Mercedes-Benz Oldtimer-Newsticker

News für Oldtimer-Interessierte & Mercedes-Benz Liebhaber
powered by MVConline

Archiv der Kategorie ‘Technik‘

SL-Roadster R 129 endlich volljährig

Von Andreas F. Schulze am 3. März 2010

Auf dem Automobilsalon in Genf präsentiert Mercedes-Benz 1989 einen SL, der in jeder Hinsicht ein neues Auto ist. Zunächst gibt es die Typen 300 SL, 300 SL-24 und 500 SL. Ihre Produktion erfolgt nicht, wie bei den R 129 1989-03Vorgängern, in Sindelfingen, sondern aus Kapazitätsgründen in Bremen auf dem Gelände des ehemaligen Borgward-Werkes, dort wo bis 1961 das wunderschöne ISABELLA-Coupé entstand. Wie die Vorgänger in der SL-Dynastie entstand auch hier wieder vom Start weg ein moderner Klassiker. In den fünfziger Jahren von den Typen 190 SL (W121 II) auf Pontonbasis (W120 I) und 300SL (W198: Flügeltürer und Roadster) ausgehend über die sog. Pagode W113 auf Heckflossenbasis (W111/112) und den R 107 auf Basis der /8-Modelle (W114/115) entstand die vierte SL-Generation, die Baureihe R 129, die von 1989 bis 2001 gebaut wird. Mit ihrem auf Bruno Sacco zurückgehenden Design und ihren vielen Innovationen setzt sie Maßstäbe. Die ersten R 129 werden mit dem Genfer Salon 2010 nunmehr 21Jahre alt und man würde sie nach alter Gesetzeslage als volljährig bezeichnen. Der momentan an vielen Stammtischen einsetzende Run auf gute R 129 hat längst begonnen. Den ganzen Beitrag lesen »

Unbenutzt aber nicht neu!

Von Jörg Enger am 3. März 2010

AltreifenImmer wieder tauchen bestimmte Reifenfragen auf. Wie alt darf ein Reifen sein? Welche Qualitätsunterschiede gibt es? Wie wirkt sich das Alter eines Reifens auf dessen Leistung aus? Und vieles mehr. Hier nun die rechtliche Seite, die auch für private Anbieter gültig ist.
Das Amtsgericht (AG) Starnberg hat entschieden, dass Reifen unter bestimmten Umständen nicht mehr als Neureifen verkauft werden dürfen. Bei derartigen Reifen habe der Käufer einen Anspruch auf Preisminderderung. Der Durchschnittskäufer dürfe beim Kauf von Neureifen davon ausgehen, auch Reifen zu erhalten, die dem neuesten, werbemäßig angepriesenen Stand der Technik entsprechen, begründete das Gericht seinen Urteilsspruch vom 16. Dezember 2009 (AZ: 6 C 1725/09).
Im konkreten Fall schloss der Kläger am 29. April 2008 einen Kaufvertrag über einen Satz neuer Sommerreifen ab, von denen jedenfalls zwei Reifen bereits im Jahr 2005 hergestellt wurden. Diesen Reifen sprach das Gericht die Neuwertigkeit ab. Der Käufer habe insoweit einen Anspruch auf Kaufpreisminderung.
Zwar sei bei sachgemäßer Lagerung gemäß DIN 7716 bzw. ISO 2230 ein Reifen bis zu einer Lagerdauer von Den ganzen Beitrag lesen »

Die Fuchsfelge – ein Klassiker ist zurück

Von Jörg Maschke am 22. Februar 2010

P1020815VW K70 auf Porsche Fuchs-FelgenVor 40 Jahren suchten die Porsche-Ingenieure nach einer besonders belastbaren Felgenlösung oberhalb der bekannten Gussräder. Durch die bereits laufende Zusammenarbeit für militärische Entwicklungen kannte man die Firma FUCHS und was lag somit  näher, als auf OTTO FUCHS zuzugehen und wegen der Räder für den neuen Sportwagen 901 in Meinerzhagen anzufragen. Der Weg bis zur klassischen “Fuchs-Felge” konnte beschritten werden. Noch heute zeugen hohe Preise für gut erhaltene Felgensätze von der Bliebtheit dieser Felge. Doch der Weg in die Zukunft sollte natürlich weitergehen und dafür entwickelte man gemeinsam mit Mercedes die so genannte Barock-Felge, welche in fünfzehn Jahren Marktpräsenz ebenfalls ein Klassiker wurde. Sie war das erste in Großserie hergestellte Aluminiumrad! Die ganze Historie können Sie hier nachlesen.

Geschmiedete Räder aus Meinerzhagen bewegten auch so innovative Fahrzeuge wie

  • Fuch Ro80den RO 80
  • Fuchs quattroden Audi ur-quattro
  • Fuchs Lupoden VW Lupo 3Liter

und weitere Meilensteine der Automobilentwicklung. Ganz aktuell wird man die klassiche Fuchs-Felge in die Neuzeit übertragen und noch in diesem Jahr mit einer eigenen Interpretation der klassischen Fuchsfelge für moderne Fahrzeuge den Nachrüstmarkt versorgen. Porsche selbst zeigt sich derweil aus Kostengründen weniger geschichtsbewußt und hat auf dem limitierten Sondermodel 911 Sport Classic ein gegossenes Wettbewerbsprodukt verbaut, welches sich hinsichtlich Gewicht und Oberflächenanmutung deutlich von einem Fuchs-Schmiederad unterscheidet.

FuchsfelgeMit einem eigenen Web-Shop kann der Fan der Marke FUCHS sogar nette Kleinigekeiten rund um die Barock- oder Fuchs-Felge erwerben und wer immer auf dem letzten Stand der Dinge sein möchte und erfahren möchte ab wann die neue Fuch-Felge zu kaufen sein wird meldet sich für den Fuchs-Newsletter an!

Tagfahrlicht kommt 2011 doch

Von Jörg Enger am 21. Februar 2010

Ab 2011 wird das sogenannte Tagfahrlicht in der ganzen Europäischen Union zur Pflicht. Viele Länder haben schon jetzt diese Regelung ganzjährig eingeführt. In Deutschland ist das Fahren mit Tagfahrlicht seit September 2005 offiziell „empfohlen“. Neuwagen müssen die Technik bereits haben. Für die Nachrüstung etwas älterer Fahrzeuge steht der Zubehör-Spezialist Dometic-Waeco mit einer komfortablen Tagfahrlichtsteuerung Magic Touch TFL 100 bereit. Sie schaltet sich beim Betätigen der Zündung automatisch ein. Besonders dunkelfarbige Fahrzeuge sind mit Tagfahrlicht viel besser zu erkennen.
Zwar ist der vielzitierte Mehrverbrauch an Benzin bei Fahrlicht ist nicht so schlimm wie behauptet: Die Schätzungen gehen von 0,15 bis 0,2 Liter auf 100 Kilometer aus. Bei LED-Technik tendiert er laut TÜV kaum messbar gegen Null. Aber bei den alten Fahrzeugen mit Gleichstom-Lichtmaschine die bis in die 1970er Jahre verbaut wurden (vor 1960 sogar oftmals mit 6 Volt) kann dies zu erheblichen Kapazitätsproblemen fürhren. Diese Fahrzeuge sind nämlich nicht für diese Dauerbelastung ausgelegt. Ob es für Oldtimer daher eine Ausnahmeregelung geben wird, wird derzeitig noch geprüft.

25 Jahre 560 SEL W126

Von Andreas F. Schulze am 15. Februar 2010

Im September 1979 präsentiert Daimler-Benz auf der IAA in Frankfurt eine neue Generation der S-Klasse. Die Modellpalette der Baureihe W 126 W112 bis 126umfasst zunächst sieben Typen; zur Wahl stehen vier Motoren (vom 2,8-Liter-Sechszylinder mit Vergaser mit 115 kW/156 PS bis zum 5,0-Liter-V8-Leichtmetallmotor mit Benzineinspritzung und 176 kW/240 PS) sowie zwei Karosserievarianten – neben der Normalversion eine verlängerte Variante. Die Verwendung von gewichtsreduzierenden Materialien und der geringe Luftwiderstand der im Windkanal optimierten Karosserie (cW=0,37, im Vergleich zu cW=0,41 bei der Baureihe W 116) verhelfen der neuen S-Klasse zu einem gegenüber den Vorgängermodellen um 10 Prozent reduzierten Kraftstoffverbrauch.

Sechs Jahre nach der Präsentation des W126 werden Den ganzen Beitrag lesen »

Farben in den Fahrzeugunterlagen

Von Jörg Enger am 9. Februar 2010

FarbtöpfeIn deutschen Fahrzeugpapieren finden sich viele Angaben und manche davon sind unumstößlich. Andere hingegen können mit etwas Aufwand schnell geändert werden. Während beim Wechsel von Reifen und Felge jedem sofort klar ist, das muss eingetragen werden, denkt daran wohl kaum jemand bei der Neu/Umlakierung seines Fahrzeugs. Doch auch die Fahrzeugfarbe findet sich im früheren Fahrzeugschein genauso wie in der aktuellen Zulassungsbescheinigung Teil I.
Wie diese Faben aber verschlüsselt sind, und wieviele es gibt, wie sie zugeordnet werden, darüber herrscht viel Unklarheit. Geregelt ist dies in der StVZO und zwar in der jüngsten Überarbeitung aus dem Jahr 1995.
Wir haben hier einmal den genauen Text und die Zuordnung aufgelistet:
“Aus gegebenem Anlass weist das KBA darauf hin, dass bei Begutachtungen nach §21 StVZO die Schlüssel – Nr. der Farbe von Pkw (einschl. Pkw-Kombi) im Gutachten aufzunehmen ist. Die Eintragung erfolgt Den ganzen Beitrag lesen »

Zurück auf der Datenautobahn

Von Jörg Maschke am 6. Februar 2010

3-0-0.orgNachdem es durch die Neuorientierung des ehemlaigen Webmasters J. Axman recht ruhig um den >Adenauer-Club< geworden war, stehen die Internetfreunde rund um das Thema 3-0-0 vor einem Neubeginn. Seit Freitag, den 5.2.10, kann auf der bekannten Web-Adresse www.3-0-0.org wieder einiges an Informationen vom W186 bis W189 erfahren werden. Am Besten ist aber, dass wohl auch wieder etwas mehr Wind in die täglichen Emails der 3-0-0er Yahoo-Gruppe zu kommen scheint. Wir wünschen diesem rein in Englisch angebotenen Internetangebot traditionell alles Gute!

Premiere vor 75 Jahren: 150 Sport-Roadster

Von Andreas F. Schulze am 3. Februar 2010
150 Sport-Roadster

150 Sport-Roadster

Im Februar 1935 präsentierte die damalige Daimler-Benz AG auf der Internationalen Automobil- und Motorradausstellung (IAMA) in Berlin den Mercedes-Benz 150 Heckmotorwagen als  Sport-Roadster (Baureihe W 30). Die Neuheit sollte als kompakter Sportwagen im Modellprogramm platziert werden, mit dem Potenzial einer größeren Serie – doch es wurden letztlich nur sehr wenige Exemplare gebaut. Inklusive der Prototypen wurden lediglich 5 Sportlimousinen hergestellt, die bei der 2000km durch Deutschland-Rallye 1934 eingesetzt wurden. Vom ungewöhnlichen Sport-Roadster entstanden zwischen 1934 und 1936 aber nur genau 20 Fahrzeuge.

Der 150 Sport-Roadster 1935 auf der IAMA Berlin

Der 150 Sport-Roadster 1935 auf der IAMA Berlin

Der Typ 150 gehört zu einer Reihe markanter Mercedes-Benz Fahrzeuge der frühen 1930er Jahre, die vor dem Hintergrund der damals allgemein schwierigen Wirtschaftslage mit der Zielsetzung entstanden, das Produktportfolio nach unten hin abzurunden. Zugleich sind sie Beispiele für die konsequente Umsetzung innovativer Fahrzeugkonzepte in der langen Historie der Daimler AG. Wie alle Fahrzeuge mit Rahmen würde dieser Wagen auch vom MVC Deutschland betreut werden.

1934 erschien der “viersitzige” Heckmotorwagen Mercedes-Benz 130 (W 23). Im gleichen Jahr wurde Den ganzen Beitrag lesen »

100 Jahre künstlicher Kautschuk

Von Jörg Enger am 2. Februar 2010
Synthetischer Kautschuk im Focus des Auto und Technik Museums Sinsheim

Synthetischer Kautschuk im Focus des Auto und Technik Museums Sinsheim

Ohne den vor über hundert Jahren erfundenen Synthesekautschuk würde heute kein Auto fahren und kein Flugzeug fliegen. In einer Sonderausstellung vom 18. Februar 2010 bis 30. September 2010 zeigt das Auto & Technik MUSEUM SINSHEIM in Zusammenarbeit mit dem Leverkusener Spezialchemiekonzern Lanxess AG einen interessanten Querschnitt durch die Geschichte des künstlichen Kautschuks. Er hat sich in den vergangenen hundert Jahren zu einem universellen Werkstoff für ungezählte technische Anwendungszwecke entwickelt und ist aus der modernen High-Tech-Welt nicht mehr wegzudenken.
Synthesekautschuk wird überall dort eingesetzt, wo Maschinen und Motoren gelagert, Kräfte übertragen, Flüssigkeiten transportiert, Antriebswellen oder unter Druck stehende Systeme abgedichtet werden müssen. Erfunden hat ihn 1909 der deutsche Chemiker Fritz Hofmann (1866 – 1956). Auf seinem Patent basieren heute die meisten Kautschuk-Produkte der Lanxess AG, die zu den Weltmarktführern Den ganzen Beitrag lesen »

Dampf-Kraft Reise

Von Jörg Enger am 28. Januar 2010

Groß und Klein trifft sich bei der Great Dorset Steam Car Fair

Der MVC Rhein-Main wird im September eine Reise zu einem höchst ungewöhnlichen Event machen: Zur Great Dorset Steam Fair. Dieser Event ist das größte Dampfmaschinen und -Fahrzeuge Treffen der Welt. In den Anfangstagen der Automobilität war man sich keinesfalls über den Explosionsmotor sicher. Die Alternativen wie elektrischer Strom oder eben Dampf standen in starker Konkurrenz. Der bekannteste Vertreter ist dabei sicherlich der “Stanley Steamer” aber auch Landmaschinen und Busse und alles andere was sich bewegt kann man dort sehen. Nun hat sowohl Daimler als auch Benz nie ernsthaft mit dieser Technologie experimentiert. Dennoch sind die Technik-Begeisterten des MVC Rhein-Main sich sicher, dass diese Busreise sich lohnen wird. Obwohl die Reise erst im September stattfindet, muss sich jetzt dafür angemeldet werden. Die Fahrt kostet pro Person im DZ 350,-€ für Mitglieder und 50,- € mehr für Nicht-Mitglieder. Darin eingeschlossen sind die Busfahrt, drei Übernachtungen mit Frühstück in einem Hotel in Bournemouth und eine Eintrittskarte zur Steamfair am Freitag, 03. September. Wer die Veranstaltung am Samstag nochmals besuchen möchte, muss sich dafür selbst eine Eintrittskarte besorgen (kostet 13,- britische Pfund). Der Bus fährt auch am Samstag zu der Veranstaltung. Für die Teilnehmer der Fahrt stehen Parkplätze in ausreichender Anzahl am Abfahrtsort im Westerwald bereit. Anmeldeschluß ist wegen der erforderlichen Hotelbuchung am 1. Februar 2010.

Anmelden kann man sich hier!

Ausrüstungslisten zum herunterladen

Von Jörg Maschke am 17. Januar 2010
3-0-0 d 1957 KopieIn Ergänzung zu unserem Artikel Verbaute Boschteile vom 24.11.2006 bietet die Firma Bosch Automotive Tradition weitere umfassende Informationen zu Bosch-Produkten für historische Fahrzeuge zum kostenlosen Download auf ihrer Internetseite an.
Informationen zur Fahrzeug-Ausrüstung sind für Fahrzeughalter essenziell zur Ersatzteilrecherche. Die Daten wurden bei Bosch in Ausrüstungslisten sowohl in Papierform, als auch in Form von Mikrokarten erstellt. Bosch Automotive Tradition hilft mit einem weitreichenden Angebot an Ausrüstungslisten über Fahrzeuge verschiedenster Hersteller und Epochen. Darüber hinaus unterstützt man dort die Hilfesuchenden bei der Ermittlung der aktuell gültigen Sachnummer zum Erzeugnis. Hier finden Sie die passende Ausrüstungsliste für Ihr Fahrzeug!
Viel Spaß beim Stöbern!

Nachruf Karl-Heinz Göschel, der Vater der Direkteinspritzung

Von Andreas F. Schulze am 16. Januar 2010

Die Daimler AG und ihre Vorgängerunternehmen sind geprägt von den Menschen, die für sie tätig sind und waren, so auch von Karl-Heinz Göschel, geboren: 25. Mai 1914 in Pössneck/Deutschland gestorben: 8. November 2009 in Stuttgart. Der Diplomingenieur gehörte zu den Vätern der a_Daimler-Benz_DB_605ABenzineinspritzung im Verbrennungsmotor. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg und auch währenddessen befasste er sich bei der Daimler-Benz AG als Versuchsingenieur im Flugmotorenversuch mit diesem Thema und brachte in den Motoren DB 605 und DB 603 grundlegende Verbesserungen für die Leistungsverbesserung in großen Flughöhen auf den Weg. (35,7 Liter Hubraum, 12 Zylinder, mechanische Aufladung, 1475 PS Startleistung, Benzindirekteinspritzung mit mechanischer 12 Stempelpumpe, 90 bar Einspritzdruck, über 42.000 Exemplare gebaut) Eingesetzt waren diese Motoren u.a. auch in dem legendären Flugzeug Messerschmitt 109.

Nach 1945 wurde er Motorenentwickler beim Fahrzeughersteller Gutbrod Gutbrod Superiorund brachte im Zweitaktmotor die Benzineinspritzung im Pkw zur Serienreife, zusammen mit dem ebenfalls nach dem Krieg dort als technischem Leiter beschäftigten Hans Scherenberg. Aus dem Zweizylinder-2-Takter mit 663 ccm und Frischölschmierung holte man immerhin 27 PS und später 30 PS bei 4300 U/min heraus.

1952 kehrte Göschel zur Daimler-Benz AG zurück. Große Verdienste erwarb er sich zusammen mit Scherenberg mit der Einführung der Benzineinspritzung im Viertaktmotor im Motorentyp M 196, der im Grand-751824_1368757_3599_2516_C31651[1]Prix-Rennwagen W 196 und im Sportwagen 300 SLR zum Einsatz kommt, sowie im Typ M 198 für den 300 SL, der 1954 auf den Markt kam. 1958 betraute Scherenberg ihn mit der Leitung des Großmotoren-Versuchs, ein bei Daimler-Benz ungewöhnlicher Karrieresprung. 1967 wurde Göschel schließlich unter der Leitung des Pkw-Entwicklungschefs Rudolf Uhlenhaut „Pkw-Versuchsleiter in Untertürkheim“, so der offizielle Titel – die örtliche Einschränkung erfolgt, weil der in Sindelfingen in der Pkw-Entwicklung tätige Karl Wilfert sich 751820_1368745_3552_2279_52147-23[1]keinem Gesamtversuchsleiter unterstellt hätte. Göschel leitete und prägte den Pkw-Versuch bis zu seiner Pensionierung Ende Juni 1980. Im Anschluss daran erhielt er einen Beratervertrag. Mit dessen Auslaufen Ende April 1981 endete seine Tätigkeit bei der Daimler-Benz AG. Sein Sohn Burkhard Göschel absolvierte ebenfalls eine erfolgreiche Karriere in der Automobilindustrie, unter anderem als Entwicklungsvorstand bei BMW und bei Magna.

Bestellung A124 Cabrio verpasst? Neue Chance ab sofort!

Von Andreas F. Schulze am 13. Januar 2010

Haben Sie es damals versäumt sich ein Cabriolet der W-124-Baureihe zu bestellen und es immer bedauert? War das Bankkonto gerade indisponiert E-Klasse Cabrioletund Sie haben Ihre Großmutter nicht angepumpt? Jetzt haben Sie die Chance diese Fehler wieder gutzumachen! Das neue viersitzige Cabriolet (A 207) auf Basis der aktuellen E-Klasse (W 212) kann ab sofort bestellt werden (Verkaufsfreigabe ist erteilt) und wird ab dem 27. März beim Händler Ihres Vertrauens stehen.

Mit dem innovativen automatischen Windschott AIRCAP®, der weiterentwickelten Nackenheizung AIRSCARF® sowie dem serienmäßigen E-Klassse CabrioletAkustikverdeck bietet das neue E-Klasse Cabrio einen im Segment der offenen Fahrzeuge einzigartigen Ganzjahreskomfort. Die Palette kraftvoller, effizienter Antriebseinheiten reicht beim Verkaufsstart vom E 220 CDI BlueEFFICIENCY mit 125 kW (170 PS) bis zum E 500 mit 285 kW (388 PS). Die Preise beginnen bei Den ganzen Beitrag lesen »

Öl hilft auch bei Kälte

Von Jörg Enger am 9. Januar 2010

Öl hilft auch bei Kälte – nicht nur zum Heizen, sondern auch wenn der Autofahrer die richtige Wahl trifft. Besonders im Winter fehlt Batterien oft die nötige Kraft für den Motorstart. Die Auto-Experten der Kfz-Innung verwiesen jetzt in ihrer Serviceoffensive darauf, dass so genannte Leichtlauföle die Stromspender bei kalten Temperaturen um 25 Prozent entlasten und für einen schonenden Kaltstart sorgen. Grundsätzlich sollten Autofahrer rechtzeitig vor Wintereinbruch Zündkerzen, Batterie und Elektrik auf Schwachstellen von Fachleuten in den Kfz-Meisterbetrieben checken und das Motoröl kontrollieren lassen. Wer zu lange seinen Pkw mit altem oder zu wenig Öl bewege, riskiere im schlimmsten Fall einen Motorschaden.

G4 im Gelände

Von Jörg Enger am 31. Dezember 2009
G4 im Gelände 2009

G4 im Gelände 2009

Unbedingt noch in diesem Jahr ins Museum? Na ja zugegeben, das ist ein Wunsch, der nicht allzuvielen inne wohnt. Falls man aber noch das Technik Museum in Sinsheim besucht, wartet dort eine kleine neue Attraktion auf die Besucher. Nur stehende Objekte sind nämlich auch nicht das, was Museumsdirektor Hermann Layher “antörnt”. Auch ihn begeistern die historischen Techniken immer dann ganz besonders, wenn sie in Bewegung sind.

Aus diesem Grund wurden an einigen Exponaten nun Monitore installiert, die das entsprechende Gefährt auch “in freier Wildbahn” zeigen. In kurzen Filmen werden ohne störende Musik oder Stimmen aus dem “Off” die Fahrzeuge zum Leben erweckt. Zwar ist das noch nicht so spektakulär, wie live dabei, vermittelt aber einen guten Eindruck.

Besonders bemerkenswert dabei ist der Film des Mercedes-Benz Typ G4. Dieser wird nämlich nicht irgendwo auf der Straße bewegt, sondern wirklich im Gelände. Wahrscheinlich ist das der einzige Wagen dieser Baureihe, der nach seiner Restaurierung tatsächlich noch einmal seiner Bestimmung zugeführt wurde.
Vor Jahren konnte man dort einen Mercedes G4 erwerben und hat ihn aufwendig restauriert. Der Wagen steht seither im Museum Sinsheim.
“Wir haben im Museum für verschiedene Fahrzeuge Videos aufgebaut, wo man die Fahrzeuge in Aktion bewundern kann. Was lag also näher, als einen Clip über den G4 zu drehen. Wir waren mit dem Wagen seit Restaurierung selbstverständlich nie im Gelände, aber gejuckt hat es mich schon seit Jahren.” so Hermann Layher
Die Filmerei gab also den Ausschlag und sind sie mit dem G4 ins Gelände gegangen.

Mercedes-Benz G4 1934 im Gelände

Mercedes-Benz G4 1934 im Gelände

Die erste Feststellung war, der Boden war ziemlich nass, im November nichts Außergewöhnliches. Es konnte gleich festgestellt werden, dass der Wagen große Mühe mit der Traktion hat. Die hinteren beiden Achsen sind angetrieben, die Vorderachse ist ohne Antrieb. Es gibt leider keine Differentialsperre und das Gewicht des Wagens spricht gegen ihn. “Wir mussten gleich zu Beginn abgeschleppt werden. Dies erledigte Ralf vom Schwimmwagenclub mit seinem Kettenkrad. Danach ging es ganz gut voran, wenn man den Wagen zu benutzen weiß”, erklärt Layher. Was angenehm im Gelände sei, man nimmt die kleine Übersetzung und kann dann mit wenig Gas versuchen, die maximale Traktion aufzubringen.
Nach zweieinhalb Stunden waren die Filmaufnahmen leider schon vorbei und der G4 ziemlich schmutzig. Insgesamt zwei Wochen lang wurde der Wagen gereinigt. Ganz zum Schluss gab es mit dem Putzlappen und Balistol Kriechöl noch eine Reinigung des Chassis und den inneren Extremitäten der Karosserie.

G4 des Museums Sinsheim mit Hermann Layher im Gelände

G4 des Museums Sinsheim mit Hermann Layher im Gelände

Wahrscheinlich ist dies das erste Mal gewesen, seit die Autos in Sammlerhand sind, dass ein G4 im Gelände bewegt wurde. Die Fotos sprechen für sich. Wer in Zukunft ins Museum Sinsheim kommt, kann den Wagen im Gelände fahrend auf dem Videoschirm abrufen.
“Den gedrehten Kurzfilm stelle ich dem MVC zur Verfügung für die Website”, so Hermann Layher und wir werden ihn in naher Zukunft hier einbauen.

Getriebe-Workshop für Mercedes-Benz 220 W187

Von Jörg Enger am 27. Dezember 2009

Nach Rücksprache mit den Getriebe-Spezialisten hat das Jugendprojekt MVC-U25.de jetzt den Workshop zum Thema Getriebe des W187 festgezurrt. In der Werkstatt eines der “Jugendprojekt-Betreuer”, Christian Oehring, wird also am 13. und 14. März der entsprechende Lehrgang stattfinden. Neben den Projekt-Teilnehmern wird die gesamte Aktion auch allen anderen Interessierten und MVC-Mitgliedern zur Verfügung gestellt. Für Mitglieder des MVC gibt es eine Nenngebühr von Euro 10,00 und für Nichtmitglieder von Euro 20,00. Jugendliche bis 25 Jahre zahlen jeweils die Hälfte.
In diesem 2-tägigen Kurs werden einige Theorie zum Thema Getriebetechnik, Aufbau, Konstruktion und Herstellung vermittelt, sowie ganz praktisch an dem Beispiel des 220 W187 Getriebes eine Überholung stattfinden. Das Getriebe des Jugendprojektes wird zerlegt, vermessen ggf. mit Neuteilen versehen und wieder montiert werden. Ziel der Aktion ist es, am Ende der zwei Tage ein Getriebe zu haben, dass bequem auch die nächsten 50 Jahre übersteht und alle Teilnehmer sollen dabei auch lernen, was in der Box überhaupt passiert, wenn man oben am Hebel “herumrührt”.
Anmeldungen bitte an den MVC Krefeld. Um effektiv arbeiten zu können ist die Teilnehmerzahl allerdings auf 15 begrenzt.

DVDs zur Vorkriegs-Getriebeüberholung

Von Jörg Enger am 17. Dezember 2009
Schnitt durch das zusätzliche ZF Autobahngetriebe

Schnitt durch das zusätzliche ZF Autobahngetriebe

Eine Getriebeüberholung ist kein einfaches Unterfangen. Erst recht nicht, wenn es sich um ein Mercedes-Benz 290 W18 Vorkriegs-Getriebe mit Maybach-Schnellgang handelt. Da auch das dazu gehörige Werkstatthandbuch nicht alles eröffnet, vorausgesetzt man hat überhaupt eines, hatte der MVC unter der Leitung des Typreferenten Klaus Sigloch in diesem Sommer dazu einen Lehrgang angeboten.

Dieser wurde mit großer Akrebie durchgeführt und professionell von einem Kameramann begleitet. Herausgekommen ist dabei eine ganaue Film- und Foto-Dokumentation. Nicht weniger als 8 DVDs umfasst der komplette Lehrgang, damit man wirklich Schritt für Schritt nachvollziehen kann und sogar viel Hintergrundwissen um Entwicklung, Materialkunde und Funktionsweise daraus ziehen kann. Für nur € 60,00 plus Porto und Verpackung kann man diese DVD-Serie jetzt hier online bestellen!

Motorrad-Ikonen im Wolfsburger Zeithaus

Von Andreas F. Schulze am 16. Dezember 2009

Was machen historische Motorräder im Automuseum des großen norddeutschen Automobil-Herstellers in Wolfsburg? OK, es handelt sich nicht um unsere Lieblingsmarke mit dem Stern, aber die gezeigten Exponate stammen überwiegend aus der Zeit um die sich auch der MVC und andere Mercedes Clubs kümmern und insofern kann man auch ruhig einmal über den Tellerrand schauen. Heute nur noch in der Erinnerung bestehende Marken wie NSU mit den berühmten Rennmotorrädern oder auch Laurin & Klement waren ja bedeutende Hersteller von Motorrädern. Der Kreis der Konzernhistorie der VOLKSWAGEN AG schließt sich mit dem AUDI-Prototyp auf Basis AUDI 50/VV-POLO-Motor. Dieses Motorrad ist zwar nicht in der Ausstellung zu sehen, existiert aber noch und soll fahrbereit sein.

Harley-Davidson Easy-RiderZurück nach Wolfsburg: „Motorräder in der Autostadt – einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel gesehen: nicht die Meilensteine in Technik und Sport, die Berühmtesten oder Meistverkauften – stattdessen Marken und Modelle, die in ihrer Zeit selten ein großes Publikum fanden, heute aber den Betrachter erstaunen und begeistern. Die Ausstellung im Zeithaus und auf dem Parkgelände führt von den Anfängen im 19. Jahrhundert über die Entwicklung der Volks-Motorräder, jenen für die Mittelklasse bis hin zu den Luxus- und Sportvarianten. Dem Kult umworbenen Easy-Rider Modellen ist ein Sonderbereich gewidmet.“ Soweit die Ausstellungsbroschüre. Eine wirklich lohnende Ausstellung auch für die Freunde der Autos mit dem Stern. Vor Weihnachten überrascht Sie in der Autostadt zusätzlich zu den anderen Attraktionen noch ein schottischer Weihnachtsmarkt.

Die Motorrad-Ausstellung im Zeithaus ist noch bis zum 11.04.2010 geöffnet.

F-Cell Roadster im Automuseum Dr. Carl Benz

Von Jörg Enger am 14. Dezember 2009
F-Cell Roadster im Dr. Carl Benz Museum

F-Cell Roadster im Dr. Carl Benz Museum

Das futuristische Fahrzeug verbindet eindrucksvoll historische Bauelemente mit modernster Technik. So machen die Laufräder sogar eine Anleihe an den Benz Patent Motorwagen aus dem Jahr 1886. Für den Antrieb sorgt ein emmisionsfreies Brennstoffzellensystem im Heck des Wagens. Mit einer Leistung von 1,2 KW erreicht der F-Cell Roadster eine Höchstgeschwindigkeit von 25km/h und ist damit ca. 10km/h schneller als der Benz Patentmotorwagen.
f-cellRund ein Jahr lang arbeiteten fast 150 Auszubildende und Dual Studierende an der Konzeption, Entwicklung, Montage und Fertigung des F-Cell Roadsters.
Nach dem medienwirksamen Auftritt anlässlich der Automobilausstellung in Frankfurt steht das Fahrzeug jetzt für einige Wochen im Automuseum Dr. Carl Benz in Ladenburg. Präsentiert wird der ganz in weiss gehaltene Roadster im Übergangsbereich zwischen der historischen Halle und der Motorsporthalle.

Gas und H-Kennzeichen, der DEUVET informiert

Von Jörg Maschke am 8. Dezember 2009

Einer unser erfolgreichsten Artikel (”Pingback”-Meister, also diverse Verlinkungen anderer Interentseiten zu unserem Artikel) erhält aktuellste Hintergrundinformationen vom Bundesverband DEUVET, die wir hier natürlich gerne sofort weitergeben.
DeuvetIn den vergangenen Jahren ist es zunehmend attraktiv geworden, Alltagsautos mit einer Gasanlage auszurüsten. Im Gasbetrieb lassen sich die Ausgaben für Treibstoff um etwa die Hälfte senken – da hat man selbst bei mittleren Laufleistungen die Kosten der Umrüstung bald wieder eingefahren.

Eine neuere Entwicklung ist die Idee, auch Oldtimer mit Gasanlagen auszustatten. Das ist völlig verständlich: Natürlich rollt der Besitzer eines Opel Diplomat, eines Robur Ello-Transporters oder eines Buick Riviera viel entspannter zur Tankstelle, wenn er eine nur halb so hohe Rechnung erwartet. Kombiniert mit dem H-Kennzeichen erreicht er dann die perfekte Spar-Lösung. An dieser Stelle möchte allerdings der Gesetzgeber ein Wörtchen mitreden. Seit dem 1. April 2006 gibt es überarbeitete Vorschriften für Gasanlagen zum Antrieb von Kraftfahrzeugen. Diese Neufassung vereinfacht die Genehmigung, den Einbau und die Prüfung von Gasanlagen und Gasnachrüstsystemen. Wesentliche Anregungen dazu gab der Arbeitskreis “Gas” des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Zu diesem Arbeitskreis gehörten Vertreter des BMVBS, der Fahrzeughersteller und -importeure, der Fahrzeugüberwacher und des Kfz-Gewerbes. Man kann davon ausgehen, dass die Neufassung Hand und Fuß hat. Der Arbeitskreis blieb auch nach dem 1. April 2006 aktiv, um Antworten auf Fragen zu geben, die sich in der Praxis stellen. Eine dieser Fragen betrifft die Installation von Gasanlagen in historisch Den ganzen Beitrag lesen »