Von Jörg Enger am 12. Februar 2009
Die ADAC Oldtimer-Sektion schreibt im Jahr 2009 erstmals den ADAC FIVA Historic Cup für tourensportliche Oldtimer-Veranstaltungen sowie die ADAC FIVA Historic Trophy für touristische Oldtimer-Veran-
staltungen aus. Dies ist möglich, da der ADAC ja bekanntermaßen die Reschte des DEUVET übernommen hat. Mit diesen beiden lizenzfreien Veranstaltungsserien für Inhaber von FIVA Identity Cards (Wagenpass) will der ADAC den Geist der FIVA fördern, der sich nachdrücklich für die Authentizität historischer Fahrzeuge weltweit einsetzt. Dadurch leistet der ADAC einen weiteren Beitrag zur Pflege, Förderung sowie zum Erhalt von technischem Kulturgut in Deutschland.
Der Schirmherr des ADAC FIVA Historic Cup ist ADAC-Präsident Peter Meyer. Für die ADAC FIVA Historic Trophy hat FIVA-Präsident Horst Brüning die Schirmherrschaft übernommen.
Kategorie DEUVET, Event, Rennsport
Von Jörg Maschke am 18. Dezember 2008
Am 5.12.08 hatten wir hier auf die Meinung des ADAC, diese Vertretung kümmert sich um die speziellen Interessen und Wünsche der Fahrer klassischer und historischer Fahrzeuge (so beschreibt sich der ADAC auf seiner Homepage selbst), zu dem momentan diskutierten Thema einer Abwrackprämie hingewiesen und diese kritisch hinterfragt. Heute haben wir nun die offizielle Antwort erhalten.
Ein paar Auszuge daraus, wollen wir Ihnen nicht vorenthalten (Kürzungen ohne Sinnveränderungen haben wir entsprechend [...] gekennzeichnet):
Abwrackprämie
ADAC-Position
In der aktuellen Diskussion [...] werden [...] auch Überlegungen in die Öffentlichkeit getragen, für ältere Pkw eine sogenannte „Abwrackprämie“ bereitzustellen. Der ADAC begrüßt grundsätzlich eine derartige Förderung für die Stilllegung eines alten Fahrzeugs.
Die Abwrackprämie bietet [...] drei entscheidende Vorteile:
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Ökologische Komponente: Mit dieser Maßnahme wird der Pkw-Bestand vor allem von älteren und damit aus Umweltgesichtspunkten schlechteren Fahrzeugen schneller befreit. Damit werden Minderungen bei den Emissionen von schädlichen Luftschadstoffen erreicht.
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Soziale Komponente: Die Förderung wirkt bei dem Personenkreis, der aus wirtschaftlichen Gründen den größten Anteil an alten Fahrzeugen besitzt und damit maßgeblich zur Verringerung des technisch veralteten Fahrzeugbestands beitragen kann. Mit einer Abwrackprämie würden auch diejenigen berücksichtigt, die sich kein neues Fahrzeug leisten können, einer finanziellen Unterstützung aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten aber am stärksten bedürfen.
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Ökonomische Komponente: Eine Förderung der dauerhaften Stilllegung alter Fahrzeuge verbunden mit dem Kauf eines saubereren Fahrzeugs erzeugt auch einen gewissen beschleunigenden Effekt bei der Erneuerung des Fahrzeugbestandes und fördert damit auch die Konjunktur in der Automobilbranche.
Eckpunkte
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Nach Auffassung des ADAC muss die Regelung für einen eindeutig definierten Teil des Pkw-Bestandes gelten. In den Genuss der Abwrackprämie sollten nur Pkw kommen, die bei ihrer Erstausstattung lediglich die Normen der Vorschriften von Euro-1 oder schlechter erfüllen. Nachträglich auf Euro-2 aufgerüstete Pkw sollten gemäß ihrer ursprünglichen Schadstoffklasse behandelt werden. Damit hätten Besitzer dieser Fahrzeuge ebenfalls die Möglichkeit, eine Prämie zu erhalten. Die Anrechenbarkeit der Prämie muss sowohl für Diesel-Pkw als auch für Benziner gelten.
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Außerdem muss sichergestellt werden, dass die mit einer Prämie stillgelegten Fahrzeuge dauerhaft aus dem Bestand in Deutschland entfernt werden. Darüber hinaus ist nachzuweisen, dass die stillgelegten Fahrzeug bei Beantragung der Prämie nachweislich mindestens ein halbes Jahr in Deutschland zugelassen waren.
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Neben der Stilllegung des alten Fahrzeugs muss der Kauf eines neueren und saubereren Fahrzeugs mindestens der Schadstoffklasse Euro-3 oder besser verbunden sein. Dies ist ebenfalls nachzuweisen.
Jetzt kann sich jeder eine eigene Meinung zum ADAC machen oder selbst einmal beim ADAC nachfragen, meine Ansprechpartnerin war die Frau David ( Andrea.David@ADAC.de ). Gerade die Punkte 1. und 2. dürfen sicherlich kritisch betrachtet werden. Meine Erfahrung in der Zeit als schoneinmal ein regelrechter Verschrottungswahn, ausgelöst durch Pämien der Hersteller, durch unser Land ging waren etwas anders. Oft wurden scheckheftgepflegte Youngtimer verschrottet, weil sich der Opa aus der Nachbarschaft schnell noch einen Neuwagen gekauft hat….
Das ganze Schreiben kann bis zum 23.12.2008 gerne per Email an Info@MVConline.de zum Nachlesen angefordert werden.
Kategorie Allgemein
Von Jörg Enger am 4. Dezember 2008
Der ADAC ist seit diesem Jahr auch die Instanz, die vom Weltverband für historische Fahrzeuge FIVA als Interessensvertretung angesehen wird. Allein aus diesem Grund schockt uns die Meinung des ADAC, die von der Bundesregierung beschlossene Steuerbefreiung für Neuzulassungen sollte von einer Abwrackprämie in Höhe von 1000 Euro für stillgelegte Altfahrzeuge begleitet werden. Der Club verspricht sich von einer derartigen Förderung eine Modernisierung und Erneuerung der deutschen Fahrzeugflotte. In den Genuss einer Abwrackprämie sollten nach Ansicht des ADAC nur die Besitzer von Pkw kommen, die bestenfalls die Euro-1-Abgasnorm erfüllen. Auch bei der Stilllegung von nachträglich auf Euro-2 aufgerüsteten Autos sollte die Prämie bezahlt werden. Sichergestellt sein muss, dass die Autos mindestens ein halbes Jahr in Deutschland zugelassen waren und auf Dauer aus dem deutschen Pkw-Bestand entfernt werden. Der Pkw-Besitzer muss außerdem nachweisen, dass er parallel dazu ein neues und sauberes Fahrzeug kauft, das mindestens Euro-3 entspricht. Eine Abwrackprämie sollte laut ADAC ab sofort gezahlt werden. Wie beim Steuerbefreiungsprogramm für neue Fahrzeuge müsste der Erstattungszeitraum auf ein halbes Jahr beschränkt bleiben.
Wie sich dieses Verhalten jedoch mit Oldtimer- und Youngtimer-Besitzern und deren Interessen in Einklang bringen lässt, ist uns schleierhaft. Eine Anfrage zu einer offiziellen Stellungnahme läuft noch…
Kategorie Allgemein, Politik, Recht, Verkehr
Von Jörg Enger am 4. Juni 2008
Nur wenige Wochen nachdem der ADAC den DEUVET aus der FIVA ausgebotet hat, demonstriert er wiedermal seine Macht. Der ADAC hat nach eigenen Angaben die Entscheidung der FIA-Generalversammlung in Paris, Max Mosley in seinem Amt als FIA-Präsident zu bestätigen, mit Bedauern und Unverständnis zur Kenntnis genommen. Das hat der Autoclub zum Anlass genommen, ab sofort seine Ämter und die Mitarbeit in dem Weltdachverband der Automobilclubs ruhen zu lassen und sich aus den weltweit tätigen FIA-Arbeitsgruppen zurückzuziehen. Diese Entscheidung gilt so lange, wie Max Mosley das Amt des Präsidenten an der Spitze der FIA ausübt.
Das Leistungsangebot für die ADAC-Mitglieder sei durch die getroffene Entscheidung in keiner Weise beeinträchtigt. Dafür sorge ein weltweites und eng geknüpftes Netzwerk, über das der ADAC schon seit langem verfüge und das erfolgreich arbeite, so die Organisation. Die Dienstleistungen würden uneingeschränkt über eigene Unternehmen sowie europäische und weltweite Organisationen erbracht, an denen der Club beteiligt sei.
Kategorie Allgemein, Clubleben, Recht