Mercedes-Benz Oldtimer-Newsticker

News für Oldtimer-Interessierte & Mercedes-Benz Liebhaber
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Archiv der Kategorie ‘Recht‘

Unbenutzt aber nicht neu!

Von Jörg Enger am 3. März 2010

AltreifenImmer wieder tauchen bestimmte Reifenfragen auf. Wie alt darf ein Reifen sein? Welche Qualitätsunterschiede gibt es? Wie wirkt sich das Alter eines Reifens auf dessen Leistung aus? Und vieles mehr. Hier nun die rechtliche Seite, die auch für private Anbieter gültig ist.
Das Amtsgericht (AG) Starnberg hat entschieden, dass Reifen unter bestimmten Umständen nicht mehr als Neureifen verkauft werden dürfen. Bei derartigen Reifen habe der Käufer einen Anspruch auf Preisminderderung. Der Durchschnittskäufer dürfe beim Kauf von Neureifen davon ausgehen, auch Reifen zu erhalten, die dem neuesten, werbemäßig angepriesenen Stand der Technik entsprechen, begründete das Gericht seinen Urteilsspruch vom 16. Dezember 2009 (AZ: 6 C 1725/09).
Im konkreten Fall schloss der Kläger am 29. April 2008 einen Kaufvertrag über einen Satz neuer Sommerreifen ab, von denen jedenfalls zwei Reifen bereits im Jahr 2005 hergestellt wurden. Diesen Reifen sprach das Gericht die Neuwertigkeit ab. Der Käufer habe insoweit einen Anspruch auf Kaufpreisminderung.
Zwar sei bei sachgemäßer Lagerung gemäß DIN 7716 bzw. ISO 2230 ein Reifen bis zu einer Lagerdauer von Den ganzen Beitrag lesen »

Oldtimer-Vortrag des TÜV SÜD auf der Retro Classics

Von Redaktion am 19. Februar 2010
matthias-gerst

Oldtimer zaubern ein Lächeln auf sein Gesicht: Matthias Gerst von TÜV SÜD

Auf der großen süddeutschen Oldtimermesse Retro Classics, welche vom 11.03. bis zum 14.03.2010 wieder in den neuen Messehallen am Stuttgarter Flughafen stattfinden wird, ist der TÜV SÜD mit einem großen Besucherstand wieder für seine Kunden präsent. Mit dieser schon vor vielen Jahren eingeführten Einrichtung werden die Mitarbeiter/innen des TÜV SÜD Rede und Antwort stehen sowie Dienstleistungen wie Datenblätter, Gutachten und vieles andere präsentieren.

Darüber hinaus bietet unser Oldtimer-Spezialist von TÜV SÜD und Moderator des TÜV-Forums im internationalen Mercedes-Benz Club-Forum, Matthias Gerst, am Samstag, den 13.03. gegen 12.30 Uhr einen Oldtimer-Vortrag mit dem Titel „Faszination Oldtimer“ auf der Publikumsbühne an, mit vielen Bild-Beispielen aus seiner 30-jährigen Tätigkeit auf diesem Gebiet.

Außerdem gibt es am Donnerstag, den 11.03. gegen 16 Uhr eine Podiumsdiskussion über das Thema „Import von Oldtimern“, zu dem TÜV SÜD alle Zuhörer/innen herzlich einlädt.

Farben in den Fahrzeugunterlagen

Von Jörg Enger am 9. Februar 2010

FarbtöpfeIn deutschen Fahrzeugpapieren finden sich viele Angaben und manche davon sind unumstößlich. Andere hingegen können mit etwas Aufwand schnell geändert werden. Während beim Wechsel von Reifen und Felge jedem sofort klar ist, das muss eingetragen werden, denkt daran wohl kaum jemand bei der Neu/Umlakierung seines Fahrzeugs. Doch auch die Fahrzeugfarbe findet sich im früheren Fahrzeugschein genauso wie in der aktuellen Zulassungsbescheinigung Teil I.
Wie diese Faben aber verschlüsselt sind, und wieviele es gibt, wie sie zugeordnet werden, darüber herrscht viel Unklarheit. Geregelt ist dies in der StVZO und zwar in der jüngsten Überarbeitung aus dem Jahr 1995.
Wir haben hier einmal den genauen Text und die Zuordnung aufgelistet:
“Aus gegebenem Anlass weist das KBA darauf hin, dass bei Begutachtungen nach §21 StVZO die Schlüssel – Nr. der Farbe von Pkw (einschl. Pkw-Kombi) im Gutachten aufzunehmen ist. Die Eintragung erfolgt Den ganzen Beitrag lesen »

Kommt das Wechselkennzeichen in Deutschland?

Von Jörg Enger am 5. Februar 2010

Ramsauer offen für Wechselkennzeichen

Verkehrminster Dr. Peter Ramsauer

Verkehrminster Dr. Peter Ramsauer

Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer steht der Einführung von Wechselkennzeichen positiv gegenüber. Das Thema müsse ergebnisoffen und wohlwollend diskutiert werden, sagte Ramsauer beim Neujahrsempfang des Bayerischen Kfz-Gewerbes am Montagabend in München. „Ich bin kein Verhinderer, haben Sie Geduld.“
Allerdings verwies der Verkehrminister auch darauf, dass dies kein neues Thema sei. „Mein Amtsvorgänger hat es abgelehnt.“ Nun müsse die Sache mit allen Beteiligten diskutiert werden. Dabei müsse mit den Versicherern besprochen werden, was möglich sei. Zudem seien die Bedenken des Kraftfahrtbundesamtes bezüglich der Dokumentation von HU-Fristen auszuräumen.
Ramsauer ging als Hauptredner der Veranstaltung vor etwa 900 Gästen direkt auf die Forderungen des Bayerischen Kfz-Gewerbes ein. Zum fünften Mal veranstaltete der Landesverband den Empfang mit hochkarätigen Gästen, darunter ZDK-Präsident Robert Rademacher und ZDK-Ehrenpräsident Fritz Haberl.

VDA zieht nach Berlin

Von Jörg Maschke am 4. Februar 2010

VDA BerlinSechzig Jahre fühlte sich der Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) in Frankfurt/Main wohl, jetzt zieht es die Damen und Herren in die Hauptstadt an die Spree. Ende Februar führt man die bisherigen drei Standorte zentral an einer Stelle in Berlin-Mitte zusammen. Die neue Anschrift ab dem 1.3.2010 lautet dann:

Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
Behrenstraße 35
10117 Berlin
Postfach 8 04 62
10004 Berlin
Tel.: 030 / 89 78 42-0
Fax: 030 / 89 78 42-600
E-Mail: info@vda.de
Internet www.vda.de

Die Kontaktdaten für den Fachbereich Historische Fahrzeuge sind wie folgt:

Tel: 030 / 89 78 42-380
Fax: 030 / 89 78 42-606
E-Mail: roehrig@vda.de

Der VDA bittet uns, die neue Anschrift bereits jetzt vorzumerken und entsprechend weiter zu tragen.

Zwei 300 SL von Polizei sichergestellt

Von Jörg Enger am 21. Januar 2010

300 SL gestohlen und beschlagnahmt 3Nach intensiven Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin wegen Diebstahls hochwertiger Oldtimer nahmen Polizeibeamte der Direktion 2 in der vergangenen Woche einen 46-Jährigen in Kladow fest. Dies teilte die Berliner Polizei am Montag mit. Im vergangenen Jahr waren in Berlin zwei Mercedes-Benz 300 SL Roadster300 SL gestohlen und beschlagnahmt 2300 SL gestohlen und beschlagnahmt 1 300 SL gestohlen und beschlagnahmt 4im Gesamtwert von 880.000 Euro gestohlen worden. Die Fahnder ermittelten den 46-jährigen deutschen Staatsangehörigen, der zwischenzeitlich in Berlin ohne festen Wohnsitz war. Mit auf Antrag der Staatsanwaltschaft erlangten richterlichen Beschlüssen durchsuchten die Beamten am vergangenen Mittwoch zwei Anschriften in Berlin und beschlagnahmten neben den wertvollen Autos weiteres umfangreiches Beweismaterial. Der 46-Jährige wurde angetroffen und festgenommen. Er wurde am Freitag einem Richter vorgeführt und erhielt Haftbefehl.

Mit 07er in der EU unterwegs?

Von Jörg Maschke am 11. Dezember 2009

07er KennzeichenDer DEUVET bleibt am Ball, wenn es um das Thema >>Nutzung der roten 07-Nummer im Ausland<< geht. Während der Tagung des Bundesfachausschuss Verkehrspolitik der FDP in Berlin konnte DEUVET-Vizepräsident Peter Schneider mit der neu gewählten Europaabgeordneten Gesine Meißner das Thema 07-Nummer im Ausland ansprechen. Bereits 2008 hatte der damalige Europaabgeordnete Willem Schuth versucht hier eine bessere Lösung bei den Nachbarländern zu erreichen. Peter Schneider erläuterte die Probleme, die es derzeit in einigen Nachbarländern gibt. Ausführlich erklärte er die Notwendigkeit der Nutzung der roten 07-Nummer im Ausland. Frau Meißner erhielt den bisherigen Schriftverkehr und die Stellungnahme des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Sie wird sich darum bemühen, in dieser Angelegenheit eine für die Oldtimerbesitzer zufriedenstellende Regelung europaweit zu erreichen.

Gas und H-Kennzeichen, der DEUVET informiert

Von Jörg Maschke am 8. Dezember 2009

Einer unser erfolgreichsten Artikel (”Pingback”-Meister, also diverse Verlinkungen anderer Interentseiten zu unserem Artikel) erhält aktuellste Hintergrundinformationen vom Bundesverband DEUVET, die wir hier natürlich gerne sofort weitergeben.
DeuvetIn den vergangenen Jahren ist es zunehmend attraktiv geworden, Alltagsautos mit einer Gasanlage auszurüsten. Im Gasbetrieb lassen sich die Ausgaben für Treibstoff um etwa die Hälfte senken – da hat man selbst bei mittleren Laufleistungen die Kosten der Umrüstung bald wieder eingefahren.

Eine neuere Entwicklung ist die Idee, auch Oldtimer mit Gasanlagen auszustatten. Das ist völlig verständlich: Natürlich rollt der Besitzer eines Opel Diplomat, eines Robur Ello-Transporters oder eines Buick Riviera viel entspannter zur Tankstelle, wenn er eine nur halb so hohe Rechnung erwartet. Kombiniert mit dem H-Kennzeichen erreicht er dann die perfekte Spar-Lösung. An dieser Stelle möchte allerdings der Gesetzgeber ein Wörtchen mitreden. Seit dem 1. April 2006 gibt es überarbeitete Vorschriften für Gasanlagen zum Antrieb von Kraftfahrzeugen. Diese Neufassung vereinfacht die Genehmigung, den Einbau und die Prüfung von Gasanlagen und Gasnachrüstsystemen. Wesentliche Anregungen dazu gab der Arbeitskreis “Gas” des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Zu diesem Arbeitskreis gehörten Vertreter des BMVBS, der Fahrzeughersteller und -importeure, der Fahrzeugüberwacher und des Kfz-Gewerbes. Man kann davon ausgehen, dass die Neufassung Hand und Fuß hat. Der Arbeitskreis blieb auch nach dem 1. April 2006 aktiv, um Antworten auf Fragen zu geben, die sich in der Praxis stellen. Eine dieser Fragen betrifft die Installation von Gasanlagen in historisch Den ganzen Beitrag lesen »

Autogas und H-Kennzeichen

Von Jörg Enger am 23. November 2009

Im Rahmen unserer Berichterstattung kamen schon mehrere Artikel zum Thema Autogas. Jetzt hat der DEUVET die neueste gültige Fassung komuniziert, die wir hier präsentieren:

“In den vergangenen Jahren ist es zunehmend attraktiv geworden, Alltagsautos mit einer Gasanlage auszurüsten.

Im Gasbetrieb lassen sich die Ausgaben für Treibstoff um etwa die Hälfte senken – da hat man selbst bei mittleren Laufleistungen die Kosten der Umrüstung bald wieder eingefahren.
Eine neuere Entwicklung ist die Idee, auch Oldtimer mit Gasanlagen auszustatten. Das ist völlig verständlich: Natürlich rollt der Besitzer eines Opel Diplomat, eines Robur Ello-Transporters oder eines Buick Riviera viel entspannter zur Tankstelle, wenn er eine nur halb so hohe Rechnung erwartet. Kombiniert mit dem H-Kennzeichen erreicht er dann die perfekte Spar-Lösung.
An dieser Stelle möchte allerdings der Gesetzgeber ein Wörtchen mitreden.
Seit dem 1. April 2006 gibt es überarbeitete Vorschriften für Gasanlagen zum Antrieb von Kraftfahrzeugen. Diese Neufassung vereinfacht die Genehmigung, den Einbau und die Prüfung von Gasanlagen und Gasnachrüstsystemen. Wesentliche Anregungen dazu gab der Arbeitskreis “Gas” des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Zu diesem Arbeitskreis gehörten Vertreter des BMVBS, der Fahrzeughersteller und -importeure, der Fahrzeugüberwacher und des Kfz-Gewerbes. Man kann davon ausgehen, dass die Neufassung Hand und Fuß hat.
Der Arbeitskreis blieb auch nach dem 1. April 2006 aktiv, um Antworten auf Fragen zu geben, die sich in der Praxis stellen. Eine dieser Fragen betrifft die Installation von Gasanlagen in historisch zugelassenen Oldtimern. Die Antwort wird Den ganzen Beitrag lesen »

Umweltzonen-Routenplaner vom ADAC

Von Jörg Maschke am 22. November 2009

Umweltzonen_ADAC_MapsDer Herbst ist die bevorzugte Zeit für Städtereisen. In immer mehr deutschen Orten gibt es jedoch Umweltzonen. Wo diese sind und wer sie mit welcher Plakette befahren darf, erfahren Reisende jetzt bei ADAC Maps. In diesem digitalen Kartensystem sind die betroffenen Stadtgebiete farblich gekennzeichnet und weiterführende Informationen geben detailliert Aufschluss über die Plakettenpflicht und ihre Ausnahmen. Unter www.adac.de/maps können die Bestimmungen zu allen deutschen Städten abgerufen werden.

Wer vor jeder längeren Autofahrt ADAC Maps anklickt, ist besser informiert. Die interaktive Karte lässt sich stufenlos vergrößern und verkleinern. Sie zeigt Verkehrsinformationen auf dem Weg und im Umkreis, Baustellen oder Raststätten und Tankstellen an. Die schnellste Route zum Urlaubsziel lässt sich über ADAC Maps einfach und schnell planen. Streckenlänge, Fahrtdauer und eventuelle Mautgebühren geben Autofahrern einen Überblick über die bevorstehende Reise.

Insgesamt 30 Kategorien bieten alles Wissenswerte zu Städten oder Regionen. Das Wetter kann ebenso abgefragt werden, wie wichtige Sehenswürdigkeiten, deren Öffnungszeiten oder Eintrittspreise. Zusätzlich stehen Bilder, Reisefilme sowie Web- und TrafficCams bereit. Außerdem lassen sich Satellitenkarten aktivieren.

Wertminderung bei Unfallschaden

Von Jörg Enger am 15. November 2009
Test nach Produktionsende: 170 S

Test nach Produktionsende: 170 S

Diese Nachricht ist sowohl für die Besitzer älterer Gebraucht-wagen, als auch für Oldie-Eigner wichtig. Das Landgericht Berlin hat dem Besitzer eines elf jahre alten Fahrzeugs, das durch einen Unfall stark beschädigt wurde, den Anspruch auf Ersatz der Wertminderung bei einem möglichen späteren Verkauf zugesprochen (AZ: 41 S 15/09). In ihrer Entscheidung vom 25. Juni folgten die Richter der entsprechenden Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs.
Bis vor einigen Jahren herrschte hinsichtlich einer merkantilen Wertminderung noch die Auffassung vor, dass sie nur bei relativ neuen Fahrzeugen zum Tragen käme. Die Grenze wurde häufig bei einem Alter von 7 Jahren und einer Laufleistung von 100.000 Kilometern gezogen. Der Bundesgerichtshof hat dieser Praxis mit seinem Urteil vom 23.11.2004 (AZ: VI ZR 357/04) definitiv eine Absage erteilt und schematische Grenzen verworfen. Neue Orientierungswerte gaben sie nicht vor. Entscheidend sei allein, inwiefern sich ein Unfallschaden Den ganzen Beitrag lesen »

PS bleibt zulässig

Von Jörg Enger am 24. Oktober 2009
                Quelle: www.langer-bernd.de
Quelle: www.langer-bernd.de

Bereits seit Jahrzehnten werden Motorleistungen in kW (kiloWatt) als Maßeinheit angegeben. Trotzdem geht mit der Geschichte des Automobils die Angabe der PS (PferdeStärken) einher, da ja der pferdelose Wagen mit den traditionellen Kutschen gemessen werden musste. Das hat sich über fast ein Jahrhundert in den Köpfen der Menschen manifestiert und viele können mit der kW-Angabe auch heute noch nichts anfangen. Daher dürfen Händler und Hersteller die Leistungsangabe für das Motoraggregat weiterhin in „kW“ und „PS“ angeben, soweit die Angabe der gesetzlichen Einheit „kW“ hervorgehoben ist. Durch die dritte Verordnung zu Änderung der Einheitenverordnung sei die ursprüngliche Befristung bis zum 31.12.2009 aufgehoben worden, meldet die Zentralvereinigung des Kraftfahrzeuggewerbes zur Aufrechterhaltung lauteren Wettbewerbs (ZLW).
Entsprechend heißt es § 3 der Anfang Oktober veröffentlichten dritten Verordnung: „Soweit nach den §§ 1 und 2 des Einheiten- und Zeitgesetzes Größen in gesetzlichen Einheiten anzugeben sind, ist die zusätzliche Verwendung anderer als der gesetzlichen Einheiten nur gestattet, wenn die Angabe in der gesetzlichen Einheit hervorgehoben ist.“

Führerscheine im Museum

Von Jörg Enger am 9. Oktober 2009

zzfuhrerschein3Seinen 100. Geburtstag feierte im Mai der amtliche Führerschein in Deutschland, ohne den sich ein moderner mobiler Bürger heute nur wie ein halber Mensch fühlt. Mehr als 100 historische Führerscheine kann man seit dem 3. September bis 7. Februar 2010 in einer Sonderausstellung des Verkehrszentrums im Deutschen Museum in München betrachten.
Bevor das kaiserliche „Gesetz über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen“ vom 3. Mai 1909 eine für ganz Deutschland geltende einheitliche Regelung für den Führerschein schuf, gab es eine wahre Flut von Ausweisen und Erlaubnissen in den vielen Verwaltungsgebieten des Deutschen Reiches. Zu ihnen gehörten unter anderem die vier Königreiche Preußen, Bayern, Württemberg und Sachsen sowie elf Herzog- und sieben Fürstentümer. Die Ausstellung zeigt unter anderem über 100 historische Führerscheine, Emaille-Straßenschilder mit Werbeaufdrucken, Zeiger-Ampeln, Fahrschul-Modelle, alte Verkehrsfilme und die Entwicklung der Fahrschulen im Laufe der Epochen. Bildtafeln erzählen die Geschichte des Führerscheins und in Glasvitrinen lagern teils seltsam anmutende Dokumente aus über 100 Jahren Mobilität. Der älteste Fahrausweis – eine Velociped-Karte für eine Radfahrerin – stammt aus dem Jahr 1896.
Heute gehört der Führerschein zum mobilen Leben wie Notebook oder Handy. Anfang des Jahres begann bei TÜV Rheinland eine neue Ära in der Geschichte der Fahrerlizenz. Bei allen Prüfstellen in NRW, Berlin, Brandenburg und dem Saarland findet die theoretische Prüfung ausschließlich am PC statt.

Freiwillige Lernmodule für Senioren im Straßenverkehr

Von Jörg Maschke am 4. Oktober 2009

BleibMobil_rdax_268x109_100Mit einem mehrteiligen Programm zur Weiterbildung älterer Kraftfahrer will der ACE Auto Club Europa jetzt neue Impulse in der Verkehrspädagogik setzen. “Wir ziehen damit Konsequenzen aus der demografischen Entwicklung der Gesellschaft und stärken ältere Autofahrerinnen und Autofahrer in ihrem Wunsch, möglichst lange umfassend mobil zu bleiben”, sagte dazu Uwe Becker, der beim ACE das Programm Ü60 | Bleib mobil als Projektleiter betreut. Der Experte des Clubs erinnerte am Mittwoch in Stuttgart zugleich an den “Internationalen Tag der älteren Menschen” am 1. Oktober.

oldtimer_bayerischer_waldWährend Ältere sich als Fahrer häufig ausgesprochen selbstkritisch und realistisch beurteilten, sei das Fremdbild vielfach mit negativen Klischees belegt, meinte Becker und nannte als Beispiel die Diskussion über die Einführung einer Fahreignungsprüfung für Senioren. “Wirklich souverän hinterm Steuer sind vor allem jene Männer und Frauen, die durch eigenes Erfahrungswissen und durch die Aneignung neuer Kenntnisse immer wieder viel gesundes Selbstbewusstsein tanken.”

Der Anteil der Auto fahrenden Männer und Frauen über 60 Jahre werde für das Jahr 2025 auf 24 Prozent geschätzt. Die Zahl automobiler Frauen nehme angesichts ihrer höheren Lebenserwartung und der steigenden Führerscheinbesitz-Quote rapide zu. Mobilität werde zunehmend weiblich. Frauen seien auch bei der Verkehrsmittelwahl und in der Ausübung verschiedener Formen der Mobilität überdurchschnittlich flexibel, erläuterte ACE-Experte Becker. Die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Mobilitätsalternativen wählen zu können, werde vom ACE begrüßt, der Blick solle über das eigene Lenkrad hinausreichen.

ACE startet Programm zur Weiterbildung älterer KraftfahrerSein neues Programm Ü60 | Bleib mobil hat der ACE auf die Zielgruppe der aktiven Autofahrer und Autofahrerinnen ab dem 60. Lebensjahr ausgerichtet. Das Angebot enthält eine Kombination von vier Modulen, die je nach Bedarf unterschiedlich zusammengestellt werden können.

  1. Das Modul 1 “Fahrzeugtechnik” befasst sich mit den aktiven und passiven Sicherheitssystemen in den modernen Fahrzeugen und lüftet die Geheimnisse der vielen Kürzel im heutigen Kfz-Sprachgebrauch.
  2. Beim Modul 2 “Straßenverkehrsrecht” werden die wichtigsten Neuerungen der Straßenverkehrsvorschriften vorgestellt und die mitunter komplizierten Regelwerke unter Einbeziehung der aktuellen Rechtsprechung verständlich erklärt.
  3. Modul 3 “Gesund & sicher” beschäftigt sich in vielfältiger Weise mit dem Themenkomplex “älter werden und Auto fahren”. Die drei Säulen “Bewegung – Ernährung – mentale Fitness” sind das Herzstück dieses Moduls. Es enthält zahlreiche praktische Übungen zum Mitmachen und vermittelt Tipps zu nützlichen Hilfsmitteln.
  4. Das Modul 4 “Fahrevent” beinhaltet eine vielfältige Palette von fahrpraktischen Übungen rund um das Autofahren.

Der Aufbau des Programms ermöglicht es den Moderatoren, gezielt auf die Belange der Teilnehmer einzugehen und den Erfahrungsaustausch untereinander zu fördern. Wer mehr über das Programm erfahren möchte, informiert sich direkt beim ACE oder im Internet.

Schrott oder Oldtimer? Urteil: Entsorgen!

Von Jörg Enger am 2. Oktober 2009

Eine Schrottlaube, die jahrelang unter freiem Himmel vor sich hin rostet, ist nicht mehr als fahrtüchtiges Auto anzusehen und damit nach den geltenden rechtlichen Abfallregelungen einer schadlosen Entsorgung zuzuführen. Das hat jetzt im Fall eines Besitzers zweier alter Audis sowie eines abzuwrackenden Wohnwagens das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz entschieden (Az. 8 A 10623/09).
Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, hat der Mann die drei Fahrzeuge auf seinem Wochenendgrundstück abgestellt. Der eine abgemeldete Audi 80 steht dort mindestens seit Sommer 2001 ungeschützt unter freiem Himmel und ist bereits bis zu den Felgen im Waldboden eingesunken. Die Behauptung seines Besitzers, das Fahrzeug so lange auf dem Grundstück einlagern zu wollen, bis es die steuergünstigere Oldtimer-Eigenschaft besitzt, hielten die Richter für völlig unglaubhaft. Denn das wäre laut Fahrzeugzulassungsverordnung frühestens im Jahre 2012 der Fall, und dann dürften die Substanzschäden schon so weit fortgeschritten sein, dass sich die für die Wiederinbetriebnahme notwendigen Reparaturen nicht mehr rechnen würden.
Beim zweiten Pkw, einem Audi 100 CC, räumte der Besitzer selbst ein, dass er seine ursprüngliche Reparaturabsicht mangels einer günstigen Erwerbsmöglichkeit für ein benötigtes Ersatzteil inzwischen aufgegeben habe und der Wagen bei ihm schlicht “in Vergessenheit geraten” sei. Und schliesslich der Wohnwagen ist weitgehend von einem grünen Moosbelag überzogen und wohl kaum noch bewohnbar. Sein Besitzer behauptete zwar, ihn “alsbald wieder spazieren fahren” zu wollen. Damit entfällt jedoch gerade die Möglichkeit einer – unter Umständen zulässigen – Nutzung als stationärer Dauercampingwagen.
Damit waren für die Richter alle Zweifel ausgeräumt. “Jede bewegliche Sache wird zwingend zum Abfall, wenn deren ursprüngliche Zweckbestimmung entfällt oder aufgegeben wird, ohne dass ein neuer Verwendungszweck unmittelbar an deren Stelle tritt”, erklärt D-AH-Rechtsanwalt Gottfried Putz.

300SL Roadster gestohlen

Von Jörg Maschke am 28. September 2009

Als EILMELDUNG erreichte uns ein Hilferuf aus Belgien:

300SL BelgienFAHNDUNG Während der Nacht von Samstag, dem 26/9/2009 auf Sonntag, den 27/9/2009, wurde im Hotel Regina Palace in Stresa (im Norden Italiens) das Fahrzeug Mercedes 300 SL Roadster, von unserer Vereinssekretärin Frau Christiane Otten und Mertens Jean-Pierre, gestohlen.

Wenn Sie mögliche Anweisungen in Bezug auf diesen Diebstahl haben, dürfen wir Sie dann darum bitten, sie uns zur Verfügung zu stellen? Die Telefonnummer von Frau Otten ist 00 32 52 22 24 38. Emailadresse info@ChristianeOtten.be Eine Belohnung wird für jede brauchbare Anweisung gegeben – dabei gewährleisten wir selbstverständlich absolute Vertraulichkeit. Die Fahrzeugdaten:

  • Mercedes-Benz 300SL Roadster
  • Baujahr 1957
  • Fahrgestellnummer 198 042 75 00376
  • Karosserienummer 198 042 75 00390
  • Motornummer 198 042 75 00300
  • Außenfarbe rot
  • Innenfarbe schwarz
  • Scheibenbremsen vorne, Trommelbremsen hinten

Wir kommen der Bitte nach Weiterreichung mit diesem Artikel gerne nach und werden in den nächsten Tagen die Daten auch in die Liste der gestohlenen Fahrzeuge ( einen Link dorthin finden Sie hier oben rechts im Bereich Aktuelles auf www.MVConline.de ) aufnehmen.

Stichtagstermin für Versicherungen

Von Jörg Enger am 28. September 2009

Bei einigen Versicherern wird künftig anstelle des bisher üblichen 1. Januars als Hauptfälligkeitstermin für die Kraftfahrversicherung jetzt der Tag des Neuabschlusses als Zahlungstermin gelten. Damit sei zu befürchten, so HUK-COBURG, dass Autofahrer nicht mehr zum frühestmöglichen Zeitpunkt in die nächst höhere Schadenfreiheitsklasse aufrückten. Das allein wäre zu verkraften, doch dass man bei mehreren Fahrzeugen dann auch verschiedene Stichtage hätte, ist für manche Verbraucher ein viel unangenehmerer Fakt.
Mit jedem schadenfreien Kalenderjahr rücken die Versicherungsnehmer in die nächstbessere Schadensfreiheitsklasse vor, die entscheidend die Höhe des Beitrags mitbestimmt, was branchenweit regelmässig zum 1. Januar zu einer Beitragsminderung von etwa 1,5 Prozent oder mehr als 200 Millionen Euro führt. Bei Wegfall des bewährten und auch von Verbraucherschützern empfohlenen Stichtages und bei den dann auf das gesamte Jahr verteilten Hauptfälligkeiten würden die Kunden alljährlich im Durchschnitt ein halbes Jahr später von dieser Ersparnis profitieren.
Die HUK-Versicherungsgruppe sieht ausserdem den Wettbewerb bedroht. Durch Wegfall des einheitlichen Kündigungs- und Wechseltermins würden die Wahl eines Anbieters und der Beitragsvergleich schwieriger. Es sei auch damit zu rechnen, dass Versicherte häufig den für die Kündigung wichtigen Stichtag versäumten.
Drei bis vier Millionen Autofahrer haben zuletzt von der Möglichkeit des Anbieterwechsels Gebrauch gemacht.
Der entspechende Stichtag ist auch in diesem Jahr noch ganz einheitlich der 30. November. Dabei sollte man, besonders als Oldtimerbesitzer und Clubmitglied nicht nur die Preise, sondern auch die Leistungen vergleichen. Man sollte auch bei seinem Clubvorstand fragen, ob es mit bestimmten Versicherungen möglicherweise Sondervereinbarungen gibt.

Partikelkats für 123 wieder da?

Von Jörg Maschke am 7. September 2009
mb100-kat_normDürfen Sie mit Ihrem Alltagsklassiker auch nicht mehr in die City? Oder beleibt Ihnen sogar der Weg bis zur eigenen Haustür verwehrt, weil der alte Diesel keine Plakette bekommt?
Bei der Firma Dieselcoupé kann man einigen Fahrzeugtypen jetzt wieder helfen. Schauen Sie doch mal rein und kontrollieren Sie, ob Ihr Fahrzeutype dabei ist. Endlich kann man für einige alte Mercedes-Diesel-Typen Abgasanlagen bestellen, die den alten Stinkern eine Umweltplakette ermöglichen sollen. Die Firma Dieselcoupé scheint unter neuer Führung das ehrgeizige, aber leider eingeschlafene, Projekt weiterzuführen.
Natürlich interessieren uns Erlebnisse und Ergebnisse aus erster Hand. Wenn Sie also Ihr Fahrzeug umgerüstet und plaketiert haben, mailen sie uns Ihre Erfahrungen.

Oldtimer-Klau hat Konjunktur

Von Jörg Enger am 29. August 2009

silberner-280er-autobahn-0431Der Oldtimer-Klau erlebt nach 1993 eine Renaissance. Das berichtet die Internetplattform Crimereport.de. Es vergeht kein Wochenende mehr an dem die Schmuckstücke nicht ins Fadenkreuz der Autodiebe geraten. Die Raritäten sind gepflegt, verfügen über keine Wegfahrsperre und haben einen hohen Liebhaberwert. Vieles spricht für bandenmäßig organisierte Kriminalität. Crimereport ist der Sache nachgegangen. Die Diebstahlserie läuft nun seit Monaten.
Am 15.08.2009 ging es beim Klassiker-Klau in der Monschauer Innenstadt richtig zur Sache. In der Laufenstraße wurde zuerst ein Porsche, auf dem Parkplatz Glashütte ein BMW-Cabriolet und in der St. Vither-Straße ein Käfer Cabriolet von 1977 gestohlen. Der Gesamtwert der Fahrzeuge liegt bei 60.000 Euro. Das Käfer-Cabrio wurde mit gezogenem Zündschloss später in Imgenbroich verlassen aufgefunden. Die Diebe haben nicht lange gebraucht um diesen Verlust aufzufangen. Ein baugleiches Fahrzeug wurde am darauf folgenden Wochenende an der KÖ in Düsseldorf gestohlen.

mb170_3aNatürlich gibt es gewisse Schutzmechanismen wie die sogenannte “Krücke” oder den versteckten Batteriehauptschalter. All dies sind aber nur Maßnahmen zur unbefugten Benutzung. Wer wirklich klauen will, der findet auch einen Weg.

Genau zu diesem Thema ist derzeitig in den WDR Studios ein Beitrag im Schnitt, der sich mit dem Diebstahlschutz am Oldtimer befasst. Das Fazit dieses Berichtes, der in der Servicezeit Mobil laufen wird, ist, dass der Diebstahl als solches nicht verhindert werden kann, sondern dass man sich um die Wiederauffindbarkeit Gedanken machen sollte. Das beste sind dabei GPS-gestützte Ortungssysteme wie beispielsweise der Basic-Finder von q1q oder die TRACE-Line von TRACING international GmbH oder anderer Hersteller.
zzzzzzzzzzzzzblauDoch wer wird tätig, wenn das Fahrzeug wirklich gestolen wird? Bitte nicht auf eigene Faust losziehen. Zunächst muss natürlich die Polizei benachrichtigt werden. Aber die ist sowieso überlastet und dann sollte man sich noch an einen Spezialisten wenden wie die Firma ISB4Europ. Diese Ermittler sind genau auf solche Fälle spezialisiert und werden auch von den Behörden empfohlen. Solche privaten Ermittler haben den Vorteil, dass sie auch grenzübergreifend Fahnden können und dann mit der lokalen Polizei arbeiten.

Wichtig ist natürlich auch eine breite Öffentlichkeit! Und in solchen Fällen verbreiten wir die Diebstahlsmeldungen sehr gern. Außerdem findet man auf der Linkliste direkt rechts auch unsere Diebstahldatenbank, wo man seinen Fall eintragen kann, oder vor dem Erwerb eines Fahrzeuges nachsehen kann, ob das vermeindliche “Schnäppchen” vielleicht eigentlich jemand anderem gehört.

DENK DRAN. HALT AN!

Von Jörg Maschke am 28. August 2009

zzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzhalt-anDie ehrenamtlichen Verkehrsinspektoren des ACE beobachteten bundesweit im Rahmen von 882 Einzelaktionen in 210 Städten und Gemeinden das Regelverhalten der Verkehrsteilnehmer nach einem einheitlichen Schema. In die Erhebung einbezogen waren insgesamt  320.052 Fahrzeuge. Die seit Frühjahr laufende Kampagne des Clubs stand unter dem Motto DENK DRAN. HALT AN! Die Aktion wurde begleitet von lustigen STOP-Schild- und Ampel-Maskottchen. Nach Auskunft von ACE-Projektleiter Bruno Merz war es seit 2005 die fünfte Aktion in Folge, die sein Club einem besonders prekären Verkehrssicherheitsthema widmete. Der ACE hatte beispielsweise die Zahl der Kinder ermittelt, die im Auto ungesichert mitfahren. Andere Aktionen des Clubs nahmen die wachsende Zahl von Blinkmuffeln ins Visier, thematisierten das Tagfahrlicht oder erinnerten Kommunen an ihre Verkehrssicherungspflicht und an die Beseitigung von Schlaglöchern.
Nach Ansicht des ACE werden die neue Bundesregierung sowie Länder und Kommunen große Anstrengungen unternehmen müssen, um das Regelverhalten und die Verkehrsmoral im Lande nachhaltig zu verbessern. Der ACE regte an, die Bundesregierung solle ein nationales Verkehrssicherheitsprogramm auf den Weg bringen und jährlich einen Verkehrsklimabericht veröffentlichen. Der Club erklärte sich zugleich bereit, Erkenntnisse aus seinen Studien den Verkehrsministerien von Bund und Ländern zur Verfügung zu stellen. Alle Verkehrsteilnehmer seien aufgerufen, sich im Interesse der Unfallverhütung regelkonform zu verhalten.