Von Jörg Enger am 25. Oktober 2008
Wer sich für einen Mercedes-Benz Typ 600 W 100 interessieren sollte, muss ein großes Herz und ein großes Portemonnaie haben. Sicherlich ist der Typ 600 eines der faszinierendsten Modelle des Stuttgarter Herstellers und nur wenige Spezialisten können wirklich richtig damit umgehen. Einer dieser Spezialisten ist Karl Middelhauve aus Wisconsin, USA. Er ist seit vielen Jahren Kenner und Restaurator dieser Modelle und hat in seiner Laufbahn mehr als 200 Fahrzeuge dieses Typs in Händen gehabt. Seine Erfahrung ist bei Besitzern dieser “Grand 600” hoch geschätzt. In seiner Werkstatt befinden sich selten weniger als 5 Komplettrestaurierungen und unzählige Fahrzeuge für normale Reparaturen und Services.
Anfang diesen Jahres hat Karl Middelhauve seine neue Homepage zum Thema Typ 600 und 6.3 eröffnet. Auf diesen Seiten findet man viele Tipps zur Restaurierung, einen Online-Shop und viele Kuriositäten so wie den 600 Coupé oder den “El Benzo” genannten Pick-Up auf W 100-Basis. Eine Seite, die Spaß macht.
Kategorie Allgemein, Internet, Technik
Von Jörg Enger am 18. September 2008

Als “Der Rote Baron” wurde im ersten Weltkrieg Baron Manfred von Richthofen genannt, da er sein Flugzeug nicht in Tarnfarben, sondern in leuchtendem rot Streichen ließ. In diesem Jahr wirbt der 26. Newport Beach Concourse d’Elegance damit, dass “The red baron” da sein wird – gemeint ist dabei allerdings ein signalroter MB 600, dessen jüngste bekannte Fahrtgäste Demi Moore und Ashton Kutcher waren. Vom 26. bis 28. September werden sich in Newport Beach wieder einige der schönsten Automobile der Welt einfinden und der als MB 600 wird dabei auf viele weitere Pretiosen treffen. Der Newport Beach Concourse d’Elegance ist eine Veranstaltung die sich sicher lohnt, wenn man sich gerade in Santa Anna, California befindet. Übrigens “The red baron” steht nun zum Verkauf.
Kategorie Allgemein, Event
Von Jörg Enger am 19. Juni 2008
Im Februarwar es bereits, als ein Mercedes, der Geschichte gemacht hat, unter den Hammer kam. Der vor 41 Jahren gebaute Mercedes 600 aus der Baureihe W100 gehörte zum Fuhrpark des Kreml-Chefs Breschnew , der von 1906 – 1982 lebte. Vor 40 Jahren war das Fahrzeug auf den KGB, den russischen Geheimdienst, zugelassen gewesen. Ob Leonid Iljitsch Breschnew tatsächlich mit dem Fahrzeug fuhr, ist nicht verbrieft. Dennoch ist es ein Auto, welches zu einem Stück Geschichte dieser Welt gehört. Und genau dieses Fahrzeug wurde vom Zoll versteigert.
Mit 250 PS und einer Minibar ist das schöne Gefährt unterwegs gewesen. Und besitzt neben massiven Stoßstangen aus Chrom und einem Schiebedacht ein Holzfurnier im Innenraum, welches diesen Mercedes 600 noch eine Spur teurer gemacht hat. Das Auto hat nur 90 000 Kilometer auf dem Buckel und bringt außerdem senkrechte Lampen und ein Automatikgetriebe mit.
Das Fahrzeug, das luftgefedert ist, wurde damals, im Jahre 1966, in einer Dauer von 11 Wochen mit der Hand gefertigt. Und kam dann in die Sowjetunion, in die Dienste des Obersten des Kremls, Breschnew.
Zur Auktion kam das Fahrzeug durch das Finanzamt Potsdam, welches den Mercedes des KGB auf der Auktionsseite des Zolls anbot. Den Zuschlag bekam schließlich das Höchstgebot von 103 600 Euro. Der Bieter, der unbekannt ist, und von dem nur ein Nickname (ein selbst gewählter Name für Tätigkeiten im Internet, wie zum Beispiel in Chatrooms oder bei Auktionshäusern) bekannt ist, lag damit nur knapp unter dem Schätzwert von 105 000 Euro. Interessant war, dass es in den letzten Minuten vor dem Ende der Auktion zu einer „Gebotsschlacht“ kam um das Höchstgebot für den Mercedes 600 des Kremls. Dies bestätigte ein Sprecher des Potsdamer Finanzministeriums. Der Preis ist dabei für ein solches Fahrzeug, selbst ohne prominenten Vorbesitz, vergleichsweise moderat. Eine große Inspektion kostet schließlich rund 25.000 Euro.
Wo das Fahrzeug des Herrn Breschnew letztlich landen wird, weiß keiner. Ob es in Deutschland bleibt, oder irgendwo anders hin verschifft oder transportiert wird, ist unklar. Selbst die Tatsache, ob der Höchstbietende der Käufer selbst oder nur ein Strohmann des eigentlichen Käufers ist, weiß keiner. Das Mysterium um den handgefertigten Mercedes 600 aus der Baureihe W 100 geht also weiter, und führt damit die Geschichte fort, die schon zu Beginn seiner Dienstjahre auf ihm lag.
Kategorie Allgemein, Auktion, Historie
Von Jörg Enger am 25. April 2008
Endlich ist es so weit! Angekündigt war der zweite Band zum Thema MB 600 W100 bereits für 2004. Doch gut Ding will Weile haben. Jetzt kann das neue Buch über historische Mercedes-Benz Fahrzeuge mit dem Titel „MERCEDES-BENZ 600 – DIE FEINE ART DES FAHRENS“ verbindlich bestellt werden. Es wird im Frühsommer ausgeliefert. Nach den vorangegangenen Büchern “600 – Der Große Mercedes” und “Mercedes-Benz 300 – Mythos in vier Generationen” ist mit dem dritten Band “Mercedes-Benz 600 – Die feine Art des Fahrens” ein weiterer Baustein zu dem historischen Mercedes-Benz Zyklus hinzugekommen. Dieser Band dokumentiert umfassend den Großen Mercedes Typ 600. Um diesem besonderen Automobil gerecht werden zu können, wurden alle im Lauf der Jahre akribisch gesammelten Informationen und Eindrücke in einem neuen Band verarbeitet. Das Buch gliedert sich inhaltlich in fünf Hauptteile: Der klassische Mercedes-Benz 600: In diesem Kapitel wenden wir uns ausführlich dem Gesichtspunkt der speziellen Technik im 600 und der außergewöhnlichen Ausstattungscharakteristika zu und entspricht damit einem häufig geäußerten Wunsch. Bis ins Detail werden die von den Daimler-Benz Ingenieuren entwickelten Technik-Features erklärt. Dazu gibt es umfangreiche Tabellen, Diagramme, Schnittzeichnungen und schematische Darstellungen. Echtes Zeitkolorit vermitteln die originalen Fahrberichte auf Basis zeitgenössischer Tests. Der Mercedes-Benz 600 im 21. Jahrhundert: Das Kapitel enthält Berichte über den ältesten und Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie Allgemein, Bücher, Historie, Messe, Museen, Technik