Großen Preis von Frankreich in Dieppe. Er legte die 769,88 Kilometer in 6 Stunden, 55 Minuten und 43 Sekunden zurück, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 111,1 km/h entspricht. Die Plätze zwei und drei belegten Victor Héméry und René Hanriot auf Benz. Den Rundenrekord stellte allerdings Otto Salzer auf einem Mercedes 140 PS auf.

Benz-Doppelsieg beim Großen Preis der USA

Von Jörg Enger | 12. November, 2000

David L. Bruce Brown und Voctor Héméry kreuzten am 12 November 1910 nach 668 Kilometern als Doppelsieger mit ihren 150-PS-Benz-Rennwagen im Sekundenabstand die Ziellinie beim Grand Prix der USA in Savanah, Georgia. Sieger Brown benötigte für die Distanz 5:53:05 Stunden, was eienm Schnitt von 113,5 km/h entspricht. Obwohl es sich bei beiden Wagen noch um Versionen von 1908 handelte, hatte das übrige Starterfeld keine Chance.