Archiv der Kategorie ‘Historie‘
Von Redaktion am 3. Mai 2013
- „Space Cowboys – Daimler Senior Experts“ starten mit Projekteinsätzen
- Mitarbeiter im Ruhestand unterstützen mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten
- Programm startete am 1. Mai
Stuttgart – Mit der Initiative „Space Cowboys – Daimler Senior Experts“ sichert sich Daimler ab 1. Mai systematisch die Erfahrung und das Wissen seiner langjährigen Mitarbeiter auch über die Zeit ihrer Betriebszugehörigkeit hinaus. Im Rahmen des Programms arbeiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Daimler AG im Ruhestand für befristete Einsätze wieder im Unternehmen. Mit ihren Fähigkeiten können sie die Stammbelegschaft temporär, weltweit und kurzfristig unterstützen. Damit erhält sich das Unternehmen langfristig eine wertvolle Wissensgrundlage und stärkt zugleich den Know-how Transfer zwischen Erfahrungsträgern und Nachwuchsmitarbeitern. Namensgeber für die Initiative ist der gleichlautende Film „Space Cowboys“: Dabei starten vier Experten – eigentlich außer Dienst – auf Wunsch der US-Weltraumbehörde eine Mission ins All, ausgewählt auf Grund ihrer besonderen Kenntnisse und Erfahrungen. Im Gegensatz zu dem Film sind bei Daimler „Space Cowgirls“ ebenso gefragt.
Die Fachbereiche der Daimler AG profitieren von den „Space Cowboys“, da sie im Bedarfsfall auf wertvolle Erfahrungsträger zurückgreifen können– zum Beispiel für Projekte, Produktanläufe, Schulungen oder Coachings zur persönlichen oder fachlichen Entwicklung anderer Mitarbeiter. Die Senior Experts profitieren ebenfalls: Sie haben die Möglichkeit, ihr langjähriges Daimler-spezifisches Wissen weiterhin aktiv einzubringen und erhalten dafür eine Vergütung auf Tagesbasis. Der Abgleich der gemeldeten Bedarfe durch die Fachbereiche und der „Space Cowboys“ im Expertenpool findet, mittels eines dauerhaft im Unternehmen verankerten Prozesses, durch den Personalbereich statt.
Wilfried Porth, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Daimler AG: “Für unseren Erfolg ist beides entscheidend: Innovationskraft und ein umfangreicher Erfahrungsschatz. Mit der Initiative ‚Space Cowboys – Daimler Senior Experts‘ setzen wir gezielt auf die Zusammenarbeit der verschiedenen Generationen mit ihren spezifischen Stärken. Die Vielfalt ihrer Sichtweisen und Expertisen leistet einen wertvollen Beitrag bei der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie.“
Für eine Tätigkeit als „Daimler Senior Expert“ können sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab dem Eintritt in den Ruhestand bewerben. Es gibt keine Altersbegrenzung. Voraussetzung für einen Einsatz als „Daimler Senior Expert“ ist neben der Verbundenheit mit dem Unternehmen auch langjährige Berufserfahrung bei Daimler mit hohem Expertenwissen und fundierten Kenntnissen über das Unternehmen sowie ein gutes Netzwerk. Die Dauer der Tätigkeit als „Space Cowboy“ ist abhängig vom Bedarf des Fachbereichs, beträgt jedoch maximal sechs Monate im Jahr.
Pilotprojekte mit „Daimler Senior Experts“ laufen bereits seit März 2013. Stammbelegschaft und „Space Cowboys“ können schon jetzt auf erste Erfolge in der Zusammenarbeit zurückblicken. So hat zum Beispiel in der IT der erste Senior Expert seinen Einsatz begonnen und unterstützt ein Projekt, das er in seiner Zeit als Führungskraft mitaufgesetzt hat.
Neben „Space Cowboys – Daimler Senior Experts“ gibt es weitere Initiativen des Daimler Generationenmanagements „Erfahren in die Zukunft“, die das Erfahrungswissen langjähriger Mitarbeiter mit den Kompetenzen der Nachwuchskräfte vernetzen. Ziel des Generationenmanagements ist es, die Perspektiven, Kenntnisse und Erfahrungen verschiedener Generationen erfolgreich zusammenzubringen, sowie die Leistungsfähigkeit der Belegschaft und deren Freude an der Arbeit langfristig zu erhalten.
Kategorie Allgemein, Classic, Historie, Technik, Wirtschaft
Von Dieter Ritter am 29. April 2013
1886 legten Benz und Daimler den Grundstein für das, was manches Unternhmen verzwiefeln lässt. Insbesondere die dubiosen Machenschaften in Schwellenländern wie Indien oder sogar China veranlasst manches Unternehmen zum Rückzug. Oftmals mit der Konsequenz, dass das bis dahin zur Verfügung gestellte Knowhow gnadenlos ausgeschlachtet wird.
„Der Mittelstand braucht nach der Einigung über das EU-Patent dringend ein preiswertes, einheitliches und rechtssicheres Patentanmeldeverfahren in Europa. Auch für ein weltweit wirksames Verfahren zur Durchsetzung von Schutzrechten ist es höchste Zeit.“ Das sagte Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), anlässlich des Tags des geistigen Eigentums am Freitag in Berlin.
In Europa gehe es nach der politischen Einigung über das EU-Patent im vergangenen Jahr nun darum, Anmeldeverfahren, Gebühren und Gerichtsbarkeit nutzerfreundlich auszugestalten. Dazu gehörten vor allem niedrige Gebühren für die Anmeldung und hochqualifizierte Gerichte für Rechtsstreitigkeiten.
„Das Patent ist das wichtigste Schutzrecht für die Industrie“, erklärte Grillo. Die deutsche Industrie meldet europaweit mit Abstand die meisten Patente an – über 34.000 im vorigen Jahr. Das sind mehr als in Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Italien und den Niederlanden zusammen.
„Größtes Problem bleibt aber der Schutz geistigen Eigentums außerhalb der EU“, stellte der BDI-Präsident fest. Mittelständler hätten keine große Rechtsabteilung, die ihre Rechte international schützt und durchsetzt. Sie verfügten über weniger Einflussmöglichkeiten und Kontakte, die weltweit dafür sorgen, dass ihre Produkte nicht nachgeahmt werden.
Nach dem Scheitern des Antipiraterie-Abkommens ACTA im Juli vorigen Jahres appellierte der BDI-Präsident an die politisch Verantwortlichen: „Die Politik ist jetzt eine Antwort schuldig, wie es mit dem Schutz von Patenten und Markenrechten international weitergehen soll. Sinnvoll ist, diese Rechte in Freihandelsabkommen mit Schwellen- und Entwicklungsländern zu verankern.“
Der Tag des geistigen Eigentums geht zurück auf eine Initiative der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO). Die Veranstaltung des BDI hat sich in den letzten Jahren erfolgreich als die Leitveranstaltung in Deutschland zu diesem Thema etabliert. Seit vier Jahren führt der BDI sie gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), dem Markenverband und dem Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM) durch.
Kategorie Allgemein, Classic, Historie, Politik, Recht, Technik, Werkzeuge, Wirtschaft
Von Jörg Maschke am 27. April 2013
…gehen zurück in die Werkshallen
Die Vertreter der verschiedenen Mercedes-Clubs kennen solche Anfragen sicherlich gut genug. Man erhält eine Email mit einer netten Geschichte, wie jemand im Nachlass oder in alten Familienunterlagen Bilder, Prospekte, Werkzeug oder Ersatzteile eines alten Autos gefunden hat. Zumeist wird gefragt, zu welchem Fahrzeugtype diese gehören könnten, da man selber nicht das nötige Fachwissen hätte. Evtl. findet sich auch die eigentliche Frage, die Frage was man dafür bei eby oder auf einem Teilemarkt so verlangen könnte.
Doch bei der Email aus diesem Artikel war alles anders!
Die Email erhielt ich im September letzten Jahres und bereits die Überschrift hörte sich sehr interessant an:
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Benz-Originalpapiere 1914 zu verschenken
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Jahre 1914 kaufte mein Urgroßvater sein erstes Auto, einen Benz Luxus-Runabout 10/30 PS, # 15229. Als Kind habe ich noch auf dem Wagen, der damals in einer Scheune stand, gespielt. Der Familiensage nach wurde er ca.1955 an einen Sammler oder ein Museum vekauft, er könnte also noch in einer Sammlung existieren.
Bei der Haushaltsauflösung meiner Mutter tauchten nun die original-Lieferpapiere auf, siehe anhängende Scans. Bevor ich diese ins Altpapier werfe: Hat irgendjemand Interesse an den drei Blättern?
Es sind:
- Der Lieferschein
- Die Ausführungs-Spezifikation
- Die “Bordwerkzeugliste”
Aus dem Bordwerkzeug ist übrigens noch ein Gabelschlüssel 19/22 vorhanden, beschriftet “BENZ&Co.A.G.MANNHEIM”.
Mit freundlichen Grüßen
Axel Eichendorff
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Leider blieben unsere Suche und Nachfragen nach dem Verbleib des Fahrzeugs bei verschiedenen Sammlern ohne Erfolg… und so entschied sich der edele Spender, zu unserem Bedauern aber mit voller Zustimmung, dazu die knapp 100 Jahre alten Dokumente an das Automuseuem Dr. Carl Benz zu übergeben.
Wir haben allerdings die große Freude und die Erlaubnis von Herrn Eichendorff, daß wir die Scans der Unterlagen im Newsticker veröffentlichen dürfen. Klicken Sie einfach auf die Bilder und genießen Sie in voller Größe diese Dokumente! Genießen Sie diese Zeitdokumente und staunen auch Sie über die teils witzigen Hinweise und genauen Auflistungen. Besonders interessant ist sicherlich:
- Die dringende Bitte um Rücksendung der Verpackung.
- Die Ausstattungsliste, in der akribisch alles aufgeführt ist, was heute zur Grundausstattung gehört, wie z.B. Räder, Lampen und Tacho.
- Die Liste des “Bordwerkzeuges” sieht fast wie eine komplette Schrauberwerkstatt aus.
Und für alle Chronisten oder den/die Inhaber des gesuchten Fahrzeuges:
Herr Eichendorff betrachtet Sie die Papiere als einstweilige Dauerleihgabe.
Keine Angst, er oder seine Familie will sie nie zurückhaben. Aber: Wir alle, Personen wie Institutionen, sind nur auf Zeit Hüter solcher Sachen.
Sollte sich wider Erwarten der Benz Nr.15229 doch erhalten haben und finden, so wäre es im Interesse aller, wenn die Papiere wieder zum Fahrzeug kämen.
Ein sicherlich nobler Wunsch!
Kategorie Allgemein, Bücher, Classic, Clubleben, Historie
Von Redaktion am 26. April 2013
- Faszinierende Mercedes-Benz Originalfahrzeuge auf der Strecke
- Prominente Fahrer: David Coulthard, Jochen Mass, Bernd Mayländer und Karl Wendlinger
Die Mille Miglia (16. bis 19. Mai 2013) zählt für Automobil-Enthusiasten aus der ganzen Welt zu den Höhepunkten des Klassik-Kalenders. Mercedes-Benz Classic startet auch in diesem Jahr mit zahlreichen Originalfahrzeugen, darunter der legendäre 300 SLR, und stellt täglich aktuelle Filmbeiträge der Veranstaltung online. Mercedes-Benz und die Mille Miglia gehören untrennbar zusammen. So symbolisiert beispielsweise im Jahr 1952 für die Marke mit dem Stern der zweite Rang mit Karl Kling auf 300 SL Rennsportwagen (W 194) den Auftakt einer erfolgreichen Rückkehr auf die Bühne des internationalen Motorsports. Erinnerungen an den legendären Sieg von Rudolf Caracciola werden wach: Im April 1931 hatte der Mercedes-Benz Pilot mit seinem Beifahrer Wilhelm Sebastian auf einem Rennsportwagen Typ SSKL als erster nicht italienischer Fahrer die Mille Miglia gewonnen.
Für den zweiten ganz großen Triumph von Mercedes-Benz bei dem wohl berühmtesten 1000-Meilen-Rennen steht der Rennsportwagen 300 SLR (W 196 S): Im Jahr 1955 gewinnen Stirling Moss und sein Beifahrer Denis Jenkinson mit einem Fahrzeug dieses Typs, Startnummer 722, die Mille Miglia mit einem Durchschnittstempo von 157,65 km/h – in der schnellsten jemals gefahrenen Zeit von 10 Stunden, 7 Minuten und 48 Sekunden. Heute wird die Mille Miglia als Zuverlässigkeitsfahrt ausgetragen, vom norditalienischen Brescia nach Rom und zurück. Auf den 1.000 Meilen, rund 1.600 Kilometern, erwarten anspruchsvolle Wertungsprüfungen die Teilnehmer und ihre klassischen Fahrzeuge. Das Reglement erlaubt ausschließlich Fahrzeugtypen, die bereits bei der Originalauflage des Straßenrennens (1927 bis 1957) am Start waren. Mercedes-Benz Classic berichtet täglich auf der eigenen Internetseite (www.mercedes-benz-classic.com) und auf Facebook von der Mille Miglia. Jeweils ungefähr sechs Stunden nach Etappenende wird der aktuelle Beitrag mit der Zusammenfassung des Tages veröffentlicht. So können User weltweit ganz nah am Geschehen sein und das Flair der Mille Miglia erleben.
Für Mercedes-Benz Classic gehen in diesem Jahr vier prominente Rennfahrer an den Start: Die ehemaligen Formel-1-Piloten David Coulthard auf 300 SLR (W 196 S) sowie Jochen Mass und Karl Wendlinger gemeinsam auf einem 300 SL (W 198). Dieses Fahrerduo ist zugleich eine Reminiszenz an die Jahre des Mercedes-Benz Junior Teams der 1990er-Jahre mit den damaligen Nachwuchsfahrern Heinz-Harald Frentzen, Michael Schumacher und Karl Wendlinger mit Jochen Mass als Mentor. Bernd Mayländer, der aktuelle Fahrer des Official F1™ Safety Car, startet bei der Mille Miglia ebenfalls auf einem 300 SL (W 198). Fahrer und Fahrzeuge sorgen für eine Motorsportatmosphäre, wie sie perfekt zu diesem Langstreckenrennen passt. Neben einigen Mercedes-Benz 300 SL (W 198) ist im exquisiten Starterfeld auch ein Typ SSK vertreten, der legendäre Sechszylinder-Kompressor-Sportwagen der Vorkriegsära. Bei dem ebenfalls startenden Mercedes-Benz 300 SL Rennsportwagen (W 194) handelt es sich um das Originalfahrzeug mit der Chassisnummer 5: Bei seinem Mille-Miglia-Start 1952 belegte Rudolf Caracciola mit eben diesem Fahrzeug den 4. Platz. Und auch der 300 SLR mit der Startnummer 658, auf dem David Coulthard starten wird, ist ein originales Teilnehmerfahrzeug: Mit exakt diesem Fahrzeug errang 1955 der legendäre Juan Manuel Fangio als Einzelfahrer Rang zwei in der Gesamtwertung hinter dem Siegerteam Moss/Jenkinson und komplettierte so den damaligen Doppelerfolg der Marke Mercedes-Benz.
Die Mille Miglia beginnt in diesem Jahr am 15. Mai 2013 mit der technischen Abnahme in Brescia. Die für dieses Jahr zugelassene Zahl von 400 Fahrzeugen bedeutet einen neuen Teilnehmerrekord. Am 16. Mai werden die Klassiker in der historischen Altstadt von Brescia präsentiert, bevor am Abend der erste Wagen über die Startrampe rollt und auf die Strecke geht. Am Gardasee vorbei fahren die Teilnehmer über Verona, Vicenza und Padua nach Ferrara, dem ersten Etappenziel. Am nächsten Morgen (17. Mai) geht es weiter nach Ravenna, durch die Republik San Marino und schließlich nach Rom. Die lange Schlussetappe (18. Mai) führt von Rom über Viterbo, Siena, Florenz, Bologna, Maranello, Modena und Cremona zurück nach Brescia. Dort findet am 19. Mai auch die Siegerehrung statt.
Parallel zur diesjährigen Mille Miglia präsentiert die Daimler Kunst Sammlung vom 7. März bis 30. Juni im Museo di Santa Giulia in Brescia die Ausstellung „Novecento mai visto: From Albers to Warhol to (now)“. Im Zentrum der Ausstellung stehen mehr als 230 Werke von rund 110 internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Ergänzt wird sie durch eine Sonderausstellung im Museo Mille Miglia. Gezeigt werden dort drei hochkarätige Originalfahrzeuge aus der Sammlung von Mercedes-Benz Classic gemeinsam mit entsprechenden Warhol-Motiven.
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Kategorie Allgemein, Classic, Event, Historie, Mille Miglia, Rennsport
Von Jörg Maschke am 15. April 2013
Dieter Klein arbeitet seit über 25 Jahren als selbstständiger Fotograf und steht nun nun kurz vor der Beendigung seines Buchprojektes über historische Autofriedhöfe. Über den Zeitraum von vier Jahren hat er zahllose Bilder für das Buch mit dem Titel “Forest Punk” zusammengetragen.
Leider lassen sich aufgrund des fortschreitenen Verfalls nicht mehr alle Fahrzeuge zweifelsfrei zuordnen… daher bittet er um fachmännische Hilfe, denn von den ca. 110 Bildern im Buch sind nur noch Wenige nicht identifiziert.
Auf der Webseite: http://www.forest-punk.de/ findet man unter dem Menupunkt “Wer kann mir helfen” Bilder von den Fahrzeugen bzw. Details von Fahrzeugen, die noch nicht zugeordnet sind. Wer helfen kann sollte sich beeilen und die Bilder durchsehen – einen Mercedes habe ich nicht drunter gesehen – doch als Dankeschön erhält der jeweils erste richtige Hinweis ein Buch gratis vom Autor!
Kategorie Allgemein, Bücher, Historie, Wirtschaft
Von Jörg Maschke am 8. April 2013
Die 25.TechnoClassica wird selbstverständlich als Jubiläumsveranstaltung mit einigen besonderen Highlights glänzen. Aus Sicht der DaimlerAG sollen die Clubs in erster Linie die demnächst auf die Straßen rollende neue S-Klasse (Schnapszahlbaumuster W222) mit einer Darbietung der Vorgänger begleiten. Sowas ist natürlich nicht so ganz einfach. Klar die Clubs die sich mit den Vorgängern der E-Klasse/Mittelklasse oder den SL-Baureihen beschäftigen haben es da noch recht einfanfach, sie können sich nicht an der S-Klasse Begeltung beteiligen.
Was aber sollen die anderen Clubs aus ihren Reihen präsentieren?
Die Ansicht welche Baureihen nun der S-Klasse (dieser Name ist seit der Vorstellung der Baureihe W116 präsent) vorausgingen weist durchaus Fragen auf. Geht man rein nach dem Buchstaben S wird schnell klar, wo das Downsizing der nächsten Jahre hingehen wird. Der erste Vertreter nach dem Krieg wäre somit der 170S… doch hier stand das S nicht für Sonderklasse sonder schlicht für Stahlbauweise. Zur Unterscheidung zum zeitgleich gebauten 170V der das V für Motor Vorne trug, zur Unterscheidung zum H für Heckmotor, den es aber nur vor dem Krieg gab… die Sache verwirrt Sie? Damit es keine Fragen gibt, hat Mercedes die eigene Geschichte systematisiert, wie das Foto oben zeigt.
Was bringen denn nun die MB Clubs mit nach Essen?


Der MVC hat sich die Fahrzeugliste angesehen und da man bereits im letzten Jahr das Thema 3-0-0 (im Medienarchiv der Daimler AG nicht als S-Klasse-Vorläufer sondern in die Reihe der Repräsentationsfahrzeuge einsortiert) gezeigt hatte, wird man in diesem Jahr den 220 W187 in den drei gängigen Karosserieformen zeigen (Innenlenker, Cabriolet A & B).
- Der v-d-h zeigt in erster Linie die Bandbreite seiner Betreuung und stellt als echten Alltagswagen (daily driver) einen 200 /8 Bj 74 in hellgrau, einen leicht optimierten silbernen 190E 2.6 in sportlicher Ausführung und damit das Thema S-Klasse Cabrio auch gewürdigt wird (sowas soll ja bei der neuen Serie auch in Planung sein) ein 280SE Cabrio mit Sondermotorisierung 6.9 in schwarz aus. Der letztgenannte Wagen ist ein besonderer technischer Leckerbissen, eine echte Fahrmaschine! Die Karosse wurde aktuell von der Autoschmiede frisch überarbeitet.
Beim VfW123 liegt der Blickpunkt auf die Spitzenmodelle der Baureihe mit einer wunderschönen 280E Limousine in Magnetitblau-Metallic mit Leder Pergament und ein ganz besonderes Schmuckstück für die Dieselfreunde der Baureihe ein szenebekanntes europäisiertes 300CD in Pajettrot -Metallic mit Leder Creme.
Besonders im Blickpunkt des Themeninteresses steht der S-Klasse-Club. Dort bringen zwei Unikate und sie Präsentation einer Motorrevision die Fans in Wallungen. Das erste Fahrzeug ist ein V126, 560 SEL, der ursprünglich nur für interne Werbezwecke hergestellt und in den ersten Jahren in vielen Publikationen abgebildet wurde. Die S-Klasse ist in Nautikblau lackiert und besitzt eine graue Innenausstattung in Amaretta mit Einzelsitzanlage im Fond, was für diese Baureihe eine echte Seltenheit darstellt. Das zweite Fahrzeug ist eine V220, S500 4-matic Limousine die in einem Farbton lackiert wurde, der damals nicht für die Baureihe 220 vorgesehen war. Diese Sonderfarbe konnte nicht direkt im Werk lackiert werden, das Fahrzeug wurde während der Produktion im Rohzustand aus dem Band ausgeschleust und nach AMG verbracht, wo es sein Farbkleid erhielt. Anschließend wurde es wieder dem Fließband zugefügt und fertiggestellt. Diese Farbe wurde lediglich nur einmal an einem Fahrzeug der Baureihe 220 lackiert, lassen Sie sich überraschen! Und dann natürlich die Motorrevision am Besipiel eines 560 SEC, bei dem die komplette Revision in vielen Schritten dokumentiert wurde. Diese Darstellung der Motorrevision ist in einem Buch gedruckt worden und liegt für interessierte Besucher zur Durchsicht aus. Auch das Fahrzeug selbst kann auf unserem Stand live begutachtet werden.
Der SLK-Club feiert in diesem Jahr sein 15jähriges Bestehen und dazu reisen zwei neuwertige Fahrzeuge aus der SLK Baureihe an. Das erste Fahrzeug ist ein SLK 200 aus dem Jahr 6/1998 in Magentarot mit Scarlet-Ausstattung. Dieses Fahrzeug befindet sich seit diesem Zeitpunkt im Besitz eines Clubmitgliedes. Clubmitglied und Fahrzeug sind seit Gründung im SLK-Club! Das zweite Fahrzeug ist ein SLK 200K der zweiten Serie (Bauj 10/2000) somit facegeliftet in Brillantsilber. Mit diesen beiden Fahrzeugen kann der Betrachter die Unterschiede der beiden Serien R170 erkannen lernen. Als Ergänzung werden entsprechende Informationen auf das 15jähriges Clubjubiläum hinweisen und Einblick in das Clubleben geben.
Der R/C 107 Club bringt einen sehr frühen 350 SLC aus dem Baujahr 1972 mit auf die Messepräsentation in die Halle 1. Als zweites Fahrzeug ergänzt ein offener SL die Clubdarstellung.
- Die MBIG hat die Jubilare eingeladen! Denn 2013 feiern gleich mehrere Mercedes-Benz einen runden Geburtstag:
Die Pontons werden 60 und die 600er feiern den 50., beide werden natürlich auf dem Stand der MBIG präsentiert. Der 600er ist ein ganz besonderer “Scheunenfund”, mit einer sehr abenteuerlichen Geschichte und dann wird auch noch die Tochter des Erstbesitzers zu Besuch erwartet!
Kategorie Allgemein, Classic, Clubleben, Event, Historie, Messe, Wirtschaft
Von Jörg Maschke am 27. März 2013
In Anlehnung an Ferry Porsches Ausspruch “Das letzte gebaute Automobil wird ein Sportwagen sein“, möchte die CENTRAL GARAGE das Thema Rennsportgeschichte(n) hautnah erlebbar machen. Diese Ausstellung wird das ganze Jahr (mit wechselnden Exponaten und Themen) zu sehen sein. Sie wird durch Sonderschauen, Treffen und Veranstaltungen begleitet. Wenn Sie einen Boliden Ihrer Wahl mitnehmen möchten, so finden Sie bei „homburgmodell“, dem Modellauto-Zentrum im Museum, eine große Auswahl!
Hier finden Sie einen Zeitungsartikel über die laufende Ausstellung.
- Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag • jeweils 12 bis 16:30 Uhr.
- Nach Absprache sind auch andere Öffnungszeiten möglich.
- Central-Garage Automuseum
- Niederstedter Weg 5
- 61348 Bad-Homburg v. d. H.
- Telefon: 06172-597-6057
- E-Mail: info@central-garage.de
- www.central-garage.de
Einige Beispiele aus der laufenden Ausstellung:
Kategorie Allgemein, Classic, Clubleben, Historie, Mille Miglia, Museen, Rennsport
Von Dieter Ritter am 26. März 2013
Im Rahmen des Goodwood Festival of Speed im englischen Chichester versteigert Bonhams am 12. Juli einen W 196 Silberpfeil. Der damals von Juan Manuel Fangio pilotierte Rennwagen gewann 1954 den Großer Preis von Deutschland auf dem Nürburgring. Auch beim Großer Preis der Schweiz in Bern sah er als erster die schwarz-weiß karierte Zielflagge.
Konservativen Schätzungen zu Folge soll der Wagen fünf Millionen britische Pfund Sterling erzielen. Realistischer sind Insider-Schätzungen, die von bis zu 40 Millionen US-Dollar ausgehen.
Der Siegerwagen Fangio’s aus der Saison 1954 mit der Nummer 00006/54 ging 1973 an das National Motor Museum Beaulieu. Im Gegensatz zu den damals sonst üblichen Dauerleihgaben ungewöhnlicherweise aber als Spende. Zweck: “Gegenwärtigen und zukünftigen Generationen die Möglichkeit zu geben, sich mit den Pioniertagen der Geschichte des Automobils zu vertraut zu machen”, so eine Verlautbarung der damaligen Daimler-Benz AG.
1987 kam dann alles anders als geplant. Lord Montague, Leiter des Museums, benötigte Mittel für die Bibliothek und das Museumsarchiv. Eine entsprechende Anfrage via Mercedes-Benz UK an das Stuttgarter Mutterhaus blieb erfolglos. Eine Intervention seitens des damaligen Museumschefs Max-Geritt von Pein respektive Mercedes-Benz Vorstand Prof. Jürgen Hubbert, um den Verkauf zu verhindern, war genauso so wenig von Erfolg gekrönt. Neuer Eigentümer war demzufolge ein britischer Sammler. In der Folgezeit fand der W 196 in Frankreich, Deutschland und Katar eine neue Heimat. Angeblich ist der aktuelle Besitzer wieder ein Deutscher. James Knight, Sprecher des Auktionshauses Bonhams, meinte, dass der aktuelle Besitzer anonym bleiben wolle. Verständlich, denn der Ertrag wird in England erwirtschaftet und damit weit weg von irgendwelchen Fiskalbehörden des europäischen Festlandes. Fakt ist dagegen, dass der letzte Fahreinsatz in der Öffentlichkeit schon etwas länger zurück liegt: Classic & Sports Car-Redakteur Willie Green war der letzte in Monaco im Jahre 2000.
Wenig nachvollziehbar sind demgegenüber die Äußerungen von Robert Brooks, Bonhams-CEO. Im Rahmen der Präsentation im Londoner Hauptquartier: „It’s been stored in a warehouse and largely forgotten about for nearly 30 years” (Er wurde in einem Lagerhaus eingelagert und für nahezu 30 Jahre vergessen).
Und Mercedes-Benz Classic? Sprecher Malte Dringenberg äußerte sich wie das berühmte Orakel von Delphi. Ob mitgeboten werde sei offen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wolle man sich “nicht zu einem Engagement unseres Hauses als Bieter äußern”. Zu unterstellen ist in jedem Fall ein nicht zu verhehlendes Interesse. “Mercedes-Benz wird das Team des Auktionshaus Bonhams’ im Rahmen seiner Möglichkeiten bei den Recherchen nach historischen Fakten zu diesem Fahrzeug unterstützen”, so Dringenberg. Das Unternehmen will Bonhams eine Expertise anbieten, die die Echtheit der einzelnen Bauteile bestätigt. Das würde allerdings den Wert wohl noch weiter in die Höhe treiben. Ob das Ganze sinnvoll ist sei dahin gestellt. Letztendlich handelt es sich schließlich um einen Werksrennwagen.
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Von Jörg Maschke am 22. März 2013
Haben Sie am 22.03.2013 den wöchtenlichen Newsletter des Mercedes-Benz Oldtimer Newstickers erhalten?
- JA – dann kontrollieren Sie bitte am Wochenende 29.-30.03.2013 ob Sie den Newsletter auch bekommen. Wenn JA ist alles o.K. Wenn NEIN, dann tragen Sie Ihre Emailanschrift bitte neu HIER ein.
- NEIN – dann tragen Sie Ihre Emailanschrift bitte neu HIER ein.
Warum der ganze Aufwand? Nun, wir haben heute über 300 Fehlermeldungen mit schafhaften oder nicht mehr aktuellen Emailanschriften zurück erhalten. Diese wurde von uns nun gelöscht, damit wir in Zukunft weniger Emailtraffic mit der Newsletteraussendung produziern.
Sie kennen noch andere Oldtimer-, Klassiker- oder Youngtimerfreunde, die unseren Newsticker noch nicht erhalten? Oder Ihr Mercedes-Club ist noch kein Nachrichtenlieferant für den Newsticker? Dann machen Sie bitte Werbung für uns! Auch wenn wir ohne externe Werbung auskommen, so misst uns das Stammhaus wie auch unsere Clubvorstände natürlich am Erfolg und gerademal etwas über 4.000 Newstickerleser sollten sich doch steigern lassen, oder ? !
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Von Jörg Maschke am 22. März 2013
- Jochen Mass pilotiert 300 SLR „Uhlenhaut-Coupé“
- Goodwood Festival of Speed wird 20 Jahre alt
Mercedes-Benz Classic wird beim Goodwood Festival of Speed (11. bis 14. Juli 2013) Glanzpunkte mit dem Auftritt legendärer Rennwagen setzen. Einen Vorgeschmack darauf gibt es bereits beim Goodwood Press Day: Rennfahrer Jochen Mass wird hier das „Uhlenhaut-Coupé“ pilotieren, die geschlossene Version des Rennsportwagens 300 SLR (W 196 S).
„Das ‚Uhlenhaut-Coupé‘ ist ein besonderer Bestandteil der faszinierenden Motorsportgeschichte von Mercedes-Benz. Es ist eng verwandt mit dem 300 SLR Rennsportwagen, mit dem Stirling Moss und John Cooper Fitch beispielsweise 1955 in Großbritannien die International Tourist Trophy gewonnen haben. Mercedes-Benz Classic ist stolz, dieses exklusive Fahrzeug zusammen mit anderen herausragenden Rennfahrzeugen aus der Geschichte unserer Marke nach Goodwood zu bringen“, sagt Michael Bock, Leiter von Mercedes-Benz Classic.
Zwei Exemplare dieses Rennsport-Prototyps mit Flügeltür-Karosserie entstehen für die Saison 1956. Sie kommen jedoch nie zum Wettbewerbseinsatz, da sich die Stuttgarter Marke nach dem Titelgewinn des Jahres 1955 aus der Sportwagen-Weltmeisterschaft zurückzieht. Der legendäre Ingenieur Rudolf Uhlenhaut, früherer Leiter der Pkw-Entwicklung von Mercedes-Benz und Vater auch des 300 SLR, nutzt in den Folgejahren das Coupé als Dienstwagen, sodass es den Beinamen „Uhlenhaut-Coupé“ erhält. Er unternimmt mit dem Supersportwagen zahlreiche Langstreckenfahrten quer durch Europa. Für die Straßenzulassung erhält das Fahrzeug am seitlichen Auspuff einen Schalldämpfer.
- Kaiserliche Rennsport-Tradition beim Festival of Speed
Beim Festival of Speed im Juli 2013 wird auch ein weiteres Fahrzeug aus der Sammlung von Mercedes-Benz Classic zu den Stars gehören: ein Benz Spezial-Tourenwagen, der eigens für die Prinz-Heinrich-Fahrt des Jahres 1910 gebaut wurde. Er ist zusammen mit einem weiteren „Prinz-Heinrich-Wagen“ aus dem Bestand des niederländischen Louwman Museums aufwendig restauriert worden. Beide Fahrzeuge wurden Anfang 2013 erstmals wieder der Öffentlichkeit als originalgetreue Zeitzeugen des Motorsports im deutschen Kaiserreich präsentiert. Das Fahrzeug aus der Sammlung von Mercedes-Benz Classic kommt bei der Prinz-Heinrich-Fahrt 1910 auf dem 11. Platz ins Ziel, danach startet das Fahrzeug noch im selben Jahr auch zur Zar-Nikolaus-Tourenfahrt. Den modifizierten Motor, den der Rennwagen für diesen Wettbewerb in Russland erhält, hat das Fahrzeug heute noch.
- Silberpfeile mit Schottenmuster
Weitere Sternstunden des Motorsports versprechen beim Goodwood Festival of Speed unter anderem die Grand-Prix-Rennwagen aus den Silberpfeil-Epochen wie etwa der W 154 (1938 bis 1939) und der W 196 (1954 bis 1955), aber auch ein Renntruck des Typs Mercedes-Benz 1834 S aus dem Jahr 1993. Die vor allem vom Geist historischen Rennsports geprägte Atmosphäre in Goodwood wird schließlich noch ein Benz Patent-Motorwagen bereichern.
Neben Jochen Mass wird bei dieser Spitzenveranstaltung des historischen Motorsports auch Jackie Stewart am Steuer eines klassischen Mercedes-Benz Monoposto erwartet. Der legendäre schottische Rennfahrer wird voraussichtlich einen W 154 „Silberpfeil“ über die 1,86 Kilometer lange Strecke steuern. Der Sitz des Silberpfeils wird dazu eigens mit dem „Stewart Racing Tartan“ bezogen: Dieses Muster im Stil der schottischen Clan-Tartans hat Stewart eigens für sein Formel-1-Team entwerfen lassen.
Der Renntruck 1834 S ist ebenfalls ein Originalfahrzeug aus der umfangreichen Fahrzeugsammlung von Mercedes-Benz Classic. Er bringt Mitte der 1990er-Jahre Mercedes-Benz dreimal hintereinander die Europameisterschaft, pilotiert von den Rennfahrern Steve Parrish (1994 und 1996) und Slim Borgudd (1997).
- Ein Hochamt des historischen Motorsports
Die klassischen Rennwagen von Mercedes-Benz Classic sind Stammgäste des Goodwood Festival of Speed. Zentraler Programmpunkt ist der „Hill Climb“, der seit 20 Jahren stets im Juni oder Juli auf dem Anwesen rund um den im 18. Jahrhundert gebauten britischen Herrensitz des Earl of March and Kinrara, Goodwood House in West Sussex, ausgetragen wird. Neben dem Bergrennen finden außerdem Läufe auf einer Rallye-Strecke im Wald statt.
Das Festival of Speed entsteht vor 20 Jahren als Hommage an die Rennsportgeschichte von Goodwood, die wiederum auf einem privaten Bergrennen der 1930er-Jahre basiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet die Familie von Lord March auf einem zwischenzeitlich in Goodwood gebauten Militärflughafen außerdem einen Rundkurs. Hier werden bis zum Jahr 1966 Rennen gefahren. Mit vielen Anknüpfungspunkten an die alte Zeit findet auf dieser Strecke seit einigen Jahren im Herbst das „Goodwood Revival“ statt.
2013 werden wieder mehr als 185.000 Besucher zum Festival of Speed erwartet. Einen besonderen Schwerpunkt legen die Veranstalter in diesem Jahr auf die eigene Geschichte: Die Erinnerung an Höhepunkte aus 20 Jahren Festival of Speed wird als Leitmotiv diese automobilhistorische Inszenierung prägen.
„Die Zeit ist geradezu verflogen!“ (“The time has simply flown by!”), sagt Festival-Gründer Lord March im Oktober 2012 mit Blick auf die vergangenen zwei Jahrzehnte. An motorsportgeschichtlichen Höhepunkten ist diese Ära in Goodwood außergewöhnlich reich gewesen – und Fahrzeuge mit dem Markenzeichen von Mercedes-Benz auf dem Kühler haben dabei immer wieder für Sternstunden gesorgt.
QUELE: DaimlerAG
Kategorie Allgemein, Event, Historie, Reise, Rennsport, Van/Transporter
Von Jörg Maschke am 20. März 2013
- Einzigartige Tradition seit den Anfängen der Marke
- Überragend in der Summe aller Qualitäten
- Weltweit das meistverkaufte Fahrzeug der Luxusklasse
Die S-Klasse von Mercedes-Benz steht in einem besonderen Maß für Luxus, Komfort und Sicherheit. Deshalb prägt diese Baureihenfamilie das Image der Marke ausgesprochen nachhaltig. Ihre lange und reichhaltige Historie reicht bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts zurück.Die starke Traditionslinie der S-Klasse folgt der Philosophie eines Automobils, das rundum überzeugende Antworten auf die Wünsche und Anforderungen seiner Epoche gibt. Das betrifft den Einsatz innovativer Technik und wegweisender Sicherheitssysteme genauso wie Lösungen für höchsten Komfort. Diese Stärken machen jede Generation der S-Klasse zu einem Vorreiter der Fahrzeugtechnik und lassen die Baureihenfamilie zum Inbegriff des Automobils werden. Ihre Marktpräsenz spiegelt die herausragende Rolle der S-Klasse wider: Mit mehr als 3,5 Millionen Limousinen, die alleine seit 1951 verkauft werden, ist sie das weltweit erfolgreichste Fahrzeug der Ober- und Luxusklasse.
- Vom W 187 zum „Ponton-Mercedes“ (1951 bis 1959)

Die direkte Ahnenreihe der S-Klasse beginnt, als Mercedes-Benz 1951 mit dem Typ 220 (W 187) erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg wieder das Segment der Oberklasse besetzt. Gleichzeitig stellt die Stuttgarter Marke den Repräsentationswagen Typ 3-0-0 (W 186) vor. Dieser größte und schnellste Serienwagen deutscher Produktion setzt Maßstäbe für Luxusfahrzeuge. Er wird als „Adenauer-Mercedes“ bekannt, weil ihn der damalige deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer als Dienstfahrzeug bevorzugt.
Die nächste Generation der S-Klasse folgt 1954: Der Typ 220 (W 180) ist das erste Mercedes-Benz Sechszylindermodell in selbsttragender Bauweise. Seine moderne Ponton-Karosserie bietet einen bislang nicht gekannten Raumkomfort. Für exzellentes Fahrverhalten sorgt die aus dem Rennsport übernommene hintere Eingelenkpendelachse mit tief liegendem Drehpunkt.
- Die „Heckflosse“ und schließlich der 300 SEL 6.3 (1959 bis 1972)
Die 1959 eingeführten „Heckflossen“-Modelle erhalten ihren Beinamen wegen der dezenten Peilstege auf dem Kofferraumdeckel. Die Baureihe 111/112 ist ein Meilenstein der Automobilsicherheit: sie wird mit Béla Barényis Sicherheitskarosserie erstmals in einem Serienautomobil umgesetzt.
In der Tradition der „Großen Mercedes“ stehen die Repräsentationsfahrzeuge des Typ 600 (W 100), die Mercedes-Benz 1963 vorstellt. Das exklusive Spitzenprodukt der Marke ist als Limousine mit normalem und langem Radstand sowie als Landaulet lieferbar. Seine umfangreiche Ausstattung bildet den Stand des technisch Machbaren der Zeit ab.
Als Nachfolger der „Heckflossen“ haben 1965 die klassisch-eleganten Limousinen der Baureihe 108/109 Premiere. Ein besonderer Höhepunkt dieser S-Klasse Generation ist der 1968 präsentierte Typ 300 SEL 6.3. Das Topmodell verfügt über den leistungsstarken V8-Motor des Typ 600 und bietet Fahrleistungen auf Sportwagenniveau.
- Die erste S-Klasse (Baureihe 116, 1972 bis 1980)
Die Baureihe 116 setzt 1972 Maßstäbe mit modernem Design und einer umfassenden Ausstattung für Komfort und Sicherheit. Diese Baureihe heißt als erste offiziell „S-Klasse“, der Buchstabe „S“ gehört bei Mercedes-Benz aber schon länger zur Typbezeichnung der Oberklassefahrzeuge. Ab 1978 ist die Baureihe 116 als weltweit erstes Serienfahrzeug mit Anti-Blockier-System (ABS) erhältlich.
- Moderne Klassik (Baureihe 126, 1979 bis 1991)
Zum klaren und modernen Design der 1979 vorgestellten Baureihe 126 passt der Verzicht auf Chrom-Stoßstangen. An ihre Stelle treten Stoßfänger aus Kunststoff. Die Baureihe 126 setzt Maßstäbe hinsichtlich Aerodynamik, Fahrkomfort und Sicherheit. So hat 1981 der Fahrer-Airbag in dieser Baureihe seine Weltpremiere, 1988 dann auch der Beifahrer-Airbag.
- S-Klasse der Superlative (Baureihe 140, 1991 bis 1998)
Ein Maximum an Komfort und Leistung bietet die S-Klasse der Baureihe 140, die Mercedes-Benz 1991 vorstellt. Erstmals treibt in den Typen 600 SE und 600 SEL ein V12-Motor eine Limousine der Stuttgarter Marke an. 1995 hat das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP® als Serienausstattung zunächst in den V12-Versionen Weltpremiere.
- Die S-Klasse des 21. Jahrhunderts (Baureihe 220, 1998 bis 2005)
1998 kommt die S-Klasse der Baureihe 220 als Höhepunkt der damaligen Produktoffensive von Mercedes-Benz auf den Markt. Im Vergleich zum Vorgänger ist sie von einem schlankeren Design geprägt. Zu den Innovationen dieser S-Klasse gehören das Bedien- und Anzeigesystem COMAND, der Abstandsregeltempomat DISTRONIC, das aktive Fahrwerk Active Body Control ABC (1999) und das vorbeugende Insassenschutzsystem PRE-SAFE (2002).
- Exklusiv, sicher, umweltfreundlich (Baureihe 221, 2005 bis 2013)
In der S-Klasse der Baureihe 221 stellt Mercedes-Benz 2005 das integrale Sicherheitskonzept der Marke vor. Es fasst alle Elemente der aktiven und passiven Sicherheit zusammen. So bringt diese S-Klasse Mercedes-Benz der Vision vom sicheren, unfallfreien Fahren einen entscheidenden Schritt näher. In der Baureihe 221 hat 2009 auch das erste Fahrzeug der Luxusklasse mit Hybridantrieb Premiere – der S 400 HYBRID ist zugleich der erste Serien-Pkw mit Lithium-Ionen-Batterie.
- Eine Historie automobiler Exzellenz
Die exklusive Tradition der Mercedes-Benz S-Klasse geht zurück bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Seit damals umfasst das Verkaufsprogramm der Marken Mercedes und Benz – ab 1926 Mercedes-Benz – stets herausragende Modelle der Oberklasse und Luxusklasse. Sie stehen für eine innovative, visionäre Automobiltechnik, die Impulse gibt für die gesamte Automobilentwicklung. Diese Tradition erfüllt die Mercedes-Benz S-Klasse des Jahres 2013 mit neuem Leben.
QUELLE: DaimlerAG
Kategorie Allgemein, Classic, Historie, Wirtschaft
Von Jörg Maschke am 8. März 2013
Stuttgart/Amelia Island – Der vom 8. bis 10. März 2013 zum 18. Mal stattfindende jährliche Amelia Island Concours d’Elegance bildet den Rahmen für ein wahrhaft historisches Ereignis: Erstmals begegnen sich zwei äußerst seltene, noch erhaltene Benz „Prinz-Heinrich-Wagen“ auf einer Veranstaltung in den USA.
- Der Benz Spezial-Tourenwagen aus dem Jahr 1910 in dunkelgrüner Lackierung und mit der Startnummer 38 auf der Motorhaube kommt direkt aus der Sammlung von Mercedes-Benz Classic in Stuttgart. Das andere Fahrzeug stammt aus der Privatsammlung von Bruce McCaw in den USA.
- Der vor Kurzem von Mercedes-Benz Classic in den Originalzustand restaurierte dunkelgrüne Benz Spezial-Tourenwagen mit der Rennnummer 38 wird von vielen Automobilhistorikern als der erste echte Sportwagen eingeordnet.
In den frühen 1900er-Jahren, als das Zeitalter des automobilen Motorsports gerade erst begann, war die Prinz-Heinrich-Fahrt eines der bedeutendsten Rennen. Sie war nach Prinz Albert Wilhelm Heinrich von Preußen benannt – einem begeisterten Automobilisten und Bruder des deutschen Kaisers Wilhelm II. 1907 organisierte der Kaiserliche Automobil-Club zum ersten Mal die Prinz-Heinrich-Fahrt, die oft als Vorläufer dessen gilt, was später der Große Preis von Deutschland werden sollte. Anders als bei Veranstaltungen wie dem Großen Preis von Frankreich, zu dem eigens dafür gebaute Rennwagen kamen, durften bei der Prinz-Heinrich-Fahrt nur viersitzige Serienwagen an den Start gehen.
Zu den namhaftesten Gewinnern der Prinz-Heinrich-Fahrten gehörten Fritz Erle, der die Fahrt 1908 in einem Benz 50 PS gewann, und Ferdinand Porsche, der 1910 in diesem Ausdauerturnier in einem Austro-Daimler erfolgreich war. Benz baute die „Prinz-Heinrich-Wagen“ von 1908 bis 1910 in verschiedenen Motorkonfigurationen. Zwei der Wagen werden am Sonntag, den 10. März 2013, beim 18. Amelia Island Concours d’Elegance im Feld mitfahren. Wenn ein Fahrzeug in Vergessenheit gerät und nach einem mehr als 100-jährigen Schlaf wieder gerettet und restauriert werden kann, dann wird damit Geschichte geschrieben. Die Präsentation der beiden „Prinz-Heinrich-Wagen“ auf dem Amelia Island Concours d’Elegance vereint nicht nur zwei historische Benz-Fahrzeuge aus den frühen 1900er-Jahren, sondern lässt auch einen der großen Höhepunkte aus den Anfängen der Renngeschichte wiederauferstehen.
Der „Prinz-Heinrich-Wagen“ von Bruce McCaw ist ebenfalls ein reinrassiger Rennwagen aus dem Hause Benz mit einer belegten Historie. Das Fahrzeug aus dem Jahr 1908 war so schnell und fortschrittlich, dass es zu den Rennen des Vanderbilt Cup im Jahr 1911 in die Vereinigten Staaten geschickt wurde. Außerdem wurde es am 30. Mai 1911 von Billy Knipper beim Eröffnungsrennen der Indy 500 gefahren.
QUELLE: DaimlerAG
Kategorie Allgemein, Classic, Event, Historie, Messe, Museen, Rennsport
Von Jörg Maschke am 4. März 2013
Die Kreativ-Kompetenz in Sachen Mercedes-Klassiker schient momentan auf der Seite http://5komma6.mercedes-benz-passion.com zu wohnen. Ein absolut sehenswertes Video über die Nachstellung der Vorstellungsfahrt der W126 – S-Klasse findet man momentan auf der Seite aus Köln und Hanau. Doch lassen wir die Herren am Besten selbst zu Wort kommen:
Die Neue S-Klasse, ungetarnt, auf der historischen Mercedes-Benz-Teststrecke Friedrichsruhe – nicht weniger hatten wir Euch auf Facebook und im Teaserfilm angekündigt, und das hat in diesen Tagen kurz vor der Vorstellung der Baureihe 222 sicher vieles suggeriert, nicht aber, daß mit der “Neuen S-Klasse” gar nicht die “neue S-Klasse” gemeint war. Häh? Nun ja, man beachte bitte die exakte Schreibweise!
Habt Ihr uns trotzdem noch lieb? Wir bitten herzlichst darum, denn was wir Euch heute hier zeigen, ist ja wohl nicht minder spektakulär, zumindest was die gezeigten Fahrzeuge, aber natürlich auch die männlichen Hauptdarsteller betrifft.
Heute gibt es also noch nicht den W222 in voller Pracht zu erleben, über den Herr Kollege Dreikommanull an dieser Stelle ja schon mehrfach verdächtig viel berichten konnte und auch noch berichten wird. Die “Neue S-Klasse” (als Idiom groß geschrieben) war vielmehr eine der gängigsten Bezeichnungen für die Baureihe 126, die auf die “S-Klasse” (W116) folgte und deretwegen man die Baureihe 108/109 nachträglich als “Alte S-Klasse” bezeichnete. Bis hierhin also gar kein Etikettenschwindel, sondern nur eine orthographische Spitzfindigkeit, damit ihr auch bloß unser Video anschaut, für das wir hunderte Liter SuperPlus verbrannt haben.
Unser “achtminütiges Bewegtbild der ungetarnten Neuen S-Klasse” gibt es also tatsächlich. Fast genau ein halbes Jahr ist es nämlich her, daß wir zu fünft mit vier unserer (ungetarnten!) Autos ein gar lustiges Herrenwochenende an historischer Stelle im nördlichen Baden-Württemberg verbrachten und uns dabei selbst mit der Kamera begleiteten. Dieses ist nun der erste Streich daraus. Ihr seht unsere Streckenerkundung auf der “Pressefahrvorstellung anno 1985″. Viel Spaß!
Kategorie Allgemein, Clubleben, Extra, Historie, Internet, Video
Von Jörg Maschke am 1. März 2013
Oder auch nicht, denn auch hier geht es um das rostigste Hobby der Welt!
… vom Charme einer exklusiven Präsentation von bisher nie gezeigten, originalen Automobilen. Das französische Nationalmuseum Cité de l‘Automobile präsentiert unter der künstlerischen Leitung von Heinz W. Jordan, Dr. Dietrich Krahn und Richard Keller vierzig Raritäten der weltberühmten Schlumpf Sammlung in verschiedenen Verfallsstadien. Die Schirmherrschaft über die weltweit erstmalig gezeigte Ausstellung haben der deutsche Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer sowie der französische Verkehrsminister Frédéric Cuvilier übernommen.
Vom 1. Mai bis 31. Juli 2013 dürfen Sie diese Fahrzeuge in Kassel anlässlich der 1100 Jahr Feier der Stadt in einer authentischen Umgebung
bewundern. Mit dieser Ausstellung soll eine deutsch-französische Diskussion über die Zukunft der Sammlung angestoßen werden. Die Fragen, ob die Fahrzeuge Kunstobjekte oder automobiles Kulturgut sind, müssen gestellt werden. Darf man restaurieren, sollte man konservieren oder lässt man den Schatz als Kunst verfallen.
Mehr Infos unter: www.schlafende-automobilschoenheiten.de
- Unternehmenspark Kassel (UPK)
- Lilienthalstraße 25 Halle 19
- 34123 Kassel
- 1. MAI – 31. JULI 2013
- Öffnungszeiten: Di – Fr 11.00 – 19.00 Uhr, Sa – So 10.00 – 19.00 Uhr, alle Feiertage 10.00 – 19.00 Uhr
Kategorie Allgemein, Classic, Event, Historie, Modelle, Museen, Politik, Recht, Restaurierungshilfe, Technik
Von Jörg Maschke am 23. Februar 2013
- Hans Hermann wird 85 !
- Mercedes-Benz Silberpfeil-Werksfahrer in den Jahren 1954 und 1955
- Enge Verbundenheit zur Marke bis heute
Am 23. Februar 2013 feiert der legendäre Rennfahrer Hans Herrmann seinen 85. Geburtstag. International bekannt wurde der 1928 in Stuttgart geborene Herrmann als Werksfahrer von Mercedes-Benz in den Jahren 1954 und 1955. Damals startete er für die Marke auf den Nachkriegs-Silberpfeilen, dem Grand-Prix-Rennwagen W 196 R und dem Rennsportwagen 300 SLR (W 196 S).
Heute ist Hans Herrmann regelmäßig am Steuer historischer Mercedes-Benz Wettbewerbsfahrzeuge bei verschiedenen Klassik-Veranstaltungen zu Gast und vermittelt den Besuchern die Faszination einer großen Epoche des Motorsports. „Wir gratulieren unserem Markenbotschafter Hans Herrmann, den seit fast 60 Jahren eine freundschaftliche Beziehung mit Mercedes-Benz verbindet“, dankt Michael Bock, Leiter Mercedes-Benz Classic, dem Jubilar für seinen Einsatz in der Traditionspflege der Marke. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie Allgemein, Classic, Historie, Mille Miglia, Rennsport, Usergeschichten
Von Jörg Maschke am 19. Februar 2013
Die TECHNO-CLASSICA wird 25 Jahre alt. Das Jubiläum bringt in diesem Jahr einige besondere Exponate und Ausstellungen vom 10. bis 14.April nach Essen. Alle 20 Messehallen und das Freigelände sind bereits jetzt ausgebucht. Zum 25. Jubiläum präsentieren sich 25 Marken der Fahrzeug-Industrie und zeigen zwei Deutschlandpremieren.
1989 startete die TECHNO-CLASSICA in Essen als erste große anspruchsvolle Klassiker-Messe. Seitdem setzt sie alljährlich die Trends der Oldtimer-Szene und ist zum führenden Treffpunkt und Handelsplatz der internationalen Klassiker-Szene geworden. Derzeit geht die Jubiläums-Ausgabe in die heiße Vorbereitungsphase bis zur Eröffnung am 10. April 2013 mit dem Vorschau-, Presse und Fachbesuchertag. Der Veranstalter, S.I.H.A. meldet bereits jetzt „full house“: Alle Ausstellerflächen in den 20 Hallen und auf dem Freigelände der Messe Essen sind schon belegt.
Auch bei der 25. Auflage wird die TECHNO-CLASSICA wieder zur weltgrößten Historik-Schau der deutschen wie auch der internationalen Automobilhersteller und kann sogar einen Markenrekord vermelden – mit 25 Fahrzeugmarken präsentieren sich so viele wie nie zuvor.
- Mercedes-Benz – von Anbeginn auf der TECHNO-CLASSICA vertreten – stellt mit zwölf Fahrzeugen die Historie der S-Klasse in den Mittelpunkt, die zurückreicht bis zu den Anfängen der Marke Mercedes zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Folgerichtig zeigen die Stuttgarter u.a. die luxuriöse Reiselimousine Mercedes-Simplex 60 PS Reisewagen von 1904 aus dem Privateigentum von Emil Jellinek.
Audi blickt auf 25 Jahre Audi V8 und 80 Jahre V8 Motoren zurück, unter anderem mit zwei Horch-Luxuslimousinen und dem Audi V8 quattro DTM.
- Die Autostadt zeigt ein Kontrastprogramm. Sechs gegensätzliche Paare demonstrieren die Vielfalt aus 125 Jahren Automobilhistorie im ZeitHaus, dem besucherstärkstem Automuseum der Welt, so zum Beispiel den „Hubraumriesen“ Bentley 8Litre und die NSU Quickly mit nur 49ccm.
- BMW, Rolls-Royce und Mini belegen als Konzernmarken wieder gemeinsam die komplette Halle 12. Zwei Themen stehen schon fest: 90 Jahre BMW Motorrad und 50 Jahre Mini Cooper S. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie Allgemein, Auktion, Classic, Clubleben, Historie, Messe, Wirtschaft
Von Dieter Ritter am 16. Februar 2013
1950 begann im Mai auf dem ehemaligen Flughafen in Silverstone eine Rennserie, die heute als Königsklasse des Motorsports gilt: die Formel 1. Die ersten beiden Dekaden gingen als die goldene Ära in die Historie ein – gleichzeitig war es die Epoche mit den meisten tödlichen Unfällen. Zum Teil wurde auf gesperrten öffentlichen Straßen um den Sieg gefahren, Auslaufzonen gab es nicht, die Zuschauer standen häufig unmittelbar an der Strecke und das Fahrerlager wurde nicht selten auf der grünen Wiese aufgeschlagen. Es war aber auch die Zeit großer Freundschaften zwischen den Fahrern, von denen nicht wenige durch ihren Charakter oder ihren besonderen Stil hervorstachen, wie es heute nicht mehr vorkommt. „Helden der Rennstrecke“ heißt ein Buch von Stuart Codling, das sich vor allem bildreich mit den Anfangsjahren der Formel 1 befasst.
Der in der heutigen Zeit etwas altertümlich wirkende Titel ist keineswegs eine Plattitüde und leitet sich nicht zuletzt auch von der amerikanischen Originalausgabe ab, die „Real Racers“ heißt. Die Leistungen der damaligen F-1-Piloten sind mit denen der aktuellen Stars im Rennzirkus kaum zu vergleichen. Die Fahrzeugentwicklung steckte damals noch in den Kinderschuhen, und so konnten auch Unternehmen wie Lotus, das in einer Londoner Garage seinen Anfang nahm, Größen wie Ferrari Paroli bieten. Dass Teamkollegen mitten im Rennen ihr Auto für den Star im Rennstall abgeben mussten, damit dieser erfolgreich ins Ziel kam, ist inzwischen ebenfalls schon fast vergessen. Von den 40 wichtigsten Protagonisten jener Epoche, die der Autor einleitend in Kurzportraits vorstellt, starben rund ein Dutzend während eines F-1-Rennens.
„Helden der Rennstrecke“ lebt vor allem durch seine großartigen Fotos, die die Sturm- und Drangjahre der Formel 1 mit starkem Fokus auf die Fahrer atmosphärisch dicht wiedergeben. Dazu kommen Größen wie Stirling Moss, Jackie Stewart, Frank Williams, Jack Brabham und andere persönlich zu Wort, erzählen von bestimmten herausragenden Rennen oder geben ganz einfach wieder, wie sie sich damals gefühlt haben.
„Helden der Rennstrecke“ von Stuart Codling ist im Delius-Klasing-Verlag erschienen, hat 208 Seiten mit 50 Farb- und 212 Schwarz-Weiß-Fotos und kostet 29,90 Euro. Foto: Delius Klasing Verlag
Kategorie Allgemein, Bücher, Historie, Rennsport
Von Redaktion am 11. Februar 2013
- 1888: Internationaler Siegeszug beginnt zwei Jahre nach der Erfindung
- Frankreich ist für Benz und Daimler der Schlüsselmarkt
Der Automobilexport beginnt im Jahr 1888: Carl Benz und Gottlieb Daimler vermarkten ihre Produkte auch und vor allem über den Auslandsvertrieb und legen damit den Grundstein für eine weltweite Erfolgsgeschichte. Damals sind sie noch Konkurrenten: Im Jahr 1886 erfinden sie unabhängig voneinander das Automobil. Erst 1926 fusionieren die Unternehmen Benz & Cie. sowie die Daimler-Motoren-Gesellschaft zur Daimler-Benz AG. Zwei Schlüsselmärkte gibt es zunächst im Jahr 1888. Sowohl Benz wie auch Daimler vermarkten ihre Produkte in Frankreich, und Daimler setzt zudem auf den Vertrieb in den USA. Beide Nationen sind dem jungen technischen Produkt gegenüber sehr aufgeschlossen. Es ist eine Pionierzeit – der Vertrieb des neuen und technisch aufwendigen Produkts Automobil muss vollständig neu aufgezogen werden. Anfangs werden die Produkte direkt ab Werk verkauft. Bald schon etablieren sich Handelsvertretungen im In- und Ausland, die teils in Herstellerregie, teils von privaten Kaufleuten betrieben werden. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert sind Automobile dann bereits auf allen Erdteilen vertreten. In vielen Ländern werden die neuartigen Fahrzeuge von Benz und Daimler als erste Autos überhaupt bestaunt.
Über die Verkaufserfolge nehmen die Stückzahlen zu, die Fahrzeuge werden weiterentwickelt, die Modellportfolios aufgefächert. So klingen bereits in der Frühzeit des Automobils sämtliche Themen an, die heute noch die Branche prägen – und die aus ihr auf der ganzen Welt einen starken Wirtschaftszweig gemacht haben.
Internationaler Durchbruch für das Automobil
Der Benz „Patent-Motorwagen“ gilt als das erste Automobil der Welt. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie Allgemein, Classic, Historie, Messe, Wirtschaft
Von Dieter Ritter am 9. Februar 2013
Die Idee einen Comic zum Thema Erfindung des Automobils zu gestalten ist für ein Traditionsunternehmen wie die Daimler AG schon mehr als ungewöhnlich. Noch ungewöhnlicher aber ist die 180-Grad-Wende bei Carl Benz. Seit mehr als 30 Jahren besteht der Konzern mit Hinweis auf die Geburtsurkunde auf die Schreibweise Karl, also nicht Carl. Das ist nunmehr alles Makulatur. Völlig unbemerkt von der Oldtimer-Szene akzeptiert Daimler nun plötzlich den Carl. Das nicht nur bei dem Comic, sondern auch in allen anderen Bereichen. Mercedes-Benz Urgestein Winfried Seidel hatte schon immer das „C“ verwandt, so auch in seinem „Dr. Carl Benz Museum“. Über die Hintergründe lassen sich nur Vermutungen anstellen. Die überlassen wir natürlich Ihnen. Es lebe das hohe C.
„Carl Benz – Ein Leben für das Automobil“ heißt der erste Comic von Mercedes-Benz, der die Erfindung des Automobils und die faszinierende Lebensgeschichte seines Schöpfers, Carl Benz, in bunten Bildern erzählt. Im Beisein des belgischen Zeichners Willy Harold Williamson und des Autors Martin Grünewald wird der Comic am 9. Februar 2013 mit einer besonderen Veranstaltung im Mercedes-Benz Museum präsentiert.
„Kurzweiliger kann man die Geschichte des Automobils und die Wurzeln unseres Unternehmens kaum darstellen“, sagt Michael Bock, Leiter von Mercedes-Benz Classic. „Die erstklassigen Zeichnungen bestechen durch ihre historische Genauigkeit und die Sprechblasen bringen die Geschichte auf den Punkt. Beim Patent-Motorwagen stimmt wirklich jedes technische Detail und Carl und Bertha erkennt man sofort wieder“.
Der Comic illustriert auf 52 Seiten die wichtigsten Meilensteine aus dem Leben von Carl Benz, beginnend mit seiner Geburt am 25. November 1844. In einprägsamen Bildern erzählt der Comic den hürdenreichen, von Schicksalsschlägen begleiteten Lebensweg von Carl Benz, der mit der Patentanmeldung seines dreirädrigen Motorwagens am 29. Januar 1886 den Geburtstag des Automobils definierte. An seiner Seite: Ehefrau Bertha Benz. Deren legendäre erste Fernreise vor 125 Jahren von Mannheim nach Pforzheim, gemeinsam mit den Söhnen Eugen und Richard, schildert der Comic sehr eindrücklich. Thematisiert werden auch die zeitgleichen Erfindungen und Entwicklungen der beiden anderen Automobilpioniere, Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach in Cannstatt.
Der Comic basiert auf belegbaren Fakten. Die Archive von Mercedes-Benz Classic unterstützten den international renommierten Comic-Zeichner Willy Harold Williamson und den Autor Martin Grünewald bei ihren detaillierten Recherchen. Sämtliche historische Szenen orientieren sich in Text und Bild so weit wie möglich an dokumentierten Tatsachen. Dieser Anspruch gilt sogar für die im Comic enthaltenen Dialoge, auch wenn sie in ihren Einzelheiten nicht überliefert sind.
Um eine Tiefenwirkung mit dreidimensionalem Effekt zu erzielen, wurde die farbliche Gestaltung jeder einzelnen Zeichnung von einem erfahrenen Koloristen in drei unterschiedlichen Ebenen ausgeführt. Diese sehr aufwendige Form der Illustration lässt den Leser die Handlung des Comics noch intensiver erleben. Der hochwertige Hardcoverband ist im Sadifa Media Verlag erschienen, zu dessen Programm seit mehr als 25 Jahren historische Comics zählen.
Am Samstag, 9. Februar 2013, findet von 14 bis 16 Uhr die Präsentation des Comics im Mercedes-Benz Museum statt. Am Benz Patent-Motorwagen auf Ebene 0 geben der Autor Martin Grünewald und der Zeichner Willy Harold Williamson Einblicke in Ihre Arbeit. Interessierte Besucher können ihren Comic mit individueller Widmung und persönlicher Zeichnung versehen lassen. Eine besondere Bertha-Benz-Führung durch das Mercedes-Benz Museum findet um 14.30 Uhr statt. Die Teilnahme kostet 4 Euro, eine Anmeldung ist am Veranstaltungstag vor Ort möglich.
Der Comic „Carl Benz – Ein Leben für das Automobil“ ist als Sonderedition Mercedes-Benz Classic mit besonderem Einband ab 9. Februar 2013 exklusiv im Shop des Mercedes-Benz Museums erhältlich. Die Innenseite des Schutzumschlags ist mit einer Zeichnung aus dem Comic bedruckt und kann als Poster verwendet werden.
Die Sonderedition zum Preis von 19,80 Euro gibt es in vier Sprachen: deutsch, englisch, französisch und chinesisch. Online kann der Comic im Classic Store unter www.mercedes-benz-classic-store.com bestellt werden. Im weiteren Jahresverlauf kommt der Comic bundesweit mit einem anderen Cover in den Buchhandel.
Kategorie Allgemein, Bücher, Classic, Historie, Museen, Wirtschaft