Mercedes-Benz Oldtimer-Newsticker

News für Oldtimer-Interessierte & Mercedes-Benz Liebhaber
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Archiv der Kategorie ‘Historie‘

Erste regelmäßige Buslinie

Von Jörg Enger am 18. März 2010
Benz-Hotelwagen-Omnibus für 8 Personen. Mit zwei derartigen Omnibussen wurde im Jahre 1895 der Betrieb der ersten Omnibus-Linie in Deutschland (Siegen-Netphen-Deuz) eröffnet. Hierbei handelte es sich um den ersten Motor-Omnibus der Welt.

Benz-Hotelwagen-Omnibus für 8 Personen. Mit zwei derartigen Omnibussen wurde im Jahre 1895 der Betrieb der ersten Omnibus-Linie in Deutschland (Siegen-Netphen-Deuz) eröffnet. Hierbei handelte es sich um den ersten Motor-Omnibus der Welt.

Heute vor 115 Jahren nahm der erste motorbetriebene Omnibus der Welt seinen Betrieb auf. Bereits am 19. Dezember 1894 bei Benz & Cie in Mannheim bestellt wurde die Linie Siegen-Netphen-Deutz am 18. März 1895 endlich in Betrieb genommen. Damit belegte Benz & Cie damals den Führungsanspruch.
Die Netphener Omnibus Aktiengesellschaft, die nach heutigem Recht allerdings als GmbH laufen würde, ersetzte die Omnibusse mit Pferdegespannen, die bis dahin zwischen Siegen und Deuz verkehrt waren, durch einen Omnibus mit Benzinmotor. Vorgesehen war die Beförderung von sechs Personen, Platz war allerdings für acht, und auf dem Führerstand konnten weitere zwei Personen Platz finden. So konnten mit dem Omnibus insgesamt elf Personen einschließlich Fahrer befördert werden. Am Heck und auf dem Dach des Busses befand sich Stauraum für Gepäck. Der Betrieb fand zwischen 6.45 Uhr morgens und 20.55 Uhr abends statt. Für die 15 km lange Strecke benötigte der Bus rund 1 Stunde und 20 Minuten, woraus sich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von circa 11 km/h ergibt. Die Beförderung kostete umgerechnet 2,5 Cent pro Kilometer. Nicht weniger als 5000 Mark kostete das Gefährt damals. Der Wagen war 2,00 m breit und 3,50 m lang, war mit verglasten Fenstern ausgestattet und verfügte sogar über eine Heizung, die leider nicht oft zum einsatz kam. Die Fahrten gingen nämlich nicht reibungslos vonstatten. Im Streckenverlauf befanden sich zwei Steigungsstrecken, die sich als zu steil für den Motor des Busses herausstellten. So kam es des Öfteren vor, dass die Fahrgäste an diesen Stellen aussteigen mussten, um dem Bus zu helfen. Bereits im Dezember des gleichen Jahres wurde die Linie wieder eingestellt.
Der erste Omnibus-Fahrer war übrigens der aus Nauholz stammende Fuhrmann Karl Otto.

Der Blanko-Scheck-Wagen wird 40

Von Jörg Maschke am 12. März 2010

4aVor 40 Jahren – Vom 12. bis 22. März 1970: Auf dem Genfer Automobilsalon wurde das überarbeitete Forschungsfahrzeug Mercedes-Benz C 111 mit modifizierter Karosserie und Vierscheiben-Wankelmotor vorgestellt. Das Aggregat leistete 257 kW, brachte das Fahrzeug in 4,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h.

3 C111 FIA Weltrekordfahrt 1979 IDie Legende sagt, dass einige Blanko-Schecks auf der Messe abgeben wurden, um so einen Flügeltürer kaufen zu können. Die Legende spricht auch von 50 Satz Felgen für den C111, die einige Jahre später verschrottet wurden und von der Geschichte, dass eine Serienfertigung nie angedacht war. Sei es wie es ist, der C111 wurde nicht für den Endkunden gefertigt und vielleicht macht gerade das seinen Mythos aus…

Sondervorstellung: Caracciola – Der Film

Von Jörg Enger am 9. März 2010
Auch als Video erhältlich: Caracciola - Die ewige Jagd nach dem Sieg

Auch als Video erhältlich: Caracciola - Die ewige Jagd nach dem Sieg

„Held“, „Idol“, „legendärer Silberpfeil-Pilot“ – nur drei Synonyme für den erfolgreichsten deutschen Automobilrennfahrer der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Rudolf Caracciola.

Der neue Film dazu heißt: „Caracciola – Die Ewige Jagd nach dem Sieg“

In dieser biografischen Dokumentation von Regisseur Philip Selkirk erzählt das legendäre Rennsport-Idol sein Leben aus der Ich-Perspektive und gewährt damit neue, geradezu intime Einblicke in das Motorsportgeschehen der Weimarer Republik und des »Dritten Reichs«.
Und am Freitag, den 19.03.2010, präsentiert der Macher Philip Selkirk und Mitglieder des Teams in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Wiesbaden sein Werk als Sonderaufführung auf der Caligari FilmBühne. Ab 19.30 Uhr ist Einlass und um 20.00 beginnt die Vorstellung.
Historische Bilder aus teils unveröffentlichtem Material, Interviews mit Zeitzeugen und Familienangehörigen sowie O-Töne von Weggefährten wie Manfred von Brauchitsch, Hermann Lang und Sir Stirling Moss machen diesen benzingetränkten Film zu einem einzigartigen Dokument der deutschen Rennsportgeschichte. Die Präsentation in der einmaligen Atmosphäre des wunderschön renovierten Ufa Filmpalastes, lässt einen auch sofort in der Vergangenheit schwelgen.
„Der Film ist eine atmosphärisch dichte, emotional-dokumentarische Bestandsaufnahme, die nicht nur jeden Motorsport- und Classic-Car-Enthusiasten beeindrucken und mitreißen wird.“ so die Produktionsinfo, und die hat recht!

20 Jahre “Baby Benz” im Sportdress

Von Jörg Enger am 8. März 2010
190 E 2,5-16 Evo II

190 E 2,5-16 Evo II

Der Mercedes-Benz 190 (Baureihe 201) wurde 1982 vorgestellt und eroberte sich rasch einen festen Platz als „kleiner Mercedes“ oder „Baby-Benz“. Doch wer hätte es gedacht: Über die Jahre und mehrere Motor- und Ausstattungsvarianten erwarb er sich auch den Ruf eines kompakten Sportlers. Das gipfelte schließlich im Typ 190 E 2.5-16 Evolution II, der vom 8. bis 18. März 1990 auf dem Automobilsalon Genf debütierte. Den ganzen Beitrag lesen »

Bertha-Benz-Tage im Museum

Von Jörg Maschke am 4. März 2010

Bertha_Benz_u_SoehneAm Freitag, 12. März 2010, und am Samstag, 13. März 2010, präsentiert das Mercedes-Benz Museum die ersten Bertha-Benz-Tage. Auf die Besucher warten vielfältige Angebote rund um das Thema Frauen und Automobil – von Motorschrauben für Mädchen über eine besondere Führung bis zum Brunch mit Gerichten aus der Heimat von Bertha Benz. Am Samstag erhalten weibliche Besucher freien Eintritt. Im Rahmen der Bertha-Benz-Tage wird auch die erste Biografie über die Pionierin des Automobils präsentiert.

Bertha BenzZum ersten Mal findet am Samstag der Bertha-Benz-Brunch statt. Das Restaurant bietet zwischen 10 und 14.30 Uhr ein umfangreiches Büffet mit Speisen aus der Heimat von Bertha Benz an. Vom vitalen Frühstück über Herzhaftes und Desserts bis hin zu Säften, Kaffee- und Teespezialitäten sowie spritzigem Sekt. Im Preis von 24,50 Euro sind das Buffet und verschiedene Getränke inbegriffen.

Anmeldung

Die Clubbetreuung von Mercedes-Benz hat für die weiblichen Club-Mitglieder der offiziellen Mercedes-Clubs 30 Plätze reserviert und laden diese recht herzlich kostenfrei zum Bertha-Benz-Brunch ein. Bitte melden Sie sich schnellstmöglich mit beigefügtem Formular an – first come, first serve -.

Autosalon GENF

Von Jörg Maschke am 4. März 2010

SCHWEIZHeute eröffnet der Autosalon in Genf wieder seine Türen und natürlich stehen wieder einige Neuigkeiten zur Präsentation bereit. Wissen Sie noch, was 1976 die Herzen der Tester erfreute? Dann schwelgen Sie mit uns doch einmal in einem kleinen schweizer Bereicht von damals (ab 2:05min wird es für uns Mercedes-Fans interessant!). Was wird wohl 2010 die schweizer Messegäste auf dem Daimler-Stand überraschen???

Dossier: Mercedes-Benz 260 D

Von Jörg Enger am 1. März 2010

SternenGlühen

Mercedes-Benz 260D Pullman-Limousine

Mercedes-Benz 260D Pullman-Limousine

260 D – eine Bezeichnung, die vielen geläufig ist. Wenn auch eher Pkw mit D hinter der Zahl aus der Generation Heckflosse, /8 und Folgende richtig bekannt und weit verbreitet wurden, muss man klarstellen, dass nur das erste Serienautomobil in dem ein Dieselmotor verbaut war mit dieser Bezeichnung 260 D gehandelt wurde. Dies wissen jedoch nur einige wenige. Wann, wo, und unter welchen Umständen es zur Präsentation kam wollen wir hier aufzeigen. Nur einer kleinen Minderheit werden wir an dieser Stelle Neues erzählen können. In Deutschland kümmert sich der MVC (Mercedes-Benz Veteranan Club) um solche Fahrzeuge.

Allen anderen viel Spaß beim Eintauchen in die Welt der Selbstzünder, insbesondere im Bereich der PKW . . .

Vorgeschichte

Es war abzusehen, das der Dieselmotor auch im Pkw Bereich Einzug halten würde. Nachdem Rudolf Diesel 1890 seinen Motor erstmals zum Laufen brachte, wusste er natürlich noch nicht, dass sein Name als Bezeichnung für die Technik und den Treibstoff in alle Welt getragen werden sollte.

Sein Name ist Synonym für Kraftstoff und Technik Rudolf Diesel

Sein Name ist Synonym für Kraftstoff und Technik Rudolf Diesel

Wie bei vielen anderen „Künstlern“ kam auch Diesel erst nach seinem Ableben im Jahr 1913 zu richtigem Ruhm.

Allerdings muss auch gesagt werden, dass die Erfindung des Dieselmotors, wenngleich auch weitreichenden, jedoch nur in den Grundzügen aus seiner Hand stammt.

Um die „Rohöl-Motoren“ vom stationären in mobilen Einsatz bringen zu können, bedurfte es zunächst noch eines weiteren Patentes. Am 14. März 1909 wurde das DRP (Deutsches Reichs Patent) 230 517 von einem gewissen Prosper L’Orange angemeldet. Es enthielt den mit Vorkammer ausgestatteten Dieselmotor, der nun mit wesentlich weniger Den ganzen Beitrag lesen »

80 Jahre Lorinser leider ohne Festakt

Von Jörg Enger am 28. Februar 2010
Lorinser in den 60er Jahren

Lorinser in den 60er Jahren

Morgen ist es genau 80 Jahre her, dass Erwin Lorinser im schwäbischen Waiblingen eine freie Kfz-Werkstatt eröffnete. Und eigentlich ist ja wohl auch ein Grund zum feiern. Aufgrund der allgemein angespannten Wirtschaftslage wird es allerdings keinen Festakt und auch kein Sondermodell geben. Dies teilte ein Unternehmenssprecher mit.
Wir wollen aber trotzdem auf die Geschichte blicken denn die ersten Lorinser Tuning Fahrzeuge sind auch schon H-Kennzeichen fähig!
Am 1. März 1930 legte Erwin Lorinser den Grundstein für eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Mit Fleiß, Enthusiasmus und Risikobereitschaft schuf sich der Kraftfahrzeug-Meister schnell einen guten Namen und konnte schon bald auf einen beachtlichen Kundenstamm blicken. Schon im Jahre 1935 wurde auch die damalige Daimler-Benz AG auf die gut laufende Werkstatt aufmerksam und offerierte Lorinser einen Vertrag zur Zusammenarbeit. Fortan übernahm er als offizieller “Wiederverkäufer für Pkw und Nutzfahrzeuge” die Betreuung und Serviceverantwortung von Fahrzeugen “mit dem Stern”. Die Firma wuchs in den folgenden Jahren kontinuierlich und zog im Jahre 1961 in ein neues Autohaus mit zugehöriger Den ganzen Beitrag lesen »

Die Fuchsfelge – ein Klassiker ist zurück

Von Jörg Maschke am 22. Februar 2010

P1020815VW K70 auf Porsche Fuchs-FelgenVor 40 Jahren suchten die Porsche-Ingenieure nach einer besonders belastbaren Felgenlösung oberhalb der bekannten Gussräder. Durch die bereits laufende Zusammenarbeit für militärische Entwicklungen kannte man die Firma FUCHS und was lag somit  näher, als auf OTTO FUCHS zuzugehen und wegen der Räder für den neuen Sportwagen 901 in Meinerzhagen anzufragen. Der Weg bis zur klassischen “Fuchs-Felge” konnte beschritten werden. Noch heute zeugen hohe Preise für gut erhaltene Felgensätze von der Bliebtheit dieser Felge. Doch der Weg in die Zukunft sollte natürlich weitergehen und dafür entwickelte man gemeinsam mit Mercedes die so genannte Barock-Felge, welche in fünfzehn Jahren Marktpräsenz ebenfalls ein Klassiker wurde. Sie war das erste in Großserie hergestellte Aluminiumrad! Die ganze Historie können Sie hier nachlesen.

Geschmiedete Räder aus Meinerzhagen bewegten auch so innovative Fahrzeuge wie

  • Fuch Ro80den RO 80
  • Fuchs quattroden Audi ur-quattro
  • Fuchs Lupoden VW Lupo 3Liter

und weitere Meilensteine der Automobilentwicklung. Ganz aktuell wird man die klassiche Fuchs-Felge in die Neuzeit übertragen und noch in diesem Jahr mit einer eigenen Interpretation der klassischen Fuchsfelge für moderne Fahrzeuge den Nachrüstmarkt versorgen. Porsche selbst zeigt sich derweil aus Kostengründen weniger geschichtsbewußt und hat auf dem limitierten Sondermodel 911 Sport Classic ein gegossenes Wettbewerbsprodukt verbaut, welches sich hinsichtlich Gewicht und Oberflächenanmutung deutlich von einem Fuchs-Schmiederad unterscheidet.

FuchsfelgeMit einem eigenen Web-Shop kann der Fan der Marke FUCHS sogar nette Kleinigekeiten rund um die Barock- oder Fuchs-Felge erwerben und wer immer auf dem letzten Stand der Dinge sein möchte und erfahren möchte ab wann die neue Fuch-Felge zu kaufen sein wird meldet sich für den Fuchs-Newsletter an!

Ikone einer Ikone

Von Jörg Enger am 16. Februar 2010
Hier nicht der besagte 300 SL von Romy Schneider sondern sie und Alain Delon in seinem 190 SL

Hier nicht der besagte 300 SL von Romy Schneider sondern sie und Alain Delon in seinem 190 SL

Sie war sicherlich das, was man eine Ikone nennen könnte – die beliebte Filmschauspielerin Romy Schneider. Gegen Ende 1957 hatte sie in Deutschland und Österreich gerade erfolgreich die Sissi-Trilogie abgedreht und lebte 1958 schon mit Alain Delon in Paris zusammen. Ihr Faible für schnelle Autos machte sie zur Bestellerin eines 300 SL mit der Fahrgestellnummer 198 042 85 00209. Im Juli 1958 wurde ihr Wagen in elfenbein mit hellrotem Leder fertiggestellt. Nur nachweislich drei Besitzer hatten diesen ganz besonderen 300 SL Roadster nach Romy Schneider in Händen und außer einen Nachlackierung und einer Motorrevision befindet er sich noch heute im Originalzustand. Mit der “Buchführung” scheint auch der Tachostand von rund 125tkm als sehr glaubhaft zu sein. Nun ist diese Ikone einer Ikone wieder auf dem Markt und erwartet einen neuen pflegenden Besitzer.

Romy Schneider TotalRomy Schneider MotorRomy Schneider 1Die ganze Story dieses 300 SL Roadsters findet man exclusiv in der nächsten Ausgabe der MVC Depesche.

Unser voriges Einstiegsbild war übrigens fälschlicherweise nicht Romy Schneider, wie uns jetzt das deutsche Romy Schneider Archiv mitteilte. Danke für diesen Hinweis!

Ein verlorener Sohn kehrt heim nach 100 Jahren

Von Jörg Enger am 10. Februar 2010
Benz 14/30 PS Reiselandaulet im Dr. Carl Benz Museum

Benz 14/30 PS Reiselandaulet im Dr. Carl Benz Museum

Fünfzig Jahre lang galt der Benz Typ 14/30 aus dem Jahr 1910 als unwiederbringlich verloren – jetzt rollt dieses besondere Fahrzeug in das Automuseum Dr. Carl Benz in Ladenburg.

Ungewöhliche Geschichten gibt es viele im Altauto-Thema. Selten ist aber eine so wie diese. Bereits im Januar 1936 kaufte die damalige Daimler-Benz AG den imposanten Benz 14/30 PS für ganze 250 RM von einem Fabrikanten zurück. Das waren damals natürlich nicht die ersten Gedanken an die Verwertung und ein Rücknahmesystem, sondern die erste Aufarbeitung der eigenen Geschichte. Das elegante Reise-Landaulet befand sich trotz seines damals fast “biblischen Alters” von 26 Jahren in ungewöhnlich gutem Zustand. Damals waren die Fahrzeuge ganz anders konstruiert und eine Lebensdauer von über sechs Jahren war schon erstaunlich, zumal der technische Fortschritt in dieser Zeit wesentlich rasanter war als heute. Bereits zum Ende des gleichen Jahrzehnts ging der Wagen als Leihgabe an das Verkehrsmuseum nach Dresden. Unversehrt überstand er den Krieg und besonders den letzten Bombenangriff gegen Dresden – doch dann kam die DDR und der eiserne Vorhang hielt ihn mit weiteren Leihgaben gefangen. Erst nach der Wende 1989 kam der Wagen zurück nach Stuttgart. Mit der Neuordnung des neuen Mercedes-Benz Museums wanderte er zunächst ins Depot. Jetzt konnte die Ausstellung dieses qualitativ hochwertigen und imposanten Wagens der so genannten “Messing-Ära” im Automuseum Dr. Carl Benz erreicht werden. Damit kehrt ein verloren geglaubter Sohn nach 100 Jahren fast an seinen Entstehungsort zurück (fast nur deshalb, weil er eigentlich ins Benz-Werk Mannheim kommen müsste).

Premiere vor 75 Jahren: 150 Sport-Roadster

Von Andreas F. Schulze am 3. Februar 2010
150 Sport-Roadster

150 Sport-Roadster

Im Februar 1935 präsentierte die damalige Daimler-Benz AG auf der Internationalen Automobil- und Motorradausstellung (IAMA) in Berlin den Mercedes-Benz 150 Heckmotorwagen als  Sport-Roadster (Baureihe W 30). Die Neuheit sollte als kompakter Sportwagen im Modellprogramm platziert werden, mit dem Potenzial einer größeren Serie – doch es wurden letztlich nur sehr wenige Exemplare gebaut. Inklusive der Prototypen wurden lediglich 5 Sportlimousinen hergestellt, die bei der 2000km durch Deutschland-Rallye 1934 eingesetzt wurden. Vom ungewöhnlichen Sport-Roadster entstanden zwischen 1934 und 1936 aber nur genau 20 Fahrzeuge.

Der 150 Sport-Roadster 1935 auf der IAMA Berlin

Der 150 Sport-Roadster 1935 auf der IAMA Berlin

Der Typ 150 gehört zu einer Reihe markanter Mercedes-Benz Fahrzeuge der frühen 1930er Jahre, die vor dem Hintergrund der damals allgemein schwierigen Wirtschaftslage mit der Zielsetzung entstanden, das Produktportfolio nach unten hin abzurunden. Zugleich sind sie Beispiele für die konsequente Umsetzung innovativer Fahrzeugkonzepte in der langen Historie der Daimler AG. Wie alle Fahrzeuge mit Rahmen würde dieser Wagen auch vom MVC Deutschland betreut werden.

1934 erschien der “viersitzige” Heckmotorwagen Mercedes-Benz 130 (W 23). Im gleichen Jahr wurde Den ganzen Beitrag lesen »

100 Jahre künstlicher Kautschuk

Von Jörg Enger am 2. Februar 2010
Synthetischer Kautschuk im Focus des Auto und Technik Museums Sinsheim

Synthetischer Kautschuk im Focus des Auto und Technik Museums Sinsheim

Ohne den vor über hundert Jahren erfundenen Synthesekautschuk würde heute kein Auto fahren und kein Flugzeug fliegen. In einer Sonderausstellung vom 18. Februar 2010 bis 30. September 2010 zeigt das Auto & Technik MUSEUM SINSHEIM in Zusammenarbeit mit dem Leverkusener Spezialchemiekonzern Lanxess AG einen interessanten Querschnitt durch die Geschichte des künstlichen Kautschuks. Er hat sich in den vergangenen hundert Jahren zu einem universellen Werkstoff für ungezählte technische Anwendungszwecke entwickelt und ist aus der modernen High-Tech-Welt nicht mehr wegzudenken.
Synthesekautschuk wird überall dort eingesetzt, wo Maschinen und Motoren gelagert, Kräfte übertragen, Flüssigkeiten transportiert, Antriebswellen oder unter Druck stehende Systeme abgedichtet werden müssen. Erfunden hat ihn 1909 der deutsche Chemiker Fritz Hofmann (1866 – 1956). Auf seinem Patent basieren heute die meisten Kautschuk-Produkte der Lanxess AG, die zu den Weltmarktführern Den ganzen Beitrag lesen »

Dossier: Rennfahrer Dick Seaman

Von Jörg Enger am 1. Februar 2010

Komet am Sternenhimmel

John Richard Beattie "Dick" Seaman

John Richard Beattie "Dick" Seaman

Fast könnte man es überschreiben mit dem Titel des Hemmingway-Klassikers: „Das kurze glückliche Leben des M.  . . .“

Geboren am 4. Februar 1913 als Sohn wohlhabender Eltern, war Richard Seaman schon in seiner Kindheit von Autos begeistert. 1938 steuerte Richard Seaman seinen Mercedes-Benz W 154 3-Liter-Formelrennwagen zum Sieg beim Großen Preis von Deutschland. Damit steht sein Ruf als erfolgreichster britischer Rennfahrer seiner Zeit fest. In Deutschland ein Liebling des Publikums, wurde Seamans Rolle als Repräsentant des nationalsozialistischen Motorsports kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in seiner Heimat allerdings kritisch betrachtet. Den Krieg erlebte Seaman nicht mehr: Elf Monate nach seinem Triumph auf dem Nürburgring endete seine Karriere beim Großen Preis von Belgien tragisch. Er kam von der Strecke ab, raste in einen Baum und starb noch am selben Abend an seinen schweren Verletzungen. Den kometenhaften Aufstieg und das tragische Ende dokumentiert der MVC hier.

Großer Preis von Deutschland auf dem Nürburgring, 24. Juli 1938. Richard Seaman, der Sieger des Rennens mit Mercedes-Benz Formel-Rennwagen W 154 beim Tanken und Reifenwechsel.

Großer Preis von Deutschland auf dem Nürburgring, 24. Juli 1938. Richard Seaman, der Sieger des Rennens mit Mercedes-Benz Formel-Rennwagen W 154 beim Tanken und Reifenwechsel.

Der 24. Juli 1938 sollte der größte Tag in Richard Seamans Karriere werden. Neben Hermann Lang und Manfred von Brauchitsch stand der 25 Jahre alte Engländer in der ersten Startreihe beim Großen Preis von Deutschland. Iim Training hatte er seinen Mercedes-Benz W 154 auf den dritten Platz gefahren. Hinter den drei Silberpfeilen wartete in der zweiten Reihe Rudolf Caracciola als weiterer Mercedes-Benz Pilot neben Auto-Union-Fahrer Tazio Nuvolari auf den Beginn des Rennens.

Noch 30 Sekunden. Überwältigend dröhnten die Zwölfzylindermotoren der sieben Silberpfeile, als die Mechaniker des Mercedes-Benz Rennstalls die Maschinen starteten. Rennleiter Alfred Neubauer, den sie „Don Alfredo“ riefen, signalisiert den Werksfahrern: „Noch 10 Sekunden.“

Dann endlich kommt der Start. Mit einem gewaltigen Crescendo heulten die Triebwerke zum wilden Kreischen auf – Lang ging in Führung.

Seaman aber lag bereits nach einer Runde Den ganzen Beitrag lesen »

Geburt einer eigenen Klasse

Von Jörg Maschke am 23. Januar 2010

1995_T1N_02_500x329_de_05-2008Nicht viele Wörter werden zum allgemeingebräuchlichen Oberbegriff. Klar jeder kennt das Wort Tempo für ein Papiertaschentuch, den Kärcher oder Odol für ein Mundwasser. Bei unserem Hobby, dem Thema Autos, ist sowas schon etwas seltener… klar jeder kennt die Golf-Klasse. Ein paar Nummern darüber bekam vor 15 Jahren die Klasse der schnellen Kurier- und Transportfahrzeuge einen Leitwolf und damit auch einen Klassen-Namen, denn am am 23. Januar 1995 verließen die ersten 500 Fahrzeuge der neuen Transporterbaureihe Sprinter (T 1 N) das Werk in Düsseldorf. Im Mai des gleichen Jahres wurde er zum „Van of the Year“ gewählt.

Nachruf Karl-Heinz Göschel, der Vater der Direkteinspritzung

Von Andreas F. Schulze am 16. Januar 2010

Die Daimler AG und ihre Vorgängerunternehmen sind geprägt von den Menschen, die für sie tätig sind und waren, so auch von Karl-Heinz Göschel, geboren: 25. Mai 1914 in Pössneck/Deutschland gestorben: 8. November 2009 in Stuttgart. Der Diplomingenieur gehörte zu den Vätern der a_Daimler-Benz_DB_605ABenzineinspritzung im Verbrennungsmotor. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg und auch währenddessen befasste er sich bei der Daimler-Benz AG als Versuchsingenieur im Flugmotorenversuch mit diesem Thema und brachte in den Motoren DB 605 und DB 603 grundlegende Verbesserungen für die Leistungsverbesserung in großen Flughöhen auf den Weg. (35,7 Liter Hubraum, 12 Zylinder, mechanische Aufladung, 1475 PS Startleistung, Benzindirekteinspritzung mit mechanischer 12 Stempelpumpe, 90 bar Einspritzdruck, über 42.000 Exemplare gebaut) Eingesetzt waren diese Motoren u.a. auch in dem legendären Flugzeug Messerschmitt 109.

Nach 1945 wurde er Motorenentwickler beim Fahrzeughersteller Gutbrod Gutbrod Superiorund brachte im Zweitaktmotor die Benzineinspritzung im Pkw zur Serienreife, zusammen mit dem ebenfalls nach dem Krieg dort als technischem Leiter beschäftigten Hans Scherenberg. Aus dem Zweizylinder-2-Takter mit 663 ccm und Frischölschmierung holte man immerhin 27 PS und später 30 PS bei 4300 U/min heraus.

1952 kehrte Göschel zur Daimler-Benz AG zurück. Große Verdienste erwarb er sich zusammen mit Scherenberg mit der Einführung der Benzineinspritzung im Viertaktmotor im Motorentyp M 196, der im Grand-751824_1368757_3599_2516_C31651[1]Prix-Rennwagen W 196 und im Sportwagen 300 SLR zum Einsatz kommt, sowie im Typ M 198 für den 300 SL, der 1954 auf den Markt kam. 1958 betraute Scherenberg ihn mit der Leitung des Großmotoren-Versuchs, ein bei Daimler-Benz ungewöhnlicher Karrieresprung. 1967 wurde Göschel schließlich unter der Leitung des Pkw-Entwicklungschefs Rudolf Uhlenhaut „Pkw-Versuchsleiter in Untertürkheim“, so der offizielle Titel – die örtliche Einschränkung erfolgt, weil der in Sindelfingen in der Pkw-Entwicklung tätige Karl Wilfert sich 751820_1368745_3552_2279_52147-23[1]keinem Gesamtversuchsleiter unterstellt hätte. Göschel leitete und prägte den Pkw-Versuch bis zu seiner Pensionierung Ende Juni 1980. Im Anschluss daran erhielt er einen Beratervertrag. Mit dessen Auslaufen Ende April 1981 endete seine Tätigkeit bei der Daimler-Benz AG. Sein Sohn Burkhard Göschel absolvierte ebenfalls eine erfolgreiche Karriere in der Automobilindustrie, unter anderem als Entwicklungsvorstand bei BMW und bei Magna.

Auto Union Silberpfeile und ihre Konkurrenten

Von Jörg Enger am 12. Januar 2010

P8130004Schon seit dem 2.Dezember 2009 und noch bis zum 31. März 2010 werden im Audi Forum Ingolstadt anlässlich des 75-jährigen Jubiläums zehn der grandiosen Rennwagen aus der Kompressor-Ära der 1930er Jahre zu sehen sein. Neben sieben Auto Union Silberpfeilen mit dabei: drei Original-Rennwagen von Mercedes-Benz, davon zwei Sieger- und ein Weltrekordauto.

1934 tauchten die legendären deutschen Silberpfeile erstmals auf den Rennstrecken der Welt auf.  Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 machten, bis auf wenige Ausnahmen, die Autos und Rennfahrer von Auto Union und Mercedes-Benz in ihren bis zu 500 PS starken Rennwagen die Siege unter sich aus. Mit den futuristisch anmutenden silbernen Boliden, die der Konkurrenz weit voraus waren, begründeten diese beiden Teams einen Mythos: die Ära der Silberpfeile. Fahrer wie Rudolf Caracciola, Manfred von Brauchitsch, Hermann Lang (Mercedes-Benz) oder Bernd Rosemeyer, Hans Stuck und Tazio Nuvolari (Auto Union) schrieben sich auf ewig ins Buch der Rennsportgeschichte ein.P8130006 Mit den Silberpfeilen sind Geschichten und Legenden verbunden, die von Mut, Waghalsigkeit und Draufgängertum erzählen. Von Autos, die Endgeschwindigkeiten wie in der heutigen Formel 1 erreichten, aber auf Straßen fuhren, denen jede Sicherheitsvorkehrung fehlte. Von „Rennfahrer-Helden“, die mit Lederhaube auf dem Kopf und Baumwoll-Overall am Leib jede Sekunde ihr Leben riskierten – und es mitunter auch tragisch verloren.

Die Präsentation der hochkarätigen Ausstellung hält sich zurück, sie ist nahezu puristisch. Dazu Stefan Felber, der die Schau konzipiert hat: „Die Ästhetik der Silberpfeile muss nicht unterstützt werden, die Ausstellungsgestaltung bleibt im Hintergrund – sie überblendet die Fahrzeuge nicht, sondern ist wie die Wagen selbst puristisch und elegant. Der Silberpfeil als Skulptur, als Kunstwerk auf einem Sockel.“ Zu jedem Fahrzeug zeigt eine eigene Stele technische Erläuterungen und historisches Filmmaterial, das den jeweiligen Wagen im Renneinsatz vorführt.

Die Bilder zeigen das berühmte 1:8 Modell, welches unter der Federführung des MVC-Mitgliedes Martin Schröder entstanden ist, bei seiner Präsentation im Fagus-Werk Alfeld.

“Schutzengel würden Mercedes fahren”, was sonst, natürlich auch bei Oldies

Von Andreas F. Schulze am 11. Januar 2010

Jeder von uns kennt wohl die fast noch aktuelle Werbung „Schutzengel würden Mercedes fahren“ und die entsprechenden Motive bzw. Filme. Aber die Kampagne wurde auch auf einige unserer alten Schätzchen ausgedehnt. Bei Hamburg-Berlin-096der Oldtimer-Rallye Hamburg-Berlin-2009 war das Werk mit mehreren Wagen vertreten, die entsprechend dekoriert waren. Angefangen bei: „Der Ponton: Erster Mercedes mit selbsttragender Karosserie“, über: „Die Heckflosse: Das erste Auto mit Knautschzone“, und: ”Die Pagode: Erster Sportwagen mit integriertem Sicherheitskonzept”, sowie: „Die S-Klasse: Weltweit erstes Serienmodell mit elektronischem ABS“, bis hin zu: „Der Baby-Benz: Erstes Kompaktmodell mit Mercedes-Sicherheit“.

Als ich am Morgen des zweiten Tages die bekannte 300 SE-Flosse des Schutzengel-WerksflosseWerkes (silbergrau mit Velours) auf dem Teilnehmerparkplatz entdeckt hatte, gab es für mich kein Halten mehr. Genauso einen Aufkleber wollte auch ich für meine Startnummer 96 – im Rallyeteam der Nürnberger Versicherung -  haben.  Also wartete ich am Auto bis die netten Herren aus Stuttgart erschienen. Nach einiger Überredungs- und Überzeugungs- arbeit sagte man mir einen Aufkleber für meinen 230 S zu, den man mir aber nicht sofort geben könne, da dieser auf dem Service-Fahrzeug gelagert sei. Dann die freudige Überraschung beim nächsten Stop auf dem ehemaligen Militärflughafen Groß Dölln (Ein Relikt aus DDR-/SU-Zeiten: Die Piste war ausgebaut als Notlandeplatz für das sowjetische Spaceshuttle BURAN, dessen Prototyp heute im Technik Museum Speyer besichtigt werden kann. Ein gigantische Anlage, auf der wir mit viel Glück Schutzengel-AFSeine Wertungsprüfung gewannen): Wir wurden bereits erwartet und man reichte uns den tollen Aufkleber ins Auto. An dieser Stelle noch einmal den herzlichsten Dank für diesen supernetten Service. Wenn einer unserer Leser für sein Fahrzeug auch entsprechenden Schmuck haben möchte, wird er sich wohl am besten direkt an das Werk wenden müssen, oder kennt jemand eine Quelle?

Mercedes-Benz Museum bleibt Besuchermagnet

Von Jörg Enger am 3. Januar 2010

Mercedes-Benz Museum Tretauto mit KindernMehr als 2,8 Millionen Besucher haben seit der Eröffnung im Mai 2006 die Faszination Mercedes-Benz im Museum erlebt. Allein in 2009 waren etwa 630.000 Menschen zu Gast. An Spitzentagen haben sich bis zu 7.950 Besucher die umfangreiche Ausstellung zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Automobils angeschaut. Rund 15 Prozent der Besucher kam aus dem Ausland und damit aus mehr als 150 Ländern.
„Mit unseren Sonderausstellungen und zahlreichen Veranstaltungen haben wir auch im vierten Jahr nach Eröffnung tausende Besucher überzeugt und gehören nach wie vor zu den besucherstärksten Museen Deutschlands“, sagt Michael Bock, Geschäftsführer der Mercedes-Benz Museum GmbH. „Wir freuen uns darauf, im kommenden Jahr den dreimillionsten Besucher zu begrüßen.“

Mercedes-Benz Museum Sonderausstellung E-Klasse Evolution

Die Zufriedenheit der Museumsbesucher wird bestätigt durch die Spitzenwerte aus regelmäßigen Besucherbefragungen in 2009: 97 Prozent der Besucher gaben nach dem Museumsbesuch an, begeistert zu sein, 98 Prozent wollten das Mercedes-Benz Museum weiterempfehlen, und 82 Prozent sahen ihre Erwartungen übertroffen.
Als Veranstaltungsort war das Mercedes-Benz Museum in 2009 wieder gut nachgefragt. Besondere Highlights bildeten die Lange Nacht der Museen, die jazzopen stuttgart, das Mercedes-Benz Open Air Kino und der Weltkindertag. Besonders erfreulich: Über 38.000 Besucher nutzten – innerhalb von zweieinhalb Wochen – die einmalige Gelegenheit, den Mercedes-Benz SLS AMG auf der Dachterrasse in 42 m Höhe zu begutachten.
Über 3.500 Führungen wurden im Mercedes-Benz Museum in diesem Jahr durchgeführt. Knapp 2.000 Schulklassen nahmen mit mehr als 60.000 Schülern das umfangreiche pädagogische Angebot des Museums wahr.

Mercedes-Benz Museum bei Nacht

Dieses beinhaltet zum Beispiel Schülermedien in verschiedenen Stufen und Themen – angepasst an die Curricula des Landes Baden-Württemberg. Angemeldete Schulklassen bezahlen im Museum keinen Eintritt. In den Schulferien, an zahlreichen Wochenenden sowie mittwochs finden im Kinderclub des Mercedes-Benz Museums verschiedene Workshops statt. Spezielle Kinderausstellungen, Kinderführungen durch das Museum oder Bastelkurse erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Entsprechend wird das Angebot für Kinder kontinuierlich ausgebaut.
Das Mercedes-Benz Museum konnte sich bereits im vergangenen Jahr für den Hugo-Häring-Preis qualifizieren. Im Juli 2009 gewann es daraufhin die Auszeichnung für vorbildliche Bauwerke. Der Hugo-Häring-Preis gilt als der bedeutendste Architekturpreis des Landes.

Premiere mit über 80 Jahren

Von Jörg Enger am 31. Dezember 2009
Ford Eifel Buch von Wolfram Düster

Wenn ein Autor mit über 80 Jahren sein erstes Buch veröffentlicht, kann es sich dabei eigentlich nur um eine Biografie oder ein historisches Essay handeln.
Wolfram Düster aus Krefeld hat sich für beides entschieden: die Abhandlung eines bislang vergessenen Themas und dabei fließen seine persönlichen Erlebnisse mit ein. Er war bei der Grundsteinlegung der Ford-Werke in Köln noch Zeitzeuge und seit frühester Kindheit mit diesem Weltkonzern verbandelt. Sein persönliches Lieblingsmodell war und ist der Ford Eifel. Den Taunus, der Nachfolger des Eifel, kennen viele auch noch in den 1980er Jahren. Den Ford Eifel indes gab es nur von 1934 bis 1939 und er zählt zu den unbekanntesten Modellen dieses Herstellers. Mit immerhin 34 PS galt der Zwerg damals als „PS-Protz“ seiner Klasse. All dies war für Wolfram Düster Grund genug, das umfassendste Standartwerk speziell zu diesem Typ vorzulegen. Mit einer Fülle an zeitgenössischen Fotos in guter Qualität war es trotzdem nicht einfach, für ein solches „Special-Intrest“ Werk einen Verlag zu finden. Nach mehrjähriger Suche ist dies nun gelungen und dieses Buch bietet nicht nur dem „Eifel“ zugetanen Leser einiges an Zeitgeist und Geschichte, sonder auch dem gänzlich Unbedarften eröffnet dieses Werk einige Sichtweisen in die deutsche Historie zwischen den zwei Weltkriegen. Eine Informationsfülle auf über 160 Seiten, die mit einem Preis von Euro 20,00 nicht überbezahlt ist. ISBN 978-3-941149-22-9