Mercedes-Benz Oldtimer-Newsticker

News für Oldtimer-Interessierte & Mercedes-Benz Liebhaber
powered by MVConline

Archiv der Kategorie ‘Umwelt‘

Tankstellen unter Denkmalschutz!

Von Jörg Enger am 7. Juni 2010

tanken-mit-170-sFür die meisten ist es nur die Stelle, an der sie den Durst ihrer fahrbaren Untersätze stillen.
Doch Tankstellen sind viel mehr. Sie sind ausdruck von Lebensgefühl und Zeitgeist. Viele ehemalige Tankstellen werden heute etwas anders genutzt, sind bis zur Unkenntlichkeit “modernisiert” oder gar einfach abgerissen und überbaut worden. Der Klassik-Bereich von Auto Bild hat eine wunderbare Text- und Bilderstrecke im neuen Heft, mit dem an die historischen Tankstellen erinnert wird. Daraus sollte man eigendlich ein Buch machen! Nach der Ansicht der Bilder möchte man gar die Forderung aufstellen, dass viel mehr der alten Tankstellen unter Denkmalschutz gestellt würden.

Kennen Sie noch weitere interessante alte Tankstellen, die in der Bilderstrecke nicht gezeigt werden… dann würden wir uns über die Zusendung per Email sehr freuen.

Dossier: Werner Breitschwerdt

Von Jörg Enger am 1. Juni 2010

Ausgezeichnete Persönlichkeit

Professor Werner Breitschwerdt kam 1953 als Ingenieur zur Daimler-Benz AG, wurde 1977 Vorstand für Entwicklung und Forschung und 1983 Vorstandsvorsitzender. Von 1988 bis 1993 gehörte Professor Breitschwerdt dem Aufsichtsrat an.

Professor Werner Breitschwerdt kam 1953 als Ingenieur zur Daimler-Benz AG, wurde 1977 Vorstand für Entwicklung und Forschung und 1983 Vorstandsvorsitzender. Von 1988 bis 1993 gehörte Professor Breitschwerdt dem Aufsichtsrat an.

Schon am 3. März 2009 wurde Prof. Dr.-Ing. e.h. Dipl.-Ing. Werner Breitschwerdt in die European Automotive Hall of Fame aufgenommen. Die Feierlichkeiten fanden begleitend zum Automobilsalon Genf statt. Prof. Breitschwerdt nahm die Auszeichnung persönlich entgegen. Ein Grund dieser ausgezeichneten Persönlichkeit dieses Dossier zu widmen.

Werner Breitschwerdt wurde am 23. September 1927 in Stuttgart geboren. Er studierte an der Technischen Hochschule Stuttgart Physik bis zum Vordiplom und legte 1952 die Diplomprüfung im Fach Elektrotechnik ab. Nach einer Assistententätigkeit an der Universität trat Breitschwerdt im April 1953 in die Daimler-Benz AG ein und war zunächst in Sindelfingen im Versuch Pkw-Aufbauten als Elektroingenieur – eine Qualifikation, die dem Unternehmen Den ganzen Beitrag lesen »

ADAC bremst Oldtimerrennen

Von Jörg Enger am 27. Mai 2010

ADACsolitudeWie die Stuttgarter Zeitung berichtet, scheint der ADAC, der ja als deutsche Repräsentanz für Oldtimer durch die FIVA eingesetzt wurde, das “Solitude Revival 2011″ zu behindern.
Hintergrund der Geschichte ist, dass ein Teil der alten Solitude-Rennstrecke sowie die Boxengasse und Zeitmessturm dem ADAC gehören. Genau diese Teile sollen aber nicht für eine historische Rennveransaltung zur Verfügung stehen. Angeblich befürchtet man Probleme, da die ehemalige Rennstrecke heute in einem Naturschutzgebiet liegt.

Den ganzen Artikel der Stuttgarter Zeitung findet man hier!

Die Rückkehr der Bonsai-Autos

Von Jörg Maschke am 9. Mai 2010

thb_GoggomobilLimousineIMG0072thinking-small-koenigseder-wide-body-smart-fortwoVom Goggo zum Lifestyle-Mobil – Die Rückkehr der Bonsai-Autos so nennt sich die aktuelle Sonderausstellung die noch bis zum 6. Januar 2011 im Auto & Technik Museum Sinsheim zu sehen ist.

Die für heutige Betrachter billig und primitiv wirkenden Kleinstwagen der Nachkriegszeit haben damals vielen Normalverdienern überhaupt erst den Einstieg in die Motorisierung ermöglicht. Mehr als fünfzig Jahre später erleben die Mini-Autos, ausgestattet mit zeitgemäßer Komfort- und Sicherheitstechnik, eine überraschende Wiederauferstehung. Parkraumnot, steigende Kraftstoffpreise, strengere Umweltgesetze und ein verändertes Käuferbewusstsein machen die „Urenkel“ von Goggomobil und Isetta vor allem bei Großstadtbewohnern immer häufiger zu Trendsettern für einen neuen Lebensstil. Das Auto & Technik Museum Sinsheim stellt deshalb seit dem 15. April 2010 bis 6. Januar 2011 in einer Sonderausstellung vier zeittypische Winzlinge aus den 1950er Jahren (Goggomobil, Isetta, Messerschmitt Kabinenroller und Kleinschnittger) zwei gleichgroßen, aber ungleich moderneren Kleinstwagen – Smart und Toyota iQ –von heute gegenüber.

Bertha Benz Challenge für einen neuen automobilen Aufbruch

Von Jörg Enger am 7. Mai 2010

1888 Bertha Benz unternimmt die erste Fernfahrt mit einem AutomobilBertha Benz wird als erste Automobilistin in den Geschichtsbüchern bestehen bleiben. Ihre Pioniertat mobilisierte die Welt. Ihr zu Ehren wird seit einigen Jahren die Bertha Benz Rallye mit Automobilen aus der Frühzeit ausgerichtet.
Doch für den Fortschritt wird es bald eine andere Fahrt geben nämlich die Bertha Benz Challange!
Dabei soll von Mannheim aus, ganz im Sinne des Erfinder-Teams Dr. Carl und Bertha Benz, ein weltweit sichtbares Signal für einen neuen Aufbruch ausgehen, eine zweite automobile Revolution, die diesmal die Fahrzeuge umweltgerechter macht, die alternative Antriebe und leichtere, modernere Karosserien propagiert.
Warum ist die Bertha Benz Challenge gerade heute so wichtig?
In den USA kommen auf 1.000 Einwohner Den ganzen Beitrag lesen »

Sauberer Fahren mit W124, W201, W202 & W210

Von Jörg Enger am 5. Mai 2010

772636_1411218_3397_2520_1998DIG183Ab sofort kann man bei der Firma Stumpf Vertriebs-GmbH die Partikelminderungssystem mit PM2-Stufe (GRÜNE Plakette!) für einige ältere Mercedes-Benz-Typen bestellen. Der Einführungspreis bis 30.06.2010 beläuft sich auf 1.400,00 € zuzüglich 19% Umsatzsteuer, dies entspricht einem Bruttoverkaufspreis von 1.666,00 €. Die Partikelminderungssysteme können in folgende Mercedes-Benz Fahrzeugtypen (mit Saugdieselmotoren) nachgerüstet werden:

  • W124 (S124) – 200D 2,0l (53 kw – 55 kw)
  • W124 (S124) – 250D 2,5l (66 kw – 83 kw)
  • W124 (S124) – 300D 3,0l (80 kw – 100 kw)
  • W201 (S201) – 190D 2,0l (53 kw – 55 kw)
  • W201 (S201) – 190D 2,5l (66 kw – 69 kw)
  • W202 (S202) – C200D 2,0l (55 kw – 65 kw)
  • W202 (S202) – C220D 2,2l (55 kw – 70 kw)
  • W202 (S202) – C250D 2,5l (83 kw)
  • W210 (S210) – E200D 2,0l (65 kw)
  • W210 (S210) – E220D 2,2l (55 kw – 70 kw)
  • W210 (S210) – E250D 2,5l (83 kw)
  • W210 (S210) – E300D 3,0l (100 kw)
  • HO 020 (53 kw – 83kw)

Den Verwendungsbereich des Partikelminderungssystems können Sie in ausführlicher Form auf der Internetseite www.sauberfahren.de nachlesen. Mit dem eingebauten Partikelminderungssystem erhält das umgerüstete  Fahrzeug ab Eintragung die Schadstoffplakette in GRÜN und unterliegt damit keinerlei Beschränkungen beim Befahren der ausgewiesenen Umweltzonen mehr. Die Kfz-Steuer reduziert sich um 1,20 € pro angefangene 100 ccm Motorleistung. Und durch die Ausstattung mit einem Partikelminderungssystem erhöht sich auch der Wiederverkaufswert eines umgerüsteten Fahrzeugs entsprechend. Bei dem Partikelminderungssystem handelt es sich um ein Kombiprodukt aus EURO2-Katalysator und Russpartikelfilter. Es besteht komplett aus beschichtetem selbstregenerierendem Edelstahl. Das bedeutet, es kommen keine zusätzlichen Wartungskosten nach und man benötigt keinerlei Zusatzstoffe (Additive bzw. Blue), um das Partikelminderungssystem freizubrennen. Wer es jetzt kaum noch erwarten kann, kann hier direkt das Bestellformular runterladen. Durch die derzeit hohe Nachfrage muss man von einer Lieferzeit von mindestens 8 – 10 Wochen nach Bestellungseingang ausgehen.

Planung für “Formel Eco” laufen auf Hochouren

Von Jörg Enger am 1. April 2010

Die Querelen in der Formel 1 des letzten Jahres wurden einigen Autobauern zu viel und damit haben sich sogar namhafte Teams daraus verabschiedet. Und Michael Schumacher alleine wird auch die Formel 1 nicht retten können.

Toyota, der führende Hersteller von Hybrid-Fahrzeugen, hat im letzten Winter mit den anderen großen Herstellern der Welt ein Geheim-Papier erarbeitet, das heute Nacht auf den 1. April 2010 durch einen Zufall ans Licht gekommen ist.

Green GT

Green GT

Für die Saison 2011 soll eine neue Rennformel gegründet werden, die mehr Interesse verspricht als die aktuelle Formel 1 nämlich die “Formel Eco”. Hierbei sind die Regularien ähnlich der bisher bekannten Rennformeln, so gewinnt der Fahrer, der als erstes die Ziellienie überquert das Rennen und der mit den meisten Punkten gewinnt die Weltmeisterschaft. Anders als bisher wird aber die Konstrukteurs-Wertung ausfallen. Hier wird nämlich besonderes Augenmerk auf den Ressourcen-schonenden Umgang mit Material geachtet. Das gilt für die verwendeten Bauteile genauso wie für den sparsamen Antrieb. Eine Technik, die sowohl den Kraftstoffverbrauch in Grenzen hält als auch die spätere Reparatur bzw. das Recycling der gebrauchten und beschädigten Teile in der Vordergrund rückt.

Der Vorsprung, den Toyota auf dem Gebiet der Hybrid-Technologie hat, soll dadurch auch bei anderen Herstellern eingeholt werden. Daimler-Ingenieure arbeiten schon jetzt fieberhaft an diesen Technologien und auch BMW hat seine Teilnahme zugesagt. Fiat, als Hersteller der Marke Ferrari, hat aber schon angekündigt, dass man selbst bei einem reinen Elektroantrieb nicht auf das charakteristische Motorengeräusch verzichten wird. Lautprecher werden die Sequenzen über ein Soundmodul in die Menge pusten. VW und Audi prüfen derzeit ihre mögliche Teilnahme, das Team “Porsche-Ruf” und auch Renault wird nach dem Ausstieg aus der Formel 1 mit von der Partie sein. Wer allerdings glaubt, man hätte damit die “Zwergen-Teams” ausgeschaltet, muss eines besseren belehrt werden. Die britische Lightning Car sowie die USA starten mit New Detroit Electric und sogar ein portugiesisches Team mit Namen Âmbar Solar macht sich bereit.

Auch einige Portagonisten stehen schon fest: So wird Daimler Mika Häkkinen verpflichten und für BMW geht Ralf Schuhmacher an den Start.

Verloren: Umweltzone Hannover

Von Jörg Enger am 17. Februar 2010
Hans-Heinrich Sander

Hans-Heinrich Sander

Jetzt erreichte uns die brandaktuelle dpa-Meldung: “Im Hickhack um die Umweltzone in Hannover hat Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) vor Gericht eine Niederlage erlitten. Der Minister scheiterte vorläufig mit dem Versuch, die Plakettenregelung der Stadt für abgasreiche Autos per Anordnung zu entschärfen. Das Verwaltungsgericht Hannover entschied am Dienstag, die Stadt dürfe der Weisung des Ministers ohne vorherige Öffentlichkeitsbeteiligung nicht Folge leisten. Anders als von Sander angenommen, seien die Fahrbeschränkungen für Dieselautos sinnvoll, um den Ausstoß gesundheitsgefährdenden Stickstoffdioxids zu verringern
Seit dem 1. Januar sollten nur noch Autos mit grüner Plakette in die City fahren dürfen. Der Minister setzte aber kurz nach dem Start der Regelung durch, dass auch Wagen mit gelber Plakette weiter bis Ende 2011 in die Stadt dürfen. Dagegen richteten sich die Klagen von vier an Hauptverkehrsstraßen wohnenden Bürgern, die von der Deutschen Umwelthilfe unterstützt werden. Nach dem Gerichtsentscheid müssen die geänderten Pläne nun öffentlich ausgelegt werden, so dass Bürger ihre Bedenken dagegen vorbringen können.
Die Umweltzone war in Hannover – wie in anderen Städte auch – eingeführt worden, um den Ausstoß gefährlicher Feinstaubpartikel zu verringern. Inzwischen gilt als Hauptgrund die Reduzierung gefährlicher Stickstoffdioxide, für die seit Jahresanfang strengere Grenzwerte gelten. Sander argumentiert, Hannover habe kein Feinstaub-Problem, sondern müsse vor allem die Stickstoffoxide reduzieren. Diese Gase würden aber mit bestimmten nachgerüsteten Feinstaubfiltern für Dieselwagen vermehrt statt vermindert.”

Dies ist umso erschreckender, da die Einrichtung von Umweltzonen nach neuesten Studien keinen Vorteil der Luftreinheit erzeilt und nur weiter auf vermeintlichen Populismus gesetzt wird.

Sander entschärft Umweltzone in Hannover

Von Jörg Maschke am 15. Januar 2010

DEU UMWELT FEINSTAUB VERKEHR PLAKETTERolle rückwärts in Hannover: Kurz nach der Einführung der neuen Regelungen kippt Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) einen Teil der Umweltzone. Per Erlass sollen die von SPD und Grünen in der Landeshauptstadt eingeführten Fahrbeschränkungen für umweltschädliche Autos entschärft werden, kündigte Sander am Freitag an. Stattdessen sollten bessere Ampelschaltungen für eine “Grüne Welle” und reinere Luft sorgen. Sander forderte die Stadt auf, alle Dieselautos der Euro-3-Norm mit gelber Plakette wieder zuzulassen. Seit Jahresbeginn ist das Stadtzentrum für diese Wagen bisher tabu. Der Erlass ist bis Ende 2011 befristet.

Das Verwaltungsgericht Hannover hatte die Recht- und Zweckmäßigkeit der Umweltzone im vergangenen April bestätigt. Zwar habe die Plakettenregelung kaum Einfluss auf die Feinstaubbelastung in den Innenstädten. Ausschlaggebend sei vielmehr ihr Einfluss auf die Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid, das vor allem vom Autoverkehr stammt. Dafür gelten von diesem Jahr an strengere Grenzwerte, die zumindest in Hannover seit Jahren stark überschritten werden. Mögliche Alternativen wie eine optimierte Ampelschaltung – die von Sander angeregte “Grüne Welle” – seien für Städte mit viel Verkehrsabgasen keine Alternative, hatten die Richter unter Verweis auf Gutachten befunden.

QUELLE: NDR Stand: 15.01.2010 12:30

F-Cell Roadster im Automuseum Dr. Carl Benz

Von Jörg Enger am 14. Dezember 2009
F-Cell Roadster im Dr. Carl Benz Museum

F-Cell Roadster im Dr. Carl Benz Museum

Das futuristische Fahrzeug verbindet eindrucksvoll historische Bauelemente mit modernster Technik. So machen die Laufräder sogar eine Anleihe an den Benz Patent Motorwagen aus dem Jahr 1886. Für den Antrieb sorgt ein emmisionsfreies Brennstoffzellensystem im Heck des Wagens. Mit einer Leistung von 1,2 KW erreicht der F-Cell Roadster eine Höchstgeschwindigkeit von 25km/h und ist damit ca. 10km/h schneller als der Benz Patentmotorwagen.
f-cellRund ein Jahr lang arbeiteten fast 150 Auszubildende und Dual Studierende an der Konzeption, Entwicklung, Montage und Fertigung des F-Cell Roadsters.
Nach dem medienwirksamen Auftritt anlässlich der Automobilausstellung in Frankfurt steht das Fahrzeug jetzt für einige Wochen im Automuseum Dr. Carl Benz in Ladenburg. Präsentiert wird der ganz in weiss gehaltene Roadster im Übergangsbereich zwischen der historischen Halle und der Motorsporthalle.

Benzindämpfe machen agressiv?

Von Jörg Enger am 7. Dezember 2009

tanken-mit-170-sDie Wissenschaftlerin Amal Kinawy von der Universität Kairo fand in einer Studie, deren Ergebnisse wurden im Fachjournal „BMC Physiology“ veröffentlicht wurde, heraus, dass Benzin zumindest bei Ratten für eine deutlich gesteigerte Aggressivität sorgt.
In einem Versuch wurde sechs Wochen lang das Verhalten von insgesamt 45 männlichen Ratten beobachtet, von denen jeweils 15 Tiere täglich für 30 Minuten entweder reiner Luft, verbleitem Benzin oder bleifreiem Benzin – beides mit Luft gemischt, um die Verhältnisse an einer Zapfsäule zu simulieren – ausgesetzt wurden.
Danach war zu beobachten, dass die den Benzindünsten ausgesetzten Tiere gegenüber ihren Artgenossen, die frei durchatmen durften, deutlich aggressiver und angriffslustiger waren. Dabei war es egal, ob es sich um verbleiten oder bleifreien Kraftstoff handelte.
Die Forscherin begründet die gesteigerte Aggressivität mit einer Veränderung der Hirnchemie, denn die „Benzin-Ratten“ wiesen in verschiedenen Hirnbereichen Schwankungen der Neurotransmitterspiegel auf. Es kam unter anderem zu einer geringeren Ausschüttung von Serotonin, dem eine aggressionshemmende Wirkung nachgesagt wird.
Ob diese Ergebnisse für den Menschen von Bedeutung sind, lässt sich noch nicht sagen. Bisher gebe es nur sehr wenige Studien über Zusammenhänge zwischen Benzindunst und der menschlichen Hirnchemie. Allerdings gibt die Wissenschaftlerin in diesem Zusammenhang zu bedenken, dass sich das Schnüffeln von Benzin als „billiger Stimmungsaufheller“ besonders in ärmeren Ländern immer weiter ausbreite.

In wieweit weibliche Gehirne dabei anders reagieren ist damit genausowenig geklärt, wie die Frage, ob es sich wirklich um das Nachlassen einer Drogenstimulanz handelt. Falls Tankstellen-Besucher direkt im Anschluss aggressiver sind, liegt das in Deutschland wohl eher an den Preisen, als an den Dämpfen.

Autogas und H-Kennzeichen

Von Jörg Enger am 23. November 2009

Im Rahmen unserer Berichterstattung kamen schon mehrere Artikel zum Thema Autogas. Jetzt hat der DEUVET die neueste gültige Fassung komuniziert, die wir hier präsentieren:

“In den vergangenen Jahren ist es zunehmend attraktiv geworden, Alltagsautos mit einer Gasanlage auszurüsten.

Im Gasbetrieb lassen sich die Ausgaben für Treibstoff um etwa die Hälfte senken – da hat man selbst bei mittleren Laufleistungen die Kosten der Umrüstung bald wieder eingefahren.
Eine neuere Entwicklung ist die Idee, auch Oldtimer mit Gasanlagen auszustatten. Das ist völlig verständlich: Natürlich rollt der Besitzer eines Opel Diplomat, eines Robur Ello-Transporters oder eines Buick Riviera viel entspannter zur Tankstelle, wenn er eine nur halb so hohe Rechnung erwartet. Kombiniert mit dem H-Kennzeichen erreicht er dann die perfekte Spar-Lösung.
An dieser Stelle möchte allerdings der Gesetzgeber ein Wörtchen mitreden.
Seit dem 1. April 2006 gibt es überarbeitete Vorschriften für Gasanlagen zum Antrieb von Kraftfahrzeugen. Diese Neufassung vereinfacht die Genehmigung, den Einbau und die Prüfung von Gasanlagen und Gasnachrüstsystemen. Wesentliche Anregungen dazu gab der Arbeitskreis “Gas” des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Zu diesem Arbeitskreis gehörten Vertreter des BMVBS, der Fahrzeughersteller und -importeure, der Fahrzeugüberwacher und des Kfz-Gewerbes. Man kann davon ausgehen, dass die Neufassung Hand und Fuß hat.
Der Arbeitskreis blieb auch nach dem 1. April 2006 aktiv, um Antworten auf Fragen zu geben, die sich in der Praxis stellen. Eine dieser Fragen betrifft die Installation von Gasanlagen in historisch zugelassenen Oldtimern. Die Antwort wird Den ganzen Beitrag lesen »

Keine AU-Plaketten mehr ab 2010

Von Jörg Enger am 17. November 2009

zzzASUWir hatten uns schon fast daran gewöhnt, dass jeder Fahrzeughalter nicht nur sein obligatorisches TÜV-Siegel (richtiger heißt es HU-Plakette) auf dem hinteren Kennzeichen haben muss, sondern dass auch vorne solch ein Kleber in Hexagon-Form angebracht ist. In der Lebenszeit der AU (AbgasUntersuchung) hieß sie zunächst ASU (AbgasSonderUntersuchung) und war im Gegensatz zur Hauptuntersuchung jedes Jahr fällig. Das möglicherweise auch noch zu höchst unterschiedlichen Terminen. Dann wurden Diesel-Fahrzeuge anders behandelt als Benziner und Fahrzeuge vor Erstzulassung 1.7.1969 brauchten gar keine.
Wenn sie gültig sind kleben noch grüne, rosafarbene und braune Plaketten auf den vorderen Nummernschildern jedes Autos – doch sie werden nun nach und nach verschwinden. Die bisher eigenständige Abgasuntersuchung (AU) wird zum 1.Januar 2010 in die Hauptuntersuchung (HU) integriert. In Zukunft gibt es für das Bestehen der HU und den Nachweis der vorgeschriebenen Abgaswerte nur noch den runden Aufkleber für das Heckkennzeichen. Und somit werden die sechseckigen AU-Plaketten nach rund 25 Jahren überflüssig.
Grund ist, dass “On-Board-Diagnosesysteme” (OBD) bereits heute das Abgasverhalten von vielen neueren Kraftfahrzeugen permanent überwachen und bei den technischen Untersuchungen nur noch ausgelesen werden müssen. Für Kfz mit OBD und für Motorräder gilt die Zusammenfassung mit der HU bereits seit April 2006. Ab 2010 wird die Abgasuntersuchung nun für alle Kfz integraler Bestandteil der Hauptuntersuchung  und damit immer zeitgleich nachgewiesen. Wobei die Untersuchung des OBD-Abgasreinigungssystems in anerkannten Werkstätten nach wie vor gesondert durchgeführt werden kann. Am Prüfmodus und den -intervallen wird sich nichts ändern. Nach wie vor bleiben Besitzer von in Deutschland zugelassenen Kfz verpflichtet, in regelmäßigen Abständen HU und AU durchführen zu lassen. Bei einem Neufahrzeug zum ersten Mal nach drei Jahren, anschließend jeweils alle zwei Jahre.
In diesem Zusammenhang regt der AvD an, die Regelung zur Abgasuntersuchung von Oldtimern zu vereinheitlichen und zu vereinfachen. Alle historischen Fahrzeuge, die älter als 30 Jahre sind und somit die Voraussetzungen für ein H-Kennzeichen erfüllen, sollten von der AU-Pflicht befreit werden. Momentan sind beispielsweise Benziner, die vor dem 1. Juli 1969 erstmals zugelassen wurden und Diesel, die vor dem 1. Januar 1977 zugelassen wurden, von der AU-Pflicht ausgenommen. Fahrzeuge mit rotem 07er-Kennzeichen müssen ebenfalls keine Abgasuntersuchung durchführen lassen (§ 47a StVZO). Der AvD würde begrüßen, wenn die unterschiedlichen Stichtagsregelungen harmonisiert und somit für Oldtimer vereinfacht würden.

Technorama Hildesheim vor dem AUS ? !

Von Jörg Maschke am 28. Oktober 2009

Hildesheim 25.10.2009 - Der Artikel der Sonntagszeitung kehrwieder sorgt in der Oldtimerszene in und um Hildesheim für ein wahres Strohfeuer, damit unsere Leser auf dem momentanen Stand der Dinge sind, haben wir hier den Artikel eingefügt.

Alt und laut: Oldtimer-Motorräder machten bei der „Technorama“-Show einen „Höllenlärm“, wie Ortsbürgermeister Jürgen Köhn klagt. Foto: MEMA

Alt und laut: Oldtimer-Motorräder machten bei der „Technorama“-Show einen „Höllenlärm“, wie Ortsbürgermeister Jürgen Köhn klagt. Foto: MEMA

 

 Nach Technorama: Ortsbürgermeister und Flugplatzchef einig – nicht noch mal!

 „Höllenlärm“: Oldtimern droht der Platzverweis

(jan) Hildesheim. Die Veranstalter der „Technorama“ waren sich im Vorfeld ganz sicher: Diese Oldtimer-Show samt Rennen auf dem Hildesheimer Flugplatz wird eine Supersache und jede Menge Fans anlocken. In der Tat strömten viele Anhänger der alten Autos und Motorräder am 12. und 13. September aufs Gelände, die Teilnehmer suchten bei der „GLP-pro“-Rundstreckenmeisterschaft und in Wertungsläufen der Deutschen Historischen Motorradmeisterschaft (DHM) die besten ihrer Klassen.

Doch nur wenige hundert Meter Luftlinie entfernt verzweifelten zahlreiche Drispenstedter regelrecht. „Es war ein Höllenlärm“, erinnert sich Ortsbürgermeister Jürgen Köhn. Etliche Anwohner hätten ihn an diesem Wochenende angerufen und ihrem Frust über die Lautstärke der alten Rennmaschinen Luft gemacht. „Mein Telefon ist heiß gelaufen.“ Und auch Köhn, der sich selbst durchaus als „Rennsportfan“ bezeichnet, war entnervt ob der nicht enden wollenden Lärmkulisse: „Das war einfach zu viel.“ Ein Anwohner hatte die Lautstärke gemessen: Rund 100 Dezibel habe das Gerät angezeigt, berichtet Köhn – ein Presslufthammer verursacht rund 80 Dezibel. Am kommenden Dienstag will sich der Drispenstedter Ortsrat mit dem Thema beschäftigen. Köhn fordert: „Das darf sich in dieser Form nicht wiederholen!“ Im Vorfeld hat der Ortsbürgermeister sich am Freitag bereits zu einem Gespräch mit Otmar Birkner, Chef der Flugplatz GmbH, getroffen – und ist auf offene Ohren gestoßen. Birkner, der selbst in unmittelbarer Flugplatznähe wohnt und zeitweise vor dem Krach geflüchtet war, hat angekündigt, den „Technorama“-Veranstaltern Lärmauflagen zu machen. Sollten sie diese für nicht erfüllbar halten, werde es eine „Technorama“ in dieser Form mit Rennen auf dem Flugplatz nicht erneut geben.

Wir werden unsere Leser über den Fortgang dieser Gespräche in Drispensted auf dem Laufenden halten.

Negative Auswirkungen der Umweltprämie

Von Jörg Enger am 23. Oktober 2009

 abwrackpraemieDie Umweltprämie hat bei der Werkstattkette ATU etwa 3,7 Prozent Umsatzrückgang verursacht. „Etwa zwei Millionen potenzielle Kunden gehen uns verloren. Natürlich spüren wir das“, sagte ATU-Chef Michael Kern sehr offen.
Den Einbußen versuchte ATU frühzeitig durch Kosteneinsparungen zu begegnen. „Insgesamt mussten wir in der Vergangenheit 2.000 Mitarbeiter entlassen. 900 bis 1.000 Entlassungen hängen mit der Umweltprämie zusammen“, so Kern. Der ATU-Chef hofft jedoch, durch das Winterreifengeschäft wieder Kunden in die Filialen holen zu können. „Alle, die jetzt ein neues Auto gekauft haben, brauchen auch Winterreifen“, sagte Kern. Genauso spüren auch die anderen freien Werkstätten den Rückgang.

Umweltzonen werden neu geprüft

Von Jörg Enger am 14. Oktober 2009

Auf oder Abbauen ?Selbst Greenpeace bezweifelt schon seit geraumer Zeit die Wirksamkeit der eingerichteten Umweltzonen und der breiten Öffentlichkeit ist die Sinnlosigkeit längst klar. Die Verkehrsexperten von CDU und FDP haben sich daher nun bei ihren Koalitionsgesprächen unter anderem darauf verständigt, die Einfahrverbote in den bisher 34 in Deutschland existierenden Umweltzonen zu überprüfen und diese höchstwahrscheinlich in zahlreichen Fällen mit einer Ausweitung der Ausnahmeregelungen zu entschärfen. Ziel ist es, die Zugangsmöglichkeiten dort zu erleichtern, “wo die Einschränkungen in keinem vernünftigen Verhältnis zur erzielten Feinstaub-Reduzierung stehen”. eit Einführung der sogenannten Umweltzonen und aufwändigen Messungen hat sich vielerorts ergeben, dass der Feinstaub aus Dieselruss-Emissionen keineswegs in besonderem Masse vom Autoverkehr beeinflusst wird, sondern von anderen Faktoren wie Wetterlagen und damit Verwehungen von ausserhalb.
Außerdem sind besonders ältere Diesel-Fahrzeuge gar nicht zum Ausstoß von Feinstaub geeignet. Erst mit dem Einsatz der Common-Rail-Technologie werden die Partikel, die das Fahrzeug verlassen so klein, dass die groben Bestandteile die feineren nicht mehr binden und damit die Teilchen erst lungengängig werden. Alte Dieselmotoren produzieren den beim verschlucken krebserregenden Ruß, den man auch sehen kann. Dieser kann aber auf Grund seiner Größe nicht in die Lunge gelangen.