Mercedes-Benz Oldtimer-Newsticker

News für Oldtimer-Interessierte & Mercedes-Benz Liebhaber
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Autoren Archiv

GTÜ auf der Retro Classics 2010

Von Jörg Enger am 10. März 2010

GTÜ 2010 RetroclassicVom 12. bis 14. März ist Stuttgart angesagt. Dann lädt die Retro Classics 2010 Liebhaber von Oldtimern in die Stuttgarter Messe. Zum 10-jährigen Bestehen des Branchentreffs präsentiert sich die GTÜ in Halle 1, Stand C55, mit ihren Kfz-Dienstleistungen und Live-Aktionen des GTÜ-Oldtimer-Forums. Während der Classics-Tage kommen aber nicht nur Oldtimer-Besitzer auf ihre Kosten, sondern auch Kaufinteressenten automobiler Klassiker.
Die Bandbreite der Informationen reicht von den bekannten Dienstleistungen rund um die amtlichen Fahrzeuguntersuchungen und den Sachverständigendienstleistungen über Angebote für Old- und Youngtimer-Besitzer bis hin zu Fragen zur Hauptuntersuchung, Änderungsabnahme, Sicherheitsprüfung oder zu Fahrzeugzustandsberichten mit Gebrauchtwagensiegel. Ebenso Auskunft geben die Experten der GTÜ zu Unfallschadengutachten und zur Begutachtung von Leasing-Fahrzeugen und darüber, was bei der Analyse und Rekonstruktion von Verkehrunfällen zu beachten ist.
Ob Oldtimer-Begutachtung nach § 23 StVZO (H-Zulassung, 07-Kennzeichen), Oldtimer-Bewertungen und Wertermittlungen oder Oldtimer-Schadengutachten – keine Frage bleibt unbeantwortet. Welche Leistungen der GTÜ-Oldtimerservice mit seinem Internetportal bietet, darüber verschafft die Stuttgarter Prüf- und Sachverständigenorganisation vor Ort einen Überblick. Interessierte können das Angebot auf der Messe live testen oder sich im Rahmen von Kurzpräsentation erläutern lassen.
Dieses Wissensportal zu klassischen Fahrzeugen bietet aktuell 120 Jahre Fahrzeuggeschichte und einen riesigen Fundus von über 60.000 Einzelnachweisen zu Modellen (Automobile, Motorräder, Nutzfahrzeuge). Ebenfalls im GTÜ-Oldtimerservice enthalten sind Datenblätter zu 12.500 Fahrzeugen, Marktwertanalysen zu über 10.000 Modellen und 2.500 Auktionswerten. Eine Nachweisdatenbank listet Ersatzteillieferanten sowie Experten und Fachwerkstätten für Old- und Youngtimer.

Sondervorstellung: Caracciola – Der Film

Von Jörg Enger am 9. März 2010
Auch als Video erhältlich: Caracciola - Die ewige Jagd nach dem Sieg

Auch als Video erhältlich: Caracciola - Die ewige Jagd nach dem Sieg

„Held“, „Idol“, „legendärer Silberpfeil-Pilot“ – nur drei Synonyme für den erfolgreichsten deutschen Automobilrennfahrer der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Rudolf Caracciola.

Der neue Film dazu heißt: „Caracciola – Die Ewige Jagd nach dem Sieg“

In dieser biografischen Dokumentation von Regisseur Philip Selkirk erzählt das legendäre Rennsport-Idol sein Leben aus der Ich-Perspektive und gewährt damit neue, geradezu intime Einblicke in das Motorsportgeschehen der Weimarer Republik und des »Dritten Reichs«.
Und am Freitag, den 19.03.2010, präsentiert der Macher Philip Selkirk und Mitglieder des Teams in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Wiesbaden sein Werk als Sonderaufführung auf der Caligari FilmBühne. Ab 19.30 Uhr ist Einlass und um 20.00 beginnt die Vorstellung.
Historische Bilder aus teils unveröffentlichtem Material, Interviews mit Zeitzeugen und Familienangehörigen sowie O-Töne von Weggefährten wie Manfred von Brauchitsch, Hermann Lang und Sir Stirling Moss machen diesen benzingetränkten Film zu einem einzigartigen Dokument der deutschen Rennsportgeschichte. Die Präsentation in der einmaligen Atmosphäre des wunderschön renovierten Ufa Filmpalastes, lässt einen auch sofort in der Vergangenheit schwelgen.
„Der Film ist eine atmosphärisch dichte, emotional-dokumentarische Bestandsaufnahme, die nicht nur jeden Motorsport- und Classic-Car-Enthusiasten beeindrucken und mitreißen wird.“ so die Produktionsinfo, und die hat recht!

20 Jahre “Baby Benz” im Sportdress

Von Jörg Enger am 8. März 2010
190 E 2,5-16 Evo II

190 E 2,5-16 Evo II

Der Mercedes-Benz 190 (Baureihe 201) wurde 1982 vorgestellt und eroberte sich rasch einen festen Platz als „kleiner Mercedes“ oder „Baby-Benz“. Doch wer hätte es gedacht: Über die Jahre und mehrere Motor- und Ausstattungsvarianten erwarb er sich auch den Ruf eines kompakten Sportlers. Das gipfelte schließlich im Typ 190 E 2.5-16 Evolution II, der vom 8. bis 18. März 1990 auf dem Automobilsalon Genf debütierte. Den ganzen Beitrag lesen »

Weltweite Clubpräsenz im Mercedes-Benz Museum

Von Jörg Enger am 7. März 2010

P1070819Wir vom MVC lassen die Bombe platzen! Das ist eine Nachricht, die die Mercedes-Benz Clubs weltweit, besonders aber auch in Deutschland interessieren wird. Mit Beginn der RetroClassics am kommenden Wochenende wird es im Mercedes-Benz Museum auf der untersten Ebene zwischen Shop, Restaurant und dem einzigen Parkhaus-Zugang die neue “Clubinsel” geben. Diese Insel stellt an mehreren Touchscreen-Terminals die Verbindung zu allen anerkannten Mercedes-Benz Clubs weltweit her. Mit wenigen Klicks findet man nicht nur die anerkannten MB Clubs, sondern auf Wunsch auch deren regionale Verbreitung, die Veranstaltungshinweise, ein Kurzportrait, den direkten Kontakt zum entsprechenden Club und den Weg zur passenden Website und vielleicht auch direkt zum Beitrittsformular.

Diese Insel wird als feste Installation allen Museumsbesuchern kostenfrei zugänglich gemacht. Eine ähnliche Insel mit gleichen Inhalten wird es dann auch auf allen größeren Messen eingesetzt. Die RetroClassics macht dabei den Anfang. Rund drei Wochen später wird man die “treibende Insel” dann auf der TechnoClassica finden. Auf jeder größeren Messe mit Mercedes-Benz Clubbeteiligung soll dieser Auskunftspunkt demnächst erscheinen und das nicht nur in Deutschland. Eine europäische Verbreitung ist schon im ersten Schritt geplant. Auf jeden Fall ist es damit für jeden Club wichtig, sich in dieser Datenbank von Mercedes-Benz Classic tagesaktuell mit Ansprechpartnern und Terminen eingepflegt zu haben, damit sowohl die eigenen Mitglieder, als auch potentielle Neumitglieder gut unterrichtet werden.

Jay Leno restauriert 300 SL

Von Jörg Enger am 6. März 2010
300 SL mit Latenight-Talker Jay Leno

300 SL mit Latenight-Talker Jay Leno

Für Jay Leno, beliebter TV-Moderator auf NBC, war ein Mercedes-Benz 300SL Gullwing lange Zeit außer Reichweite. Diesen Umstand konnte der passionierte Oldtimerfan kürzlich ändern als er einen behutsam restaurites 1955 exemplar erwerben konnte. Obwohl er nicht im neuen Glanz erstrahlt, ist dieser patinierte Flügeltürer zurüch auf der Straße. In der März Ausgabe von PopularMechanics berichtet der große US-Latenight-Showstar über sein jüngstes Projekt.
Da der Fernsehstar aus seiner Leidenschaft für alte Autos kein Geheimnis macht, werden ihm immer wieder außergewöhnliche Fahrzeuge für seine Sammlung angeboten. Dieser 300 SL war seit den späten 1970er in einem Container in der kalifornischen Wüste verwahrt worden. Der Wagen, der vormals auch für Rennzwecke in USA eingesetzt worden war, hatte nur zwei Vorbesitzer und dieser Umstand machte ihn für Leno besonders interessant.

Die komplette Story findet man im PopularMechanics.

Außerdem hat Leno noch ein anderes MB Projekt am Start. Ein 600er W100, der neue AMG Technik mit 563 PS verpasst bekommt. Dazu demnächst vielleicht mehr an dieser Stelle.

Aftersales-Market auch für Youngtimer

Von Jörg Enger am 5. März 2010

99124906c405_3199120706c405_26Die Hamburger Wulf Gaertner Autoparts AG vertreibt in ihrem Meyle-Sortiment auch Ersatzteile für Youngtimer wie etwa Türdichtungen für die Mercedes-Benz-Modelle W113, W114, W115 sowie W123.
Besonders bei Old- und Youngtimer bedürfen Türdichtungen regelmäßiger Pflege. Abhängig von Witterungsbedingungen können sie nach acht bis zehn Jahren porös werden. Müssen sie dann einmal ausgetauscht werden, ist die Passgenauigkeit ein wichtiges Kriterium für Werkstätten und Halter. Türdichtungen aus dem Teile-Sortiment von Meyle der Wulf Gaertner Autoparts AG. für die Mercedes-Benz-Modelle W113, W114, W115 sowie W123 sollen dies gewährleisten und sind deshalb eine Alternative zu den Originalteilen. Neben Türdichtungen gibt es von Meyle auch Dichtgummis für Front- und Heckscheiben und den Kofferraum sowie weitere Teile für Young- und Oldtimer diverser Fahrzeugmarken. Dabei komme den Hamburgern ihre Expertise speziell in der Fertigung verstärkter Meyle-HD-Teile zu Gute, heißt es dort. Als HD-Teile werden weiterentwickelte Bauteile bezeichnet, die im Hinblick auf längere Haltbarkeit optimiert wurden. Young- und Oldtimer-Ersatzteile haben darüber hinaus besondere Anforderungen zu erfüllen. Sie müssen zum Beispiel der höheren Vibration eines alten Motors standhalten. Oft weisen auch verpresste Bauteile durch etliche Reparaturen Spiel auf. Eine Passgenauigkeit können dann nur Ersatzteile in Übergröße gewährleisten. Die Wulf Gaertner Autoparts AG ist Hersteller hochwertiger, qualitätsgeprüfter Ersatzteile, die unter dem Markennamen Meyle vertrieben werden. Das Sortiment umfasst rund 12.500 Artikel für Pkw, Transporter und Nkw.

Unbenutzt aber nicht neu!

Von Jörg Enger am 3. März 2010

AltreifenImmer wieder tauchen bestimmte Reifenfragen auf. Wie alt darf ein Reifen sein? Welche Qualitätsunterschiede gibt es? Wie wirkt sich das Alter eines Reifens auf dessen Leistung aus? Und vieles mehr. Hier nun die rechtliche Seite, die auch für private Anbieter gültig ist.
Das Amtsgericht (AG) Starnberg hat entschieden, dass Reifen unter bestimmten Umständen nicht mehr als Neureifen verkauft werden dürfen. Bei derartigen Reifen habe der Käufer einen Anspruch auf Preisminderderung. Der Durchschnittskäufer dürfe beim Kauf von Neureifen davon ausgehen, auch Reifen zu erhalten, die dem neuesten, werbemäßig angepriesenen Stand der Technik entsprechen, begründete das Gericht seinen Urteilsspruch vom 16. Dezember 2009 (AZ: 6 C 1725/09).
Im konkreten Fall schloss der Kläger am 29. April 2008 einen Kaufvertrag über einen Satz neuer Sommerreifen ab, von denen jedenfalls zwei Reifen bereits im Jahr 2005 hergestellt wurden. Diesen Reifen sprach das Gericht die Neuwertigkeit ab. Der Käufer habe insoweit einen Anspruch auf Kaufpreisminderung.
Zwar sei bei sachgemäßer Lagerung gemäß DIN 7716 bzw. ISO 2230 ein Reifen bis zu einer Lagerdauer von Den ganzen Beitrag lesen »

Im 123 Kombi quer durch die Wüste

Von Jörg Enger am 2. März 2010
Diese beiden freuen sich auf Afrika im 123 Kombi

Diese beiden freuen sich auf Afrika im 123 Kombi

Am Samstag, 27. Februar, starteten zwei Freunde ins große Abenteuer: Mit einem 72 PS starken Mercedes-Benz Kombi 240 D, Baujahr 1985, wollen Oliver Siemann und Christian Jenke – als Teilnehmer einer vom eingetragenen Verein Breitengrad organisierten „Amateur-Rallye“ – von Bückeburg aus bis nach Banjul, der Hauptstadt des afrikanischen Staates Gambia, fahren. Für die rund 7500 Kilometer lange Tour, die sie unter anderem durch Spanien, Marokko, die Westsahara, Mauretanien und Senegal führen wird, haben sie ungefähr drei Wochen eingeplant.
„Der Spaßfaktor gehört ganz klar dazu“, sagt Jenke. Und „Abenteuerlust“, bestätigt Siemann. Eine große Motivation sei aber auch der karitative Zweck der Rallye: Dem Reglement der Veranstaltung nach werden die Fahrzeuge der insgesamt 46 Teams nämlich am Ziel der Reise versteigert und das Geld wohltätigen Organisationen (einem gambischen Waisenhaus, Frauenhaus, Krankenhaus und einer Schule) zur Verfügung gestellt. Außerdem haben die beiden Afrikareisenden Den ganzen Beitrag lesen »

Dossier: Mercedes-Benz 260 D

Von Jörg Enger am 1. März 2010

SternenGlühen

Mercedes-Benz 260D Pullman-Limousine

Mercedes-Benz 260D Pullman-Limousine

260 D – eine Bezeichnung, die vielen geläufig ist. Wenn auch eher Pkw mit D hinter der Zahl aus der Generation Heckflosse, /8 und Folgende richtig bekannt und weit verbreitet wurden, muss man klarstellen, dass nur das erste Serienautomobil in dem ein Dieselmotor verbaut war mit dieser Bezeichnung 260 D gehandelt wurde. Dies wissen jedoch nur einige wenige. Wann, wo, und unter welchen Umständen es zur Präsentation kam wollen wir hier aufzeigen. Nur einer kleinen Minderheit werden wir an dieser Stelle Neues erzählen können. In Deutschland kümmert sich der MVC (Mercedes-Benz Veteranan Club) um solche Fahrzeuge.

Allen anderen viel Spaß beim Eintauchen in die Welt der Selbstzünder, insbesondere im Bereich der PKW . . .

Vorgeschichte

Es war abzusehen, das der Dieselmotor auch im Pkw Bereich Einzug halten würde. Nachdem Rudolf Diesel 1890 seinen Motor erstmals zum Laufen brachte, wusste er natürlich noch nicht, dass sein Name als Bezeichnung für die Technik und den Treibstoff in alle Welt getragen werden sollte.

Sein Name ist Synonym für Kraftstoff und Technik Rudolf Diesel

Sein Name ist Synonym für Kraftstoff und Technik Rudolf Diesel

Wie bei vielen anderen „Künstlern“ kam auch Diesel erst nach seinem Ableben im Jahr 1913 zu richtigem Ruhm.

Allerdings muss auch gesagt werden, dass die Erfindung des Dieselmotors, wenngleich auch weitreichenden, jedoch nur in den Grundzügen aus seiner Hand stammt.

Um die „Rohöl-Motoren“ vom stationären in mobilen Einsatz bringen zu können, bedurfte es zunächst noch eines weiteren Patentes. Am 14. März 1909 wurde das DRP (Deutsches Reichs Patent) 230 517 von einem gewissen Prosper L’Orange angemeldet. Es enthielt den mit Vorkammer ausgestatteten Dieselmotor, der nun mit wesentlich weniger Den ganzen Beitrag lesen »

80 Jahre Lorinser leider ohne Festakt

Von Jörg Enger am 28. Februar 2010
Lorinser in den 60er Jahren

Lorinser in den 60er Jahren

Morgen ist es genau 80 Jahre her, dass Erwin Lorinser im schwäbischen Waiblingen eine freie Kfz-Werkstatt eröffnete. Und eigentlich ist ja wohl auch ein Grund zum feiern. Aufgrund der allgemein angespannten Wirtschaftslage wird es allerdings keinen Festakt und auch kein Sondermodell geben. Dies teilte ein Unternehmenssprecher mit.
Wir wollen aber trotzdem auf die Geschichte blicken denn die ersten Lorinser Tuning Fahrzeuge sind auch schon H-Kennzeichen fähig!
Am 1. März 1930 legte Erwin Lorinser den Grundstein für eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Mit Fleiß, Enthusiasmus und Risikobereitschaft schuf sich der Kraftfahrzeug-Meister schnell einen guten Namen und konnte schon bald auf einen beachtlichen Kundenstamm blicken. Schon im Jahre 1935 wurde auch die damalige Daimler-Benz AG auf die gut laufende Werkstatt aufmerksam und offerierte Lorinser einen Vertrag zur Zusammenarbeit. Fortan übernahm er als offizieller “Wiederverkäufer für Pkw und Nutzfahrzeuge” die Betreuung und Serviceverantwortung von Fahrzeugen “mit dem Stern”. Die Firma wuchs in den folgenden Jahren kontinuierlich und zog im Jahre 1961 in ein neues Autohaus mit zugehöriger Den ganzen Beitrag lesen »

Jochen Mass mit Autogrammstunde bei Kienle

Von Jörg Enger am 27. Februar 2010
Das Jochen Mass Buch

Das Jochen Mass Buch

Der deutsche Ex-Formel-1-Fahrer, Le Mans-Sieger und Renn-Legende Jochen Mass kommt zur Autogrammstunde auf die Retro Classics (12. bis 14. März 2010) nach Stuttgart. Am Samstag, 13. März 2010 wird Mass von 12.00 bis 14.00 Uhr auf dem Stand von Kienle Automobiltechnik das von Paul-Janosch Ersing und Bernd-Wilfried Kießler geschriebene und im Verlag Stadler erschienene Buch „Jochen Mass: Auf der Ideallinie in die Freiheit“ signieren. Eine zweite Autogrammstunde ist für Sonntag, 14. März 2010 von 10.00 bis 12.00 Uhr geplant.
Kienle Automobiltechnik ist die weltgrößte Spezialfirma für die Restaurierung hochwertiger Mercedes-Benz Automobile außerhalb des Werks, und Firmenchef Klaus Kienle ist mit Jochen Mass seit vielen Jahren befreundet. Der Inhaber des seit über 25 Jahren bestehenden Familienbetriebs freut sich, den sympathischen Rennfahrer auf seinem großen Stand als Gast zu haben: „Jochen Mass hat trotz seines internationalen Ruhms nie abgehoben, sagt stets offen und ehrlich seine Meinung und ist einer der wenigen Rennfahrer, die aus einem in über 25 Renn-Jahren gesammelten Erfahrungsschatz erzählen können“, kommentiert Kienle den
Auftritt von Mass, der in seiner Formel-1-Karriere bei 105 Grand Prix startete und dabei 71 Weltmeisterschaftspunkte errang. Damit war er bis zur Ära Michael Schumacher, neben Wolfgang von Trips, der erfolgreichste Formel-1-Pilot mit deutscher Fahrer-Lizenz. Das Buch über Jochen Mass legt den Schwerpunkt auf die Mille Miglia und ist im Verlag Stadler Konstanz erschienen – wir berichteten . . .

Dieter Ritter wechselt zur Allianz

Von Jörg Enger am 25. Februar 2010

Bekennender Mercedes-Fan: Dieter Ritter

Dieter Ritter, Mitbegründer und Ehrenvorsitzender der MBIG, wechselt seinen Posten vom derzeitigen Oldtimer-Spezialisten des AvD hin zum Versicherer Allianz. Dieser will nämlich in Zukunft sein Engagement im Bereich der Oldtimer und Sammlerfahrzeuge erweitern. Dazu wurde Ritter nun als Szene-Kenner abgeworben. Dass dies der richtige Mann sein könnte, kann man anhand seiner Erfolge der Erweiterung des AvD in diesem Bereich ersehen. Unter ihm wurde das Klassik-Angebot des AvD deutlich erweitert – nicht nur im Internet.  Über 50 Korporativvereinbarungen mit bestehenden Oldtimerclubs konnte Dieter Ritter in den vergangenen realisieren. Und wer schon mal versucht hat, mit Clubführungen etwas zu vereinbaren, weiß was das heisst.

Halwart Schrader wird 75

Von Jörg Enger am 24. Februar 2010

Ein Schrat ist eine Art Naturgeist – Ein Schrader, besonders ein Halwart Schrader, ist eine Art Freigeist. Heute vor 75 Jahren wurde der bekannte (Motor-) Journalist in Braunschweig geboren. Seine Vita liest sich mehr wie ein Reisebericht: München, Berlin, Halberstadt, Hamburg, Frankreich, England, Düsseldorf, Köln, Österreich, Lüneburger Heide und so weiter.

Mit alten Autos ist er seit den 1960er Jahren verbandelt und war von 1975 bis 1985 der Herausgeber der herausgeber der ersten “Oldtimer-Zeitschrift” in Deutschland nämlich der “Automobil und Motorrad Chronik”. Er ist bei vielen Organisationen Mann der ersten Stunden. Seine “Typenchroniken” über verschiedene MB Modelle, die Reihe “Mercedes-Benz Automobile ” (zusammen mit MVC Mitglied Heribert Hofner)  und ganz besonders das Buch “Mercedes-Benz Kompressorwagen” sollten in keiner Hobbybibilothek fehlen. Aufgrund seines bunten Lebenslaufes und seiner vielen Leidenschaften hat er sich darüberhinaus als Autor von Reiseführern und Gourmet-Fachbüchern einen Namen gemacht. Sein Lieblingsthema ist aber weiterhin “alte Autos” und auch hier ist noch kein Ende ab zu sehen – glücklicherweise!happy_birthday_7

Von uns aus alles Gute zum 75. Geburtstag und dass es noch lange weiter geht!

Sportwagen statt historische Silberpfeile in 2010

Von Jörg Enger am 23. Februar 2010

gut verstaut2010 wird das Comeback-Jahr vom Mercedes-Werksteam in der Formel 1. Bei den Klassikern sieht das anders aus. Hoffentlich haben Sie in 2009 genug Fotos gemacht! Nachdem nämlich die historischen Mercedes-Benz Silberpfeile im letzten Jahr aufgrund ihres Jubiläums fast allgegenwärtig waren, werden sie in diesem Jahr bei keiner Veranstaltung in Deutschland oder Europa aus dem Depot geholt. Eine Pflege und Schonung ist nach dem letztjährigen Marathon auch sicherlich nötig. Trotdem werden sie in Bahrein zum Start der Formel 1 und in Argentinien zum Juan Manuel Fangio-Jubiläum zu sehen sein.

CLK LM & C111Wie wir aus gut unterrichteten Kreisen erfahren konnten, will man das geneigte Publikum aber in diesem Jahr zunächst unter dem Motto “Faszination” mit den Supersportwagen der letzten Jahrzehnte begeistern. Dazu zählen sicherlich der Mercedes Simplex, das 300 SLR Uhlenhaut Coupé oder auch der C111 in seinen verschiedenen Versionen genauso wie der SSK und der CLK GTR Roadster. Die genauen Auftritte der Typen, wo sie tatsächlich “in Action” zu sehen sein werden, ist mannigfaltig und daher hier nur eine kleine Auswahl: Goodwood, Schloß Dyck, ADAC Eifelrennen und Le Mans Classic.

Tagfahrlicht kommt 2011 doch

Von Jörg Enger am 21. Februar 2010

Ab 2011 wird das sogenannte Tagfahrlicht in der ganzen Europäischen Union zur Pflicht. Viele Länder haben schon jetzt diese Regelung ganzjährig eingeführt. In Deutschland ist das Fahren mit Tagfahrlicht seit September 2005 offiziell „empfohlen“. Neuwagen müssen die Technik bereits haben. Für die Nachrüstung etwas älterer Fahrzeuge steht der Zubehör-Spezialist Dometic-Waeco mit einer komfortablen Tagfahrlichtsteuerung Magic Touch TFL 100 bereit. Sie schaltet sich beim Betätigen der Zündung automatisch ein. Besonders dunkelfarbige Fahrzeuge sind mit Tagfahrlicht viel besser zu erkennen.
Zwar ist der vielzitierte Mehrverbrauch an Benzin bei Fahrlicht ist nicht so schlimm wie behauptet: Die Schätzungen gehen von 0,15 bis 0,2 Liter auf 100 Kilometer aus. Bei LED-Technik tendiert er laut TÜV kaum messbar gegen Null. Aber bei den alten Fahrzeugen mit Gleichstom-Lichtmaschine die bis in die 1970er Jahre verbaut wurden (vor 1960 sogar oftmals mit 6 Volt) kann dies zu erheblichen Kapazitätsproblemen fürhren. Diese Fahrzeuge sind nämlich nicht für diese Dauerbelastung ausgelegt. Ob es für Oldtimer daher eine Ausnahmeregelung geben wird, wird derzeitig noch geprüft.

Kultur in Bewegung zum Tag des offenen Denkmals

Von Jörg Enger am 20. Februar 2010

Seit vielen Jahren findet der Tag des offenen Denkmals auch in Deutschland statt und am 12. September ist wieder bundesweit Tag des offenen Denkmals.
Das Motto des diesjährigen Denkmaltags lautet “Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr”. Es können beispielsweise Bahnhöfe, Kaufmannshäuser, Straßen, Kanäle, historische Verkehrsmittel wie auch historische Orte der Migration und kulturellen Begegnung im Mittelpunkt stehen. Aber auch Denkmale, die keine direkte Verbindung zum Jahresmotto haben, dürfen selbstverständlich teilnehmen. Anmeldeschluss ist der 31. Mai.

Oldtimer Omnibusse auf der Retro Classics

Von Jörg Enger am 18. Februar 2010
Setra Omnibusse, die Ulmer Busmarke der Daimler AG, wird dieses Jahr auf der Retro Classics 2010 in Stuttgart (12. – 14. März) mit dem S 10 „Der liebe Augustin“ und dem S 150 Panoramabus zwei ganz besonders erfolg­reiche Oldtimer-Typen präsentieren. Beide Exponate werden in der Omnibus-Halle 8 auf dem Stuttgarter Messegelände in unrestauriertem Originalzustand gezeigt. Zu diesen Fahrzeugen gibt es übrigens auch einen eigenen Club: Den Setra Veteranen Club.

Der unrestaurierte Setra S 10 wird "Der liebe Augustin" genannt

Der unrestaurierte Setra S 10 wird "Der liebe Augustin" genannt

S 10 Verkaufsschlager 50er Jahre

Der S 10 war nach dem S 8 der zweite Setra-Typ, den es gegeben hat, und galt in der ersten Setra Baureihe 10 als absoluter „Verkaufsschlager“. Der 125 PS-starke Bus „Der liebe Augustin“ aus dem Jahr 1955 ist mit einem Henschel Sechs­zylinder-Reihenmotor ausgestattet und bietet 37 Fahrgästen Platz. Bis Mitte der siebziger Jahre war der Oldie im Besitz eines Lindauer Omnibusunternehmers und wurde nach dessen Tod in die historische Fahrzeugsammlung von Setra in Neu-Ulm aufgenommen.

Setra S 150 „Panoramabus“ von 1967

Setra S 150 „Panoramabus“ von 1967

S 150 Panorambus war erster Superhochdecker von Setra

Der meistgefragte Reisebus der nachfolgenden Setra Baureihe 100 war der S 150, auf dessen Basis auch die spezielle Variante des Panoramabusses entwickelt wurde. Es war zugleich der erste Superhochdecker der Ulmer Traditionsmarke. Das 215 PS starke Ausstellungsfahrzeug – ebenfalls mit einem Henschel Sechs­zylinder-Reihenmotor ausgerüstet – stammt aus dem Jahr 1967 und verfügt über 52 Sitzplätze. In dem mit Skattischen ausgestatteten Bus wurde erstmalig eine Bordtoilette unterhalb der Fahrgastbodenhöhe eingebaut, eine Anordnung, die heute in Reisebussen Standard ist.

Verloren: Umweltzone Hannover

Von Jörg Enger am 17. Februar 2010
Hans-Heinrich Sander

Hans-Heinrich Sander

Jetzt erreichte uns die brandaktuelle dpa-Meldung: “Im Hickhack um die Umweltzone in Hannover hat Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) vor Gericht eine Niederlage erlitten. Der Minister scheiterte vorläufig mit dem Versuch, die Plakettenregelung der Stadt für abgasreiche Autos per Anordnung zu entschärfen. Das Verwaltungsgericht Hannover entschied am Dienstag, die Stadt dürfe der Weisung des Ministers ohne vorherige Öffentlichkeitsbeteiligung nicht Folge leisten. Anders als von Sander angenommen, seien die Fahrbeschränkungen für Dieselautos sinnvoll, um den Ausstoß gesundheitsgefährdenden Stickstoffdioxids zu verringern
Seit dem 1. Januar sollten nur noch Autos mit grüner Plakette in die City fahren dürfen. Der Minister setzte aber kurz nach dem Start der Regelung durch, dass auch Wagen mit gelber Plakette weiter bis Ende 2011 in die Stadt dürfen. Dagegen richteten sich die Klagen von vier an Hauptverkehrsstraßen wohnenden Bürgern, die von der Deutschen Umwelthilfe unterstützt werden. Nach dem Gerichtsentscheid müssen die geänderten Pläne nun öffentlich ausgelegt werden, so dass Bürger ihre Bedenken dagegen vorbringen können.
Die Umweltzone war in Hannover – wie in anderen Städte auch – eingeführt worden, um den Ausstoß gefährlicher Feinstaubpartikel zu verringern. Inzwischen gilt als Hauptgrund die Reduzierung gefährlicher Stickstoffdioxide, für die seit Jahresanfang strengere Grenzwerte gelten. Sander argumentiert, Hannover habe kein Feinstaub-Problem, sondern müsse vor allem die Stickstoffoxide reduzieren. Diese Gase würden aber mit bestimmten nachgerüsteten Feinstaubfiltern für Dieselwagen vermehrt statt vermindert.”

Dies ist umso erschreckender, da die Einrichtung von Umweltzonen nach neuesten Studien keinen Vorteil der Luftreinheit erzeilt und nur weiter auf vermeintlichen Populismus gesetzt wird.

Keine Ausbildung zum Oldtimer-Restaurator geplant

Von Jörg Enger am 17. Februar 2010
Parlamentskreis Automobiles Kulturgut bei seiner Gründung 2009

Parlamentskreis Automobiles Kulturgut bei seiner Gründung 2009

Zum 2. Mal tagte der „Parlamentskreis Automobiles Kulturgut“ im Bundestag in Berlin. Rund 50 Vertreter der Oldtimer-Szene waren mit dabei, um die Interessen und Probleme der Oldtimer zu wahren und vertreten. Darunter auch  der Betreiber des Automuseums  Dr. Carl Benz Museums und MVC Ehrenvorsitzende Winfried Seidel. Die aktuellen Themen waren: Umweltzonen Fahrverbote, Gleichstellung H-/07-Kennzeichen und das Berufsbild Restaurator.

Nach einer lebhaften Diskussion zu den genannten Punkten überraschte alle Teilnehmer des Parlamentarierkreises die Aussage von Andrea Zeus, vom Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe e.V.: “Eine Studie seitens der IG Metall hat ergeben, dass im Bereich der Oldtimer Werkstätten die Schaffung des Berufsbildes Restaurator nicht notwendig ist, da nach einer Berechnung nur ein Bedarf von 36 Fachkräften herausgekommen ist.” Eine Zahl über die Klaus Kienle, Kienle Automobiltechnik nur den Kopf schütteln kann. Alleine in seinem Betrieb werden derzeit 20 bis 22 Lehrlinge in allen Bereichen ausgebildet. Klaus Kienle machte deutlich, dass in jedem Fall Bedarf an einem solchen Berufsbild und der dazu gehörenden Ausbildung vorhanden ist. Allerdings ist es sicherlich schwierig ein Berufsbild für alle Gewerke zu entwickeln, denn schließlich ist jedes für sich nur für Spezialisten ausgelegt. Andrea Zeus wies darauf hin, dass es außerdem für jeden Mechatroniker-Auszubildenden über Berufsbildungszentren und Berufsschulen möglich sei Zusatzprogramme zu belegen. Diese sollen zur Not auch mit Fachkräften, die gerade in Rente gegangen seien, durchgeführt werden. Das Ganze sei erst einmal als Versuch angedacht. Es wird keine öffentlich rechtliche Prüfung geben, aber es gibt einen anerkannten Abschluss. Man wolle warten, wie die entsprechenden Fachwerkstätten auf diesen Versuch reagieren und ob eine solche Initiative anerkannt würde. Rainer Sachse von Steenbuck-Automobiles wies darauf hin, dass es auf der deutschen Landkarte sehr viele weiße Flecken im Netz der qualifizierten Oldtimer- Fachwerkstätten gäbe. Viele seiner Kunden möchten sich aber nur einen Oldtimer kaufen, wenn sich auch eine Fachwerkstatt im Umkreis von 100km befindet.

Dem ZDK scheint es hingegen zu genügen, ein Zusatzzeichen “Fachbetrieb für historische Fahrzeuge” und  jetzt ein neues Plakat dazu zu vergeben. Das ist auch sicherlich einfacher, als sich um eine (mehrere) neue Ausbildungsverordnung zu kümmern.

Ikone einer Ikone

Von Jörg Enger am 16. Februar 2010
Hier nicht der besagte 300 SL von Romy Schneider sondern sie und Alain Delon in seinem 190 SL

Hier nicht der besagte 300 SL von Romy Schneider sondern sie und Alain Delon in seinem 190 SL

Sie war sicherlich das, was man eine Ikone nennen könnte – die beliebte Filmschauspielerin Romy Schneider. Gegen Ende 1957 hatte sie in Deutschland und Österreich gerade erfolgreich die Sissi-Trilogie abgedreht und lebte 1958 schon mit Alain Delon in Paris zusammen. Ihr Faible für schnelle Autos machte sie zur Bestellerin eines 300 SL mit der Fahrgestellnummer 198 042 85 00209. Im Juli 1958 wurde ihr Wagen in elfenbein mit hellrotem Leder fertiggestellt. Nur nachweislich drei Besitzer hatten diesen ganz besonderen 300 SL Roadster nach Romy Schneider in Händen und außer einen Nachlackierung und einer Motorrevision befindet er sich noch heute im Originalzustand. Mit der “Buchführung” scheint auch der Tachostand von rund 125tkm als sehr glaubhaft zu sein. Nun ist diese Ikone einer Ikone wieder auf dem Markt und erwartet einen neuen pflegenden Besitzer.

Romy Schneider TotalRomy Schneider MotorRomy Schneider 1Die ganze Story dieses 300 SL Roadsters findet man exclusiv in der nächsten Ausgabe der MVC Depesche.

Unser voriges Einstiegsbild war übrigens fälschlicherweise nicht Romy Schneider, wie uns jetzt das deutsche Romy Schneider Archiv mitteilte. Danke für diesen Hinweis!