Archiv für die Kategorie ‘Recht’

Winterreifen bald Pflicht ? !

Von Jörg Maschke | 20. August, 2010

1975DIG1106 KopieStuttgart (ACE) - Autobesitzer in Deutschland müssen sich möglicherweise demnächst auf eine knallharte Winterreifenpflicht einrichten. Wie der ACE Auto Club Europa am Mittwoch in Stuttgart berichtete, befindet sich die bisherige Verhaltensvorschrift in § 2 Abs. 3a der Straßenverkehrsordnung (StVO) auf dem juristischen Prüfstand. Gemäß dieser StVO-Vorschrift wird derzeit lediglich eine „geeignete Bereifung“ sowie eine an die „Wetterverhältnisse angepasste Ausrüstung“ verlangt. Die erst im Mai 2006 in Kraft gesetzte Vorschrift ist nach einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Oldenburg (AZ: SsRS 220/09) aber wegen Verstoßes gegen das sogenannte Bestimmtheitsgebot verfassungswidrig.

Der Richterspruch löste in mehreren Berliner Ministerien hektische Betriebsamkeit aus. Nach Informationen des ACE hat das Bundesverkehrsministerium die für Verfassungsfragen zuständigen Bundesministerien (BMJ und BMI) eingeschaltet. Sie sollen das Urteil hinsichtlich etwaiger gesetzgeberischer Konsequenzen prüfen. Ergebnisse der Überprüfung liegen laut ACE aber noch nicht vor. Der Club erinnerte zugleich an die jüngst erhobene Forderung der Gewerkschaft der Polizei (GdP), die gegenwärtig noch unbestimmten Vorschriften zur „Winterreifenpflicht“ unmissverständlich so zu präzisieren, dass im Fall der Zuwiderhandlung der Verstoß tatsächlich geahndet werden kann. Der Spruch der OLG-Richter hat laut ACE praktisch zur Folge, dass Autofahrer, die bei Winterwetter mit Sommerreifen unterwegs sind, nicht alleine deswegen mit einem Bußgeld bestraft werden dürfen. (weiterlesen…)

Pleiteversicherung sofort kündigen

Von Jörg Maschke | 1. August, 2010

ACEWie der ACE -Auto Club Europa- in seinem Newsletter vom 28.7.10 darstellt, sollte man bei Zahlungsproblemen ode rInsolvenz der eigenen KfZ-Versicherung achtsam sein. Lesen Sie hier den Artikel des ACE:

Wer sein Auto bei einer insolvent gewordenen Kfz-Versicherung unter Vertrag hat, sollte mit einer sofortigen Kündigung reagieren. Dazu rät der ACE -Auto Club Europa- in Stuttgart. Der für eine außerordentliche Kündigung erforderliche wichtige Grund liegt dem Club zufolge in der besorgniserregenden Verschlechterung der Vermögenslage der Assekuranz. Dies – so der ACE weiter – rechtfertige den fristlosen Kündigungsschritt des Versicherten. Damit sein Fahrzeug aber weiter versichert bleibt, muss sich der Autobesitzer nahtlos um eine neue Versicherung kümmern.

Ansprüche gegen eine Pleiteversicherung werden laut ACE hierzulande unter bestimmten Voraussetzungen vom Garantiefonds der Verkehrsopferhilfe gedeckt. Schlechter ist es nach Angaben des ACE um die Ansprüche der Kaskoversicherten bestellt. Wer beispielsweise sein Auto in der Werkstatt zur Reparatur hat und zur Behebung des Schadens keine Leistung aus der Kaskoversicherung erhält, muss selbst ace logoin die Tasche greifen und im Anschluss daran versuchen, doch noch irgendwo Ersatz zu bekommen.

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Haftstrafe für Hehler der Mercedes-Benz 300 SL

Von Jörg Enger | 12. Juli, 2010

Die Berliner Polizei stellte im Januar 2010 zwei gestohlene 300 SL Roadster sicher. Wir berichteten darüber. Jetzt wurde gegen den “Verwahrer” das Urteil gesprochen.

Der Autofan, der die zwei gestohlene Mercedes-Benz Oldtimer versteckt hatte, muss für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Berliner Landgericht verurteilte den Geständigen am Donnerstag wegen Hehlerei. Der 46-Jährige hatte die Raritäten im Gesamtwert von knapp 900 000 Euro vom mutmaßlichen Dieb übernommen. Als Belohnung hatte der Kaufmann nach Überzeugung der Richter ein Auto bekommen. Anschließend hatte er versucht, die silberfarbenen Oldtimer über einen Bekannten abzusetzen. Die beiden in Berlin gestohlenen Autos wurden von der Polizei sichergestellt. Inzwischen sind sie wieder bei ihren rechtmäßigen Besitzern.

Was ist das “Baujahr”?

Von Matthias Gerst | 3. Juli, 2010

BaujahrImmer wieder beschäftigt uns die Problematik des Dreigestirns „Baujahr“, „Modelljahr“ und der „Tag der Erstzulassung“. Anhand des folgenden Beispiels möchten wir diese Begriffe heute gerne etwas näher bringen.
Ein Fahrzeug verlässt das Montageband nach der abgeschlossenen Fertigung und wird noch ausgiebig Probe gefahren. Dann wird es entweder vom Kunden direkt im Werk abgeholt oder zum Ort der Auslieferung transportiert. Bei manchen Herstellern ist das nicht zwingend so, denn oftmals wird die Produktion zwangsverteilt auf die Händler, die dann zusehen müssen, wie sie die Ware möglichst schnell unter die Leute bringt.
Das Beispielfahrzeug soll, sagen wir mal, das Werk im Oktober eines Jahres, z.B. 2008 verlassen haben, also kann man mit Fug und Recht sagen, das Baujahr des Fahrzeugs ist 2008. Meist werden aber nach den Sommerferien schon die neuen Modelle für das nächste Jahr hergestellt, so dass das Modelljahr des Fahrzeugs „2009“ lautet. In den USA gibt es sogar die legale Möglichkeit vom Januar eines Jahres, hier also 2008, bereits 2009er-Modelle herzustellen. Denn, anders als bei uns, müssen die Fahrzeuge etwa Sicherheits- und Abgas- Vorschriften immer zu dem dazugehörigen Modelljahr erfüllen. Übergangsvorschriften mit genauem Datum wie in Europa gibt es dort nicht.
Unser Beispielfahrzeug geht also per Transport zum Händler und steht dann bei diesem auf dem Hof. Wenn das Fahrzeug nicht vom Kunden bestellt wurde, sondern vom Händler vielleicht als Ausstellungsfahrzeug, bleibt es stehen, bis es verkauft wird. Das kann mal länger mal weniger lang dauern. Im schlimmsten Fall bleibt das Fahrzeug über das ganze Modelljahr 2009 stehen. Der Händler wird langsam nervös und will es möglichst noch vor Weihnachten 2009 losbringen und gibt einen nahezu ruinösen Rabatt. Endlich entscheidet sich ein Kunde für die „Standuhr“ und möchte aber, dass es erst im Januar 2010 zugelassen wird, aus „kosmetischen“ Gründen.
Der Kunde kann also mit Recht behaupten, dass er ein Auto aus 2010 fährt, während es schon in 2008 gebaut wurde zum Modelljahr 2009. Wenn das Fahrzeug dann am 3. Januar 2010 zugelassen wird („Tag der Erstzulassung“), muss es in der EU alle Vorschriften, die zu diesem Zeitpunkt gelten, einhalten. Falls es das nicht können sollte, muss der Händler entweder vor dem Ablauf dieses Zeitraums eine sogenannte Tageszulassung durchführen oder über Hersteller und Kraftfahrtbundesamt eine Ausnahme erwirken, was zusätzlich Geld kostet.

Tankstellen unter Denkmalschutz!

Von Jörg Enger | 7. Juni, 2010

tanken-mit-170-sFür die meisten ist es nur die Stelle, an der sie den Durst ihrer fahrbaren Untersätze stillen.
Doch Tankstellen sind viel mehr. Sie sind ausdruck von Lebensgefühl und Zeitgeist. Viele ehemalige Tankstellen werden heute etwas anders genutzt, sind bis zur Unkenntlichkeit “modernisiert” oder gar einfach abgerissen und überbaut worden. Der Klassik-Bereich von Auto Bild hat eine wunderbare Text- und Bilderstrecke im neuen Heft, mit dem an die historischen Tankstellen erinnert wird. Daraus sollte man eigendlich ein Buch machen! Nach der Ansicht der Bilder möchte man gar die Forderung aufstellen, dass viel mehr der alten Tankstellen unter Denkmalschutz gestellt würden.

Kennen Sie noch weitere interessante alte Tankstellen, die in der Bilderstrecke nicht gezeigt werden… dann würden wir uns über die Zusendung per Email sehr freuen.

Wechselkennzeichen in Deutschland

Von Jörg Enger | 5. Juni, 2010

Verkehrminster Dr. Peter Ramsauer

Verkehrminster Dr. Peter Ramsauer

Das Deutsche Kfz-Gewerbe begrüßt das klare „Ja“ von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer für Wechselkennzeichen. Gegenüber dem Handelsblatt hatte Ramsauer diese Woche bestätigt: „Für die Einführung des Wechselkennzeichens steht die Ampel jetzt auf grün.” Der Bundesminister und die Versicherungswirtschaft hätten sich darauf verständigt, dass Autobesitzer künftig mehrere Autos mit einem Kennzeichen führen dürften.
Viele organisationen hatten sich bereits nachdrücklich für die Einführung des Wechselkennzeichens in Deutschland eingesetzt. Es ermöglicht die Nutzung mehrerer Autos mit einem Kennzeichen, wobei jeweils nur ein Fahrzeug benutzt werden darf. Welche Kriterien für die Zuteilung des Wechselkennzeichens gelten, ist nach Angaben des Ministeriums noch offen.
Um den Wünschen der Autofahrer nach einer flexibleren Gestaltung der individuellen Mobilität entgegen zu kommen, dürfe sich diese Regelung indes keinesfalls auf das Elektroauto beschränken, hieß es von Verbandsseite. Ziel müsse es vielmehr sein, bei vielen Autofahrern einen Anreiz zu schaffen, sich etwa für Stadtfahrten und Kurzstrecken ein zusätzliches kleines und sparsames Fahrzeug – egal welcher Antriebsart – anzuschaffen. Davon profitiere nicht zuletzt auch die Umwelt. Eine hohe Akzeptanz des Wechselkennzeichens erfordere dabei nicht nur weniger bürokratischen Aufwand, sondern insbesondere auch finanzielle Anreize für den Zweitwagen, wie der Verzicht auf die Kfz-Steuer.
Erstaunlicherweise gibt es bis jetzt weder vom DEUVET noch vom ADAC oder der Initiative Kulturgut Mobilität dazu Informationen oder eine Stellungnahme. Bereits in sechs Monaten zum Jahreswechsel 2010/2011 soll das Wechselkennzeichen in Deutschland eingeführt werden. Wie sich das auf die Klassiker-Szene übertragen lässt, ob damit H-Kennzeichen und/oder rote 07 überflüssig wird, weiß bis jetzt noch niemand. Auch dazu stehen die genauen Kriterien bis jetzt noch nicht fest. Seit Jahrzehnten schreien die Oldtimer-Lobbyisten nach dem Wechselkennzeichen (nach schweizer Vorbild) und nun, wo es so weit ist, scheint es niemanden zu kümmern . . .

Mit alter Schrift für alte Autos

Von Jörg Enger | 24. Mai, 2010

P1010002DIN 1451 – da weiß doch gleich jeder, was gemeint ist – oder etwa nicht? Nun das ist die Bezeichnung für die Schrift, die auf Kennzeichen vor dem 1. November 2000 augegeben wurden. Bereits Anfang des letzten Jahres kristallisierte sich bei der Umfrage des DEUVET heraus, dass das authentische Erscheinungsbild des Oldtimers für die Oldtimerszene von besonders hohem Stellenwert ist. Dieses besondere Interesse bezieht sich bei den Fahrzeughaltern nicht nur das Fahrzeug selbst, sondern vor allem auch auf authentische Kennzeichenschilder ohne blaues Eurofeld und in alter DIN 1451 Mittelschrift auf dem Kennzeichen. Durch den DEUVET wurde dieses Anliegen an die einzelnen Bundesländer herangetragen. Als erstes Bundesland hat nun der traditionell oldtimerfreundliche Stadtstaat Bremen reagiert. Der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa der freien Hansestadt hat eine Ausnahmeregelung für Oldtimer mit H-Kennzeichen und Rotem 07-Kennzeichen erlassen. Danach können auf Antrag Halter dieser Fahrzeuge Kennzeichenschilder mit alter Schriftart und ohne blaues Eurofeld erhalten. Auch wer schon ein neues Kennzeichen mit Eurofeld an seinem Oldtimer hat, wurde nicht vergessen. Selbst diese Halter können einen entsprechenden Antrag auf Zuteilung eines Kennzeichens in alter Ausführung stellen. Für den Antrag fällt eine Gebühr in Höhe von 100,00 Euro an. Eine einmalige Investition, die viele Oldtimerfahrer sicher gerne tätigen, um dem historischen Erscheinungsbild ihres Fahrzeuges gerecht zu werden.
Vorkriegskennzeichen oder die Kennzeichen der Besatztungszeit werden aber troz aller Freundlichkeit nicht erlaubt werden.

Wildunfall und die Folgen

Von Jörg Enger | 21. Mai, 2010

UnfallbildUnfälle sind nie schön! Doch wie verhält man sich richtig, wenn der Fall eintritt. Autorechtaktuell.de gab jetzt die Regeln für Wildunfälle bekannt. Nach einem Wildunfall darf ein Autofahrer ein verendetes oder verletztes Tier nicht einfach auf der Straße liegen lassen und weiterfahren. Er verstößt sonst gegen § 32 der Straßenverkehrsordnung (StVO), der das Liegenlassen „verkehrsgefährdender Gegenstände“ verbietet.
Sollte ein nachfolgendes Fahrzeug mit dem liegengelassenen Tier kollidieren, so trägt der erste Fahrer eine Mithaftung für den Folgeunfall und die dabei entstehenden Schäden. So entschied das Landgericht Saarbrücken in einem aktuellen Urteil vom 9. April 2010 (AZ: 13 S 219/09).
Gefahren werden unterschätzt
Im vorliegenden Fall (weiterlesen…)

Doppelt verkaufte Pagode

Von Jörg Enger | 16. April, 2010

Archivbild aus Werbebroschüre

Archivbild aus Werbebroschüre

Für seinen Oldtimer, einen „Mercedes-Benz Pagode 230 SL, Baujahr 1965”, kassierte ein 31-jähriger aus Neufahrn bei Freising gleich bei zwei Käufern ab. Wegen Unterschlagung handelte sich der Mann jetzt beim Landgerichts Landshut eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten ein.
Bereits im August 2007 verkaufte der junge Mann den reparaturbedürftigen Oldtimer an einen Berliner Filmemacher für 2500 Euro und übergab ihm auch den Fahrzeugbrief. Der Käufer wollte das Fahrzeug allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt nach Berlin verfrachten und so einigte man sich darauf, dass es bis zur Abholung in der Neufahrner Garage stehen bleiben sollte. Als der Berliner Käufer den Wagen dann im Dezember abholen wollte, fand er die Garage leer vor. Der Vorbesitzer – inzwischen in Italien residierend – hatte das Gefährt an einen unbekannten Dritten weiterverkauft.
Vor der fünften Strafkammer des Landgerichts wehrte sich der Verkäufer gegen den Unterschlagungsvorwurf: Er habe den Oldtimer, der unter Liebhabern auf einen Wert von bis zu 9000 Euro geschätzt worden sei, für 7500 Euro an den Filmemacher verkauft. Die 2500 Euro seien lediglich (weiterlesen…)

/8 Coupé vom Hof gestohlen

Von Jörg Enger | 13. April, 2010

230 CE /8

280 CE /8

Bereits in der Nacht zum Ostersonntag zwischen 21:00 Uhr und 10:45 Uhr wurde im Gewerbegebiet am Heerweg in Papenburg von einem Firmengelände ein Mercedes-Benz Typ 280 CE entwendet. Das schwarze Fahrzeug war unter einer Plane abgestellt. Nach den bisherigen Feststellungen der Polizei durchschnitten die unbekannten Täter den Maschendrahtzaun und gelangten so auf das Firmengelände. Dort zerschlugen sie eine Scheibe des Fahrzeugs. Da der Vergaser des Autos defekt und der Wagen deshalb nicht fahrbereit war, geht die Polizei davon aus, dass der Mercedes mit einem Anhänger abtransportiert worden sein muss.
Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, oder verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizei in Papenburg unter der Telefonnummer 04961/9260 zu melden.

Kein Schadenersatz für Unikate

Von Jörg Enger | 2. April, 2010

Test nach Produktionsende: 170 S

Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 2. März klargestellt, dass für die fiktive Abrechnung eines Unfallschadens mit wirtschaftlichem Totalschaden grundsätzlich nur der Wiederbeschaffungswert anzusetzen ist. Die höheren Kosten für die tatsächliche Wiederherstellung eines Oldtimers, von dem ein baugleiches Modell nicht mehr zu beschaffen ist, muss die ersatzpflichtige Versicherung dagegen nicht ersetzen (AZ: VI ZR 144/09).
Der Kläger war Eigentümer eines Wartburgs 353, Erstzulassung 1966, ausgestattet mit Rahmen- und Sonderausrüstungen eines Wartburg 353 W. Dieses Fahrzeug erlitt bei einem Verkehrsunfall einen wirtschaftlichen Totalschaden. Der Wiederbeschaffungswert wurde vom Kläger mit 1.250 Euro ermittelt. Dieser Betrag wurde von der Beklagten an den Kläger vorgerichtlich erstattet.
Der Kläger verlangte jedoch weiteren Schadensersatz in Höhe der Differenz zu den ermittelten Netto-Reparaturkosten in Höhe von 2.462,90 Euro. Ein vergleichbares Fahrzeug sei nach Aussage des Klägers auf dem Gebrauchtwagenmarkt nicht zu erwerben. Um das beschädigte Fahrzeug wiederherzustellen, sei es erforderlich, einen Wartburg 353 zu erwerben und diesen dann mit Originalteilen auf einen Wartburg 353 W umzubauen.
Wiederbeschaffungswert ist entscheidend
Der BGH entschied, dass der Kläger lediglich Anspruch auf Schadensersatz in Höhe des Wiederbeschaffungswerts habe. Dies gelte unabhängig davon, ob eine Wiederherstellung möglich sei oder nicht. Ein Ersatz (weiterlesen…)

Sicherer mit Kaufvertrag

Von Jörg Enger | 21. März, 2010

KaufvertragWer als Privatmann ein Auto kauft oder verkauft, muss vieles bedenken. Damit beim Autoverkauf von privat an privat nichts schiefgeht, sollte man zu einem Musterkaufvertrag greifen, rät HUK-Coburg. Wird ein Fahrzeug vom Privatmann gekauft, geht automatisch auch der dazugehörige Versicherungsvertrag an den neuen Besitzer über.
Am einfachsten ist es für beide Seiten, auf einen fertigen Kaufvertrag zurückzugreifen, wie er von manchen Versicherern kostenlos im Internet zur Verfügung gestellt wird. Man sollte darauf achten, dass der Kaufvertrag Veräußerungsanzeigen enthält, raten die Experten. Die trennt der Verkäufer nach Vertragsabschluss ab und schickt je ein Exemplar an den Versicherer und eins an die Zulassungsbehörde.
Zudem sollte der Kaufvertrag einen Passus zum Versicherungsschutz enthalten, in dem erklärt wird, ob der Vertrag fortgeführt wird oder ob der Käufer sein Sonderkündigungsrecht wahrnimmt. Ohne eine solche Erklärung ist nicht auszuschließen, bis zum Jahresende noch für Versicherungsprämien oder Kfz-Steuern zur Kasse gebeten zu werden, falls der Käufer die Ummeldung seines neuen Fahrzeugs “vergisst”.
Bevor mit der Neuerwerbung gestartet wird, sollte unbedingt der Versicherungsschutz des Fahrzeugs überprüft werden und ein Blick auf die Kennzeichen geworfen werden, die einen amtlichen Stempel tragen müssen. Kommt es vor der Ummeldung zu einem Unfall und das Auto ist nicht ordnungsgemäß versichert, könnte der Schaden zulasten des Käufers gehen.

Unbenutzt aber nicht neu!

Von Jörg Enger | 3. März, 2010

AltreifenImmer wieder tauchen bestimmte Reifenfragen auf. Wie alt darf ein Reifen sein? Welche Qualitätsunterschiede gibt es? Wie wirkt sich das Alter eines Reifens auf dessen Leistung aus? Und vieles mehr. Hier nun die rechtliche Seite, die auch für private Anbieter gültig ist.
Das Amtsgericht (AG) Starnberg hat entschieden, dass Reifen unter bestimmten Umständen nicht mehr als Neureifen verkauft werden dürfen. Bei derartigen Reifen habe der Käufer einen Anspruch auf Preisminderderung. Der Durchschnittskäufer dürfe beim Kauf von Neureifen davon ausgehen, auch Reifen zu erhalten, die dem neuesten, werbemäßig angepriesenen Stand der Technik entsprechen, begründete das Gericht seinen Urteilsspruch vom 16. Dezember 2009 (AZ: 6 C 1725/09).
Im konkreten Fall schloss der Kläger am 29. April 2008 einen Kaufvertrag über einen Satz neuer Sommerreifen ab, von denen jedenfalls zwei Reifen bereits im Jahr 2005 hergestellt wurden. Diesen Reifen sprach das Gericht die Neuwertigkeit ab. Der Käufer habe insoweit einen Anspruch auf Kaufpreisminderung.
Zwar sei bei sachgemäßer Lagerung gemäß DIN 7716 bzw. ISO 2230 ein Reifen bis zu einer Lagerdauer von (weiterlesen…)

Oldtimer-Vortrag des TÜV SÜD auf der Retro Classics

Von Redaktion | 19. Februar, 2010

matthias-gerst

Oldtimer zaubern ein Lächeln auf sein Gesicht: Matthias Gerst von TÜV SÜD

Auf der großen süddeutschen Oldtimermesse Retro Classics, welche vom 11.03. bis zum 14.03.2010 wieder in den neuen Messehallen am Stuttgarter Flughafen stattfinden wird, ist der TÜV SÜD mit einem großen Besucherstand wieder für seine Kunden präsent. Mit dieser schon vor vielen Jahren eingeführten Einrichtung werden die Mitarbeiter/innen des TÜV SÜD Rede und Antwort stehen sowie Dienstleistungen wie Datenblätter, Gutachten und vieles andere präsentieren.

Darüber hinaus bietet unser Oldtimer-Spezialist von TÜV SÜD und Moderator des TÜV-Forums im internationalen Mercedes-Benz Club-Forum, Matthias Gerst, am Samstag, den 13.03. gegen 12.30 Uhr einen Oldtimer-Vortrag mit dem Titel „Faszination Oldtimer“ auf der Publikumsbühne an, mit vielen Bild-Beispielen aus seiner 30-jährigen Tätigkeit auf diesem Gebiet.

Außerdem gibt es am Donnerstag, den 11.03. gegen 16 Uhr eine Podiumsdiskussion über das Thema „Import von Oldtimern“, zu dem TÜV SÜD alle Zuhörer/innen herzlich einlädt.

Farben in den Fahrzeugunterlagen

Von Jörg Enger | 9. Februar, 2010

FarbtöpfeIn deutschen Fahrzeugpapieren finden sich viele Angaben und manche davon sind unumstößlich. Andere hingegen können mit etwas Aufwand schnell geändert werden. Während beim Wechsel von Reifen und Felge jedem sofort klar ist, das muss eingetragen werden, denkt daran wohl kaum jemand bei der Neu/Umlakierung seines Fahrzeugs. Doch auch die Fahrzeugfarbe findet sich im früheren Fahrzeugschein genauso wie in der aktuellen Zulassungsbescheinigung Teil I.
Wie diese Faben aber verschlüsselt sind, und wieviele es gibt, wie sie zugeordnet werden, darüber herrscht viel Unklarheit. Geregelt ist dies in der StVZO und zwar in der jüngsten Überarbeitung aus dem Jahr 1995.
Wir haben hier einmal den genauen Text und die Zuordnung aufgelistet:
“Aus gegebenem Anlass weist das KBA darauf hin, dass bei Begutachtungen nach §21 StVZO die Schlüssel – Nr. der Farbe von Pkw (einschl. Pkw-Kombi) im Gutachten aufzunehmen ist. Die Eintragung erfolgt (weiterlesen…)

Kommt das Wechselkennzeichen in Deutschland?

Von Jörg Enger | 5. Februar, 2010

Ramsauer offen für Wechselkennzeichen

Verkehrminster Dr. Peter Ramsauer

Verkehrminster Dr. Peter Ramsauer

Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer steht der Einführung von Wechselkennzeichen positiv gegenüber. Das Thema müsse ergebnisoffen und wohlwollend diskutiert werden, sagte Ramsauer beim Neujahrsempfang des Bayerischen Kfz-Gewerbes am Montagabend in München. „Ich bin kein Verhinderer, haben Sie Geduld.“
Allerdings verwies der Verkehrminister auch darauf, dass dies kein neues Thema sei. „Mein Amtsvorgänger hat es abgelehnt.“ Nun müsse die Sache mit allen Beteiligten diskutiert werden. Dabei müsse mit den Versicherern besprochen werden, was möglich sei. Zudem seien die Bedenken des Kraftfahrtbundesamtes bezüglich der Dokumentation von HU-Fristen auszuräumen.
Ramsauer ging als Hauptredner der Veranstaltung vor etwa 900 Gästen direkt auf die Forderungen des Bayerischen Kfz-Gewerbes ein. Zum fünften Mal veranstaltete der Landesverband den Empfang mit hochkarätigen Gästen, darunter ZDK-Präsident Robert Rademacher und ZDK-Ehrenpräsident Fritz Haberl.

VDA zieht nach Berlin

Von Jörg Maschke | 4. Februar, 2010

VDA BerlinSechzig Jahre fühlte sich der Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) in Frankfurt/Main wohl, jetzt zieht es die Damen und Herren in die Hauptstadt an die Spree. Ende Februar führt man die bisherigen drei Standorte zentral an einer Stelle in Berlin-Mitte zusammen. Die neue Anschrift ab dem 1.3.2010 lautet dann:

Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
Behrenstraße 35
10117 Berlin
Postfach 8 04 62
10004 Berlin
Tel.: 030 / 89 78 42-0
Fax: 030 / 89 78 42-600
E-Mail: info@vda.de
Internet www.vda.de

Die Kontaktdaten für den Fachbereich Historische Fahrzeuge sind wie folgt:

Tel: 030 / 89 78 42-380
Fax: 030 / 89 78 42-606
E-Mail: roehrig@vda.de

Der VDA bittet uns, die neue Anschrift bereits jetzt vorzumerken und entsprechend weiter zu tragen.

Zwei 300 SL von Polizei sichergestellt

Von Jörg Enger | 21. Januar, 2010

300 SL gestohlen und beschlagnahmt 3Nach intensiven Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin wegen Diebstahls hochwertiger Oldtimer nahmen Polizeibeamte der Direktion 2 in der vergangenen Woche einen 46-Jährigen in Kladow fest. Dies teilte die Berliner Polizei am Montag mit. Im vergangenen Jahr waren in Berlin zwei Mercedes-Benz 300 SL Roadster300 SL gestohlen und beschlagnahmt 2300 SL gestohlen und beschlagnahmt 1 300 SL gestohlen und beschlagnahmt 4im Gesamtwert von 880.000 Euro gestohlen worden. Die Fahnder ermittelten den 46-jährigen deutschen Staatsangehörigen, der zwischenzeitlich in Berlin ohne festen Wohnsitz war. Mit auf Antrag der Staatsanwaltschaft erlangten richterlichen Beschlüssen durchsuchten die Beamten am vergangenen Mittwoch zwei Anschriften in Berlin und beschlagnahmten neben den wertvollen Autos weiteres umfangreiches Beweismaterial. Der 46-Jährige wurde angetroffen und festgenommen. Er wurde am Freitag einem Richter vorgeführt und erhielt Haftbefehl.

Mit 07er in der EU unterwegs?

Von Jörg Maschke | 11. Dezember, 2009

07er KennzeichenDer DEUVET bleibt am Ball, wenn es um das Thema >>Nutzung der roten 07-Nummer im Ausland<< geht. Während der Tagung des Bundesfachausschuss Verkehrspolitik der FDP in Berlin konnte DEUVET-Vizepräsident Peter Schneider mit der neu gewählten Europaabgeordneten Gesine Meißner das Thema 07-Nummer im Ausland ansprechen. Bereits 2008 hatte der damalige Europaabgeordnete Willem Schuth versucht hier eine bessere Lösung bei den Nachbarländern zu erreichen. Peter Schneider erläuterte die Probleme, die es derzeit in einigen Nachbarländern gibt. Ausführlich erklärte er die Notwendigkeit der Nutzung der roten 07-Nummer im Ausland. Frau Meißner erhielt den bisherigen Schriftverkehr und die Stellungnahme des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Sie wird sich darum bemühen, in dieser Angelegenheit eine für die Oldtimerbesitzer zufriedenstellende Regelung europaweit zu erreichen.

Gas und H-Kennzeichen, der DEUVET informiert

Von Jörg Maschke | 8. Dezember, 2009

Einer unser erfolgreichsten Artikel (”Pingback”-Meister, also diverse Verlinkungen anderer Interentseiten zu unserem Artikel) erhält aktuellste Hintergrundinformationen vom Bundesverband DEUVET, die wir hier natürlich gerne sofort weitergeben.
DeuvetIn den vergangenen Jahren ist es zunehmend attraktiv geworden, Alltagsautos mit einer Gasanlage auszurüsten. Im Gasbetrieb lassen sich die Ausgaben für Treibstoff um etwa die Hälfte senken – da hat man selbst bei mittleren Laufleistungen die Kosten der Umrüstung bald wieder eingefahren.

Eine neuere Entwicklung ist die Idee, auch Oldtimer mit Gasanlagen auszustatten. Das ist völlig verständlich: Natürlich rollt der Besitzer eines Opel Diplomat, eines Robur Ello-Transporters oder eines Buick Riviera viel entspannter zur Tankstelle, wenn er eine nur halb so hohe Rechnung erwartet. Kombiniert mit dem H-Kennzeichen erreicht er dann die perfekte Spar-Lösung. An dieser Stelle möchte allerdings der Gesetzgeber ein Wörtchen mitreden. Seit dem 1. April 2006 gibt es überarbeitete Vorschriften für Gasanlagen zum Antrieb von Kraftfahrzeugen. Diese Neufassung vereinfacht die Genehmigung, den Einbau und die Prüfung von Gasanlagen und Gasnachrüstsystemen. Wesentliche Anregungen dazu gab der Arbeitskreis “Gas” des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Zu diesem Arbeitskreis gehörten Vertreter des BMVBS, der Fahrzeughersteller und -importeure, der Fahrzeugüberwacher und des Kfz-Gewerbes. Man kann davon ausgehen, dass die Neufassung Hand und Fuß hat. Der Arbeitskreis blieb auch nach dem 1. April 2006 aktiv, um Antworten auf Fragen zu geben, die sich in der Praxis stellen. Eine dieser Fragen betrifft die Installation von Gasanlagen in historisch (weiterlesen…)