Von Jörg Enger am 1. Dezember 2009

Blitz und Donner
1909 war ein besonderes Jahr in der Geschichte von Benz & Cie.: Das Unternehmen baute einen Rekordwagen, der eines der faszinierendsten Fahrzeuge der Automobilgeschichte werden sollte. Der „Blitzen-Benz“ durchbricht, dank seines gewaltigen Motors mit 200 PS aus 21,5 Liter Hubraum, erstmals die damals magische 200-km/h-Marke. Damit ist er schneller als jedes Flugzeug und die Eisenbahn und setzt einen Rekord für Landfahrzeuge, der acht Jahre ungeschlagen bleiben wird. Von insgesamt sechs Wagen gibt es heute noch zwei: Mercedes-Benz besitzt den einen Blitzen-Benz, der andere ist in Händen eines Sammlers in den USA. Dort hat im Jahr 2004 ein anderer Enthusiast der Marke als Privatprojekt einen Nachbau fertig gestellt, der mehrere Originalteile hat und in enger Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz Classic entstand. In Deutschland kümmert sich der MVC um die Fahrzeuge der Marke Benz & Cie.

Victor Hémery
Der Name Benz klingt fast wie ein Synonym zum Automobil: Schließlich war es Carl Benz, der am 29. Januar 1886 das Patent für seinen Motorwagen erhielt – die Geburtsurkunde des Autos. Gottlieb Daimlers Motorkutsche rollte nur wenige Wochen später das erste Mal. Bis zur Wende vom 19. auf das 20. Jahrhundert schwang sich Benz zum größten Autohersteller der Welt auf. Die Fahrzeuge aus dem Werk in Mannheim genossen einen vorzüglichen Ruf, sie galten als alltagstauglich und zuverlässig.
Das kann man noch lange nicht von jedem Fabrikat sagen, das zu jener Zeit die Straßen bevölkerte. Denn eine Vielzahl von Marken war entstanden. Und Benz musste feststellen, dass in dieser unübersichtlichen Landschaft ein klingender Name allein kein Garant für Markterfolg ist. Die Konkurrenten und nicht zuletzt die Daimler-Motoren-Gesellschaft wussten sportliche Erfolge ihrer Fahrzeuge geschickt für Werbezwecke einzusetzen. Dagegen hatte Benz sich trotz Engagements Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie Dossier, Historie, Rennsport
Von Jörg Enger am 1. Juli 2009

Der Alte
Eine tolle Leistung von Mensch und Maschine ist die Absolvierung der „2000 km durch Deutschand” Rallye immer. Besonders bemerkenswert ist jedoch der Fahrer, der noch nicht mit dem Komfort der späten Dreißiger Jahre rechnen kann, sondern sich mir einem Fahrzeug auf die Strecke begibt, dass den Entstehungsweg von der Werkbank und nicht dem Montageband bis zur Straße überdeutlich darstellt. MVC Mitglied Werner Brungs wagte es bereits im Jahr 1999 und meisterte diese Prüfung mit Bravour. Davor standen jedoch viele Stunden Arbeit, die dem Betrachter wohl immer verborgen bleiben werden. Der Mercedes-Benz Vetranen Club (MVC) ist der Club, in dem solche Fahrzeuge richtig aufgehoben sind. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie Allgemein, Clubleben, Dossier, Historie
Von Jörg Maschke am 1. Januar 2009
Hans Nibel wurde heute vor 80 Jahren Chefkonstrukteur der Daimler-Benz AG. Er übernahm die Tätigkeit von Ferdinand Porsche, der aus dem Unternehmen ausschied. Beide waren bereits in den Jahren 1925 bis 1926 im gemeinsamen Konstruktionsbüro der Interessengemeinschaft von Benz & Cie. und der Daimler-Motoren-Gesellschaft tätig, bevor die Unternehmen 1926 zur Daimler-Benz AG fusionierten. Davor war Nibel seit 1908 Chefkonstrukteur bei Benz & Cie. gewesen.
Für uns Grund genug, ihm dieses Dossier zu widmen. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie Allgemein, Dossier, Historie, Rennsport, Technik
Von Jörg Enger am 25. August 2008

Ein besonderes Geschenk machte letzten Freitag Nachmittag Herrmann Doppler, Leiter weltweite Lkw-Motoren-Produktion Daimler AG, der Stadt Mannheim. In der Augusta-Anlage enthüllte er zusammen mit dem Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, das neueste Denkmal der Stadt: Das Motor-Velociped, der Benz-Patentwagen von 1886 in Bronze gegossen. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Mercedes-Benz Werks auf dem Waldhof in diesem Jahr, ließ das Werk einen Bronzeabguss in Originalgröße anfertigen. „Mannheim hat mit Carl Benz einen prominenten Sohn, der hier das erste Automobil entwickelte“, sagte Herrmann Doppler bei der Übergabe. „Um diese wichtige Erfindung in der Stadt zu verankern, haben wir uns entschlossen, das Velociped in Bronze zu verewigen. Wir freuen uns, dass die Stadt die Ausstellung in dieser schönen Umgebung nahe dem Wasserturm ermöglicht.“
„Der Bronzeabguss bildet nunmehr ein Ensemble mit dem bereits bestehenden Carl-Benz-Denkmal an prominenter Stelle im Stadtbild und verdeutlicht die Bedeutung unserer Stadt als Geburtsort des Automobils für die heutige Mobilität“, freute sich Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie Allgemein, Historie
Von Jörg Enger am 7. Juli 2008

Christian Lautenschlager siegte am 7. Juli 1908 auf einem Mercedes 140 PS beim Großen Preis von Frankreich in Dieppe. Er legte die 769,88 Kilometer in 6 Stunden, 55 Minuten und 43 Sekunden zurück, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 111,1 km/h entspricht. Die Plätze zwei und drei belegten Victor Héméry und René Hanriot auf Benz. Den Rundenrekord stellte allerdings Otto Salzer auf einem Mercedes 140 PS auf.
Kategorie Allgemein, Historie, Rennsport
Von Jörg Enger am 12. November 2000
David L. Bruce Brown und Voctor Héméry kreuzten am 12 November 1910 nach 668 Kilometern als Doppelsieger mit ihren 150-PS-Benz-Rennwagen im Sekundenabstand die Ziellinie beim Grand Prix der USA in Savanah, Georgia. Sieger Brown benötigte für die Distanz 5:53:05 Stunden, was eienm Schnitt von 113,5 km/h entspricht. Obwohl es sich bei beiden Wagen noch um Versionen von 1908 handelte, hatte das übrige Starterfeld keine Chance.
Kategorie Allgemein, Historie, Rennsport