Archiv für die Kategorie ‘Politik’

Winterreifen bald Pflicht ? !

Von Jörg Maschke | 20. August, 2010

1975DIG1106 KopieStuttgart (ACE) - Autobesitzer in Deutschland müssen sich möglicherweise demnächst auf eine knallharte Winterreifenpflicht einrichten. Wie der ACE Auto Club Europa am Mittwoch in Stuttgart berichtete, befindet sich die bisherige Verhaltensvorschrift in § 2 Abs. 3a der Straßenverkehrsordnung (StVO) auf dem juristischen Prüfstand. Gemäß dieser StVO-Vorschrift wird derzeit lediglich eine „geeignete Bereifung“ sowie eine an die „Wetterverhältnisse angepasste Ausrüstung“ verlangt. Die erst im Mai 2006 in Kraft gesetzte Vorschrift ist nach einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Oldenburg (AZ: SsRS 220/09) aber wegen Verstoßes gegen das sogenannte Bestimmtheitsgebot verfassungswidrig.

Der Richterspruch löste in mehreren Berliner Ministerien hektische Betriebsamkeit aus. Nach Informationen des ACE hat das Bundesverkehrsministerium die für Verfassungsfragen zuständigen Bundesministerien (BMJ und BMI) eingeschaltet. Sie sollen das Urteil hinsichtlich etwaiger gesetzgeberischer Konsequenzen prüfen. Ergebnisse der Überprüfung liegen laut ACE aber noch nicht vor. Der Club erinnerte zugleich an die jüngst erhobene Forderung der Gewerkschaft der Polizei (GdP), die gegenwärtig noch unbestimmten Vorschriften zur „Winterreifenpflicht“ unmissverständlich so zu präzisieren, dass im Fall der Zuwiderhandlung der Verstoß tatsächlich geahndet werden kann. Der Spruch der OLG-Richter hat laut ACE praktisch zur Folge, dass Autofahrer, die bei Winterwetter mit Sommerreifen unterwegs sind, nicht alleine deswegen mit einem Bußgeld bestraft werden dürfen. (weiterlesen…)

Gute H-Kennzeichen Statistik für Mercedes-Benz

Von Jörg Enger | 17. August, 2010

Rund 210.000mit Teilkennzeichen Fahrzeuge sind jetzt in Deutschland auf H-Kennzeichen zugelassen. Damit hat sich diese Anzahl in den letzten zehn Jahren vervierfacht. Unangefochten an der Spitze der H-Zulassungen steht nach wie vor der VW Käfer mit rund 21% aller H-Kennzeichen. Unter den Top Ten  der Zulassungszahlen finden sich aber gleich fünf Modellreihen von Mercedes-Benz nämlich nach ihrer Rangfolge: W114/115 mit über 10.000 Wagen, W123 (knapp 6.000), SL 107 (rund 5.800), W110/111 (ca.5.700) und schließlich W108/109 mit rund 5.200 Fahrzeugen.
Betrachtet man die beiden Statistiken und KBA H-Zulassungen Top Ten, ist der Trend klar abzulesen. Es sind vor allem die „normalen“ Modelle aus den Wirtschaftswunder und Aufbauzeiten der Bundesrepublik (1960-1970) und hier vor allem deutsche Automobilmarken, die von Oldtimerfreunden gehegt und gepflegt werden. Oft sind es Modelle, mit denen die damals junge Generation der heute über 50jährigen ihre Erinnerungen lebendig halten. Dies spiegelt sich auch in den rund 4.000 Oldtimer-Veranstaltungen wieder, die derzeit jährlich in Deutschland stattfinden.

Seit 80 Jahren: Papamobile mit Stern

Von Jörg Enger | 10. Juli, 2010

Papst Pius XI. erhielt im Juli 1930 eine Spezialanfertigung des Mercedes-Benz „Nürburg“ 460. Es war der erste Papstwagen der Marke und damit der Urvater einer ganzen Reihe. Pius XI., Papst von 1922 bis 1939, nahm den „Nürburg“ im Vatikan persönlich entgegen. Als eines von wenigen Exemplaren hat dieses Fahrzeug eine Pullman-Karosserie des „Großen Mercedes“ Typ 770, für adäquaten Antrieb sorgt ein 4,6-Liter-Achtzylindernmotor. Vom Fond aus können dem Chauffeur über eine Lichtsignalanlage Fahrwünsche genannt werden. Das Fahrzeug wurde Anfang der 1980er Jahre von Mercedes-Benz restauriert und 1984 dem damaligen Papst Johannes Paul II. wieder übergeben, der auch sogleich eine Probefahrt unternahm. Die Fahrzeuge für den Papst wurden meist mit einem entsprechenden Medieninteresse übergeben (die PAPA-Mobile mal ausgenommen), mir ist allerdings als letzte Spezialanfertigung ein W140 Landaulet bekannt. Vielleicht kennt einer unserer Leser ja noch weitere besondere Papstwagen und mailt mir ein Foto?

In naher Zukunft wird es ein ausführliches Dossier zu denPapst-Wagen und speziell zum Nürburg geben.

Sitzung des Parlamentskreises Automobiles Kulturgut

Von Jörg Enger | 28. Juni, 2010

BerlinParlGesellschaftAm Mittwoch, den 16.06.2010, fand in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin die Sitzung des Parlamentskreises Automobiles Kulturgut statt. Rund 50 Teilnehmer von Clubs, der Industrie, der Medien, des Bundestags sowie der einschlägigen Interessensvertretungen fanden sich zusammen, um über verschiedene Sachverhalte informiert zu werden. Der Charakter dieses Treffens war ohnehin durch Informationsweitergabe statt Informationsaustausch geprägt.
Einige Highlights aus der sehr umfangreichen Tagesordnung waren:

  • Wechselkennzeichen
  • Vereinbarkeit von H-Kennzeichen und moderner Umwelt- und Sicherheitstechnik
  • Vergleich des Kraftstoffverbrauchs von zwei Klassiker-Modellen mit deren „Enkeln“
  • Beruf Oldtimerrestaurator. Es bestehe in der Praxis offenbar ein dringender Bedarf an Fachkräfte-Nachwuchs in den Bereichen Oldtimerrestaurierung, -wartung und -reparatur.

Bitte notieren Sie sich schon heute den Aktionstag „Flagge zeigen“ im Rahmen des Tags des offenen Denkmals am 12.09.2010, welcher in diesem Jahr in der schönen Stadt Wolfenbüttel in Niedersachsen stattfinden wird.

Alle Informationen hierzu findet man im Mitgliederbereich seines Clubs.

Wenn Leidenschaft zur Anlage mutiert

Von Jörg Enger | 8. Juni, 2010

Bereits vor einiger Zeit gab der VDA zusammen mit Classic-Data den Deutschen Oldtimer Index DOX heraus. In seiner aktuellen Augabe der Motorwelt titelt sogar der ADAC mit alten Autos und der Artikel darin beschreibt die Anlagemöglichkeiten. Sogar das reine Finanzmagazin Cash bringt derzeit einen großen Bericht zum Thema “Garagengold”.
So sehr es auch die Besitzer historischer Fahrzeuge freut dass die Werte steigen, so kritisch muss man auch den Wandel vom Schraubertum und der Leidenschaft zum Investment und reinen Kapitalanlage betrachten. Dabei darf man nicht diejenigen verteufeln, die selber kein Schraubergeschick oder schlicht nicht die Zeit haben selber ihre Fahrzeuge zu restauriren, zu pflegen oder zu warten. Vielmehr besteht die Befürchtung, dass durch solche Berichte der Neidfaktor steigt und möglicherweise den Sympathiebonus für historische Fahrzeuge übersteigt. Sicher ist die steigende Zahl der Oldtimer mit H-Kennzeichen als Wirtschaftsfaktor interressant. Die Kehrseite dieser Medaille ist aber, dass damit die kleine Minderheit stetig wächst. Durch diesen Umstand wird eine Ausnahmeregelung die das H-Kennzeichen darstellt aber leider so häufig, dass vielleicht bald schon irgendwelche Aktivisten daran rütteln könnten.

Wechselkennzeichen in Deutschland

Von Jörg Enger | 5. Juni, 2010

Verkehrminster Dr. Peter Ramsauer

Verkehrminster Dr. Peter Ramsauer

Das Deutsche Kfz-Gewerbe begrüßt das klare „Ja“ von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer für Wechselkennzeichen. Gegenüber dem Handelsblatt hatte Ramsauer diese Woche bestätigt: „Für die Einführung des Wechselkennzeichens steht die Ampel jetzt auf grün.” Der Bundesminister und die Versicherungswirtschaft hätten sich darauf verständigt, dass Autobesitzer künftig mehrere Autos mit einem Kennzeichen führen dürften.
Viele organisationen hatten sich bereits nachdrücklich für die Einführung des Wechselkennzeichens in Deutschland eingesetzt. Es ermöglicht die Nutzung mehrerer Autos mit einem Kennzeichen, wobei jeweils nur ein Fahrzeug benutzt werden darf. Welche Kriterien für die Zuteilung des Wechselkennzeichens gelten, ist nach Angaben des Ministeriums noch offen.
Um den Wünschen der Autofahrer nach einer flexibleren Gestaltung der individuellen Mobilität entgegen zu kommen, dürfe sich diese Regelung indes keinesfalls auf das Elektroauto beschränken, hieß es von Verbandsseite. Ziel müsse es vielmehr sein, bei vielen Autofahrern einen Anreiz zu schaffen, sich etwa für Stadtfahrten und Kurzstrecken ein zusätzliches kleines und sparsames Fahrzeug – egal welcher Antriebsart – anzuschaffen. Davon profitiere nicht zuletzt auch die Umwelt. Eine hohe Akzeptanz des Wechselkennzeichens erfordere dabei nicht nur weniger bürokratischen Aufwand, sondern insbesondere auch finanzielle Anreize für den Zweitwagen, wie der Verzicht auf die Kfz-Steuer.
Erstaunlicherweise gibt es bis jetzt weder vom DEUVET noch vom ADAC oder der Initiative Kulturgut Mobilität dazu Informationen oder eine Stellungnahme. Bereits in sechs Monaten zum Jahreswechsel 2010/2011 soll das Wechselkennzeichen in Deutschland eingeführt werden. Wie sich das auf die Klassiker-Szene übertragen lässt, ob damit H-Kennzeichen und/oder rote 07 überflüssig wird, weiß bis jetzt noch niemand. Auch dazu stehen die genauen Kriterien bis jetzt noch nicht fest. Seit Jahrzehnten schreien die Oldtimer-Lobbyisten nach dem Wechselkennzeichen (nach schweizer Vorbild) und nun, wo es so weit ist, scheint es niemanden zu kümmern . . .

VDA und OLDTIMER MARKT ermitteln Kennzahlen

Von Jörg Enger | 30. Mai, 2010

Oldtimer marktVDAEine wichtige Voraussetzung für die politische Lobbyarbeit sind aktuelle Zahlen und Fakten. Hierzu hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) in den letzten Jahren diverse Analysen durchgeführt, deren Ergebnisse wir auch in regelmäßigen Abständen mitgeteilt hatten. So lässt sich heute die Entwicklung der Fahrzeugbestände verschiedener Altersklassen detailliert nachvollziehen, sogar aufgeteilt nach einzelnen Herstellern oder Fahrzeugtypen. Für dieses Jahr ist eine Detailanalyse aller Fahrzeuge mit dem H-Kennzeichen vorgesehen, über deren Ergebnisse der VDA in Kürze berichten wird.
Eine große Unbekannte bei allen Oldtimer-Statistiken bilden bis heute alle Fahrzeuge, die mit dem roten 07er-Kennzeichen betrieben werden. Zum einen werden diese Sonderkennzeichen dezentral verwaltet, zum anderen geben die unterschiedlichen Verwaltungsstellen nicht die Anzahl der mit einem solchen Kennzeichen betriebenen Fahrzeuge bekannt.
In Kooperation mit Europas größter Zeitschrift für klassische Autos und Motorräder OLDTIMER MARKT plant der VDA deshalb eine eigene Erhebung durchzuführen, bei der die Unterstützung der Oldtimer-Clubs gefragt ist. 
Daher bittet der VDA um Mithilfe, eine Umfrage bei Clubmitgliedern zu starten, mit dem Ziel, die durchschnittliche Anzahl der auf einer roten 07er-Nummer eingetragenen Fahrzeuge festzustellen. Diese Anfrage kann vollkommen anonym erfolgen, da zur Ermittlung der erforderlichen Kennzahl lediglich die Anzahl der gemeldeten Kennzeichen sowie die Gesamtzahl der darauf registrierten Fahrzeuge notwendig sind. Sollte der VDA genügend Rückläufer von den Clubs erhalten, lässt sich daraus ein repräsentativer Durchschnitt bilden.
Parallel dazu werden der VDA und OLDTIMER MARKT die aktuelle Anzahl der ausgegebenen 07er-Kennzeichen beim Kraftfahrt-Bundesamt ermitteln lassen. Mit den beiden Ergebnissen kann dann die wahrscheinliche Gesamtzahl aller Fahrzeuge mit einem roten 07er-Kennzeichen errechnet werden.
Um den Clubs die Arbeit so einfach wie möglich zu machen, gibt es ein Formblatt, welches elektronisch oder als Fax  an den VDA zurück gesendet werden kann.

Mit alter Schrift für alte Autos

Von Jörg Enger | 24. Mai, 2010

P1010002DIN 1451 – da weiß doch gleich jeder, was gemeint ist – oder etwa nicht? Nun das ist die Bezeichnung für die Schrift, die auf Kennzeichen vor dem 1. November 2000 augegeben wurden. Bereits Anfang des letzten Jahres kristallisierte sich bei der Umfrage des DEUVET heraus, dass das authentische Erscheinungsbild des Oldtimers für die Oldtimerszene von besonders hohem Stellenwert ist. Dieses besondere Interesse bezieht sich bei den Fahrzeughaltern nicht nur das Fahrzeug selbst, sondern vor allem auch auf authentische Kennzeichenschilder ohne blaues Eurofeld und in alter DIN 1451 Mittelschrift auf dem Kennzeichen. Durch den DEUVET wurde dieses Anliegen an die einzelnen Bundesländer herangetragen. Als erstes Bundesland hat nun der traditionell oldtimerfreundliche Stadtstaat Bremen reagiert. Der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa der freien Hansestadt hat eine Ausnahmeregelung für Oldtimer mit H-Kennzeichen und Rotem 07-Kennzeichen erlassen. Danach können auf Antrag Halter dieser Fahrzeuge Kennzeichenschilder mit alter Schriftart und ohne blaues Eurofeld erhalten. Auch wer schon ein neues Kennzeichen mit Eurofeld an seinem Oldtimer hat, wurde nicht vergessen. Selbst diese Halter können einen entsprechenden Antrag auf Zuteilung eines Kennzeichens in alter Ausführung stellen. Für den Antrag fällt eine Gebühr in Höhe von 100,00 Euro an. Eine einmalige Investition, die viele Oldtimerfahrer sicher gerne tätigen, um dem historischen Erscheinungsbild ihres Fahrzeuges gerecht zu werden.
Vorkriegskennzeichen oder die Kennzeichen der Besatztungszeit werden aber troz aller Freundlichkeit nicht erlaubt werden.

Zulassungsstatistik vom DEUVET

Von Jörg Maschke | 8. April, 2010

DeuvetDer DEUVET präsentiert die ersten Zulassungsstatistiken zum 01.01.2010, demnach sind fast 210.000 H-Kennzeichen (genau 209.954)  in Detuschland unterwegs!

Gegenüber dem letzten Jahr ist dies eine Steigerung von fast 15 %. Von diesen entfallen 188.360 auf Pkws. Dies sind 89 % des Gesamtbestandes. 94,2 % der H-Kennzeichen wurden an Arbeitnehmer und Nichterwerbspersonen vergeben. Im allgemeinen vermutet man, dass der überwiegende Teil der H-Kennzeichen an Fahrzeuge vergeben wurde, die nur wenig älter als 30 Jahre sind. Dem ist nicht so. Mit 10.171 ist die Gruppe der Fahrzeuge mit H-Kennzeichen in einem Alter von 35 – 39 Jahre deutlich größer als die der Fahrzeuge von 30 – 34 Jahre mit 7.451 H-Kennzeichen. Diese Zahlen sind nur eine erste Orientierung hinsichtlich der momentanen Entwicklung, detailiertere Auswertungen will der DEUVET demnächst den DEUVET-Clubs im Mitlgiederbereich in seinem umfangreichen Statistikwerk (mit einigen bemerkenswerten Details) vorstellen. Wer sich vorab noch mit dem DEUVET in Verbindung setzten will, kann dies aktuell auf der TechnoClassica in Essen tun

Girls‘ Day soll Mädchen für Autoberufe begeistern

Von Jörg Enger | 17. März, 2010

657919_1180418_4080_4076_08C612_05Mädchen, die Interesse an Autos und moderner Technik haben, will das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe im Rahmen des bundesweiten Girls‘ Day am 22. April in die Werkstätten locken. Schließlich bietet die Branche neben den interessanten kaufmännischen Ausbildungsberufen Automobil- und Bürokauffrau moderne gewerbliche Berufsbilder wie Kfz-Mechatronikerin, Mechanikerin für Karosserieinstandhaltungstechnik oder Fahrzeuglackiererin.
Damit liegt das Kfz-Gewerbe im Trend, denn Frauen sind im Arbeitsleben auf dem Vormarsch. Nach und nach erobern sie Berufe, die früher als reine Männerdomäne galten. Auch das Kfz-Gewerbe setzt verstärkt auf das weibliche Geschlecht. Derzeit sind Frauen in den technischen Berufen aber noch eine kleine Minderheit.
Der Girls‘ Day ist ein jährlicher Aktionstag für Schülerinnen ab der fünften Klasse. Er soll ihnen frühzeitig die Chance bieten, die Arbeitswelt und verschiedene Berufe hautnah kennenzulernen. Dadurch gewinnen sie neue Perspektiven

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Lob für Bertha Benz Route

Von Jörg Enger | 13. März, 2010

Ernst Burgbacher MdB und Frauke Meyer, Vorsitzende der Bertha Benz Memorial Route

Ernst Burgbacher MdB und Frauke Meyer, Vorsitzende der Bertha Benz Memorial Route

In seiner Festrede auf dem 431. Schriesheimer Matheisemarkt erwähnte Ernst Burgbacher MdB, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium in Berlin und Beauftragter der Bundesregierung für Tourismus, lobend die Route, die zur Erinnerung an die Pionierfahrt der Bertha Benz von 1888 eingerichtet wurde – und auf ihrem Weg von Mannheim nach Pforzheim auch durch Schriesheim führt.
Vor kurzem hatte er bereits in einem Gespräch mit dem Vorstand der historischen Ferienstraße deutlich gemacht, dass er „solche Aktivitäten und private Initiativen sehr schätze“. Die gemeinnützige Initiative Bertha Benz Memorial Route erhält dabei parteiübergreifend Zuspruch. So hat Herr Wirtschaftsminister Pfister inzwischen die Schirmherrschaft übernommen, und auch der Heidelberger CDU Abgeordnete Dr. Karl A. Lamers MdB lobte kürzlich „das ausgezeichnete Vorhaben und großartige Projekt“.<
Auch wenn die Unterstützung in der Region noch verhalten ist, so hat die Einrichtung der Route weltweit hohe Beachtung gefunden: Die Webseite wird laut Google Analytics inzwischen regelmäßig aus 64 Ländern in 39 Sprachen angeklickt – in Wikipedia ist die Bertha Benz Memorial Route jetzt in 14 Sprachen vertreten. Die Welt liebt offensichtlich die mutige Pforzheimerin!

Tagfahrlicht kommt 2011 doch

Von Jörg Enger | 21. Februar, 2010

Ab 2011 wird das sogenannte Tagfahrlicht in der ganzen Europäischen Union zur Pflicht. Viele Länder haben schon jetzt diese Regelung ganzjährig eingeführt. In Deutschland ist das Fahren mit Tagfahrlicht seit September 2005 offiziell „empfohlen“. Neuwagen müssen die Technik bereits haben. Für die Nachrüstung etwas älterer Fahrzeuge steht der Zubehör-Spezialist Dometic-Waeco mit einer komfortablen Tagfahrlichtsteuerung Magic Touch TFL 100 bereit. Sie schaltet sich beim Betätigen der Zündung automatisch ein. Besonders dunkelfarbige Fahrzeuge sind mit Tagfahrlicht viel besser zu erkennen.
Zwar ist der vielzitierte Mehrverbrauch an Benzin bei Fahrlicht ist nicht so schlimm wie behauptet: Die Schätzungen gehen von 0,15 bis 0,2 Liter auf 100 Kilometer aus. Bei LED-Technik tendiert er laut TÜV kaum messbar gegen Null. Aber bei den alten Fahrzeugen mit Gleichstom-Lichtmaschine die bis in die 1970er Jahre verbaut wurden (vor 1960 sogar oftmals mit 6 Volt) kann dies zu erheblichen Kapazitätsproblemen fürhren. Diese Fahrzeuge sind nämlich nicht für diese Dauerbelastung ausgelegt. Ob es für Oldtimer daher eine Ausnahmeregelung geben wird, wird derzeitig noch geprüft.

Verloren: Umweltzone Hannover

Von Jörg Enger | 17. Februar, 2010

Hans-Heinrich Sander

Hans-Heinrich Sander

Jetzt erreichte uns die brandaktuelle dpa-Meldung: “Im Hickhack um die Umweltzone in Hannover hat Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) vor Gericht eine Niederlage erlitten. Der Minister scheiterte vorläufig mit dem Versuch, die Plakettenregelung der Stadt für abgasreiche Autos per Anordnung zu entschärfen. Das Verwaltungsgericht Hannover entschied am Dienstag, die Stadt dürfe der Weisung des Ministers ohne vorherige Öffentlichkeitsbeteiligung nicht Folge leisten. Anders als von Sander angenommen, seien die Fahrbeschränkungen für Dieselautos sinnvoll, um den Ausstoß gesundheitsgefährdenden Stickstoffdioxids zu verringern
Seit dem 1. Januar sollten nur noch Autos mit grüner Plakette in die City fahren dürfen. Der Minister setzte aber kurz nach dem Start der Regelung durch, dass auch Wagen mit gelber Plakette weiter bis Ende 2011 in die Stadt dürfen. Dagegen richteten sich die Klagen von vier an Hauptverkehrsstraßen wohnenden Bürgern, die von der Deutschen Umwelthilfe unterstützt werden. Nach dem Gerichtsentscheid müssen die geänderten Pläne nun öffentlich ausgelegt werden, so dass Bürger ihre Bedenken dagegen vorbringen können.
Die Umweltzone war in Hannover – wie in anderen Städte auch – eingeführt worden, um den Ausstoß gefährlicher Feinstaubpartikel zu verringern. Inzwischen gilt als Hauptgrund die Reduzierung gefährlicher Stickstoffdioxide, für die seit Jahresanfang strengere Grenzwerte gelten. Sander argumentiert, Hannover habe kein Feinstaub-Problem, sondern müsse vor allem die Stickstoffoxide reduzieren. Diese Gase würden aber mit bestimmten nachgerüsteten Feinstaubfiltern für Dieselwagen vermehrt statt vermindert.”

Dies ist umso erschreckender, da die Einrichtung von Umweltzonen nach neuesten Studien keinen Vorteil der Luftreinheit erzeilt und nur weiter auf vermeintlichen Populismus gesetzt wird.

Keine Ausbildung zum Oldtimer-Restaurator geplant

Von Jörg Enger | 17. Februar, 2010

Parlamentskreis Automobiles Kulturgut bei seiner Gründung 2009

Parlamentskreis Automobiles Kulturgut bei seiner Gründung 2009

Zum 2. Mal tagte der „Parlamentskreis Automobiles Kulturgut“ im Bundestag in Berlin. Rund 50 Vertreter der Oldtimer-Szene waren mit dabei, um die Interessen und Probleme der Oldtimer zu wahren und vertreten. Darunter auch  der Betreiber des Automuseums  Dr. Carl Benz Museums und MVC Ehrenvorsitzende Winfried Seidel. Die aktuellen Themen waren: Umweltzonen Fahrverbote, Gleichstellung H-/07-Kennzeichen und das Berufsbild Restaurator.

Nach einer lebhaften Diskussion zu den genannten Punkten überraschte alle Teilnehmer des Parlamentarierkreises die Aussage von Andrea Zeus, vom Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe e.V.: “Eine Studie seitens der IG Metall hat ergeben, dass im Bereich der Oldtimer Werkstätten die Schaffung des Berufsbildes Restaurator nicht notwendig ist, da nach einer Berechnung nur ein Bedarf von 36 Fachkräften herausgekommen ist.” Eine Zahl über die Klaus Kienle, Kienle Automobiltechnik nur den Kopf schütteln kann. Alleine in seinem Betrieb werden derzeit 20 bis 22 Lehrlinge in allen Bereichen ausgebildet. Klaus Kienle machte deutlich, dass in jedem Fall Bedarf an einem solchen Berufsbild und der dazu gehörenden Ausbildung vorhanden ist. Allerdings ist es sicherlich schwierig ein Berufsbild für alle Gewerke zu entwickeln, denn schließlich ist jedes für sich nur für Spezialisten ausgelegt. Andrea Zeus wies darauf hin, dass es außerdem für jeden Mechatroniker-Auszubildenden über Berufsbildungszentren und Berufsschulen möglich sei Zusatzprogramme zu belegen. Diese sollen zur Not auch mit Fachkräften, die gerade in Rente gegangen seien, durchgeführt werden. Das Ganze sei erst einmal als Versuch angedacht. Es wird keine öffentlich rechtliche Prüfung geben, aber es gibt einen anerkannten Abschluss. Man wolle warten, wie die entsprechenden Fachwerkstätten auf diesen Versuch reagieren und ob eine solche Initiative anerkannt würde. Rainer Sachse von Steenbuck-Automobiles wies darauf hin, dass es auf der deutschen Landkarte sehr viele weiße Flecken im Netz der qualifizierten Oldtimer- Fachwerkstätten gäbe. Viele seiner Kunden möchten sich aber nur einen Oldtimer kaufen, wenn sich auch eine Fachwerkstatt im Umkreis von 100km befindet.

Dem ZDK scheint es hingegen zu genügen, ein Zusatzzeichen “Fachbetrieb für historische Fahrzeuge” und  jetzt ein neues Plakat dazu zu vergeben. Das ist auch sicherlich einfacher, als sich um eine (mehrere) neue Ausbildungsverordnung zu kümmern.

Kommt das Wechselkennzeichen in Deutschland?

Von Jörg Enger | 5. Februar, 2010

Ramsauer offen für Wechselkennzeichen

Verkehrminster Dr. Peter Ramsauer

Verkehrminster Dr. Peter Ramsauer

Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer steht der Einführung von Wechselkennzeichen positiv gegenüber. Das Thema müsse ergebnisoffen und wohlwollend diskutiert werden, sagte Ramsauer beim Neujahrsempfang des Bayerischen Kfz-Gewerbes am Montagabend in München. „Ich bin kein Verhinderer, haben Sie Geduld.“
Allerdings verwies der Verkehrminister auch darauf, dass dies kein neues Thema sei. „Mein Amtsvorgänger hat es abgelehnt.“ Nun müsse die Sache mit allen Beteiligten diskutiert werden. Dabei müsse mit den Versicherern besprochen werden, was möglich sei. Zudem seien die Bedenken des Kraftfahrtbundesamtes bezüglich der Dokumentation von HU-Fristen auszuräumen.
Ramsauer ging als Hauptredner der Veranstaltung vor etwa 900 Gästen direkt auf die Forderungen des Bayerischen Kfz-Gewerbes ein. Zum fünften Mal veranstaltete der Landesverband den Empfang mit hochkarätigen Gästen, darunter ZDK-Präsident Robert Rademacher und ZDK-Ehrenpräsident Fritz Haberl.

VDA zieht nach Berlin

Von Jörg Maschke | 4. Februar, 2010

VDA BerlinSechzig Jahre fühlte sich der Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) in Frankfurt/Main wohl, jetzt zieht es die Damen und Herren in die Hauptstadt an die Spree. Ende Februar führt man die bisherigen drei Standorte zentral an einer Stelle in Berlin-Mitte zusammen. Die neue Anschrift ab dem 1.3.2010 lautet dann:

Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
Behrenstraße 35
10117 Berlin
Postfach 8 04 62
10004 Berlin
Tel.: 030 / 89 78 42-0
Fax: 030 / 89 78 42-600
E-Mail: info@vda.de
Internet www.vda.de

Die Kontaktdaten für den Fachbereich Historische Fahrzeuge sind wie folgt:

Tel: 030 / 89 78 42-380
Fax: 030 / 89 78 42-606
E-Mail: roehrig@vda.de

Der VDA bittet uns, die neue Anschrift bereits jetzt vorzumerken und entsprechend weiter zu tragen.

TÜV SÜD wächst über Landesgrenze

Von Jörg Enger | 27. Januar, 2010

log_0022 KopieMit der Übernahme der österreichischen ZWP (zerstörungsfreie Werkstoffprüfung Gesellschaft m.b.H), der kanadischen Global Advantage International sowie der Gründung von TÜV SÜD Ukraine baut TÜV SÜD sein Prüf- und Zertifizierungsnetzwerk weiter aus. Der Anteil des Auslandsumsatzes soll von 30 Prozent im vergangenen Jahr mittelfristig auf 40 Prozent steigen.
„Zusammen mit unserem Beteiligungsunternehmen TÜV SÜD SZA GmbH sind wir Marktführer bei zerstörungsfreien Prüfungen in Österreich“, sagte Dr.-Ing. Manfred Bayerlein, Vorstand Operations Management. Mit dieser Übernahme will die Gesellschaft ihr Dienstleistungsangebot für den sicheren und wirtschaftlichen Betrieb von Kraftwerken, Pipelines, Raffinerien, Chemieanlagen und anderen Industrieanlagen weiter ausbauen.
Auch der Bereich Produktprüfungen wird erweitert. Die Übernahme von Global Advantage International sei vor allem unter strategischen Gesichtspunkten von Bedeutung, da damit eine Lücke im weltweiten Netzwerk geschlossen und die Marktposition in Nordamerika ausgebaut werde, erklärte Dr. Bayerlein. Aufgabe der Experten ist es, dafür zu sorgen, dass die Produkte ihrer Kunden die Anforderungen der verschiedenen Zielmärkte in Amerika, Europa und Asien erfüllen. Dies reicht von Industriekomponenten und Elektronikbauteilen über Medizin- und IT-Produkte bis hin zu Gebrauchsgütern.
In Mittel- und Osteuropa sieht Dr. Axel Stepken, Vorstandschef der TÜV SÜD, nach wie vor großes Wachstumspotenzial. Ein weiterer Schritt bei dem Aufbau von Landesgesellschaften in dieser Region ist die Gründung von TÜV SÜD Ukraine. Schwerpunkt wird hier zunächst das Industriegeschäft sein.

40% weniger Verkehrstote bis 2020

Von Jörg Maschke | 24. Januar, 2010

P1060817Stuttgart (ACE) – Mit einem neuen Konzept für mehr Sicherheit im Straßenverkehr will die Bundesregierung die Zahl der Verkehrstoten innerhalb von zehn Jahren um 40 Prozent senken. Das kündigte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), Andreas Scheuer (CSU), in einem Gespräch mit dem ACE Auto Club Europa an. Das Internetportal des Clubs zitierte Scheuer am Freitag in Stuttgart, das Programm werde eine „Fülle von Maßnahmen“ enthalten; sie seien darauf gerichtet, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Das Programm selbst solle Anfang 2011 in Kraft treten und den Plan der Vorgängerregierung ersetzen. Nach Darstellung von Scheuer sind die meisten Verkehrsopfer bei Unfällen auf Landstraßen zu beklagen. Deshalb müsse man in der Unfallverhütung dort einen Schwerpunkt setzen. Landstraßen lägen allerdings in der Hoheit der Bundesländer. Erfolge ließen sich daher nur gemeinsam mit den Ländern in einer „konzertierten Aktion Landstraße“ erzielen. Scheuer kündigte ferner ein weiteres europäisches Verkehrssicherheitsprogramm für die nächsten zehn Jahre an, es solle schon in Kürze der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Laut ACE wird dieses EU-Programm auch vom 48. Deutschen Verkehrsgerichtstag Ende Januar in Goslar erörtert.

Scheuer bezeichnete die vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) unterstützte „Vision Zero – keiner kommt um, alle kommen an“, als Leitbild von einem „absolut idealen Verkehrsraum“. Dem könne sich niemand entziehen, betonte der Politiker. Gleichwohl macht sich das Verkehrsministerium laut Scheuer diese Vision „nicht direkt selber zu eigen“, es werde aber die von Verkehrssicherheitsverbänden getragene Aktion „weiter positiv begleiten“. Zugleich lehnte der Verkehrsexperte eine größere finanzielle Unterstützung der Verkehrssicherheitsarbeit ab. Ein konkreter Anlass, die Mittel zu erhöhen, bestehe angesichts der um zehn Prozent rückläufigen Verkehrsopferzahlen nicht, sagte der Staatssekretär. Er versprach, die Einführung von Unfall verhütenden Fahrerassistenzsystemen weiter zu unterstützen. „Zum anderen müssen wir dafür Sorge tragen, dass der Fahrer nicht durch die Nutzung vielfältiger zusätzlicher Informationen, die nicht der Unterstützung der Fahraufgaben dienen, überfordert wird“, fügte Scheuer hinzu. Der ACE seinerseits hatte in einem auch an das Verkehrsministerium gerichteten Forderungskatalog jüngst verlangt, dass Hersteller schneller als ursprünglich geplant und damit noch vor Ende 2011 / Anfang 2014 darauf verpflichtet werden, Neuwagen mit elektronischen Stabilitätsprogrammen wie ESP / ESC auszurüsten.

Das Interview im Wort können Sie unter www.ace-online.de/interviews nachlesen.

Die PKW Maut in Deutschland kommt noch vor 2012?

Von Jörg Enger | 4. Januar, 2010

Norbert Walter von der Deutschen Bank

Norbert Walter von der Deutschen Bank

Der Start in ein neues Jahr bringt nicht selten neue Regelungen und Vorschriften. Auf jeden Fall bietet die Zeit um die Jahreswende aber genügend Raum für Spekulationen über Veränderungen, Kommendes oder Geplantes. Zu einem der nicht bewältigten Themen zählt auch die Pkw-Maut.
Während Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer noch im November 2009 das Thema mit der Ankündigung bediente, das Straßennetz stärker über dessen Nutzer finanzieren zu lassen, lehnte er aktuell jedoch eine solche Maut zur Finanzierung von Verkehrsprojekten ab. Ramsauer ist mit dieser Meinung in guter Gesellschaft. Auch Verbände und Verkehrsklubs wie der ADAC halten eine solche streckenbezogene Gebührenerhebung für eine weitere unzumutbare finanzielle Belastung der Autofahrer. Der Minister begründet das Tabu einer solchen Maut damit, dass sie nicht im Koalitionsvertrag stehe.
Anders als der Verkehrsminister hält der scheidende Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, die Einführung neuer Nutzungsentgelte für eine Option, wie der Staat wieder Geld in seine leeren Kassen spülen könnte. Ein Beispiel dafür wäre die Pkw-Maut. Walter gegenüber der „WamS“: „Die kommt noch vor 2012.“ Den Weg dafür könnten Reformen ebnen, die die Bundeskanzlerin nach der Nordrhein-Westfalen-Wahl im Mai dieses Jahres durchsetzen wolle, ist der Finanzexperte überzeugt.

Gas und H-Kennzeichen, der DEUVET informiert

Von Jörg Maschke | 8. Dezember, 2009

Einer unser erfolgreichsten Artikel (”Pingback”-Meister, also diverse Verlinkungen anderer Interentseiten zu unserem Artikel) erhält aktuellste Hintergrundinformationen vom Bundesverband DEUVET, die wir hier natürlich gerne sofort weitergeben.
DeuvetIn den vergangenen Jahren ist es zunehmend attraktiv geworden, Alltagsautos mit einer Gasanlage auszurüsten. Im Gasbetrieb lassen sich die Ausgaben für Treibstoff um etwa die Hälfte senken – da hat man selbst bei mittleren Laufleistungen die Kosten der Umrüstung bald wieder eingefahren.

Eine neuere Entwicklung ist die Idee, auch Oldtimer mit Gasanlagen auszustatten. Das ist völlig verständlich: Natürlich rollt der Besitzer eines Opel Diplomat, eines Robur Ello-Transporters oder eines Buick Riviera viel entspannter zur Tankstelle, wenn er eine nur halb so hohe Rechnung erwartet. Kombiniert mit dem H-Kennzeichen erreicht er dann die perfekte Spar-Lösung. An dieser Stelle möchte allerdings der Gesetzgeber ein Wörtchen mitreden. Seit dem 1. April 2006 gibt es überarbeitete Vorschriften für Gasanlagen zum Antrieb von Kraftfahrzeugen. Diese Neufassung vereinfacht die Genehmigung, den Einbau und die Prüfung von Gasanlagen und Gasnachrüstsystemen. Wesentliche Anregungen dazu gab der Arbeitskreis “Gas” des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Zu diesem Arbeitskreis gehörten Vertreter des BMVBS, der Fahrzeughersteller und -importeure, der Fahrzeugüberwacher und des Kfz-Gewerbes. Man kann davon ausgehen, dass die Neufassung Hand und Fuß hat. Der Arbeitskreis blieb auch nach dem 1. April 2006 aktiv, um Antworten auf Fragen zu geben, die sich in der Praxis stellen. Eine dieser Fragen betrifft die Installation von Gasanlagen in historisch (weiterlesen…)