Prinz Heinrich, der Bruder des letzten deutschen Kaisers Willhelm II., liebte Benz Automobile. Vor einhundert Jahren initiierte dieser Prinz Heinrich, der im übrigen auch den Scheibenwischer erfand, eine automobile Wettfahrt, die auch seinen Namen trug. In diesem Jahr fand die Jubiläumsfahrt rund um Bad Homburg statt und bald gibt es für echte Hardcorefans auch noch eine ganz besondere Sammelbox aus dem Delius Klasing Verlag.
Er lässt die Herzen der Oldtimer-Fans auf der ganzen Welt höher schlagen: der berühmte Prinz-Heinrich-Wagen. Vor genau 100 Jahren rollte dieses bahnbrechende Automobil erstmals auf den Straßen – ein Meisterwerk des genialen Ingenieurs Ferdinand Porsche, entwickelt für Benz.
Der Prinz-Heinrich-Wagen wurde nur auf Kundenanforderung in Einzelstücken gebaut. Die Wagen hatten Holzspeichenräder mit Luftreifen und Starrachsen mit Halbeliptik-Blattfedern. Sie waren mit einem Vierganggetriebe ausgestattet, das durch eine Kardanwelle mit der Hinterachse verbunden war. Der Viersitzer stellte eine bahnbrechende Konstruktionsleistung dar und erreichte schon damals eine Höchstgeschwindigkeit von 125-135 km/h.
Heute ist dieser Wagen eine gesuchte Rarität. Ernst Piёch, ein Enkel Ferdinand Porsches, hat einen Prinz-Heinrich-Wagen gefunden und ließ ihn detailgetreu restaurieren.
Diese auf 100 Exemplare limitierte „Collector‘s Box“ umfasst ein handgefertigtes Modell dieses Prinz-Heinrich-Wagens im Maßstab 1:18 mit individueller Nummerierung auf dem Kühlergrill sowie eine vom Autoren handsignierte Prachtausgabe des Buches Ferdinand Porsche, Genesis eines Genies von Karl Ludvigsen, in der der Werdegang von Ferdinand Porsche detailliert beschrieben und mit einmaligen Fotos dokumentiert ist. Darüber hinaus bietet eine DVD eine ausführliche Dokumentation zum Prinz-Heinrich-Wagen. Eine edle in hochwertigem Leinen gebundene Mappe mit nummerierten Kunstdrucken zeigt nochmals die unvergängliche Schönheit dieses Automobils. Ein Muss für Sammler automobiler Raritäten und speziell für Porsche-Enthusiasten! Diese Rarität hat allerdings auch seinen Preis: Immerhin 999,00 Euro kostet dieses Kleinod und ist dabei jeden Cent wert!
Diese Collectors-Box ist noch nicht erschienen (Termin soll der 1.11.2010 sein), kann aber schon jetzt vorbestellt werden.
Autorenarchiv
Prinz Heinrich liebte Benz Automobile
Von Jörg Enger | 2. September, 2010
Dossier: Rennfahrer Karl Kling
Von Jörg Enger | 1. September, 2010

Karl Kling in jungen Jahren
Der Gentleman-Driver
Wenn man Henry Maske als „Gentleman-Boxer“ bezeichnet, so kann man Karl Kling nur einen „Gentleman – Driver“ nennen. Einer der belietesten und charismatischsten Rennfahrer aller Zeiten würde am 16. September diesen Jahres 100 Jahre alt.
Nach dem 2. Weltkrieg gehörte er in den 50er Jahren der berühmten Mercedes-Benz Rennmannschaft unter der Führung von Alfred Neubauer an. Er zählt zu den großen Rennfahrer-Persönlichkeiten der glorreichen Silberpfeil-Ära und verkörperte stets den Typ des Herrenfahrers, dem der Mensch über den Sieg ging. “Karl Kling blieb selbst im harten Duell auf der Rennstrecke in letzter Konsequenz immer ein fairer Sportsmann”, erinnert sich sein damaliger Teamkollege Hans Herrmann noch heute.
Karl Kling zählte als ehemaliges Mitglied der Mercedes-Benz-Rennmannschaft zu den großen Fahrerpersönlichkeiten der glorreichen Silberpfeil-Ära nach dem zweiten Weltkrieg. Der legendäre Rennleiter Alfred Neubauer holte ihn als Fahrer in das Werksteam, später wurde Kling sein Nachfolger.
Am 16. September 1910 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren, faszinierten ihn schon früh Fahrzeugtechnik und Motorsport. Eine Ausbildung zum Kfz-Meister bei der örtlichen Daimler-Benz Vertretung brachte erste Kontakte nach Stuttgart, wo er 1936 nach absolviertem Ingenieur-Studium eine Stelle als Kundendienst-Ingenieur antrat.

Karl Kling vor der Carrera Panamericana in Mexico 1952
Noch vor dem zweiten Weltkrieg startete Karl Kling für Daimler-Benz bei den damals sehr populären Tourenwagen-Veranstaltungen. Nach 1945 schrieb er als zweimaliger Deutscher Sportwagen-Meister auf Veritas-Sport- und Rennwagen ein wesentliches Kapitel deutscher Nachkriegs-Rennsportgeschichte.
1950 konnte er auf dem Nürburgring, auf Mercedes-Benz 170 S fahrend, das Sechs-Stunden-Rennen des ADAC für Daimler-Benz gewinnen. Bereits im folgenden Jahr gehörte er der offiziellen Rennmannschaft zusammen mit dem Argentinier Juan Manuel Fangio und Altmeister Hermann Lang an.
Am Steuer der reaktivierten V12-Zylinder-Kompressor-Rennwagen von 1939 gingen sie bei zwei großen Rennen in Buenos Aires an den Start. Mit einem sechsten und einem zweiten Platz empfahl sich der damals schon 40jährige Grand-Prix-Newcomer für weitere Einsätze.
Seine große Zeit begann 1952, als er am Steuer eines Prototyps des neuen Mercedes-Benz 300 SL „Flügeltürers“ bei internationalen Rund- und Langstreckenrennen zu herausragenden Erfolgen kam.

Sieger Karl Kling und Hans Klenk nach dem legendären Geier Unfall 1952
So siegte er beim Großen Preis von Bern, beendete die wegen ihrer Strapazen berüchtigte Carrera Panamericana Mexico als Gesamtsieger, bewies mit einem zweiten Platz bei der kurvenreichen Mille Miglia in Italien seine Qualitäten und belegte auch beim Jubiläumspreis für Sportwagen auf dem Nürburgring den zweiten Rang.
Als Daimler-Benz 1954 mit dem neuen Formel 1-Rennwagen W196 wieder in den Grand-Prix-Sport zurückkehrte, war Karl Kling mit von der Partie. Zunächst im Team mit Juan Manuel Fangio, Hermann Lang und Hans Herrmann, später mit weiteren Spitzenfahrern wie dem Briten Stirling Moss und Piero Taruffi.
Bei der Renn-Premiere der neuen Silberpfeile anläßlich des Grand Prix von Frankreich am 4. Juli 1954 in Reims belegte Karl Kling hinter Fangio den zweiten Platz. Weitere vordere Plazierungen auf nahezu allen Grand-Prix-Strecken folgten, wobei seine Siege bei den Großen Preisen von Berlin auf der berühmten AVUS 1954 und in Schweden 1955 besonders erwähnenswert sind.

Gratualtion vom obersten Chef: Kling, Klenk und Nallinger
Als sich Daimler-Benz zum Ende der Saison 1955 vom aktiven Rennsport zurückzog, übernahm Karl Kling als Nachfolger seines Förderers Alfred Neubauer die Leitung der in modifizierter Form weiter existierenden Sportabteilung. Und er blieb auch noch motorsportlich aktiv, vor allem bei Langstreckenfahrten.

Renndirektor Karl Kling mit Ewy Rosqvist
Er siegte 1959 bei der Rallye Méditeranée – Le Cap mit einem Mercedes-Benz 190 Diesel (!) und gewann 1961 am Steuer eines Mercedes-Benz 220 SE die Rallye Algier – Zentralafrika. Als Copilot diente ihm bei beiden Veranstaltungen der bekannte Fernsehjournalist Rainer Günzler.
Seit dem Tode seiner Frau lebte Karl Kling zurückgezogen in seinem Haus am Bodensee, von wo aus er auch weiterhin mit großem Interesse und kritisch das sportliche Engagement beim „Daimler“ bis zuletzt verfolgte.
Karl Kling verstarb dort am 18. 03.2003.
Schwetzingen und Stadtpark-Rennen
Von Jörg Enger | 29. August, 2010
Kommendes Wochenende wirs es heiß! Zwar wagen wir hier keine Wetterprognose, aber im Schlosspark Schwetzingen begegnen sich automobile Klassiker und barocke Architektur. Nur in Schwetzingen gibt es eine Zeitreise, die 1885 beginnt und genau nach den FIVa-Kategorien eingeteilt ist. Beginnen kann man bei den Veteranen bis 1904, erlebt die Kaiserzeit bis 1918, danach den Aufschwung der 1920er und die erste Blüte der 1930er Jahre. In der Westhälfte des Parks warten die Wirtschaftswunderzeit und die Träume der 1960er Jahre, sowie die Exoten der siebziger und Klassiker der Zukunft, ergänzt von der Sonderschau „100 Jahre ALFA“ und „80 anni PININFARINA“.
Das Automobil ist zu Recht die mobile Skulptur der Moderne: Es kommt auf jedes kleinste Detail der Linienführung an. Wer je versucht hat, ein Auto nach dem Vorbild zu zeichnen, weiß, wie balanciert jede Kleinigkeit ausgeführt ist. In schwetzingen verbindet sich Design und Manufaktur, man erlebt Farben, Linien und Formen im perfekten Einklang mit der einzigartigen Gartenarchitektur des Schlossparks.
Der andere Park, der an diesem Wochenende lockt, ist der Stadtpark in Hamburg. Am 1. September-Wochenende geben sich die zwei- und vierrädrigen Klassiker wieder ein Stelldichein im Norden. Nicht nur auf die Oldtimer können sich die Besucher in diesem Jahr freuen. Auch die Piloten haben es in sich.
Rennfahrer- und Rallyelegenden wie Jochi Kleint, Egon Müller, Dieter Braun und Heiner Butz – allesamt mehrfache Welt- Europa- oder Deutsche Meister, werden an beiden Veranstaltungstagen mehrere Male den Kurs umrunden. Historische Rennwagen, Gespannmaschinen und Rennmotorräder aus den 1930er bis 1970er Jahren sind auf der 1.7 km Strecke mehrere Male am Tag unterwegs.
Ebenfalls im Oldtimer dabei: Die Tatortkommissare Klaus J. Behrend, Harald Krassnitzer und die Schauspieler Michael Mendt, Michael Roll, Gudrun Landgrebe, Axel Prahl und Jan Josef Liefers. Gestartet wird als “Charity- Team” zu Gunsten der Tabaluga Kinderstiftung. In den Fahrerlagern Automobile und Motorräder können alle Fahrzeuge während der Pausen “hautnah” besichtigt werden. Darunter ein Bugatti 35 B aus dem Jahre 1925. Öl- und Benzingespräche sind natürlich inklusive. An der Rennstrecke gibt es eine bunte Meile mit Zubehör- Teilemarkt. Hier hat man die Chance seinen Traumwagen zumindest in Modellgröße mit nach Hause zu nehmen. Der Oldtimer- Parkplatz befindet sich, wie in den vergangenen Jahren, u.a. in der Alten Wöhr. Motorrad Freunde parken im Südring, direkt am Eingang zum dortigen Fahrerlager. Veranstaltungsbeginn an beiden Tagen: 8.30 Uhr. Die Tageskarte für alle Bereiche kostet 12,00 Euro, inklusive 3 Kinder bis 15 Jahre.
125 Jahre “selbst-bewegend”
Von Jörg Enger | 29. August, 2010
Am Sonntag, 29. August 2010, jährt sich die Patent-Anmeldung zur Erfindung des Daimler Reitwagens – dem ersten Motorrad der Welt – zum 125. Mal. Es war damit sogar noch vor Benz’ Patent-Motorwagen das erste Fahrzeug, dass sich losgelöst von Schienen “selbst bewegte”. Das Mercedes-Benz Museum greift das Jubiläum heut zwischen 11 und 16 Uhr thematisch in verschiedenen Aktivitäten auf. Vormittags stellt Autor Gunter Haug die Biographie „Gottlieb Daimler – Der Traum vom Fahren“ vor. In Kooperation mit dem Deutschen Zweirad- und NSU-Museum Neckarsulm lädt das Mercedes-Benz Museum Fans und Besitzer historischer Motorräder ein, ihr Zweirad in einer Freiluftausstellung zu präsentieren. Auf dem Hügel vor dem Museum können Besucher am 29. August 2010 faszinierende Motorräder aus 125 Jahren erleben, wie zum Beispiel eine De Dion Bouton 211 Kubikmeter von 1897. Stargast ist ein Original-Nachbau des Filmfahrzeugs aus Easy Rider: Eine Harley Davidson aus dem Jahr 1987. Anlässlich des Jubiläums zeigt das Mercedes-Benz Museum im Open Air Kino den Road Movie-Klassiker mit Dennis Hopper. Filmstart ist nach Sonnenuntergang gegen 21 Uhr.
Supersportwagen verlängern Boxenstopp im Mercedes-Benz Museum
Von Jörg Enger | 28. August, 2010
Aufgrund des großen Erfolgs verlängert das Mercedes-Benz Museum die Sonderausstellung Supersportwagen. Noch bis einschließlich Sonntag, 31. Oktober 2010, können Besucher die einmalige Supersportwagen-Tradition der Marke mit dem Stern erleben. Kürzlich wurde die Ausstellung mit der Auszeichnung „red dot” für hohe Designqualität prämiert.
Was macht die Faszination auf vier Rädern aus? Wer waren die Vorgänger des Mercedes-Benz SLS AMG? Acht Fahrzeuge – bis hin zum jüngsten Familienmitglied – präsentieren die Entwicklungsstufen und wecken multimedial die Begeisterung für Supersportwagen: Besucher können ihr Wissen anhand von iPads erweitern oder eine virtuelle Spritztour mit dem neuen Flügeltürer unternehmen.
Die Sonderschau ist im Collectionsraum 5 zu finden und bildet somit den Abschluss des thematischen Rundgangs in der Dauerausstellung. Die Ausstellung ist zweisprachig und täglich, außer montags, von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist in der Museumstageskarte inbegriffen. Die Sonderausstellung Supersportwagen ist ebenfalls Bestandteil der regulären Automobilführungen.
Mercedes-Benz Werkstätten ganz vorn
Von Jörg Enger | 27. August, 2010
Die Markenwerkstätten sind die Sieger beim Werkstatttest 2010 des ADAC. Wie der Automobilclub mitteilte, hätten sie sowohl mehr Fehler gefunden als auch im Service besser abgeschnitten als die Ketten und freien Werkstätten. Der ADAC hatte zusammen mit der Stiftung Warentest jeweils fünf Betriebe der Marken Mercedes, Opel, Renault, Toyota und VW sowie 25 ATU- und 25 Meisterhaft-Werkstätten unter die Lupe genommen.
Vor allem die Mercedes-Benz-Betriebe konnten im Test überzeugen: Alle fünf Betriebe (weiterlesen…)
Oldtimer und Youngtimer auf der automechanika
Von Jörg Enger | 23. August, 2010
Die automechanika 2010, die vom 14.09. -19.09.2010 in Frankfurt ausgerichtet wird, bietet in diesem Jahr die ZDK-Sonderschau in Halle 11.0 zum Thema Oldtimer-/ Youngtimer-Restaurierung unter Mitwirkung des GTÜ Oldtimerservices und seinen Dienstleistungen.
Die automechanika bietet ein einzigartiges Produktangebot in den Bereichen Autoteile, Werkstatt- und Tankstellenausrüstung, IT und Management, Fahrzeugwäsche, Zubehör und Tuning. Begleitet wird die Veranstaltung von hochkarätigen Sonderschauen, Vorträgen und Workshops. Unangefochten erreicht die Automechanika Spitzenwerte bei ihrer Größe und Internationalität: Zur letzten Veranstaltung kamen rund 50 Prozent der Besucher und 80 Prozent der Aussteller aus dem Ausland.
Ein besonderes Hightlight ist die neue Halle 11 auf dem Frankfurter Messegelände, die in diesem Jahr erstmals ihre Tore öffnet und auf zwei Ebenen (11.0/ 11.1) mit insgesamt 23.860 Quadratmetern Produkte aus dem Bereich „Repair & Maintenance“ präsentiert. Mitten drin der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), der mit seiner Sonderschau Oldtimer-/ Youngtimer-Restauration von Stand E25 bis E41 reicht. Die Sonderschau ist der Treffpunkt für Profis und Liebhaber des automobilen Kulturgutes und bietet mit den teilnehmenden Partnern einen guten Überblick zur Pflege, Wartung und Instandsetzung der Klassiker. Der Bereich Fahrzeugüberwachung, Gutachten und Oldtimerdienstleistungen wird dabei vom GTÜ Oldtimerservice abgedeckt. Das bewährte Standkonzept der GTÜ konzentriert sich hier auf die Dienstleistungen und Angebote zum Thema klassische Fahrzeuge.
Die Sonderschau ist umgeben von den Bereichen Karosserie-Instandsetzung und Lack. Der Besucher findet in Halle 11.0 alles zur Karosseriebearbeitung sowie Werkzeug- und Werkstattausrüstung für Karosseriewerkstätten; in der Ebene 11.1 dreht sich alles um Lackierung, Oberfläche und Korrosionsschutz. Gleichzeitig ist neben der Halle 11 der neue Eingang Portalhaus (ehemals Eingang West) entstanden, der direkt mit der Halle 11 verbunden ist. Der neue Eingang ist ideal für Besucher, die vom Rebstockgelände kommen; sie gelangen direkt von der Halle 11 über die Laufbänder der Via Mobile zu den Hallen 9 und 10.
Der “Dicke” starb vor 30 Jahren
Von Jörg Enger | 22. August, 2010
Heute auf den Tag genau vor 30 Jahren starb der legendäre Mercedes-Rennleiter Alfred Neubauer rund ein halbes Jahr vor dem erreichen seines 90. Lebensjahres. Über 30 Jahre war er der Chef der Rennabteilung und seine Leistung lässt sich kaum beziffern. Noch heute ist er im Gedächtnis genauso verhaftet wie die Rennfahrer seiner Zeit.
Richtiges Öl ist wichtig!
Von Jörg Enger | 21. August, 2010
Bei manchen Stammtischen ist es schon fast eine Art “Glaubenskrieg”. Welches ist das richtige Öl, braucht man Additive oder besser nicht, Brauchen ältere Motoren andere Öle als neue und so weiter.
Der Zentralverband Deutsches Krafthandwerk hat die häufigsten Fragen und Antworten zum Thema Motoröl einmal zusammengestellt:
Warum ist ein regelmäßiger Wechsel des Motoröls notwendig?
Auch Motoröl altert und verschleißt. Die Zusätze (Additive) des Öls bauen sich mit der Zeit ab, das Öl verschmutzt durch Verbrennungsrückstände, Staub und Abrieb. Häufige Kaltstarts können bei Benzinmotoren zudem zu einer Verdünnung des Öls durch unverbrannte Benzinbestandteile führen,was die Schmierfähigkeit mindert.
Was sind die Unterschiede zwischen Mineral- und Synthetiköl?
Synthetiköl wird in einem aufwändigeren Verfahren als Mineralöl hergestellt, das einen speziellen Molekülaufbau hat. Dieser lässt den Schmierfilm auch bei höchster Belastung nicht reißen, senkt den Verschleiß, sorgt für bessere Kühlung besonders beanspruchter Teile und ermöglicht maximale Ölwechselintervalle. Neben den vollsynthetischen Ölen gibt es Öle mit synthetischen Anteilen (teilsynthetische Öle, Hydrocracköle).
Können Motoröle auch beim Spritsparen helfen?
Ja, Leichtlauföle senken die Reibung im Motor und helfen dadurch Kraftstoff zu sparen. Im Kurzstreckenverkehr sind bis zu sechs Prozent Ersparnis, im gemischten Stadt- und Überlandverkehr bis zu vier Prozent und auf der Autobahn bis zu zwei Prozent Ersparnis zu erzielen. Leichtlauföle sind üblicherweise als 0W- oder 5W-Öle gekennzeichnet.
Wie oft sollte der Ölstand kontrolliert werden?
Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Als Faustregel sollte man sicherheitshalber alle 500 bis 1 000 Kilometer kontrollieren. Bei einem bekannt höheren Ölverbrauch, etwa bei älteren Wagen, individuell auch öfter. Zeigt die Ölkontrollleuchte zu geringen Ölstand oder Öldruck an, ist sofort zu kontrollieren und Öl nachzufüllen. Eine Reserve im Kofferraum kann deshalb niemals schaden.
Brauchen Diesel mit Filter besonderes Motoröl?
Ja. Damit Verbrennungsrückstände aus dem Motor den Dieselpartikelfilter nicht zusetzen, sollten für Diesel mit Filter möglichst so genannte Low-Ash-Motoröle (SAPS-Öle) verwendet werden. Das sind Öle, die weitgehend aschefrei verbrennen. Hierbei ist unbedingt auf spezifische Herstellervorgaben zu achten. Da diese Motoröle noch nicht überall zu haben sind, gehört eine Flasche zum Nachfüllen in den Kofferraum, besonders auf Auslandsreisen.
Warum kann der Ölverbrauch zu hoch sein?
Der Ölverbrauch ist abhängig vom Motortyp, dem Alter und den Fahrbedingungen, denen das Auto ausgesetzt ist. Ein zu hoher Verbrauch kann durch ein Leck in Verbindungen oder Dichtungen auftreten, durch Verschleiß von Kolben und Zylindern, aber auch durch Ablagerungen, die die Schmierung einiger Flächen verhindern.
Hat die Farbe des Öls eine Bedeutung?
Die Farbe des Öls hat keine spezielle Bedeutung, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren in der Herstellung ab. Diese umfassen die Behandlungsarten in der Raffinerie und Arten der verwendeten Grundöle, Additive und Rohöle. Öl kann im Gebrauch eine dunklere Farbe bekommen, da es Schwebepartikel enthält. Dies liegt daran, dass das Öl den Motor von Partikeln und anderen Ablagerungen reinigt, die durch die hohen Verbrennungstemperaturen entstehen. Dabei hält es diese Partikel in einem Schwebezustand, damit sie sich nicht an der Motorfläche ablagern können.
Ist es schädlich, verschiedene Ölsorten zu mischen?
Eigentlich nicht, sofern die Sorten den Vorgaben entsprechen. Das Zumischen höherwertiger Ölsorten ist meist unbedenklich.
Brauchen alte Motoren anderes Öl?
Selbstverständlich, nicht immer ist das Öl mit den besten Spezifikationen auch das Beste für den zu behandelnden Motor. Triebwerke ohne Ölfilter dürfen beispielsweise niemals mit legierten Ölen betrieben werden, da diese Abrieb in der Schwebe halten und im Filter ablagern sollen. Hat man aber keinen Filter, wird der Schmutz immer wieder durch die Schmierstellen gedrückt. Zu solch speziellen Fällen sollte man unbedingt einen Fachmann befragen, nicht umsonst gibt es von diversen Herstellern eigene “Classic”-Produkte.
“Wunder” Ausbeulen
Von Jörg Enger | 19. August, 2010
Schnell ist es passiert: Ein Rempler auf dem Parkplatz oder ein Streifschaden im Parkhaus. Was tun, wenn keine Vollkasko-Versicherung einspringt. Mit konventionellen Reparaturmethoden wird so ein Schaden richtig teuer. Das Unternehmen Carbon bietet Karosserie&Lackier-Betrieben diverse Ausbeulsysteme, wie zum Beispiel das Miracle-System. Hierbei handelt es sich um eine Reparaturmethode, die Werkstätten bei fast allen anfallenden Arbeiten der Außenhaut-Instandsetzung einsetzen können. Kleinere Parkrempler lassen sich damit ebenso reparieren wie größere Schäden an Seitenwand und Schweller – und das schnell und günstig.
Das Miracle-Alu-Repair-Konzept ermöglicht es, beschädigte Aluminiumbleche ohne großen Teileersatz mittels einer Klebeausziehtechnik von außen zu reparieren.
Eine schnellere, bessere und fachgerechtere Instandsetzung in einem MIRACLE-Partnerbetrieb ist die beste Lösung für das Fahrzeug und Geldbeutel. Viele Gründe sprechen für MIRACLE. Die Karosserie-Instandsetzung mit dem MIRACLE-System wird von führenden Verbänden, Instituten und Versicherern empfohlen. Die Experten sind sich einig: In vielen Fällen ist Instandsetzen statt Erneuern die bessere Lösung.
Gute H-Kennzeichen Statistik für Mercedes-Benz
Von Jörg Enger | 17. August, 2010
Rund 210.000
Fahrzeuge sind jetzt in Deutschland auf H-Kennzeichen zugelassen. Damit hat sich diese Anzahl in den letzten zehn Jahren vervierfacht. Unangefochten an der Spitze der H-Zulassungen steht nach wie vor der VW Käfer mit rund 21% aller H-Kennzeichen. Unter den Top Ten der Zulassungszahlen finden sich aber gleich fünf Modellreihen von Mercedes-Benz nämlich nach ihrer Rangfolge: W114/115 mit über 10.000 Wagen, W123 (knapp 6.000), SL 107 (rund 5.800), W110/111 (ca.5.700) und schließlich W108/109 mit rund 5.200 Fahrzeugen.
Betrachtet man die beiden Statistiken und KBA H-Zulassungen Top Ten, ist der Trend klar abzulesen. Es sind vor allem die „normalen“ Modelle aus den Wirtschaftswunder und Aufbauzeiten der Bundesrepublik (1960-1970) und hier vor allem deutsche Automobilmarken, die von Oldtimerfreunden gehegt und gepflegt werden. Oft sind es Modelle, mit denen die damals junge Generation der heute über 50jährigen ihre Erinnerungen lebendig halten. Dies spiegelt sich auch in den rund 4.000 Oldtimer-Veranstaltungen wieder, die derzeit jährlich in Deutschland stattfinden.
Der Traum vom Fahren
Von Jörg Enger | 16. August, 2010
Historische Romane sind en Vogue. Das betrifft genauso die rein fiktiven Geschichten, wie solche mit realem Hintergrund. Bei beiden bekommt man einen tieferen Einblick in die Geschichte. Der neue Roman von Gunter Haug (nicht zu verwechseln mit Norbert Haug vom Mercedes-Benz Rennteam) befasst sich dabei mit einem der Gründerväter der modernen Mobilität.
Gottlieb Daimler lebte von 1834 bis 1900 und hatte schon als Kind von der grenzenlosen Bewegungsfreiheit “Zu Lande, zu Wasser und in der Luft” geträumt. Viele Jahre später ist die kühne Vision des Bäckerbuben aus Schorndorf bei Stuttgart Wirklichkeit geworden, wenngleich er den wirklichen Erfolgszug nicht mehr miterlebt hat.
Mit fast übermenschlichem Fleiß, Durchhaltevermögen und vor allem mit seinem unerschütterlichen Glauben, es eines Tages tatsächlich schaffen zu können, hatte Gottlieb Daimler zusammen mit seinem jahrzehntelangen Wegbegleiter Wilhelm Maybach Automobil-Weltgeschichte geschrieben: den Traum vom Fahren realisiert!
Einer der Erfinder des Automobils war eine beeindruckende Persönlichkeit mit einer hoch spannenden Lebensgeschichte, die jedoch auch geprägt war von Rückschlägen, Demütigungen und persönlicher Tragik. Zeit seines Lebens war der geniale Erfinder aber immer seinem Motto treu geblieben: Das Beste oder Nichts!
In diesem neuen Buch des Bestsellerautors und Historikers Gunter Haug begegnen uns Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach erstmals als Hauptpersonen in einem sorgfältig recherchierten historischen Tatsachenroman. Leicht lesbar und in dem für Haug so typisch flüssigen und spannenden Stil geschrieben, schildert der Autor die persönlichen Lebensumstände dieser genialen Automobilpioniere und ermöglicht den Lesern somit völlig neue Einblicke in ein faszinierendes Kapitel der deutschen Wirtschaftsgeschichte.
Der Roman erscheint im Maskenverlag Ende diesen Monats unter ISBN 978-3-939500-27-8 zum Preis von 19,90 Euro.
Geldgewinn bei Fotowettbewerb
Von Jörg Enger | 15. August, 2010
Beim Event “Schöne Sterne 2010” am 11. und 12. September ist der Name Programm. Hier treffen sich die Freunde der Marken Mercedes-Benz und smart vor der beeindruckende Kulisse des ehemaligen Stahlwerks Henrichshütte in Hattingen. Industrie-Kultur und Autokultur feiern hier einen reizvollen Gegensatz.
Wie Sie das Thema “Schöne Sterne 2010″ umsetzen wollen, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Jedes Bild ist bei diesem Wettbewerb gern gesehen!
Das Siegerbild wird mit 500 € prämiert, für die Plätze 2 und 3 sind zudem 200 und 100 Euro ausgeschrieben. Die Jury wird von dem bekannten Industrie-Fotografen Walter Tillmann geleitet, der seit Jahren bereits für die Daimler AG, General Motors (Cadillac, Chevrolet, Opel usw) u.a. andere arbeitet. Die schönsten Bilder werden im Rahmen der Veranstaltung präsentiert. Angeliefert werden muss eine jpg-Bilddatei.
Doch Beeilung! Einsendeschluss ist der 20. August 2010
Ihr persönliches “Schöne Sterne-Bild“ einfach redaktion@mercedes-fans.de schicken, Einsendeschluss ist der 20. August 2010 – Kontaktdaten nicht vergessen! Die Bildrechte verbleiben alle beim Einsender, Mercedes-Fans.de erbittet lediglich die Nutzungsrechte für die Berichterstattung rund um den Event sowie für eine eventuelle Vorberichterstattung 2011.
Daimler Motorrad in Action
Von Jörg Enger | 14. August, 2010
Am Sonntag, 29. August 2010, jährt sich die Patent-Anmeldung zur Erfindung des Daimler Reitwagens – dem ersten Motorrad der Welt – zum 125. Mal. Das Mercedes-Benz Museum greift das Jubiläum an diesem Tag zwischen 11 und 16 Uhr thematisch in verschiedenen Aktivitäten auf. Vormittags stellt Autor Gunter Haug die Biographie „Gottlieb Daimler – Der Traum vom Fahren“ vor. In Kooperation mit dem Deutschen Zweirad- und NSU-Museum Neckarsulm lädt das Mercedes-Benz Museum Fans und Besitzer historischer Motorräder ein, ihr Zweirad in einer Freiluftausstellung zu präsentieren. Noch bis zum 15. August 2010 werden Anmeldungen per E-Mail unter karsten.blum@neckarsulm.de angenommen. Auf dem Hügel vor dem Museum können Besucher am 29. August 2010 faszinierende Motorräder aus 125 Jahren erleben, wie zum Beispiel eine De Dion Bouton 211 Kubikmeter von 1897. Stargast ist ein Original-Nachbau des Filmfahrzeugs aus Easy Rider: Eine Harley Davidson aus dem Jahr 1987. Anlässlich des Jubiläums zeigt das Mercedes-Benz Museum im Open Air Kino den Road Movie-Klassiker mit Dennis Hopper. Filmstart ist nach Sonnenuntergang gegen 21 Uhr.
Young Classic in Mercedes-Benz Oldtimer-Tombola
Von Jörg Enger | 13. August, 2010
Was ist Hessens kleinste Stadt? Na klar: Schwarzenborn. Und genau hier veranstalten die Daimler-Benz-Freunde Schwarzenborn an der Kulturhalle ihr 12. Oldtimertreffen. Am Samstag und Sonntag, 14. und 15. August, dreht sich dort alles wieder um historisches Blech und Technik in Form schöner Oldtimer, die wieder zu Dutzenden rund um die Halle erwartet werden. Ungewöhnlich startet das Teffen am Samstag um 19 Uhr mit Musik aus den 1960er und 70er Jahren.
Weiter geht es am Sonntag mit dem Eintreffen der Old- und Youngtimer ab 9.30 Uhr an der Kulturhalle. Für diejenigen Teilnehmer, die später bei der Ausfahrt mit dabei sind, gibt es bis 10 Uhr ein kostenloses Frühstück. Pünktlich um 10 Uhr startet eine einstündige Sternfahrt rund um den “Knüll” mit einer Vorstellung der Fahrzeuge. Die Startzeit ist frei wählbar bis 13 Uhr. Ab 12 Uhr wird ein Mittagessen serviert, unter anderem mit regionalen Spezialitäten wie geräucherten Forellen aus heimischen Gewässern.
Für Live-Musik sind „Die Falschen Fuffziger“ und Fat-Man zuständig. Kaffee und Kuchen gibt es ab 14.30 Uhr. Ab 16 Uhr werden Pokale verliehen: Auszeichnungen gibt es unter anderem für den Sieger der Ausfahrt, für den schönsten Youngtimer, das ältestes Fahrzeug und die weiteste Anreise.
Um 17 Uhr startet die große Tombola der Schwarzenborner Daimler-Benz-Freunde, mit einem spektakulären Hauptgewinn: Für den Gewinner gibt es einen so genannten Young Classic Mercedes Benz, Typ W 124 300 CE, in gutem Zustand. Den ganzen Tag über ist ein Unterhaltungsprogramm für Kinder vorbereitet.
Traditionelles Handwerk auf dem Rückzug
Von Jörg Enger | 12. August, 2010
Fast kommt es einem wie ein Drehbuch für einen Hollywood-Film vor – nur dass es da sicher glücklich ausgeht, was hier keineswegs gewiss ist:Wer in der Hauptstadt ein altes Auto fährt, ist auf Horst Grafenbergers Service angewiesen. Jetzt wurde ihm seine Werkstatt in Kreuzberg gekündigt, weil an der Stelle ein Einkaufzentrum entstehen soll. Horst Grafenberger ist einer der letzten Meister der Vergasertechnik-Spezialisten. Ist der Beruf schon vom Aussterben bedroht, so scheint auch das Ende von Grafenbergers Werkstatt mitten in Berlin besiegelt zu sein. Der Umzug vom angestammten, quasi historischen Ort in eine neue Werkstatt kann ihn teuer zu stehen kommen. Lag die monatliche Miete in der Yorckstraße noch im dreistelligen Bereich, dürften neue Vermieter an anderer Stelle mindestens den doppelten Betrag verlangen.
Die Kündigung kam im Mai. Ein Immobilieninvestor aus Dortmund erwarb das Grundstück zwischen Yorckstraße, Dennewitzplatz und Gleisdreieck, um voraussichtlich ein Einkaufszentrum zu errichten. Bleibt zu hoffen, dass Horst Grafenberger und sein Mitarbeiter Ulf Kannenberg bis zum 31. Dezember 2010 eine neue, bezahlbare Werkstatt finden, um ihr Wissen noch lange anwenden zu können.
Dreifachsieg für Mercedes
Von Jörg Enger | 11. August, 2010
Die erste Herkomer-Konkurrenz, eine 937 Kilometer lange Tourenwagenwettfahrt durch Süddeutschland, fand vom 11. bis 17. August 1905 statt. Sie endete mit einem Dreifachsieg für Mercedes: Edgar Ladenburg, Hermann Weingand und Willy Pöge gewannen die ersten drei Plätze im Gesamtklassement.
Restaurierungsobjekt Mercedes-Benz 220 Cabrio A gestohlen
Von Jörg Enger | 9. August, 2010
Nur wenige Wagen dieses baugleichen Typs mit gewölbter Frontscheibe wurden von Mercedes-Benz hergestellt. Eines dieser Fahrzeuge wurde jetzt Ende Juli / Anfang August aus einer Scheune in Bodenwerder-Linse (LK Holzminden) gestohlen. Der Eigentümer, ein 45jähriger Mann mit jetzigem Wohnsitz in Süddeutschland, hatte das Fahrzeug vor ca. 15 Jahren in unrestauriertem Zustand in der Scheune abgestellt. Zu diesem Zeitpunkt wohnte der Mann auch noch im Raum Bodenwerder. Er hatte sich immer vorgenommen, sobald er die finanziellen Mittel für eine aufwändige Restaurierung habe, dieses “in Angriff” zu nehmen. Ursprünglich hatte sein Vater dieses Auto einmal von einem amerikanischen Soldaten, der nach seiner Stationierung in Deutschland wieder in die USA zurückgegangen war, geschenkt bekommen. Bei dem Mercedes-Benz handelt es sich um das Modell 220 als Cabriolet A (Modelreihe W 187) in weiß mit schwarzem Verdeck und grünen Ledersitzen. Das Fahrzeug befand sich in einem unrestaurierten Altzustand. Dennoch dürfte der Wert bei Oldtimer-Liebhabern auch in diesem Zustand bei ca. 25.000 Euro liegen. Sobald der Diebstahl bekannt wurde, nahmen die Beamten der Polizeistation Bodenwerder die Ermittlungen auf. Nach derzeitigem Ergebnis dürfte der Oldtimer in der Zeit vom 27.07.2010 bis zum 02. August gestohlen worden sein. Die bisher unbekannten Täter hatten das Vorhängschloss der Scheunentür In der Masch in Linse “geknackt” und den Wagen offensichtlich komplett aufgeladen. Das jedenfalls beweisen die hinterlassenen Spuren. Zunächst wurde das Fahrzeug aus der Scheune gezogen und anschließend auf einen LKW oder auf einen Anhänger aufgeladen. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur. Die Polizei in Bodenwerder hofft auf Zeugen, die möglicherweise etwas von diesem ungewöhnlichen Transport mitbekommen haben. Hinweise werden unter Telefon 05533 / 974950 oder per Mail erbeten.
Das Daimler-Motorrad
Von Jörg Enger | 8. August, 2010
Am 29. August vor 125 Jahren wurde das erste Motorrad der Welt zum Patent angemeldet. Damals, 1885, hieß es aber noch “Reitwagen” und versetzte Passanten in Angst und Schrecken. Der Inhaber des Patetes hieß Daimler und hier zeigen wir die Geschichte einmal auf.
Im Jahr 1882 kamen Gottlieb Daimler und sein genialer Weggefährte Wilhelm Maybach nach Cannstatt bei Stuttgart. Differenzen zwischen dem fünfzigjährigen Nikolaus August Otto und dem zwei Jahre jüngeren Daimler hatten die Trennung von der unmittelbar bei Köln gelegenen Gasmotorenfabrik Deutz herbeigeführt. Daimler, inzwischen vermögend, machte sich selbständig.
Für 75 000 Goldmark kaufte er (weiterlesen…)
Mehr Platz in Berlin
Von Jörg Enger | 7. August, 2010
“Technoversum” heisst das neue entstehende Projekt des ehrwürdigen Deutschen Technikmuseums in Berlin.
Am Mittwoch wurde der Baufortschritt der neuen Hallen gezeigt, die im Mai 2011 eröffnet werden sollen. Schon als in den neunziger Jahren der Senat einen Ausgabestopp erlassen hatte, finanzierten die Museumsleute ihren Neubau mit Hilfe des ausführenden Bauunternehmens. Als man Pläne zum Bau eines Riesenrades neben dem eigenen Gelände verhindern wollte, wurde ein Sponsor aus dem Hut gezaubert, der versprach das Geld für das Grundstück zu geben. Diesem Beispiel folgend, zahlte am Ende dann doch der Senat. Und als die Pläne zum Ausbau der ehemaligen Verladehallen des Anhalter Bahnhofs zu scheitern drohten, öffneten die Museumsleute geschickt die Mittel aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung. Jetzt wird gebaut.
Auch ohne Aussicht auf das Geld zu haben, hatte man im Museum die Ausbaupläne nämlich schon entwickelt. So konnte man schneller als andere zuschlagen. 2,9 Millionen Euro hat das Museum aus dem Sondertopf erhalten können; 600 000 Euro kommen von der EU hinzu – und schon entsteht endlich eine neue Ausstellungsfläche für den Bereich Mobilität – in energetisch vorbildlich gedämmten Räumen, was Voraussetzung zum Erhalt der Konjunkturprogrammmittel war. Am Mittwoch wurde demonstrativ eine Gaube aufs Dach gesetzt.





