Archiv der Kategorie ‘Verkehr‘
Von Jörg Enger am 24. Mai 2013
dpa – Autofahrer sollen ihr Nummernschild bei Umzügen bald bundesweit mitnehmen dürfen. „Wer umzieht – auch über die Ländergrenzen hinweg – kann das bisherige Kennzeichen des Fahrzeugs behalten“, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) am Mittwoch. Laut einer Verordnung, die das Bundeskabinett nun auf den Weg brachte, soll die bisherige Pflicht zur Umkennzeichnung beim Wechsel des Wohnsitzes entfallen. Die Neuregelung soll zum 1. Juli 2014 in Kraft treten, der Bundesrat muss noch zustimmen.
„Fahrzeughalter sparen Zeit und Geld, Bürokratie wird abgebaut“, sagte Ramsauer. Die Neuregelung soll einen Beschluss der Länder-Verkehrsministerkonferenz von April vergangenen Jahres umsetzen. Innerhalb einiger Länder wie Schleswig-Holstein und Hessen kann das Kfz-Kennzeichen nach Ministeriumsangaben bereits mitgenommen werden. Dies soll künftig bundesweit möglich sein.
Abmeldung per Internet
Auf die Kfz-Versicherung soll die Neuregelung keine Auswirkungen haben. „Die Tarife richten sich weiter nach dem Wohnort“, erläuterte das Verkehrsministerium. Geplant ist auch, dass das Kennzeichen am Auto bleiben kann, wenn es in einen anderen Zulassungsbezirk verkauft wird.
Im vergangenen Jahr wechselten laut Ministerium bundesweit 600.000 Fahrzeughalter in einen anderen Zulassungsbezirk. Insgesamt sind in Deutschland mehr als 54 Millionen Kraftfahrzeuge zugelassen, darunter nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts allein gut 43 Millionen Pkw.
Vorgesehen ist daneben auch, dass Fahrzeuge von Mitte 2014 an über ein Internetportal des Kraftfahrt-Bundesamts abgemeldet werden können. Dies soll über verschiedene Sicherheitscodes und den neuen Personalausweis ermöglicht werden.
Kategorie Allgemein, Politik, Recht, Verkehr
Von Dieter Ritter am 16. Mai 2013
Die Delegierten der Hauptversammlung des ADAC e.V. in Bielefeld haben Prof. Dr. Mario Theissen zum Referenten für Oldtimer im ADAC gewählt. Der ehemalige BMW Motorsportdirektor wird den ADAC Sportpräsidenten auf ehrenamtlicher Basis im Bereich Motorrad-, Oldtimer-, Markenclub- und Ortsclubkoordination unterstützen.
“Mario Theissen ist ein leidenschaftlicher Automobilfreund und genau der richtige Mann für die neu geschaffene Position des ADAC Oldtimer-Referenten. Er wird der Oldtimer-Sektion viele neue Impulse geben und ihr Profil schärfen”, sagt ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk.
“Den zweitgrößten Automobilclub der Welt im Bereich Oldtimer zu unterstützen, ist eine reizvolle und spannende Aufgabe. Ich freue mich sehr darauf, meine Erfahrung und Auto-Leidenschaft in dieses neue Amt einbringen zu können”, so Theissen.
Zu den Aufgaben des Oldtimer-Referenten gehört insbesondere die Interessenvertretung im Oldtimer-Weltverband FIVA und im Parlamentskreis Automobiles Kulturgut in Berlin. Darüber hinaus ist Theissen Mitglied im Sportausschuss des ADAC e.V., dem neben Sportpräsident Hermann Tomczyk auch der für vier weitere Jahre wiedergewählte Referent für Motorräder, Dieter Junge, der Referent für Wagen, Jürgen Fabry, und der Referent für Motorboote, Manfred Rückle, angehören. Der Sportausschuss berät die ADAC Sportkommission, das ADAC Präsidium und den ADAC Verwaltungsrat in Fragen des Sports.
Kategorie Allgemein, Clubleben, Politik, Verkehr, Wirtschaft
Von Jörg Enger am 9. Mai 2013
Wie es von Kennern der Szene nicht anders erwartet wurde, entpuppt sich das Wechselkennzeichen in Deutschland als totaler Flop.
Anfang des Jahres 2013 zählte das Kraftfahrtbundesamt nur 2.016 Pkw, die mit einem Wechselkennzeichen ausgerüstet waren. Entsprechend haben lediglich rund 1.000 Autofahrer die Mitte vergangenen Jahres eingeführte Alternative genutzt.
Noch weniger Interesse zeigen die Verbraucher in den anderen Fahrzeugklassen: Für den Bereich Kfz-Anhänger nennt das Kraftfahrtbundesamt lediglich 42 Einheiten, und bei Krafträdern sind es 57 Stück.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die stark abgespeckte Version des Kennzeichens überhaupt greifen würde, war auch verschwindend gering. Schließlich dürfen sich nur gleiche Fahrzeugklassen ein Kennzeichen teilen und Steuervergünstigungen gibt es auch nicht. Die Bundesregierung hatte sich für eine Schmalversion entschieden, die von den Forderungen der Verbandsorganisation weit entfernt ist. Damit war der ursprüngliche Sinn des Wechselkennzeichens auch völlig abhanden gegangen.
Kategorie Allgemein, Politik, Umwelt, Verkehr
Von Jörg Maschke am 6. Mai 2013
ACE-Verkehrslagebericht für das verlängerte Wochenende (Christi Himmelfahrt) 09.05. – 12.05.2013
Stuttgart (ACE) 06. Mai 2013 – Reisende, die zu Himmelfahrt mit dem Auto unterwegs sind, müssen sich streckenweise in Geduld üben; es stockt und staut. Bereits von Wochenmitte an ist nach Angaben des ACE Auto Club Europa mit stark anwachsendem Ausflugs- und Urlauberverkehr zu rechnen. Der Club erwartet an Christi Himmelfahrt (Donnerstag) und am folgenden Brückentag zum Wochenende besonders auf den großen Nord-Süd-Routen mehr „stop“ als „go“. Eng kann es auch an den Autobahnbaustellen werden. Während in Hamburg die Pfingstferien enden, beginnen sie in Sachsen-Anhalt. Der ACE rechnet deshalb hier mit erhöhtem Verkehrsaufkommen.
Staugefährdete Fernstraßen In der Schweiz kommt es gelegentlich in den Ballungszentren Zürich, Basel, Bern, Luzern, Lausanne und Genf zu Verkehrsbehinderungen durch Baustellen. Vor allem betroffen davon sind die beiden Zufahrten des San-Bernadino-Tunnels (A13) sowie der Bereich zwischen Quito und dem Südportal des Gotthardtunnels (A2)
Weitere Pässe werden geöffnet Die ersten Pässe planen die Aufhebung der Wintersperre für Anfang Mai. Dies betrifft unter anderem auch die besonders bei Motorradfahrern beliebte Großglockner Hochalpenstraße. Die Sommeröffnung wird auch ferner für die Nockalmstraße und die Maltatal-Hochalmstraße für Anfang Mai geplant. Die aktuelle Situation der Alpenstraßen bietet der ACE tagesaktuell übersichtlich unter www.ace-online.de/alpenpaesse an.
Kategorie Allgemein, Verkehr
Von Dieter Ritter am 2. Mai 2013
Nicht zu übersehen ist das Service-Mobil des Kfz-Gewerbes für historische Fahrzeuge. In diesem Jahr nimmt die ZDK-Feuerwehr erstmals an der Bodensee-Klassik 2013 teil. Vom 2. bis 4. Mai führt sie auf malerischen Straßen durch Deutschland, Liechtenstein, Österreich und die Schweiz. Der Mercedes-Benz 408, Baujahr 1972, mit 2,2-Liter-Benziner und 85 PS ist für den Soforthilfeeinsatz auf der Strecke ausgerüstet. An Bord befinden sich alle wichtigen Hilfsmittel – von Warneinrichtungen zur Absicherung liegengebliebener Fahrzeuge über Abschleppstange und Abschleppseil bis hin zu Starthilfegerät und Rangierwagenheber für den Radwechsel. Ebenfalls mitgeführt werden Abbindemittel für Flüssigkeiten sowie Öle und Schmierstoffe, Fachwerkzeug und Feuerlöscher. Mit den insgesamt acht Sitzplätzen ist das ehemalige Feuerwehrfahrzeug im Notfall auch als „Sammeltaxi“ auf der Oldtimer-Strecke geeignet.
Chef an Bord ist Kfz-Meister Matthias Kemmer. Er führt einen „Fachbetrieb für historische Fahrzeuge“ in Speyer und verfügt über eine mehr als 20-jährige Berufserfahrung bei der Restaurierung und Wartung klassischer Fahrzeuge. „Mit dem ZDK-Service-Mobil wollen wir auf die inzwischen etwa 450 Innungsbetriebe aufmerksam machen, die sich auf den Service für die automobilen Klassiker spezialisiert haben“, sagt ZDK-Referentin Andrea Zeus. Mit dem Zeichen Fachbetrieb für historische Fahrzeuge, das seit dem Jahr 2009 vergeben wird, signalisieren die Innungsbetriebe, dass sie vertraglich festgelegte Standards bei der Wartung und Instandsetzung erfüllen. Das Einhalten dieser Standards wird regelmäßig von etwa 50 geschulten Sachverständigen überprüft. Zu finden sind die Betriebe unter www.kfzgewerbe-oldtimer.de.
Das Geschäft der Restaurierung und Wartung von Old- und Youngtimern stellt hohe Anforderungen an die Werkstatt-Profis. „Es sind ganz spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten gefragt, gepaart mit Erfahrung und Leidenschaft“, sagt Matthias Kemmer. „Ein Kfz-Mechatroniker mag mit jeder Art von Einspritzanlage zurechtkommen, einen Doppelfallstromvergaser kann er deshalb noch lange nicht richtig einstellen.“
Deshalb kümmert sich das Kfz-Gewerbe inzwischen um Erhalt und Weitergabe des Oldtimer-Fachwissens in den Betrieben. So nehmen inzwischen etwa 60 junge Kfz-Mechatroniker am Pilotprojekt „Zusatzqualifikation für Old- und Youngtimertechnik“ teil. Damit wird die junge Generation der angehenden Fachkräfte fit gemacht für das Zukunftsgeschäft mit dem Kulturgut klassischer Automobile.
Foto: ProMotor
Kategorie Allgemein, Classic, Event, Messe, Reise, Verkehr
Von Jörg Maschke am 18. April 2013
Silvretta Classic und E-Auto Montafon starten am 4. Juli 2013, United Charity versteigert letzten Startplatz der Klassik-Rallye
Stuttgart, April 2013 – “Ladies and Gentlemen, start your engines” heißt es demnächst wieder in der Ortschaft Partenen bei der 16. Silvretta Classic Montafon und der 4. Silvretta E-Auto Montafon, die von den Magazinen MotorKlassik und auto motor und sport ausgerichtet wird. Dort starten von Donnerstag, 4. Juli, bis Samstag, 6. Juli 2013 jeden Tag die beiden Gleichmäßigkeits-Rallyes, die über die schönsten Strecken durch Vorarlberg sowie rund um das Silvretta-Massiv bis ins malerische Unterengadin führen.
Traumautos auf Traumstraßen sind bei der Silvretta Classic Rallye Montafon zu sehen: Auf insgesamt 660 Streckenkilometern werden mit 150 Oldtimern die großen Epochen des Automobilbaus als rollendes Fahrzeugmuseum lebendig. Wenn die faszinierenden Boliden der 20er-Jahre die Silvretta Hochalpenstraße bezwingen, gefolgt von den Luxus-Karossen der 30er, wenn legendäre Sportwagen den liebenswerten Alltagsmobilen der Nachkriegszeit begegnen, werden Emotionen geweckt – bei Fahrern und Zuschauern. Rund 20 Vorkriegs-Oldtimer der Marken Alfa Romeo, Alvis, Bentley, BMW, Horch, Jaguar, Maybach und Mercedes-Benz werden an den Start gehen.
Die drei Etappen enden in verschiedenen Orten des Montafons: Am Donnerstag steht der Zielbogen in Schruns auf dem Kirchplatz, am Freitag in Gaschurn und am Samstag in Vandans.
Die hoch begehrten Startplätze bei der Silvretta Classic Montafon sind seit Wochen vergeben. Für Auto-Enthusiasten mit ihren Old- und Youngtimern besteht noch eine letzte Chance auf die Teilnahme an der exklusiven Rallye: Über United Charity können Gebote für einen Startplatz abgegeben werden, den die Motor Presse Stuttgart dem karitativen Auktionsportal zur Verfügung gestellt hat. Achtung:
Die Auktion endet in wenigen Tagen am 25. April 2013 um 17.30 Uhr. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie Allgemein, Auktion, Event, Reise, Rennsport, Verkehr
Von Jörg Maschke am 5. April 2013
Vom 25. bis 30. Juni 2013 findet die zweite Woche der Helfer im Mercedes-Benz Museum statt. Highlight der Veranstaltung ist das Treffen der Besitzer historischer Feuerwehrfahrzeuge aus ganz Deutschland.
An sechs ereignisreichen Tagen dreht sich im Mercedes-Benz Museum alles um die Feuerwehr. Zu dem unterhaltsamen und informativen Programm gehören neben selten gezeigten Ausstellungsexponaten auch Oldtimerzertifizierungen und Aktionen für Kinder mit Unterstützung der Jugendfeuerwehr. Angemeldete Teilnehmer, die an diesem Wochenende mit einem historischen Feuerwehrfahrzeug anreisen, erhalten eine besondere Museumsplakette.
Rund um das Museum können Besitzer historischer Feuerwehrfahrzeuge ihre Schätze präsentieren. Aktuelle Feuerwehrfahrzeugen gewähren einen Blick in die Gegenwart der Löschpumpen und Einsatzfahrzeuge. Gezeigt werden auch Unimog Neufahrzeuge, die außergewöhnliche grasgrüne Unimog Designstudie U60 und historische Unimog Modelle. Weitere Informationen zur Woche der Helfer und das Anmeldeformular zum Oldtimertreffen gibt es ab sofort unter www.mercedes-benz-classic.com/woche-der-helfer.
Das Mercedes-Benz Museum ist täglich von Dienstag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Anmeldung, Reservierung und aktuelle Informationen: Montag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr unter Telefon 07 11/17 30 000, per E-Mail unter classic@daimler.com oder online www.mercedes-benz-classic.com/museum.
QUELLE: DaimlerAG
Kategorie Allgemein, Classic, Museen, Van/Transporter, Verkehr
Von Jörg Maschke am 29. März 2013
Nein, v-d-h-ler sind bestimmt keine Gaffer. Ein Unfallwagen zieht zwar das Publikum an, so auch auf dem vdh-Stand auf der Retro Classics 2013, aber die Intention war durchaus eine lobende dem Erbauer der Autos unserer Autoleidenschaft gegenüber. Auch wenn der Konzern im Vorfeld dieses Messethema nicht wirklich gut fand, hat der v-d-h das verunfallte W 111 Coupé eines Mitglieds ausgestellt um die Erfindung der sicheren Fahrgastzelle zu demonstrieren. Der Fahrer – um das vorweg zu sagen – ist aus dem Crash mit einem gewaltigen LKW, der ihm auf seiner Fahrspur entgegen kam, fast unverletzt hervorgegangen. Also wirklich kein Gaffen, sondern der Beweis, daß Mercedes immer Ideen- und Innovationsgeber war, was Autotechnik und Sicherheitssysteme angeht.
Dennoch war der v-d-h-Stand pausenlos umringt. Väter haben ihren Kindern erklärt, was alles kaputt gehen kann bei einem Unfall, Mütter haben ihre Kinder vom gruseligen Anblick weggezogen, alte Herrschaften haben sich zu Äußerungen wie “das war damals noch ein gutes Blech” hinreißen lassen.
Junge Fahranfänger wurden eine Spur blasser, weil sie in ihrer Garage vielleicht einen gepimpten Opel-Kadett haben, der mit deren bevorzugter Fahrweise so einen Crash wohl er- aber nicht überleben würde.
Mit dem gezeigten Thema hat man den 5. Messepreis vorallem wegen der drastischen Darstellung der Sicherheitsfahrgatszelle von Mercedes bekommen, auch ein bisschen – so Laudator Wilfried Steer – weil ein Stand auf dem nicht nur ein weiteres Chrom blitzendes hochkarätiges Fahrzeug steht, einfach positiv auffällt.
Die Hintergrundplane stammt von Matthias Meyer, dem v-d-h-Künstler und professionellem Bühnenmaler. Er hat den großen Bogen vom verunfallten Coupé zur Rohkarosse W 201 geschlagen. Einen Bogen, den man eigentlich nicht schlagen kann. Er hat ihn in anhand einer Basteleckenszene sehr wirkungsvoll umgesetzt! Vielen Dank hierfür! Es war wieder eine tolle Retro. Danke an alle, die sich engagiert eingebracht haben!
QUELLE: Facebook-Auftritt des v-d-h
Kategorie Allgemein, Clubleben, Messe, Usergeschichten, Verkehr
Von Dieter Ritter am 24. März 2013
Die Einführung von Umweltzonen in Deutschland im Jahr 2008 hat zu keiner schnelleren Erneuerung des Pkw-Bestandes geführt. „Wie die Auswertung aktueller Zulassungszahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) verdeutlicht, ergibt der Vergleich verschiedener deutscher Städte mit bzw. ohne Umweltzone nur minimale Unterschiede hinsichtlich der Plakettenverteilung“, so Ulrich Klaus Becker, ADAC Vizepräsident für Verkehr. „Behauptungen, Umweltzonen hätten die Erneuerung des Fahrzeugbestandes beschleunigt, sind somit klar widerlegt“.
Die Analyse der beiden Städte München (mit Umweltzone seit 2008) und Hamburg (keine Umweltzone) zeigt exemplarisch, dass der Anteil der Pkw mit grüner Plakette mit 89,7 Prozent in Hamburg sogar geringfügig größer ist als der in München mit 88,9 Prozent. Auch bei den Fahrzeugen, denen keine Plakette zugeteilt wird, erweist sich Hamburg als die „grünere“ Stadt. 3,2 Prozent der Hamburger Pkw erhalten laut der KBA-Zahlen keine Umweltplakette, 4,3 Prozent sind es in München.
Nicht die Einführung der Umweltzonen führte ab dem Jahr 2008 zu einem spürbaren Rückgang der Fahrzeuge ohne Plakette, sondern in erster Linie eine Umstellung des KBA bei der Erfassung der zugelassenen Kfz. Seitdem wird die Kategorie der vorübergehend stillgelegten Fahr zeuge nicht mehr in der Bestandsstatistik geführt. Die tatsächlichen Veränderungen hin zu schadstoffärmeren Autos sind somit vor allem dem üblichen Flottenwechsel geschuldet. Immerhin werden jedes Jahr in Deutschland rund drei Millionen Pkw mit schadstoffarmen Motoren neu zugelassen.
Die nahezu vollständige Wirkungslosigkeit von Umweltzonen belegt auch eine aktuelle Untersuchung der Europäischen Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor (EUGT), die am 22. März 2013 auf dem Technischen Kongress des VDA vorgestellt wird. Das Ergebnis dieser Pilotanalyse – vorgenommen am Beispiel München – bestätigt: Umweltzonen sind keine geeignete Maßnahme zur Verbesserung der innerstädtischen Luft.
Kategorie Allgemein, Politik, Recht, Reise, Technik, Umwelt, Verkehr, Wirtschaft
Von Dieter Ritter am 23. März 2013
Kindersitze im Oldtimer
Die Retro-Wagen aus den 1960er- und 1970er-Jahren sind bei jungen Familien beliebt. Aber wie sieht es mit der Kindersicherung aus? Ist das Oldtimer-Fahren mit den modernen Anforderungen an die Kindersicherheit vereinbar? Ein klares Ja kommt von den TÜV SÜD-Experten. Denn in aller Regel lassen sich Gurte im Fond nachrüsten – ohne Abstriche bei der H-Zulassung.
Grundvoraussetzung für die Befestigung von Babyschale und Kindersitz: Sicherheitsgurte vor allem auf den hinteren Plätzen, weil dort die Kleinen am sichersten unterwegs sind. Gurte hinten wurden jedoch hierzulande für neue Modelle erst Mitte 1979 Pflicht. Das heißt: Der Oldtimer-Nachwuchs muss selbst bei den so beliebten Modellen aus eigenen Kinderjahren in Sachen Kindersicherung nachrüsten. Dazu Matthias Gerst, Oldtimer-Experte bei TÜV SÜD: „Der Traum vom Oldtimer muss aber überhaupt nicht an der Kindersicherung scheitern. Oftmals gibt es dafür bereits Befestigungspunkte hinter den Verkleidungen der Türsäulen und am Unterboden“, so Gerst. Für die eher seltenen Fälle, in denen kein Nachrüsten möglich ist, gilt wie für alle Fahrzeuge ohne Gurt: Mädchen und Jungen unter drei Jahren dürfen gar nicht, Kinder ab drei Jahren nur auf der Rücksitzbank mitgenommen werden.
Umbau von Modell zu Modell unterschiedlich
In den allermeisten Fällen lassen sich Gurte im Fond jedoch auch dann nachträglich einbauen, wenn es der Hersteller noch nicht vorgesehen hat. Meistens müssen dann jedoch Umbauten an der Karosserie vorgenommen, Löcher gebohrt oder Platten zur Verstärkung eingeschweißt werden. „Bei fachgerechter Durchführung gibt es keine Probleme bei der Umbauzulassung. Die Nachrüstung dient der Sicherheit und ist ganz klar durch die Regeln für die H-Zulassung gedeckt“, sagt der Oldtimer-Fachmann.
Kindersicherheit klar geregelt
Die Fachleute wissen zudem, in welchen Fällen sich Kinderwunsch und Oldtimerhobby nur schwer vereinbaren lassen. Beispielsweise bei vielen Vorkriegs-Cabrios. Vor allem bei Karosserien mit Holzrahmen. Hier scheitern manchmal selbst die gewieftesten Schrauber. Die Mitnahme von Kindern in Autos ohne Gurte ist streng geregelt: Die ganz Kleinen unter drei Jahren dürfen gar nicht mit. Ab Drei nur auf der Rücksitzbank. Falls es die nicht gibt, muss die Tour mit dem Nachwuchs ebenfalls ausfallen. Vorne dürfen Mädchen und Jungen auch im Oldtimer erst ab einer Größe von 1,50 Meter Platz nehmen. Hat das Auto nur vorne Gurte, dann gehört der Nachwuchs auf jeden Fall auf den Beifahrersitz!
Foto: TÜV Süd & Maschke
Kategorie Allgemein, Extra, Recht, Technik, Verkehr
Von Jörg Maschke am 22. März 2013
Haben Sie am 22.03.2013 den wöchtenlichen Newsletter des Mercedes-Benz Oldtimer Newstickers erhalten?
- JA – dann kontrollieren Sie bitte am Wochenende 29.-30.03.2013 ob Sie den Newsletter auch bekommen. Wenn JA ist alles o.K. Wenn NEIN, dann tragen Sie Ihre Emailanschrift bitte neu HIER ein.
- NEIN – dann tragen Sie Ihre Emailanschrift bitte neu HIER ein.
Warum der ganze Aufwand? Nun, wir haben heute über 300 Fehlermeldungen mit schafhaften oder nicht mehr aktuellen Emailanschriften zurück erhalten. Diese wurde von uns nun gelöscht, damit wir in Zukunft weniger Emailtraffic mit der Newsletteraussendung produziern.
Sie kennen noch andere Oldtimer-, Klassiker- oder Youngtimerfreunde, die unseren Newsticker noch nicht erhalten? Oder Ihr Mercedes-Club ist noch kein Nachrichtenlieferant für den Newsticker? Dann machen Sie bitte Werbung für uns! Auch wenn wir ohne externe Werbung auskommen, so misst uns das Stammhaus wie auch unsere Clubvorstände natürlich am Erfolg und gerademal etwas über 4.000 Newstickerleser sollten sich doch steigern lassen, oder ? !
Kategorie Allgemein, Auktion, Bücher, Classic, Clubleben, DEUVET, Diebstahl, Dossier, Event, Extra, Historie, Internet, Messe, Mille Miglia, Modelle, Museen, Politik, Recht, Reise, Rennsport, Restaurierungshilfe, Technik, Tuning, TÜV, Umwelt, Usergeschichten, Van/Transporter, Verkehr, Video, Werkzeuge, Wirtschaft
Von Dieter Ritter am 15. März 2013
Die Faszination an automobilen Klassikern ist ungebrochen. Doch welche Anforderungen werden aktuell und zukünftig an Fachbetriebe für historische Fahrzeuge gestellt?
Wie eröffnet man eine Oldtimer-Werkstatt oder was gibt es bei der Kundenkommunikation zu beachten? Der 2. Oldtimer-Kongress am 10. April 2013 auf der Techno Classica in Essen unter dem Motto „Wir können Oldtimer“ gibt darauf Antworten.
Dafür haben die Veranstalter, der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) und der Messeorganisator S.I.H.A., kompetente Referenten gewonnen. Mit ihren Vorträgen wollen sie Betriebe, Museen, Clubs, Sachverständige, Fachverlage, Verbände, Hersteller sowie Oldtimer-Fans informieren.
Mit dem Thema „Werterhalt, Restaurierung, Bewertung – Old- und Youngtimer im Wandel der Zeit“ wendet sich Friedrich Rückert vor allem an Sachverständige, zu deren Tagesgeschäft das Bewerten von Fahrzeugen gehört. Der vereidigte Sachverständige und Restaurator zeigt dabei unter anderem die Schwachstellen in der Kommunikation zwischen Kunde und Fachmann auf.
Seit 30 Jahren im Oldtimer-Geschäft hat Thomas Lundt viele Erfahrungen im Werkstattalltag gesammelt. In seinem Vortrag „Wie werde und unterhalte ich eine Oldtimer-Werkstatt?“ erläutert er unter anderem Wege, einen Kundenstamm aufzubauen und zu erhalten. Sein Betrieb ist einer von rund 450 Innungsbetrieben, die zum Meisterschild das Zusatzzeichen „Fachbetrieb für historische Fahrzeuge“ tragen. Diese Betriebe signalisieren so, dass sie vertraglich festgelegte Standards bei der Wartung und Instandsetzung erfüllen. Das Einhalten dieser Standards wird regelmäßig überprüft.
Diese Betriebe treffen auf ein wachsendes Fahrzeugsegment. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamt lag der Bestand von Old- und Youngtimern in Deutschland zum 1. Januar 2012 bei etwa 2,1 Millionen Fahrzeugen. Laut DAT-Report 2013 geben die Oldtimer-Besitzer im Durchschnitt etwa 1.400 Euro pro Jahr für Wartung und Reparatur aus.
Und auch die Wertentwicklung der historischen Automobile nimmt laut Oldtimer-Index des Verband der Automobilindustrie (VDA) weiter zu. Der Index-Wert stieg im Jahr 2012 um 4,2 Prozent von 1.941 auf 2.023 Punkte. „Die Oldtimer-Besitzer suchen für die Wartung und Reparatur immer öfter einen kompetenten Partner für ihre historischen Schätze“, so ein ZDK-Sprecher. Die Anforderungen an eine fachgerechte Wartung und Restaurierung seien dabei sehr hoch.
Wie die Werkstätten Qualität sichern und gewährleisten können, darüber referiert Matthias Kemmer, stellvertretender Obermeister der Kfz-Innung Vorderpfalz und Inhaber eines ausschließlich auf Fahrzeugrestaurierung spezialisierten Betriebes. Dabei hat er die Fragen Kostenplanung, Werkvertrag sowie den Umgang mit Kunden im Blick.
Das Thema Gutachterhaftung vor Gericht erläutert Dr. Götz Knopp. Der Jurist und DEUVET-Vorstand hat sich auf Rechtsfragen zum Thema Oldtimer spezialisiert. Eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Oldtimer 2013 – es tut sich was“ soll zum Abschluss Referenten und Kongress-Teilnehmer ins gemeinsame Gespräch bringen.
Eine Anmeldung zum Oldtimer-Kongress ist für Innungs-Mitglieder für 120,-€ und für Nicht-Mitglieder für 150,-€ + MwSt. H-I-E-R möglich.
Foto: ProMotor
Kategorie Allgemein, Classic, Messe, Restaurierungshilfe, Technik, TÜV, Umwelt, Verkehr, Wirtschaft
Von Jörg Maschke am 9. März 2013
- Immer mehr Frauen hinterm Steuer
- Auch bei Führerschein mit 17 sind Frauen vorn
Stuttgart (ACE) – Von wegen Mann hinterm Steuer, Frau daneben. Diese althergebrachte Verteilung der Geschlechterrollen im Auto wird vermutlich nicht mehr lange Bestand haben. Im Straßenverkehr geht es künftig weiblicher zu, prognostiziert der ACE Auto Club Europa und beruft sich dabei auf Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA). Demnach haben Frauen beim Neuerwerb einer Pkw-Fahrerlaubnis (B) die Männer zahlenmäßig bereits überholt. 2011 wurden über alle Altersklassen hinweg 395.720 Pkw-Führerscheine an Frauen ausgestellt und damit 11.717 oder drei Prozent mehr als an Männer (384.003). Der Vormarsch der Frauen im Straßenverkehr wird nur durch den Umstand relativiert, dass auch deren Anteil an der Gesamtbevölkerung über dem der Männer liegt, merkte der ACE an.
Besonders groß ist das Interesse an einer motorisierten Teilnahme am Straßenverkehr bei jungen Frauen. Der ACE berichtete, dass sich 2011 mehr als 329.000 Fahranfänger beim Erwerb des Pkw-Führerscheins für die Teilnahme am sogenannten „begleiteten Fahren“ entschieden hätten, um bereits mit 17 Jahren hinterm Steuer sitzen zu dürfen. Über die Hälfte von ihnen (174.620) waren Frauen, das sind in dieser Altersklasse nahezu 13-mal so viele gewesen wie 2004.
Auffällig in dieser Bilanz sind laut ACE die starken regionalen Unterschiede. So machen beispielsweise in Baden-Württemberg deutlich mehr Frauen den Autoführerschein (109 von 10.000 weiblichen Einwohnern) als in Sachsen (57 v. 10.000). Bezogen auf die absoluten Zahlen machten 2011 in elf Bundesländern mehr Frauen als Männer ihren Führerschein. Die geschlechterspezifischen Anteile an der Gesamtbevölkerung mit eingerechnet, lagen die Frauen beim Erwerb ihrer Fahrerlaubnis in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern und Hessen an der Spitze. In den westdeutschen Flächenstaaten spielt der Erwerb einer Fahrerlaubnis ohnehin eine vergleichsweise große Rolle, während in den Stadtstaaten bei Frauen ebenso wie bei Männern der Führerscheinbesitz offenbar an Bedeutung verliert, konstatiert der ACE.
- Mobile Frauenpower weckt Hoffnung auf mehr Rücksicht
D
er Club schließt nicht aus, dass sich die Teilnahme von mehr Frauen am Straßenverkehr auch angesichts des demografischen Wandels peu à peu positiv auf das Verkehrsklima auswirken kann. Das bedeute unter anderem weniger Tempo- und Alkoholunfälle und weniger Rotlichtverstöße. Zudem dürfe man in Folge der mobilen Frauenpower auch auf etwas mehr Rücksicht und Partnerschaft hoffen.
Kategorie Allgemein, Verkehr
Von Jörg Maschke am 17. Februar 2013
Mit dem Oldtimer(-Fahrzeug) kostenfrei teilnehmen


06. – 07. Juli 2013
Flugtage Altenburg, 100 Jahrfeier
Flugplatz Altenburg/ Nobitz
www.grossflugtage.de
Geboten wird kostenloser Eintritt für Fahrer und Beifahrer bei Anreise bis 11.00Uhr und ganztägige anspruchsvolle Veranstaltungen mit einem ansprechenden Programm aus dem Bereich FLIEGEN. Auf der Internetseite www.grossflugtage.de kann man sich einen guten Überblick von den bereits durchgeführten Luftfahrtveranstaltungen verschaffen. Die Programminhalte und besonderen Highlights für alle Flugtage 2013
werden zeitnah auf der Homepage veröffentlicht.
Wurde Ihr Interesse geweckt? Dann schauen Sie doch auf der 100 Jahre Veranstaltung in Altenburg vorbei. Hier können Sie sich das Anmeldeformular herunterladen, dann bitte ausfüllen und per Fax an 034343 90811 oder per Email an info@grossflugtage.de
Kategorie Allgemein, Clubleben, Event, Museen, Technik, Verkehr
Von Jörg Maschke am 15. Februar 2013
- 40Jahre SB-Tankstelle
- Damals undenkbar – heute normal
Selbst tanken – in Deutschland war das bis zu den Sibzigerjahren noch unddenkbar. 1972 eröffnete der Kemptener Energiehändler PRÄG die erste europäische TEXACO-Selbstbedienungstankstelle in Lagerlechfeld bei Augsburg – die Fotos wurden einige Jahre später dort aufgenomen.
“Niemand hat an die Idee geglaubt, nicht einmal unser Vertragslieferant”, erinnert sich der damlaige Firmenchef Gerd Deisenhöfer.
Das Konzept mit deutlcih weniger Personalkosten setzte sich in der Folge bekanntlich durch. 40 Jahre später kämpfen die Tankstellen mit schwindender Rentabilität – und werden immer weniger: Laut einer Studie des Immobilienberaters CBRE wurden seit 2007 europaweit 4.573 Standorte geschlossen. Die PRÄG-Gruppe betreibt heute rund einhundert Tankstellen, vor allem in Süddeutschland und TEXACO Tankstellen kennt heute kaum noch jemand. . .
QUELLE und Foto: Der Handel 01/2013
Kategorie Allgemein, Verkehr, Wirtschaft
Von Dieter Ritter am 13. Februar 2013
DEUVET auf der Bremen Classic Motorshow 2013
Die von der DEUVET initiierte Podiumsdiskussion mit dem Europa-Politiker Bernd Lange im Rahmen der Bremer Messe verspricht Gutes: „Die Regelungen der bisher besonders aktiven Länder sind beispielhaft und können auch als Lösung für neue gesetzliche Regelungen dienen.“
Traditionell am ersten Februar-Wochenende öffnet die Bremen Classic Motorshow ihre sieben Hallen mit über 600 verschiedenen Anbietern. Darüber hinaus gibt es an drei Tagen ein prall gefülltes Programm für die Oldie-Szene. Das Ergebnis: Über 40.000 Besucher zählte die Messe in diesem Jahr, eine Steigerung um fünf Prozent auf hohem Niveau.
Auch der DEUVET als Bundesverband der Clubs für klassische und Sammlerfahrzeuge schätzt diese anspruchsvolle Umgebung und war Bestandteil des hochwertigen Informationsangebotes auf der Bremen Messe. An zwei Tagen wurde über das DEUVET-Forum der Dialog zu den Oldtimer-Freunden gepflegt. Dr. Götz Knoop, Jurist und Vorstand im DEUVET, stand Rede und Antwort, wenn es um die Belange der Besitzer von historischen und Sammlerfahrzeugen ging. Noch immer stehen Fragen zur Bewertung für Versicherungen, für die H-Zulassung oder bei der Einfuhr aus dem Ausland im Fokus der Szene. Insbesondere die kommenden EU-Regeln für Sammlerfahrzeuge liegen dem DEUVET am Herzen. Dazu stand eine Podiumsdiskussion mit dem Europa-Politiker Bernd Lange auf dem Programm. Knoop nutzte diese Gelegenheit auf der Bühne, um nach zukünftigen EU-Vorschriften für Veteranen-Fahrzeuge zu fragen. Kein einfaches Thema, wie wir aus unserem europäischen Alltag wissen. Zurück blieb für die Gäste jedoch ein gutes Gefühl, dass die Interessen der Oldtimerfreunde zumindest bei diesem Politiker in kompetenten Händen liegen. Bernd Lange wird die deutschen Vorstellungen in enger fachlicher Kooperation zum DEUVET bei den europäischen Planungen begleiten, „auch wenn nicht jeder jeden Wunsch erfüllt bekommen kann“, sagte Lange. „27 nationale Vorstellungen zu historischen Fahrzeugen gilt es zu berücksichtigen, da muss man auch Kompromisse eingehen. Doch die Regelungen der bisher besonders aktiven Länder sind beispielhaft und können auch als Lösung für neue gesetzliche Regelungen dienen. Da sind wir auf gutem Wege.“
Die Besucher dankten den beiden Podiumspartnern für ihre offenen Dialoge. Knoop versprach den Gästen und Besitzern von historischen und Sammlerfahrzeugen, auch im nächsten Jahr wieder ein Podium für aktuelle Fragen und Sorgen in Bremen zum Saisonauftakt zu bieten.
Kategorie Allgemein, DEUVET, Messe, Politik, Recht, Reise, Verkehr
Von Jörg Enger am 2. Februar 2013
Das Bundesverkehrsministerium hat bis Mitte Januar 138 alte Kfz-Kennzeichen wieder freigegeben, die in der Vergangenheit den Kreisgebietsreformen zum Opfer gefallen waren. Dies berichtete die „Passauer Neue Presse“ in ihrer Wochenendausgabe. Weitere 40 Anträge aus den Ländern lägen der Behörde derzeit noch zur Prüfung vor.
Demnach bekamen alleine aus Sachsen 45 „Anträge zur Festlegung von Unterscheidungszeichen für Verwaltungsbezirke“ einen positiven Bescheid, darunter FLÖ (Flöha), WSW (Weißwasser), NOL (Niederschlesische Oberlausitz), HY (Hoyerswerda) sowie das Hochpotenzialschild HOT (Hohenstein-Ernstthal).
In Nordrhein-Westfalen hat die Stadt Herne bereits Ende letzten Jahres die Vergabe der begehrten Kennzeichen WAN – NE 1 bis 15 ausgelost. Übrigens nicht nur unter Bewohnern der ehemaligen Großstadt Wanne-Eickel. Alle Herner können, so sie wollen, ihr bisheriges HER-Kennzeichen in ein WAN-Schild umtauschen. Weiterhin wurden in Nordrhein-Westfalen zum Beispiel CAS (Castrop-Rauxel), GLA (Gladbeck), MO (Moers) und WAT (Wattenscheid) genehmigt.
In Hessen werden die alten Buchstabenkombinationen demnächst beispielsweise wieder in Schlüchtern (SLÜ), Hofgeismar (HOG) und Usingen (USI) ausgegeben.
Zu den bislang vergebenen 383 deutschen Kfz-Kennzeichen könnten maximal 300 Alt-Kennzeichen hinzu kommen. Das Bundesministerium genehmigt die Anträge meist, wenn die jeweilige Buchstabenkombination nicht bereits vergeben ist oder „gegen die guten Sitten verstößt.“
Kategorie Allgemein, Politik, Verkehr
Von Thomas Bittl am 10. Januar 2013
Der Old-Daimlerfahrer lebt vom gemütlichen Dahingleiten innerhalb der vorgegebenen Geschwindigkeiten, wenn möglich mit Tempomat auf der Autobahn. Fährt nun eine Kolonne begeisterter Alteisenehtusiasten und es verringert einer kurzfristig geringfügig die Geschwindigkeit – aus welchen Gründen auch immer (Fuß schläft ein, kurz Strecken während der Fahrt,…) wird sehr schnell der Sicherheitsabstand vom halben Tachowert unterschritten.
Äußerst ungeschickt ist die Abstandsunterschreitung auf der A8 zwischen Ulm/Elchingen und der BAB-Ausfahrt Salzburg. Nach dem letzten ADAC-Heft kontrolliert die Polizei wegen Schüssen auf Lkw (derzeit über 700) verstärkt die A8 auf diesem Streckenabschnitt. Dabei wird nicht nur nach den Schützen Ausschau gehalten – sehr löblich, wir wollen ja alle sicher Leben – sondern auch geblitzt, dass die Speicherkarten glühen. Geblitzt wird auf Geschwindigkeit und auch auf den Abstand!! Wer unter dem halben Tachowert in Metern (bei Tempo 120km/h sind das 60m) erwischt wird, ist mit Bußgeld und Fahrverbot sofort dabei. So kann dann eine gemütliche Ausfahrt sehr schnell zum Trauma für einen werden, wenn man keine Verkehrsrechtsschutzversicherung besitzt und man 1 – 2 Monate zu Fuß gehen darf (das kann einem auch mit der Versicherung passieren).
Wie kann man den richtigen Abstand einhalten: Die Leitpfosten auf der BAB stehen rechts im Abstand von 50 Metern. In Kurven darf dieser Wert auch unterschritten werden. Auf BAB sind die weißen Linien zwischen den Fahrspuren i.d.R. 6 Meter lang, der Abstand zwischen den Linien beträgt dann ca. 12 Meter.
Noch besser: Die A8 derzeit meiden oder den Urlaub in Bayern aus dem Urlaubskatalog streichen. Ist diese Information neu? Bei den entsprechenden Fahrlehrerverbänden ist das Thema Abstandsunterschreitung und die entsprechenden AFP-Seminare derzeit der Renner wegen der Blitzerei A8.
Würde dieses Meßverfahren beim Schichtwechsel von Daimler und Porsche in Stuttgart angewendet, müßten beide Firmen die Produktion einstellen. Warum? Dort wird im Takt der Strichlänge (6m bei 100km/h von Mo – Fr) gefahren, wie ich aus eigener Beobachtung weiß, und alle die wegen der Abstandsblitzerei ohne Führerschein wären, könnten mit dem zur Hauptverkehrszeit derzeit schon vollkommen überlasteten ÖPNV in und um Stuttgart gar nicht mehr rechtzeitig zur Arbeit kommen. Würde andererseits nicht so dicht aufgefahren, würde der Verkehr in Stuttgart schon weitaus früher zusammenbrechen (Das soll jetzt aber keine Entschuldigung sein, sondern nur das Feststellen von Tatsachen).
Kategorie Allgemein, Politik, Recht, Reise, Verkehr, Video
Von ADAC am 30. Dezember 2012
- Bei richtiger Nutzung besteht für Fahrzeuge keine Gefahr
- In der Silvesternacht fürchten Autofahrer um draußen geparkte Fahrzeuge.
Werden die frei im Handel erhältlichen Feuerwerkskörper richtig benutzt, besteht laut ADAC jedoch keine Gefahr.
Treffen ausgebrannte Raketen oder Böller die Motorhaube oder das Dach, entstehen meist keine Schäden – dies gilt auch für Cabrios mit Stoffverdeck. Gefährlich ist es dagegen, wenn Raketen aus kurzer Entfernung auf Autos abgefeuert werden und der Treibsatz in direktem Kontakt mit der Karosserie abbrennt. Die Folgen davon können neben Brand- und Schmauchspuren auch berstende Scheiben sein. Dass ein Fahrzeug wegen eines Feuerwerkskörper abbrennt, ist so gut wie ausgeschlossen.
Entstehen Schäden durch Feuerwerkskörper haftet der „Absender“ der Rakete. Bei bloßer Unachtsamkeit zahlt dessen private Haftpflichtversicherung. Wer die nicht hat oder vorsätzlich handelt, muss privat für den entstandenen Schaden aufkommen. Ist kein Verantwortlicher auffindbar, erstattet die Teilkaskoversicherung Brand- und Explosionsschäden sowie kaputte Scheiben; für Vandalismusschaden kommt nur eine Vollkaskoversicherung auf.
Auch wenn das Schadensrisiko durch Böller sehr gering ist, rät der ADAC, das Auto über Silvester in einer Garage oder einer ruhigen Seitenstraße abzustellen. So ist es auch vor Streichen betrunkener Passanten geschützt.
Kategorie Allgemein, Recht, Verkehr, Wirtschaft
Von Jörg Enger am 29. Dezember 2012
Ab kommendem Jahr gibt es eine große Neuerung im Verkehrsrecht: Führerscheine sind ab dem 19. Januar 2013 nicht mehr unbegrenzt gültig.
Alle Scheine, die nach diesem Datum ausgestellt werden, gelten nur noch 15 Jahre. Alle Dokumente, die davor ausgegeben wurden, verfallen am 19. Januar 2033. Danach müssen sie neu beantragt werden.
Hintergrund dieser Neuregelung ist das EU-Recht: Derzeit werden die Führerscheine nicht zentral erfasst. Sie sind nur bei dem Amt vermerkt, das sie ausgestellt hat. Es gibt kein bundesweites und schon gar kein EU-weites Register. Das will die EU nun ändern. So soll auch „Führerschein-Tourismus“ verhindert werden: Wer in seinem Land die Fahrerlaubnis entzogen bekommt, kann sie derzeit in einem anderem erneut machen.
Ein weiterer Grund für die gesetzliche Änderung ist, dass dank neuer technischer Methoden Dokumente immer fälschungssicherer gestaltet werden können. Der regelmäßige Tausch der Führerscheine soll besser vor Missbrauch schützen. Auch sorgt das Verfallsdatum der Scheine dafür, dass die Fotos auf den Dokumenten aktueller sind als bisher.
Nach Ablauf der Gültigkeit des Scheins kann er einfach neu beantragt werden. Der Besitzer muss lediglich ein neues Foto liefern und die Kosten für die Erstellung eines neuen Dokuments tragen. Derzeit sind das 24 Euro. Eine Pflichtuntersuchung des Führerscheininhabers ist nicht (noch) nötig: Die EU hat es ihren Mitgliedstaaten freigestellt, ob sie eine derartige Untersuchung einführen wollen oder nicht. Deutschland hat sich dagegen entschieden.
Wer nach 15 Jahren bzw. 2033 mit einer ungültigen Fahrerlaubnis erwischt wird, muss ebenfalls nichts Schwerwiegendes befürchten. Er muss ein Verwarnungsgeld zahlen und sich um die Verlängerung des Scheins kümmern.
Kategorie Allgemein, Politik, Recht, Verkehr